Anna Freud und ihre "War Nurseries"
Und sie schenkten ihnen ein ZuhauseEin schönes, lebendiges Cover. Gefällt mir gut. Mich würde interessieren, ob das ein original Foto von damals ist. Das wäre mal interessant zu wissen.
Der Roman spielt in der Zeit des Krieges und danach. ...
Ein schönes, lebendiges Cover. Gefällt mir gut. Mich würde interessieren, ob das ein original Foto von damals ist. Das wäre mal interessant zu wissen.
Der Roman spielt in der Zeit des Krieges und danach. Als die Mutter von Rose stirbt, findet sie heraus, dass ihre Mutter adoptiert wurde. Die Recherche führt zu einem der Kriegswaisenhäusern von Anna Freud. An diesem Ort betreut die geflüchtete Jüdin Helene nach Kriegsende sechs Kinder aus Theresienstadt. Sie ahnt nicht, das ihr Leben mit einem der Kinder auf schicksalhafte Weise verbunden ist. Nach und nach findet Rose die Wahrheit über ihre Mutter heraus und was damals wirklich passiert ist...
Also ich finde es schon einmal toll, dass die Autorin sich so einem Thema gewidmet hat. Jemand, der den Krieg nicht erlebt hat, kann sich jetzt noch besser vorstellen, wie es damals wirklich war. Und oft denkt man irgendwie auch gar nicht direkt an die ganzen Kinder.
Die Autorin hat einen angenehmen und mitreißenden Schreibstil. Man findet schnell in die Geschichte hinein.
Der Wechsel zwischen den Zeitspannen sorgt für Abwechslung und Spannung.
Die Geschichte hat mich echt berührt und zum nachdenken gebracht. Manche Seiten habe ich aber überspringen müssen, da das Beschriebene mir einfach zu krass war.
Die Protagonisten sind alle überaus sympatisch und authentisch. Man denkt beim Lesen, man würde alle schon eine Ewigkeit kennen.
Von dem Ende war ich nur etwas enttäuscht. Da dachte ich, da kommt vielleicht noch was. Das war für mich zu aprupt.
Ansonsten wirklich eine wertvolle, toll recherchierte Geschichte, die man gelesen haben sollte.
Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung!