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Veröffentlicht am 06.02.2024

Gelungener Auftakt

Vier Signoras und ein Todesfall
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Anna durchlebt gerade eine schwere Zeit. Sie verliert ihren Job als Beraterin bei der Berliner Polizei und ihr Vater stirbt in seinem Restaurant in Rimini. Alles am selben Tag! Anna hat nun einen ganz ...

Anna durchlebt gerade eine schwere Zeit. Sie verliert ihren Job als Beraterin bei der Berliner Polizei und ihr Vater stirbt in seinem Restaurant in Rimini. Alles am selben Tag! Anna hat nun einen ganz persönlichen Mordfall zu klären. Sie bekommt es mit einer Tasche voller Geld und einer Leiche in ihrem Swimmingpool zu tun, bei der es sich um ihren neuen Nachbarn in Berlin handelt, der ihr sein Auto geliehen hat. Einen Grund, ihn umzubringen, hatte Anna wirklich nicht, aber dies glaubt ihr natürlich niemand. Unterstützt wird sie von ihren drei Freundinnen vom Krimi-Leseclub, die mit Witz, Charme und detektivischem Spürsinn jeden Fall lösen können. Ohne den verliebten Commissario, der Anna nicht aus den Augen läßt, würden sich ihre Ermittlungen jedoch einfacher gestalten.

Das Autorenduo Giulia di Fano verbreitet mit "Vier Signoras und ein Todesfall" wahre Rimini-Stimmung. Dieser Krimi strotz nur so vor italienischem Flair. Man kommt hier richtig in Urlaubsstimmung. Der Kriminalfall ist dabei durchaus sehr spannend, denn Anna muß feststellen, daß sowohl ihr Vater, als auch ihr Nachbar einige Geheimnisse hatten. Dieses miträtseln können macht ein Buch natürlich noch fesselnder! Anna und ihre drei Krimi-Leseclubfreundinnen sind absolut sympathisch und vielseitig. Tante Natti ist die frühere Grundschullehrerin, die immer einen ehemaligen Schüler aus dem Ärmel zaubert, der gerade helfen kann, Anästhesistin Fabia, die stets die richtige Tablette zur Hand hat und Emilia, die Ehemann und Liebhaber gut im Griff hat. Mit viel Witz und Charme nutzen sie jede sich bietende Möglichkeit, um ihr Ziel zu erreichen . Wenn Sie nicht ständig vom ortsansässigen, schwer in Anna Verliebten Commissario und ihrem ehemaligen deutschen Kollegen gestört würden. Dieses Buch bietet wirklich viel. Man erhält einen wunderbar witzigen Urlaubskrimi mit einer Prise Liebe. Perfekt zum Träumen!

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Veröffentlicht am 04.02.2024

Nicht unbedingt für Anfänger geeignet

Der zugewandte Hund
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Das Buch "Der zugewandte Hund" von Sami El Ayachi widmet sich dem Thema "Körpersprache des Hundes richtig verstehen und anwenden". Dieses Thema ist in der Hundeerziehung unendlich wichtig. Denn nur wer ...

Das Buch "Der zugewandte Hund" von Sami El Ayachi widmet sich dem Thema "Körpersprache des Hundes richtig verstehen und anwenden". Dieses Thema ist in der Hundeerziehung unendlich wichtig. Denn nur wer die Körpersprache versteht und umsetzen kann, hat in Hundeaugen Führungsqualität und der Hund akzeptiert seinen Menschen als Rudelführer. Eine Grundvoraussetzung für eine enge Bindung! Bei diesem Buch sollte jedoch schon etwas Grundwissen vorhanden sein, denn wer sich noch nie mit Themen wie Hundeerziehung oder -kommunikation beschäftigt hat, ist hier sonst schnell überfordert. Wer sich jedoch schon damit beschäftigt hat, findet hier wertvolle neue Erkenntnisse. In Bildern wird die Körpersprache von Hund und Mensch dargestellt, Übungen werden gezeigt. Was hier einfach aussieht, ist jedoch der Erfolg von Konsequenz beim Training, die halt nicht mal eben so einfach zu vermitteln ist und hier erläutert wird. Durchhalten muß nun jeder Hundebesitzer für sich selbst! Denn nur so kann derHund überhaupt verstehen, was man von ihm will - ohne dieses Verständnis wird er nie den gewünschten Trainingserfolg zeigen können. Hier wird mehr als deutlich, daß der Hundehalter sein Verhalten anpassen muß - und nicht umgekehrt. Gelungen sind die Übungsvorschläge, bei denen man mit Gegenständen ohne Hund erst einmal übt. Klappt die Übung nicht, hat man den Hund wenigstens nicht verunsichert oder ihm sogar geschadet. Dieses Buch ist eine gute Fortbildung zum Thema Körpersprache zwischen Hund und Halter - einem sehr wichtigen Thema!

