Berührende Geschichte über drei Schwestern und einen Neuanfang
Glücksmomente„Glücksmomente“ ist der Auftakt zur 4-teiligen „Neuanfänge-Reihe“, die im Original in den Jahren 2015 bis 2017 erschien.
In diesem ersten Teil lernen wir Cassie Carter kennen, die vor 12 Jahren eine Entscheidung ...
„Glücksmomente“ ist der Auftakt zur 4-teiligen „Neuanfänge-Reihe“, die im Original in den Jahren 2015 bis 2017 erschien.
In diesem ersten Teil lernen wir Cassie Carter kennen, die vor 12 Jahren eine Entscheidung für ihren Freund und späteren Ehemann traf und sich dadurch mit ihrer Familie entzweite.
Die Beziehung lief nicht gut und Cassie kehrt mit ihrer kleinen Tochter zurück nach Washington.
Cassies Eltern leben inzwischen nicht mehr aber ihre beiden Schwestern leben nicht sehr weit entfernt.
Als Cassie unerwartet einen Brief von ihrer Schwester Karen erhält, sieht sie eine Möglichkeit, den Kontakt wieder aufzunehmen und vielleicht eine Versöhnung herbei zu führen. Wird diese gelingen?
Zu Beginn lernen wir Cassie und ihre 12-jährige Tochter Aimee kennen.
Im Prolog erleben wir Cassie im Alter von 10 Jahren bei ihrer Familie.
Cassie hatte sehr jung ihr Elternhaus und ihre Familie verlassen, um mit ihrem Freund Duke, in den sie sehr verliebt war, nach Florida zu gehen und diesen dort zu heiraten. Die Eltern und die beiden Schwestern Karen und Nichole waren darüber nicht glücklich, so dass es zum Streit kam.
Die Ehe mit Duke verlief nicht gut, denn Duke war ein brutaler Schläger, wie sich später herausstellte. Cassie verließ ihn und ging in ein Frauenhaus. Später ging sie zurück nach Washington, mehr in Richtung ihrer Heimat und betreut als Freiwillige Mitarbeiterin andere Frauen, die in derselben Situation sind.
Um Geld zu verdienen arbeitet sie als selbständige Mitarbeiterin in einem Friseursalon. Sie lebt mit ihrer Tochter in einer winzigen 2-Zimmer Wohnung. Aber sie hat sich bei einem Sozialprogramm beworben, wo man unter bestimmten Bedingungen und für viele Stunden freiwilliger Mitarbeit an den Häusern anderer dann später selbst ein kleines Haus bekommen kann. Sie wird dort angenommen und freut sich riesig über den Brief ihrer Schwester Karen, die ihr alte Möbel aus dem Elternhaus anbietet, das nach dem Tod der Eltern verkauft wurde.
Cassie ist glücklich und hofft, dass sie den Kontakt zu ihren Schwestern wieder aufbauen kann.
Beim Sozialprogramm lernt sie Steve Brody kennen, der die 500 Stunden ihrer zu erbringenden Eigenkapitalleistung überwachen wird. Steve verhält sich anfangs sehr skeptisch und mürrisch, was sich aber bald ändert.
Debbie Macomber ist eine sehr einfühlsame und warmherzige Erzählerin. Deshalb hat es mir gut gefallen, Cassies Geschichte zu erleben, die mir sympathisch war. Ich habe sie auch bewundert, wie sie all die furchtbaren Dinge, die sie leider erleben musste, verkraftet hat und auch die Kraft gefunden hat, für sich und ihre Tochter ein neues Leben aufzubauen.
Die Ereignisse rund um ihren Ex-Mann, die in einigen sehr unschönen Beispielen geschildert werden, machen deutlich, dass Cassie ein trauriges Beispiel ist, für viele andere Frauen, die ebenfalls häusliche Gewalt durch brutale Ehemänner erleiden müssen. Aber auch hier gelingt es Debbie Macomber diese Dinge zwar eindrücklich aber einfühlsam zu schildern.
Auch werden noch einige Details zur Vergangenheit in Cassies Familie und dem Tod der Eltern berichtet.
Weiterhin lernen wir die Schwestern Karen und Nichole kennen.
Karen ist Ehefrau und Mutter von zwei Kindern, die ständig den Spagat zwischen ihrem Beruf und ihrer Familie hinbekommen muss.
Nichole ist dagegen eine verwöhnte Hausfrau mit Ehemann.
Die Annäherung zwischen den drei Schwestern, die möglich wird, hat mir gefallen. Ich habe sehr gehofft, dass die drei sich versöhnen und wieder zusammen finden können.
Im zweiten Teil wird Nichole eine der Hauptfiguren sein.
Die Grundlagen für diese Geschichte werden bereits in diesem Roman gelegt.
Dieser Roman ist ein schöner Roman zum Thema Neuanfänge. Denn es gibt gleich mehrere davon. Einmal Cassies Neuanfang nach der Trennung sowie der Neuanfang in der Beziehung zu ihren Schwestern.
Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen, Freundschaft, Zusammenhalt und auch um die Liebe und Romantik. Es gibt viel emotionale Tiefe aber auch Humor und eine Menge Ereignisse und Unterhaltung.
„Glücksmomente“ ist ein schöner Wohlfühlroman, wie man ihn von der Autorin erwartet, der zum Mitfühlen und Nachdenken anregt und mit sympathischen und liebenswerten Figuren für schöne Lesestunden sorgt.
Fazit: 4 von 5 Sternen
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