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Veröffentlicht am 05.07.2020

Magnetismus und künstliche Intelligenz

Mein MINT-Spaßbuch: Technik
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Die MINT-Spaß-Bücher möchten Grundschüler zeigen, dass die MINT-Fächer nicht nur trockener Schulstoff beinhalten, sondern durchaus Spaß machen können. Die MINT-Fächer umfassen dabei:
- Mathematik
- Informatik
- Naturwissenschaften
- Technik
Bisher ...

Die MINT-Spaß-Bücher möchten Grundschüler zeigen, dass die MINT-Fächer nicht nur trockener Schulstoff beinhalten, sondern durchaus Spaß machen können. Die MINT-Fächer umfassen dabei:
- Mathematik
- Informatik
- Naturwissenschaften
- Technik
Bisher sind vier Bücher der Reihe erschienen:
- Erfindungen
- Technik
- Mathematik
- Naturwissenschaften

Grundschüler habe ich in verschiedenen Versionen erlebt. Die einen sind sehr neugierig, aufgeschlossen und voller Tatendrang. Andere wiederum sind eher verschlossen, zurückhalten und eingeschüchtert von dem, was technisch alles machbar, möglich und realisierbar ist.

Meine Tochter ist eine Mischung aus beidem. Sie geht aktuell in die dritte Klasse und passt damit perfekt in die Zielgruppe der Bücher. Aufgeschlossen und neugierig ist sie, aber auch ebenso vorsichtig und teilweise noch recht skeptisch gegenüber technischen Dingen.
In dem Buch TECHNIK finden sich mehr als 40 Denkübungen und spannende Fakten, die es zu entdecken gilt. Das Buch ist durchweg farbig und ein Arbeitsbuch. Über Zahnräder, Rollen, Keramik und Druckerpresse geht es zu Motoren, Gentechnik, Medizintechnik, Elektrizität bis hin zu Computern, Apps, Internet und Raumfahrtechnik.
Viele, nicht alle Themen, interessieren sie, da sie täglich damit konfrontiert wird. Gerade in Zeiten von Homescooling waren die digitalen Medien sehr gefragt und in diesem Buch finden sich einige Erklärungen dazu.
Denkspiele, Übungen oder auch einfache Versuche, sei es auf dem Papier oder in Real machen das Buch abwechslungsreich und spannend. Lösungen finden sich im Anhang. Die Themen sind vielseitig und man braucht auch nicht sukzessive vorzugehen. Meine Tochter hat sich vor allem die Themenbereiche herausgesucht, die ihr entweder bekannt vorkamen oder die sie interessiert haben. Manche Übungen sind sehr einfach, andere dafür kniffliger. Selbst als Erwachsener bekommt man Lust, sich mit dem Buch zu befassen. Zwar geht es nicht in die Tiefe, doch wurden die Erläuterungen ausreichend aufbereitet.

Fazit:
Wir sind begeistert von der Reihe. Interessante Themen kurz und knackig aufbereitet, so dass ein Grundschulkind diese verstehen und begreifen können, dazu wunderbar illustriert, so dass es viel Spaß macht, sich mit dem Buch zu befassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

Höhen und Tiefen

Mein MINT-Spaßbuch: Erfindungen
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Die MINT-Spaß-Bücher möchten Grundschüler zeigen, dass die MINT-Fächer nicht nur trockener Schulstoff beinhalten, sondern durchaus Spaß machen können. Die MINT-Fächer umfassen dabei:
- Mathematik
- Informatik
- Naturwissenschaften
- Technik
Bisher ...

Die MINT-Spaß-Bücher möchten Grundschüler zeigen, dass die MINT-Fächer nicht nur trockener Schulstoff beinhalten, sondern durchaus Spaß machen können. Die MINT-Fächer umfassen dabei:
- Mathematik
- Informatik
- Naturwissenschaften
- Technik
Bisher sind vier Bücher der Reihe erschienen:
- Erfindungen
- Technik
- Mathematik
- Naturwissenschaften

Grundschüler habe ich in verschiedenen Versionen erlebt. Die einen sind sehr neugierig, aufgeschlossen und voller Tatendrang. Andere wiederum sind eher verschlossen, zurückhalten und eingeschüchtert von dem, was technisch alles machbar, möglich und realisierbar ist.

Meine Tochter ist eine Mischung aus beidem. Sie geht aktuell in die dritte Klasse und passt damit perfekt in die Zielgruppe der Bücher. Aufgeschlossen und neugierig ist sie, aber auch ebenso vorsichtig und teilweise noch recht skeptisch gegenüber technischen Dingen.
In dem Buch ERFINDUNGEN finden sich mehr als 40 Denkübungen und spannende Fakten, die es zu entdecken gilt. Das Buch ist durchweg farbig und ein Arbeitsbuch. Über Brückenbau, Hochhäusern geht es zu Aufzügen Fallschirme, Kommunikation bis hin zu extremen Erfindungen. Hier wird genau ihr Nerv getroffen. In einem sehr schönen Museum in Amsterdam haben wir viele dieser Experimente schon gesehen und meine Tochter konnte sich daran bei der Bearbeitung orientieren. Denkspiele, Übungen oder auch einfache Versuche, sei es auf dem Papier oder in Real machen das Buch abwechslungsreich und spannend. Lösungen finden sich im Anhang. Die Themen sind vielseitig und man braucht auch nicht sukzessive vorzugehen. Meine Tochter hat sich vor allem die Themenbereiche herausgesucht, die ihr entweder bekannt vorkamen oder die sie interessiert haben.

Fazit:
Wir sind begeistert von der Reihe. Interessante Themen kurz und knackig aufbereitet, so dass ein Grundschulkind diese verstehen und begreifen können, dazu wunderbar illustriert, so dass es viel Spaß macht, sich mit dem Buch zu befassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2020

Wenn aus Liebenden plötzlich Feinde werden ...

Eine Liebe zwischen den Fronten
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Eigentlich sollte es der glücklichste Tag in Madeleines bisherigem Leben werden. Doch es kam ganz anders. Statt der geplanten Verlobungsfeier mit dem deutschen Arzt Paul von Gerlau, bricht plötzlich der ...

Eigentlich sollte es der glücklichste Tag in Madeleines bisherigem Leben werden. Doch es kam ganz anders. Statt der geplanten Verlobungsfeier mit dem deutschen Arzt Paul von Gerlau, bricht plötzlich der Krieg aus. Paul muss als Stabsarzt sich umgehend beim Preußischen Militär in Coblenz melden. Madeleine Tellier bricht dagegen mit ihrem Vater nach Metz auf. Doch noch ehe Madeleine im Elternhaus in Metz ankommt, holt der Krieg sie ein. Wird sie Paul je wiedersehen und glücklich werden können?

Die Geschichte wird in mehreren Erzählsträngen geschildert. Neben Madeleine und Paul, erfährt man auch die Geschichte von Clément, dem Bruder von Madeleine, der sich dem Trupp der Francs-Tireurs anschließt und immer hin und her gerissen ist, auf welcher Seite er nun eigentlich steht. Ein weiterer Strang ist Djamila, dem algerischen Dienstmädchen der Familie Telliers und ihrem Bruder Karim, der als Soldat der Tirailleurs Algériens gewidmet. Zu dem Beginn der Geschichte versteht man die Zusammenhänge noch nicht und man fragt sich auch, wie diese ganzen Stränge zusammenspielen. Doch hier hat die Autorin eine Meisterleistung vollbracht und schafft nicht nur mühelose und verständliche Wechsel zwischen den Strängen, auch lässt sie sich immer wieder kreuzen, eine Zeitlang zusammenlaufen, ehe sie sie wieder trennt.

Als Leser ist man hier an dieser Stelle sehr gefragt und man hofft ständig, dass sich endlich alle gefunden haben und alles gut wird. Doch dann kommt das Leben in Form des deutsch-französischen Krieges dazwischen und alles wird wieder durcheinandergewirbelt.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Es ist kein einfaches hinfließen der Geschichte, sondern ein stetes auf und ab. Überraschungen und Wendungen wechseln sich ab, erzeugen Spannung und bieten dem Leser Einblicke in eine verzwickte Geschichte, die vor einem historischen Hintergrund spielt.