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Veröffentlicht am 03.02.2024

Ein spektakulärer Fall

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen (Hafenärztin 4)
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Dr. Anne van der Zwaan ist die Hafenärztin. Sie behandelt die Ärmsten der Armen - besonders Frauen. In letzter Zeit beobachtet sie, daß immer mehr Süchtige zu ihr kommen. Als es dann zu mehreren Todesfällen ...

Dr. Anne van der Zwaan ist die Hafenärztin. Sie behandelt die Ärmsten der Armen - besonders Frauen. In letzter Zeit beobachtet sie, daß immer mehr Süchtige zu ihr kommen. Als es dann zu mehreren Todesfällen kommt, beginnt Anne nach der Quelle des Rauschgifts zu suchen. Sie bringt dabei nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern auch ihre Freundin Ju. Kommissar Berthold Rheydt ist ihr diesmal keine große Hilfe. Er hat selbst genug Probleme. Er hat seine totgeglaubte Frau Elisabeth in Hamburg gesehen und muß deshalb nach Föhr fahren, um die Sache zu klären. Vorher kann er seine Helene nicht heiraten. Doch die will Psychologie studieren und ist nicht sicher, ob Berthold das gutheißen wird. Außerdem merkt sie, daß sie beobachtet wird. Es gibt also viel zu tun für Kommissar Rheydt und seine Leute. Aber auch die Frauen sind nicht wehrlos.

"Ein Leben für die Hoffnung der Menschen" ist der vierte Fall für "Die Hafenärztin". Henrike Engel hat diesmal einen besonders lebhaften Krimi geschrieben. Es passiert viel darin und auch alte Fälle fließen mit ein. Ich finde diese Geschichte besonders spannend. Sie ist voll von überraschenden Wendungen. Henrike Engel beschreibt die Situationen, die die Personen an ihre Grenzen bringen, besonders intensiv. Man spürt die Erschöpfung der Menschen ganz deutlich. Und trotzdem geben sie alles, um den anderen zu helfen. Die Spannung in der Handlung baut sich immer mehr auf, so daß es schwer fällt, das Buch an die Seite zu legen. Erst am Schluß kann man aufatmen. Der vierte Band um "Die Hafenärztin" ist sehr zu empfehlen, denn er hat alles, was ein Leser braucht: Spannung und Herz!

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Veröffentlicht am 02.02.2024

Ein vielversprechender Auftakt

Himmelsstürmerinnen - Wir greifen nach den Sternen
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Ailis, Donella und Haily sind Cousinen aus dem schottischen Clan der Hards. Zum Ende des 19. Jahrhunderts ist ihr Lebensweg vorgezeichnet, aber die Mädchen träumen von ganz anderen Dingen. Ailis fühlt ...

Ailis, Donella und Haily sind Cousinen aus dem schottischen Clan der Hards. Zum Ende des 19. Jahrhunderts ist ihr Lebensweg vorgezeichnet, aber die Mädchen träumen von ganz anderen Dingen. Ailis fühlt sich zu den Sternen hingezogen und will sie erkunden, Donella ist fasziniert von dem Gedanken, eines Tages fliegen zu können und Haily will unbedingt eine berühmte Sängerin und Tänzerin werden. Bei ihnen ist Emily, die Tochter der Köchin im Hause von Hailys Eltern. Sie wurde als Spielgefährtin für Haily ins Herrenhaus geholt, doch die behandelt sie immer mehr wie eine Leibeigene. Als die Cousinen auf eine Mädchenschule geschickt werden, ist es klar, daß Emily sie begleiten soll. Für das Mädchen öffnet sich so eine Welt, die sonst für sie verschlossen bliebe. Nach dem Schulabschluß sollen alle vier ihren vorgezeichneten Weg gehen, aber sie wollen ihre Träume nicht aufgeben und kämpfen erbittert für ihre Rechte.

"Himmelsstürmerinnen" ist der Auftakt einer neuen Dilogie von Sarah Lark. Mit dem Buch "Wir greifen nach den Sternen" fängt die Reihe auch richtig gut an. Es hat mich von Anfang bis Ende fasziniert. Die Geschichten der vier jungen Mädchen, die für ihre Träume kämpfen, wurden so lebendig erzählt, daß man davon nicht mehr los kommt. So ernst dieses Thema auch ist, Sarah Lark bringt auch manchmal ein paar witzige Situationen mit hinein. Das lockert die Handlung wunderbar auf. Zudem lernt man eine Menge über das schottische Erbrecht und die gnadenlosen Methoden, mit denen die Menschen damit umgegangen sind. Da konnte man fast froh sein, wenn man nichts zu vererben hatte.

Mit diesem Buch ist Sarah Lark ein vielversprechender Auftakt einer mit Sicherheit interessanten Reihe gelungen!

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Veröffentlicht am 01.02.2024

Sehr gut - trotz einiger Schwächen

Das Mörderarchiv
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Frances Adams wurde mit 17 Jahren von einer Wahrsagerin prophezeit, daß sie eines Tages ermordet werden würde. Sie nahm dies sehr ernst, wurde deshalb als Spinnerin abgetan. Doch 60 Jahre später ist sie ...

Frances Adams wurde mit 17 Jahren von einer Wahrsagerin prophezeit, daß sie eines Tages ermordet werden würde. Sie nahm dies sehr ernst, wurde deshalb als Spinnerin abgetan. Doch 60 Jahre später ist sie tot - sie wurde tatsächlich ermordet. Um ihr Erbe gibt es nun einen Wettstreit, denn Frances hat verfügt, daß derjenige, der ihren Mord aufklärt, alles erbt. Ihre Großnichte Annie ermittelt nun mit Hilfe des von Frances angelegten Mörderarchives nicht nur gegen die Zeit, sondern auch gegen ihre Mitstreiter. Wem im Dorf Castle Knoll kann sie überhaupt trauen?

"Das Mörderarchiv" von Kristen Perrin ist ein typisch britischer Krimi im Stile von Agatha Christie. Er kommt komplett ohne blutige Szenen aus, lebt von der Ermittlungskunst der Charaktere und deren Undurchschaubarkeit. Denn man weiß nie, wem man hier trauen kann. Außer Annie steht hier jeder unter Verdacht, man erhält immer neue Details, durch die neue Spuren gelegt werden und wirklich schlau wird man aus niemandem. Die Handlungsweisen der Charaktere tragen auch nicht gerade dazu bei, daß jemand für unschuldig gehalten werden kann. Dies macht diesen Krimi auch ohne Action unheimlich spannend. Sehr interessant sind die Kapitel aus Frances Tagebuch. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, welche Zeitebene ich hier interessanter fand. Ein kleines Manko sind ein paar unlogische Szenen, z. B. beim Rätsel um die Kombination des Zahlenschlosses. Irgendwie fehlen da für mich ein paar Zahlen. Auch der Schluß, der ziemlich rasant ging, ließ bei mir die Frage aufkommen, wie Annie auf diese Lösung gekommen ist. Dies wurde für mich einfach zu oberflächlich beschrieben und zu schnell abgehandelt. Kristen Perrin schreibt auf angenehme Weise, vermittelt dabei britische Wohlfühlatmospäre. Man kommt von diesem Buch gar nicht mehr los. Ich habe mich mit diesem Buch sehr wohl gefühlt und empfehle es gern weiter!

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