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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2026

Sommerfrische

Reigen in Triest
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Einmal mehr geht es in das Triest der Kaiserzeit. Zurück zu Bruno Zabini.
Diesesmal verbringt er zusammen mit seiner Freundin Louise und zwei befreundeten Paaren ein paar Tage in Louises Landhaus. Die ...

Einmal mehr geht es in das Triest der Kaiserzeit. Zurück zu Bruno Zabini.
Diesesmal verbringt er zusammen mit seiner Freundin Louise und zwei befreundeten Paaren ein paar Tage in Louises Landhaus. Die drei Paare verbringen ein paar unbeschwerte Tage und merken dabei nicht das sie beobachtet werden...
Dieses Buch unterscheidet sich ein wenig von den Vorhergegangen. Es geht diesesmal sehr ins Private und ich würde es fast als sinnlich bezeichnen. Die eigentlich komplizierte Kombination ist wunderbar beschrieben und die ganze Atmosphäre hat mir gut gefallen.
Günter Neuwirth hat mich mit auf eine Reise 7n die Vergangenheit genommen und dabei eine Mischung aus einer knisternden Urlaubsgeschichte und einem spannenden Roman geschrieben der mich wieder einmal überzeugt hat. Ein toller Schauplatz und originelle Charakter, ein Polizist außerhalb der Norm und Frauen die ihrer Zeit weit voraus sind.
Sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Sehr einfühlsam und besonders

Die Liste der Lebenden
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Woran man wohl denkt, wenn man dem Tod ins Gesicht schaut und weiß das man ihm nicht entrinnen kann? Was geht in einem Kopf vor, nachdem ein Schiff in Flammen aufgegangen ist und man auf einem Stück Holz ...

Woran man wohl denkt, wenn man dem Tod ins Gesicht schaut und weiß das man ihm nicht entrinnen kann? Was geht in einem Kopf vor, nachdem ein Schiff in Flammen aufgegangen ist und man auf einem Stück Holz durch das Meer schwimmt?
Eigentlich ja kein schönes Thema für einen Roman und doch hat sich Stefan Kutzenberger dafür entschieden und ich muss sagen, das ist ihm auch wirklich gelungen.
Jette liegt nackt auf einem Stück Holz und treibt durchs Meer. Das Schiff das sie nach Amerika bringen sollte ist in Flammen aufgegangen. In ihren Gedanken schreibt sie ihrem guten Freund Hans Christian Andersen und berichtet ihm von ihrer Reise und dem Unglück. Auf der anderen Seite schreibt der bekannte Dichter ihr Briefe und erwartet eine Antwort von ihr. Nichts ahnend was passiert ist.

Dieses kleine aber feine Buch ist voller Melancholie. Die leisen Tönen machen dieses Buch besonders. Die Briefe und Gedanken sind so persönlich und eindringlich. Die Geschichte hat mich angezogen und obwohl das Buch ganz Anders ist als das was ich sonst lese war ich stark beeindruckt u d kann diese Geschichte nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Leben mit dem Meer

Ruf der Wellen
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Auf den Inseln in der Nordsee lebt man mit dem Meer.
In Ruf der Wellen geht es auf die Insel Borkum. In der Gegenwart kommt Helen auf die Insel um hier zu forschen. Sie lernt eine alteingesessene Familie ...

Auf den Inseln in der Nordsee lebt man mit dem Meer.
In Ruf der Wellen geht es auf die Insel Borkum. In der Gegenwart kommt Helen auf die Insel um hier zu forschen. Sie lernt eine alteingesessene Familie kennen und taucht tief in diese ein.
In einem zweiten Zeitstrang sind wir im Jahr 1855 und begleiten Grete zunächst durch eine Sturmnacht und danach erleben wir mit ihr die Zerstörung durch Sturm und Wasser.

Die zwei Geschichten sind beide interessant, wobei ich die in der Gegenwart schon eher als ruhigere Lovestory bezeichnen würde. Allerdings steckt in dem Ganzen auch eine emotionale Familiengeschichte. Zudem erfahren wir einiges über die Geschichte Borkums.
Wie so oft bei solchen Romanen hat mich der Teil in der Vergangenheit mehr gepackt. Schon die Beschreibungen über die Sturmnacht waren so realistisch das ich fast den Wind habe heulen hören.

Alles in allem eine emotionale Geschichte rund um die Insel Borkum.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Sibylla von Anhalt

Das Schicksal der Herzogin
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Ich mag Romane über Frauen der Geschichte die nicht so sehr im Fokus der Historie stehen. Eine von ihnen ist Sibylla von Anhalt die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts gelebt hat. Nach einer beschwerdelosen ...

Ich mag Romane über Frauen der Geschichte die nicht so sehr im Fokus der Historie stehen. Eine von ihnen ist Sibylla von Anhalt die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts gelebt hat. Nach einer beschwerdelosen Kindheit in Dessau wird sie verheiratet und was sich zuerst als Liebesheirat darstellt entpuppt sich dann leider als nicht ganz so glücklich.

Der Roman erzählt vom Leben adeliger Frauen, die sich ihren Männern unterordnen müssen und meist nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Es geht aber auch darum wie Sibylla ihr Leben meistert und um ihre Liebe zu den Heilkräfte, die ihr ihre Stiefmutter übermittelt hat.

Mir hat das Buch gut gefallen, es zeigt das Leben wie es damals war. Lässt uns Leser in das Leben an den damaligen Höfen war und gibt Einblicke in die damalige Politik. Wie ich es von Johanna von Wild kenne ist das Buch sehr gut recherchiert und sie schafft es die Geschichte lebendig werden zu lassen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Der Anfang der Prozession

Oberammergau
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Die Oberammergauer haben die Pest überlebt und dann haben sie ein Gelübde abgelegt. Sie wollen die Christus Prozession spielen und damit verhindern, daß die Pest jemals wieder kommt.
Gesagt getan. Naja ...

Die Oberammergauer haben die Pest überlebt und dann haben sie ein Gelübde abgelegt. Sie wollen die Christus Prozession spielen und damit verhindern, daß die Pest jemals wieder kommt.
Gesagt getan. Naja so leicht ist es dann doch nicht. Das Dorf teilt sich in zwei Lager, die einen sind dafür, die anderen dagegen und auch sonst ist ziemlich viel los in Oberammergau.

Ehrlich gesagt habe ich nicht so einen spannenden und rasanten Roman erwartet. In diesem Dorf ist so viel los, daß einem beim Lesen so manches Mal der Atem stockt. Ob nun die Bewohner untereinander, ein schwedischer Söldner oder der Abt aus Ettal alle mischen mit und alle sind von ihrer Ansicht überzeugt. Allerdings sind sie auch nicht zimperlich dabei ihre Meinung zu vertreten.

Neben den Spannungen im Dorf ist aber natürlich auch die Prozession ein wichtiger Teil des Romanes. Es war wirklich interessant zu lesen, mit wieviel Herzblut die Menschen dahinter standen, denn sie wußten ja noch nicht was sich daraus einmal entwickelt.

Wirklich sehr spannend und rasant.

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