Maria W. Peter bringt die Schrecken des Krieges dem Leser näher, ohne ihn zu überfordern. Man blickt wirklich den Soldaten, Krankenschwestern und Ärzten über die Schulter und erkennt das wahre Ausmaß eines Krieges. Hoffnung, Liebe und Zuversicht liegen ebenso wie Verzweiflung und Resignation in einem Lazarettzelt auf der Bahre und warten auf die Erlösung.

Die Schauplätze zwischen Metz und Coblenz werden mit viel Hingabe beschrieben und man spürt die Verbundenheit der Autorin zu beiden Ländern und ihren Protagonisten.

Die Geschichte wirkt durch das Einfließen von Dialekten und französischen Sätzen viel authentischer. Ein kleines Glossar am Ende des Buches hilft bei dem Verständnis, sofern man es sich nicht aus dem Kontext ableiten kann. In einem umfangreichen Nachwort schildert die Autorin ihre Beweggründe für den Roman, gibt Einblicke in die Recherchearbeiten und historischen Hintergründe. Interessant fand ich noch die Auflistung der Reisetipps.

Fazit:
Definitiv ein Lesehighlight im Lesejahr 2020 und ein gewaltiger historischer Roman zu einem Krieg, der gerne mal vergessen geht und bei der Autorin ein wundervolles Sprachrohr gefunden hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2020

Ein witzig-leichter Sommerroman mit viel Alpaka

Mein kleiner Apfelhof zum Glück
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Ehe Emma so recht weiß, wie ihr geschieht, ist sie nicht nur ihren Freund, sondern auch noch ihren Job im Marketing los. Geschockt und etwas orientierungslos hofft sie auf ein wenig Trost von ihrer Oma ...

Ehe Emma so recht weiß, wie ihr geschieht, ist sie nicht nur ihren Freund, sondern auch noch ihren Job im Marketing los. Geschockt und etwas orientierungslos hofft sie auf ein wenig Trost von ihrer Oma Luise. Doch diese geht nicht ans Telefon. Ob da etwas passiert ist? Besorgt macht sich Emma auf den Weg zum Hof ihrer Oma in die Lüneburger Heide.
Was nur ein kurzer Kontrollbesuch werden sollte, wird zu einer Rettungsaktion. Denn Oma Luise ist von der Leiter gefallen und muss ins Krankenhaus. Dann stehen da plötzlich vier Alpakas im Stall, die versorgt werden wollen, vor allem eins, das gerade hochschwanger ist. Aber was braucht so ein Alpaka an Pflege?
Als dann auch noch der Tierarzt vorbeischaut, dem die Alpakas gehören, ist es mit Emmas Geduld vorbei….

Der Titel ist ein wenig irreführend, hatte ich doch einen Wohlfühlroman mit Apfelaroma erwartet. Tatsächlich wuselte auf einmal eine Schar Alpakas um mich herum. Emma ist in einem wahren Gefühlschaos gefangen. Sie liebt ihre Oma über alles, aber die Alpakas sind irgendwie auch niedlich. Würden sie nicht dem unverschämten Tierarzt gehören, der die Gutmütigkeit ihrer Oma ausnutzt. Oder doch etwa nicht?
Emma versucht, sich der Pflege ihrer Oma, den Alpakas und dem Hof zu widmen und kommt dabei auf ganz neue Ideen. Wäre da nicht der Tierarzt mit seiner Ex-Frau.
Es ist eigentlich ein sehr witziger und lustiger Roman. Wenig Tiefgang, dafür mit mehr Situationskomik und vor allem Alpaka. Die erwähnten Äpfel haben leider nur eine untergeordnete Rolle, obwohl sie letztlich für Emmas Entscheidungen ausschlaggebend sind.
Sehr gut habt mir die Beschreibung des Landlebens und der Zusammenhalt der Nachbarn und Freunde gefallen. Wenn auch etwas kurios, so war an dieser Stelle doch spüren, dass man sich einander liebt, hilft und unterstützt, auch in schweren Zeiten.
Der Schreibstil ist frisch und beschwingt. Man fliegt förmlich durch die Seiten, erwartet die nächste lustige Szene hinter der kommenden Buchseite und regt sich mit Emma auf, wenn irgendwas nicht so läuft, wie es soll oder mal wieder der Tierarzt sich blicken lässt.
Das Buch ist zwar in sich abgeschlossen, doch mal merkt, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Von daher bin ich gespannt, wie es weiter gehen wird.

