Beklemmend und gewaltig
Mit beiden Händen den Himmel stützenMeine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist von der Autorin Lilli Tollkien, ihr erster Roman, ein Debüt, über eine Kindheit und Jugend im Ausnahmezustand, das kann man nur bestätigen wenn man es liest.
Ihr ...
Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist von der Autorin Lilli Tollkien, ihr erster Roman, ein Debüt, über eine Kindheit und Jugend im Ausnahmezustand, das kann man nur bestätigen wenn man es liest.
Ihr Schreibstill ist sehr gewaltig , schonungslos und ehrlich,manchmal auch brutal, das ich es manchmal nicht ertragen konnte, aber gerade deshalb sollte man es lesen, ab und zu habe ich innegehalten um alles zu verarbeiten zu können. Die Protagonistin Lale noch ein Kind tat mir nur noch leid. Ihre Protagonisten sind sehr Authentisch und real, auch ihre Charaktere sind sehr gut hervorgehoben. Ich mochte mich nicht in diese Menschliche Abgründe hineinversetzen.
Die kleine Lale, hat für mich eine sehr traurige Kindheit, der Vater ein Trinker und Knacki , die Mutter Drogenabhängig. Der Vater beantragt beim Jugendamt sein Kind groß zu ziehen, in einer Männer- Kommune. Hier ging es darunter und drüber, Lale darf alles,essen was sie will, so lange aufbleiben wie sie möchte, ihr sind keine Grenzen gesetzt. Lale wird für vernachlässigt, sie erlebt wilde Partys und Hemmungslosen Sex in der WG.
Das mich sehr erschüttert und traurig gemacht hat, dabei ist Lale ein so intelligentes Kind, die sogar ihr Abitur macht. Man hat sie in der WG missbraucht und belohnt, das dass Jugendamt das nicht mitbekommen hat, bleibt mir ein Rätsel . Es spielt in den Achtzigerjahren und da waren die Ämter oft unbarmherzig. Ich war zu dem Zeitpunkt 30 Jahre und hatte selbst zwei Kinder, und hätte so etwas nie zugelassen. Es war kein Wunder, das Lale anfängt zu stehlen und sich nimmt da sie denkt es steht ihr zu. Was Lale fehlte war Geborgenheit, Beständigkeit und Liebe , ein intaktes Elternhaus . Lassen wir uns von ihrem weiteren Lebensweg überraschen.