Im Wein liegt die Wahrheit
WeinfluchDas kostbarste Exponat – die älteste nördlich der Alpen noch erhaltene römische Weinflasche – des Historischen Museums der Pfalz wird als Leihgabe nach Wien überführt. Dort soll es während des Umbaus im ...
Das kostbarste Exponat – die älteste nördlich der Alpen noch erhaltene römische Weinflasche – des Historischen Museums der Pfalz wird als Leihgabe nach Wien überführt. Dort soll es während des Umbaus im Museum sicher verwahrt bleiben. Doch das Exponat erreicht sein Ziel erst gar nicht.
Bereits auf dem Weg dorthin, geht es verloren. Wie Kriminalhauptkommissar Achill herausfindet, wurde der gepanzerte Transporter bereits auf der Salierbrücke überfallen. Ein Wachmann ist tot, ein weiterer liegt im Koma und der Begleiter vom Museum leidet unter Amnesie. Wo soll Achill da seine Ermittlungen ansetzen?
Zudem setzt ihn ein Vertreter der Versicherung unter Druck. Achill sieht keinen anderen Ausweg mehr, als Gästeführer Sartorius mit ins Boot zu nehmen. Gemeinsam versuchen sie, nicht nur den Fall aufzuklären, sondern auch dem Druck, der immer größer zu werden scheint, zu begegnen.
Der achte Fall für Kriminalhauptkommissar Achill und Gästeführer Sartorius hat es in sich. Offensichtlich waren Profis am Werk, denn sowohl Achill als auch Sartorius kämpfen um Ermittlungsansätze. Auch als Leserin überlegte ich immer wieder, wie geht man einen solchen Fall am besten an. Alle möglichen Ansätze scheinen zunächst in Sackgassen zu enden. Zeitgleich wächst der Druck, sowohl intern als von extern und länderübergreifend.
Der Fall wird aus mehreren Sichten geschildert, so dass ich als Leserin einen größeren Überblick hatte, der mir letztlich aber auch kaum weitere Ansätze brachte. Vieles liegt im Dunkeln und man hat nur Thesen und Vermutungen. Der Fall ist in sich abgeschlossen und logisch. Als Quereinsteiger würde einem lediglich die Verbindung zwischen Kriminalhauptkommissar Achill und dem Gästeführer fehlen.
Ein wenig Zupass kam die Thematik dem Autor Uwe Ittensohn, der sich selbst im Bereich Wein auskennt. Immerhin ist er nicht nur Autor für Weinliteratur, sondern sogar anerkannter Berater für deutschen Wein und Kultur- sowie Weinbotschafter.
Fazit:
Für mich ein sehr spannender und verzwickter Fall, keineswegs einfach im Ansatz, aber mit viel Lokalkolorit und einer Handlung, die es in sich hat.