Fazit:
Ein witzig-leichter Sommerroman mit viel Alpaka, ein wenig Apfelkuchen und einem Hauch Liebe.

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 19.06.2020

Sophies Weg ...

Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung
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Die junge Sophia Krohn wächst wohlbehütet bei ihren Eltern im Berlin der 20er Jahre auf. Der Vater hat eine kleine Drogerie und hegt die Hoffnung, dass Sophia eines Tages bei ihm ins Geschäft mit einsteigen ...

Die junge Sophia Krohn wächst wohlbehütet bei ihren Eltern im Berlin der 20er Jahre auf. Der Vater hat eine kleine Drogerie und hegt die Hoffnung, dass Sophia eines Tages bei ihm ins Geschäft mit einsteigen wird. Aus diesem Grund darf Sophia auch Chemie studieren.

Alles läuft gut, bis sich Sophia in ihren Dozenten verliebt und von ihm schwanger wird. Von der Familie verstoßen, vom Geliebten verraten flüchtet Sophia gemeinsam mit ihrer Freundin Henny ins ferne Paris. Hier versucht sie sich ein neues Leben aufzubauen.

Mit einer selbsthergestellten Creme kann sie Helena Rubinstein von ihren Qualitäten überzeugen und bricht schon bald nach New York in eine neue Zukunft voller Hoffnung und Ungewissheit auf.

Der erste Band der Neuen Trilogie konnte mich schnell gefangen nehmen. Ich habe schon viele Bücher von Corina Bomann gelesen und war bisher immer begeistert von ihrer Art, eine Geschichte aufzubauen und zu erzählen. Auch hier nahm mich das Schicksal von Sophia schnell gefangen. Ein junges Mädchen, das sich verliebt und nur auf ein wenig Liebe oder auf Unterstützung hofft, wird fallen gelassen und ist von nun an auf sich allein gestellt.

Corina Bomann beschreibt nicht nur die Widrigkeiten, die diese Situation für Sophia mitbringen, sondern auch deren Gefühle und Emotionen, ihre Hoffnung und nicht zuletzt ihr Kampfgeist, der unermesslich groß zu sein scheint. Sophia kämpft, um ihr Glück, aber auch um das ihres Kindes. Als Leserin war ich dabei nicht außen vor, sondern konnte mich in Sophia hineinversetzen und mitfühlen.

Da die Geschichte nicht nur in Berlin spielt, sondern auch in Paris und zuletzt in New York, bekommt man als Leser einen Einblick in die damalige Zeit und ihre Umstände. Kleine Details, die den Lesefluss einfach ergänzten, machen hierbei die Besonderheit aus. Corina Bomann lässt historische Fakten einfließen, kleidet ihre Geschichte darum und lässt die Vergangenheit lebendig werden.

Das Kopfkino kommt hier voll auf seine Kosten, aber auch der Geruchssinn wird nicht geschont, wenn auch eher sekundär. Die Autorin beschreibt gekonnt Gerüche und Duftnoten, so dass man meint, sie wahrnehmen zu können.

Fazit:

Ein wundervoller Start einer neuen Trilogie, die mich sogleich gefangen nahm, nach Berlin, Paris und New York entführte. Bei der ich hoffte, litt und mit Sophia um die halbe Welt reiste, nur um am Ende zurück bleiben zu müssen. Jetzt warte ich gespannt auf die Fortsetzung.

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