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Veröffentlicht am 08.04.2026

Gefährliches Artefakt

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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So langsam hat sich Cassandra bei ihrer Tante eingelebt. Auch dass diese die Haghexe ist und Cassandra eine Ausbildung zur Hexe machen soll, ist nichts Neues mehr. Vielmehr beunruhigt Cassandra immer noch, ...

So langsam hat sich Cassandra bei ihrer Tante eingelebt. Auch dass diese die Haghexe ist und Cassandra eine Ausbildung zur Hexe machen soll, ist nichts Neues mehr. Vielmehr beunruhigt Cassandra immer noch, dass sie hinter den anderen Junghexen so herhinkt und ihre Zauber und Tränke nicht wirklich funktionieren.

Cassandra will Gas geben beim Lernen, aber dann geschehen im Dorf Hagley merkwürdige Dinge und irgendwie scheint die Lanze von Sir Egads eine Rolle zu spielen. Als wäre das nicht bereits genug, taucht auch noch Cassandras Cousin auf und Cassandra soll sich um ihn kümmern.

Das Buch setzt an den ersten Band an und führt die Geschichte fort. Cassandra ist immer noch auf der Suche nach ihrer Mutter, doch steht jetzt mehr ihre Hexenausbildung im Vordergrund. Zeitgleich gibt es ein Geheimnis zu lösen um die Lanze von Sir Egads. Auch das merkwürdige Verhalten der Dorfbewohner wirft Fragen auf und so tauchte ich schnell in eine Geschichte voller Geheimnisse, Rätsel und alten Sagen ein.

Setting und Protagonisten waren mir aus dem ersten Teil bereits bekannt, so dass es wie ein Nachhause kommen war und ich mich schnell in der Welt von Cassandra Morgan zurecht fand.

Die Rätsel waren knifflig, die Hinweise vielfältig und doch gab es immer wieder Störfaktoren, die einem dazwischen kamen. Die Geschichte ist daher sehr spannend und mitreißend. Mich konnte sie wieder gefangen nehmen. Die Sorgen und Ängste vor dem Schreiben eines zweiten Buches, welche die Autorin in der Danksagung äußert, waren in meinen Augen unbegründet. Es ist ihr wunderbar gelungen, die Stimmung und Spannung aus dem ersten Teil im zweiten fortzuführen und dazu noch eine Saga mit einzuflechten, die hervorragend zur Gesamtstory passt.

Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung, bei der ich mich schon sehr auf den nächsten Teil freue und gespannt bin, was sich der Erlkönig als nächstes ausdenken wird.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Todbringende Automaten

Donaumelodien - Wiener Verschwörung
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Wien im Jahr 1879: Das Kaiserpaar begeht sein 25jähriges Ehejubiläum, welches groß gefeiert werden soll. Daher hat Polizeichef Marx alle Hände voll zu tun, um diese Feierlichkeiten nicht nur vorzubereiten, ...

Wien im Jahr 1879: Das Kaiserpaar begeht sein 25jähriges Ehejubiläum, welches groß gefeiert werden soll. Daher hat Polizeichef Marx alle Hände voll zu tun, um diese Feierlichkeiten nicht nur vorzubereiten, sondern auch entsprechend abzusichern.
Ein auf einem Karren in einem Korb liegenden abgetrennten Kopf trägt nicht wirklich dazu bei, ihn in seinem Arbeitspensum zu entspannen und so ist es wenig verwunderlich, dass er den Geisterfotografen Hieronymus Holstein mit den Ermittlungen beauftragt. Jener hat sich gerade frisch als Polizeiagent etabliert und nimmt zusammen mit seinem Freund und Fiakerfahrer Franz die Ermittlungen auf.

Doch je tiefer die beiden vordringen, um so gefährlicher wird die Situation und schnell wird beiden bewusst, sie haben es nicht nur mit einem höher gestellten Täter zu tun, sondern es ist zudem noch ein Wettlauf gegen die Zeit.

Quereinstiege in Serien sind immer ein Risiko. Es kann, muss aber nicht gut gehen. Der aktuelle Fall von Bastian Zach ist bereits der fünfte seiner Art und man sollte meinen, dass er einiges Wissen voraussetzt. Dem war zum Glück nicht so. Ich kannte bisher noch keine Bücher von Bastian Zach, was sich definitiv als Fehler herausstellte.

Der Einstieg in die Geschichte wurde mir leicht gemacht. Der Fund des abgetrennten Kopfes stand zunächst im Mittelpunkt und ich hatte genug Zeit, um mich mit den Örtlichkeiten, den Protagonisten und ihren Beziehungen zueinander vertraut zu machen. Dabei merkte ich schnell, dass ich den Schreibstil von Bastian Zach sehr mag und dieser einen regelrechten Lesesog bei mir auslöste.

Die Seiten flogen dahin, getragen von vielen Dialogen, lebendiger Geschichte und einem unvergleichlichen Setting. Für mich war es nicht nur ein Abtauchen in einen Kriminalfall, sondern auch ein Ausflug nach Wien zu Zeiten von Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Josef. Beim Lesen hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, dass mir etwas aus den vorangegangenen Fällen fehlen würde, vielmehr machte mich die Geschichte neugierig, so dass ich jetzt auch die alten Fälle lesen möchte, um schnellstmöglich nach Wien und zu Hieronymus und den seinen zurückkehren zu können. Zudem interessiert mich, wie aus einem Geisterfotograf ein Polizeiagent wurde.

Fazit:
Mich hat das Buch sehr positiv überrascht. Nicht nur die Geschichte, der spannende Fall, der immer weiter Tempo aufbaut, sondern auch vor allem der Schreibstil von Bastian Zach konnte mich einfangen und das Buch noch lange nachwirken lassen.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Erben auf Schottisch

Mord & Breakfast
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Eine große Enthüllungsstory, vielleicht die beste ihrer Karriere, hat Melody Moss geplant und hofft auf deren Veröffentlichung. Stattdessen steht sie plötzlich auf der Straße. Einfach gekündigt, ohne wirklichen ...

Eine große Enthüllungsstory, vielleicht die beste ihrer Karriere, hat Melody Moss geplant und hofft auf deren Veröffentlichung. Stattdessen steht sie plötzlich auf der Straße. Einfach gekündigt, ohne wirklichen Grund, mit fadenscheinigen Ausreden.

Während Melody sich noch sortiert und versucht zu begreifen, was da passiert ist, stürzt die nächste Nachricht auf sie ein: Ihre Tante ist verstorben und hat ihr das Bed&Breakfast „Coastal Inn“ an der Ostküste Schottlands vererbt. Jedoch ist das Erbe an Bedingungen gebunden.

Vor Ort muss Meldoy feststellen, dass kaum einer um ihre Tante trauert und auch ihr Gespür sagt ihr, dass etwas nicht stimmt. Der Tod von Mabel kann kein Unfall gewesen sein, doch die örtliche Polizei zeigt wenig Interesse an dem Fall. Also begibt sich Melody selbst auf Spurensuche und deckt dabei unglaubliches auf.

Ich habe den Fall als Hörbuch gehört und war bereits nach wenigen Minuten gefangen. Sandrine Mittelstädt hat eine wunderbare Lesestimme und weiß, den Text mit seinen Facetten zu transportieren.

Die Geschichte selbst ist spannend, aber auch sehr cosy. Melody Moss ist von Hause aus Journalistin und sehr neugierig. Das hilft ihr bei den Ermittlungen und zeitgleich weiß sie, wie man Leute zum Reden bringt.

Neben dem Fall bekommt man aber auch Lust auf Schottland gemacht. Das Bed&Breakfast wird ebenso beschrieben, wie die Umgebung, die Leute und das Flair. Man spürt deutlich die Liebe der Autorin zu diesem Flecken Erde. Daher konnte ich mich gut einfühlen und habe mir eine gedankliche Notiz gemacht, diesen Flecken einmal besuchen zu wollen.

Die Autorin Anne Gordon schafft den Spagat zwischen Krimi und Umgebungsbeschreibung sehr gut, so dass ich mich auf der einen Seite wohlfühlte, auf der anderen neugierig war, wie es weiter geht, wie die Zusammenhänge sind und welche Täter/innen in Frage kommen.

Einen kleinen Zuckerschock liefert noch Cheddar, die Bulldogge von Mabel, die Melody auf Schritt und Tritt folgt.

Fazit:
Wohlfühlkrimi an der schottischen Ostküste, bei dem man abschalten und eintauchen kann. Das Ende lässt auf ein Wiedersehen mit Melody hoffen, worüber ich mich sehr freuen würde.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Ein mysteriöser Mord am Hofe Elisabeth I.

Lady Grace Mysteries
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Die junge Lady Grace ist nach dem Tod ihrer Mutter die liebste Hofjungfer von Elisabeth I. Seit etwa einem Jahr ist Lady Grace Vollwaise. Nun kommt sie in das Alter, in dem man sie verloben kann. Zu diesem ...

Die junge Lady Grace ist nach dem Tod ihrer Mutter die liebste Hofjungfer von Elisabeth I. Seit etwa einem Jahr ist Lady Grace Vollwaise. Nun kommt sie in das Alter, in dem man sie verloben kann. Zu diesem Zweck hat Königin Elisabeth drei Freier ausgesucht, die sich um die Hand von Lady Grace bewerben.

Auf einem Ball soll Lady Grace ihre Wahl treffen. Doch dann kommt alles ganz anders, denn plötzlich ist einer der Freier tot, ein anderer wird des Mordes verdächtigt und der dritte verhält sich seltsam.

Kann Lady Grace gemeinsam mit ihren Freunden, dem Dienstmädchen Ellie und dem Akrobaten Masou Licht in die Angelegenheit bringen?

Das Buch ist nicht nur optisch sehr ansprechend und der Geschichte würdig gestaltet, auch der Inhalt konnte mich begeistern. Lady Gaces Erlebnis wird in Tagebuchform geschrieben. Dabei führt Lady Gace selbst die Feder und auch optisch erweckt das Buch manchmal den Eindruck, man liest wirklich in einem Tagebuch.

Durch diese besondere Form ist die Geschichte auch anspruchsvoller. Man springt hin und her, wird unterbrochen, gerade so, wie Lady Grace ihre Eintragungen machen konnte und was ihr durch den Kopf ging. Neben den Ermittlungen zu dem Mord, konnte ich auch sehr spannende Einblicke in das Leben am Hof, der Medizin und Kräuterkunde erhalten.

Das Buch wird als historischer Krimi für Leser*innen ab 12 Jahren beworben, doch auch ich hatte als erwachsene Leserin meinen Spaß mit der Geschichte und freue mich schon auf den nächsten Teil.

Fazit:
Ermittlungen zu Zeiten Elisabeth I. von einer Hofjungfer, der ein Mord nicht egal ist und herausfinden möchte, was wirklich passiert.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Mut und Vertrauen

Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich
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Tyl wächst im 12. Jahrhundert in einer eher armen Familie auf. Die Mutter ist tot und der Vater versucht, sich und die beiden Jungen über die Runden zu bringen. Dabei steht schon fest, dass der ältere ...

Tyl wächst im 12. Jahrhundert in einer eher armen Familie auf. Die Mutter ist tot und der Vater versucht, sich und die beiden Jungen über die Runden zu bringen. Dabei steht schon fest, dass der ältere der beiden Ritter werden soll, auch wenn er aus armen Verhältnissen stammt. Denn der König sucht händeringend nach neuen Rittern.
Als der Ruf dann endlich kommt, bleiben Tyl und sein Vater zurück. Der Winter steht bevor und sein Vater möchte sich neu binden. Da ist Tyl im natürlich im Weg. Aber wo soll Tyl hin? Er ist doch gerade erst zehn Jahre alt.
Auf einem seiner Streifzüge durch den Wald, findet Tyl einen verletzten Riesenadler. Tyl beschließt, dem Tier zu helfen und handelt mit seinem Vater aus, dass er noch eine Weile bleiben kann. Was Tyl zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht ahnt, diese Entscheidung wird seinen künftigen Lebensweg verändern und ihn zu dem machen, wovon er immer schon geträumt hat.

Das Buch ist für junge Leser ab 8 Jahren geschrieben, was man anhand der einfachen Sprache sehr gut erkennen kann. Dennoch haben auch ältere oder erwachsene Leser Spaß an der Geschichte, da sie sehr fantasievoll und spannend ist.

Nicht zuletzt die Beschreibungen von Tyls Leben, der Pflege des Adlers und seiner Zwiesprache mit ihm, fand ich sehr gelungen. Auch das Setting konnte mich abholen und überzeugen. Die Illustrationen von Raimund Frey sind in schwarz-weiß gehalten, sind optisch ansprechend und passen sehr gut zum Text.

Es ist zwar mit knapp 130 Seiten nicht sehr umfangreich, jedoch steckt sehr viel mehr in der Geschichte. Freundschaft, Mut, Vertrauen und Loyalität werden thematisiert und transportiert.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt, es wird weiter gehen und darauf freue ich mich schon.

Fazit:
Ein junger Held, der eigentlich gar keiner sein möchte, doch um seinen Traum zu leben, bleibt ihm wohl nichts anderes übrig. Eine Geschichte, die zum Mitfiebern und Träumen einlädt.

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