Profilbild von tigercat

tigercat

Lesejury Star
offline

tigercat ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tigercat über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2019

Eisige Tage

Eisige Tage
0

Inhalt: Der Anwalt Makarow wird tot in seinem Auto aufgefunden, was sich zunächst als Routine Mordfall darstellt, führt die Ermittler Hanna Seiler und Milo Novic bald tief in die Abgründe der Leipziger ...

Inhalt: Der Anwalt Makarow wird tot in seinem Auto aufgefunden, was sich zunächst als Routine Mordfall darstellt, führt die Ermittler Hanna Seiler und Milo Novic bald tief in die Abgründe der Leipziger Unterwelt. Der Tote trug auf seinem Handy das Foto eines minderjährigen Mädchens bei sich, das seit Tagen vermisst wird.

Meine Meinung:
Mit eisige Tage, beginnt die neue Reihe um Hanna Seiler und Mio Novic und während der Leser einiges über Novic erfährt, über seine Herkunft die viele seiner Eigenheiten erklärt. Novic ist ein schwieriger Charakter, ich weiß noch nicht ob ihn mag, manche seiner Eigenheiten sind doch sehr speziell, in manch einer Situation handelt er so spontan, dass er sich und seine Partnerin in Gefahr bringt.Von Hanna Seiler wiederum erfährt man relativ wenig, sie ist allein erziehend und relativ besonnen, aus einem nicht näher beschriebenen Grund hat sie eine Verbindung zu dem russischen kriminellen Iwanow, die tiefer zu gehen scheint als es beruflich zu erklären wäre.
Nun aber zu dem Kriminalfall den Seiler und Novic aufzuklären haben.
Der Mord an Makarow, bringt Seiler und Novic auf die Spur verschwundener Mädchen, schnell war klar was mit den verschwundenen Mädchen geschieht und als die kleine Elise im Buch auftaucht, die unsterblich in Aljoscha verliebt ist, einem 15jährigen Russen, stockt wohl jeder Mutter, mit etwas Fantasie, der Atem und sie hofft das ihr kleines Mädchen niemals auf einen Loverboy hereinfällt. Elise ist noch klein, gerade mal 13. Ihr Elternhaus zeigt nach außen ein glückliches und sorgenfreies Gesicht, doch glücklich ist dort schon lange niemand mehr und so ist das Mädchen ein leichtes Opfer für Aljoscha.
ich könnte euch jetzt das ganze Buch erzählen, so spannend war es. Ich hatte aber von Alex Pohl nichts anderes als atemlose Spannung und einen außergewöhnlichen Krimi erwartet, schließlich ist Alex Pohl der Mensch der hinter L.C. Frey steht, der sicher einigen von euch schon ein Begriff ist.
Ich habe aber auch ein bisschen was zu meckern, die Handlung wird nicht chronologisch erzählt, sie springt vor und zurück und es ist nicht immer gleich klar welcher Tag gerade ist, daran musste ich mich erst gewöhnen und wurde so ein klein wenig in meinem Lesefluss gebremst.
Nichtsdestotrotz, vergebe ich für Eisige Tage eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf weitere Fälle mit Seiler und Novic.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Triff mich im Paradies

Triff mich im Paradies
0

Der ehemalige Verhörspezialist Thorkild Aske, ist noch weit davon entfernt sein Leben im Griff zu haben, als sein Therapeut ihn dazu überredet die Schriftstellerin Milla Lind bei ihren Recherchen zu ihrem ...

Der ehemalige Verhörspezialist Thorkild Aske, ist noch weit davon entfernt sein Leben im Griff zu haben, als sein Therapeut ihn dazu überredet die Schriftstellerin Milla Lind bei ihren Recherchen zu ihrem neuen Buch zu unterstützen. Bald stellt sich heraus das Milla nicht nur recherchiert, sie ist auf der Suche nach ihrer Tochter, die sie vor Jahren weggab. Sein Vorgänger Robert, wurde während der Suche ermordet, kurz bevor er einer heißen Spur nachgehen konnte.

Meine Meinung:

Triff mich im Paradies ist der zweite Band der Reihe um Thorkild Aske, den man aber gut lesen kann ohne das erste Buch ... und morgen werd ich dich vermissen, das in einer Neuauflage gerade erschienen ist, zu kennen.

Aske ist noch immer am Boden zerstört, seine Tablettensucht hat ihn voll im Griff, er ist arbeitslos und einsam, ob diese Einsamkeit darin begründet ist, das ihm niemand seine Vergangenheit verzeihen kann oder darin das er sich selber nicht verzeiht, wurde mir auch in diesem Band nicht ganz klar.Auch wenn ich normalerweise nicht viel mit Ermittlern anfangen kann, die mehr als nur ein kleines Päckchen zu tragen habe, mache ich bei Aske eine Ausnahme, er jammert nicht rum, er setzt sich auf seine Art mit seinen Problemen auseinander und tatsächlich macht seine Genesung, kleine, kaum wahrnehmbare Fortschritte.

Aske ist ein brillanter Ermittler, er sieht Zusammenhänge, die anderen entgehen und so kommen er und seine Mitstreiter Iver und Kenny, zweier mit Milla seit Jahren befreundeter Polizisten, einer Reihe von Fällen auf die Spur, die bisher niemand miteinander in Verbindung brachte. Es ist schwierig über das Buch zu erzählen ohne zuviel zu verraten und euch doch neugierig zu machen. Die Charakter sind interessant, manchmal schwer einzuschätzen und manchmal führt einen die Beschreibung einer Person, die Art wie sie handelt und welche Rolle sie einnimmt auf eine völlig falsche Spur, ein weiterer Aspekt der das Buch zu einem Pageturner macht, ich musste immer wissen ob meine Vermutung richtig war, so wurden die Lesenächte länger als gut für mich war. Aber es hat sich gelohnt. Triff mich im Paradies ist ein ungewöhnliches Buch, sehr spannend und voller überraschender Wendungen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 28.12.2018

Kälter als die Angst

Kälter als die Angst
0

Inhalt: Hat Klaus Delbrück seine Frau Carla erschlagen und danach versucht die Leiche zu verbrennen? Alle Indizien weisen auf eine Beziehungstat hin. Doch Carla bekam an ihrem früheren Wohnort, Drohbriefe, ...

Inhalt: Hat Klaus Delbrück seine Frau Carla erschlagen und danach versucht die Leiche zu verbrennen? Alle Indizien weisen auf eine Beziehungstat hin. Doch Carla bekam an ihrem früheren Wohnort, Drohbriefe, die auf einen längst aufgeklärten Mord hinweisen und auch ihre ehemaligen Nachbarn und ihre Nachmieterin wird bedroht.
Als Charlotte Schneidmann und Peter Käfer den Hinweisen nachgehen, müssen sie feststellen, dass Katrin Ortrup, die sie von einem früheren Fall kennen, ebenfalls bedroht wird, denn sie wohnt mittlerweile in dem Haus, in dem Carla früher lebte.

Meine Meinung: Ich wollte schon länger etwas von Christine Drews lesen, das ich nun mit dem letzten Band der Reihe um Charlotte Schneidmann und Peter Käfer begann, war reiner Zufall, dass düstere Cover, zog mich an. Häufig ist es ja nun so, das man bei Reihen tatsächlich mit dem ersten Band starten sollte um die Hauptcharaktere nach und nach kennenzulernen, oder die Autoren beschreiben in jedem neuen Buch die Personen und früheren Begebenheiten immer wieder neu und so detailliert, das man sich fragt, warum man nicht gleich mit dem letzten Buch begann, wenn da doch alles wieder neu erzählt wird. Christine Drews,allerdings hat es geschafft, das ich nie das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben und das mit nur kurzen Erwähnungen früherer Geschehnisse.
Die Ermittler haben es mit einem verzwickten Fall zu tun, der Hauptverdächtige Klaus Delbrück, weist jede Schuld von sich und am Tatort finden sich Spuren die auf einen anderen Täter hinweisen.
Christine Drews hat es geschafft von der ersten bis zur letzten Seite Spannung aufzubauen, immer wieder wartet sie mit überraschenden Wendungen auf und mit einem Ende, mit dem ich so nicht unbedingt gerechnet hätte. Sie spielt mit der Angst ihrer Protagonisten, besonders im Focus steht Katrin, als wüsste der anonyme Briefeschreiber von dem, was ihre Familie erleiden musste und als würde es ihm ein besonderes Vergnügen bereiten ihre Angst zu sehen.
Von mir bekommt Kälter als die Angst eine absolute Leseempfehlung. Ich mag den Schreibstil der Autorin, er ist flüssig und bildreich genug um, genügend Platz für die eigenen Vorstellungen zu lassen.

Veröffentlicht am 22.11.2018

Erhebung

Erhebung
0

Inhalt: Tag für Tag steigt Scott auf die Waage und täglich zeigt sie weniger an. Was normalerweise für die Meisten ein Grund zur Freude ist, ist für Scott erschreckend, denn er hat weder etwas an seiner ...

Inhalt: Tag für Tag steigt Scott auf die Waage und täglich zeigt sie weniger an. Was normalerweise für die Meisten ein Grund zur Freude ist, ist für Scott erschreckend, denn er hat weder etwas an seiner Lebensweise geändert noch macht seine Kleidung oder das was er in den Händen hält einen Unterschied. Ob er nun nackt ist oder sich die Taschen mit Gewichten vollstopft, die Waage zeigt immer dasselbe und täglich weniger. Weder er noch ein befreundeter Arzt haben eine Erklärung dafür. Aber fast noch mehr als das Phänomen stören ihn die Hunde der neuen Nachbarinnen die fast täglich ihr Geschäft auf seinem Rasen verrichten und die Art wie die beiden Frauen darauf reagieren
Das ist nun nicht viel mehr als der Klappentext verrät, aber die Geschichte wird auf gerade mal 144 Seiten erzählt, ruck zuck ist zu viel verraten.
Meine Meinung:
Als ich mich das erste Mal mit dem Inhalt des Buches beschäftigte, kam mir natürlich der Gedanke: Das hatten wir doch schon mal, Billy Halleck der Anwalt aus Der Fluch, wurde ja auch immer dünner ohne zunächst eine Erklärung dafür zu haben, wer glaubt denn schon an Flüche?Aber der Meister, wäre nicht der Meister wäre diese Geschichte nicht völlig anders, es geht nicht um Rache oder Schuld, es geht um Toleranz und ein friedliches Miteinander um Freundschaft und vielleicht auch ein klein bisschen daraum sein Schicksal anzunehmen.
Ich habe immer mehr das Gefühl, das es dem Autor in seinen Novellen mehr darum geht seinen Lesern eine Botschaft zu vermitteln als sie das Gruseln zu lehren, die übersinnlichen Phänomene sind eher schückendes Beiwerk und machen die Story natürlich ungleich spannender.
Ich vergebe für Die Erhebung eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 11.10.2018

Nanos

Nanos - Sie bestimmen, was du denkst
0

2028
Deutschland hat sich abgeschottet vom restlichen Europa, das an der Flüchtlingskrise zerbrochen ist, Nachrichten aus dem Rest der Welt kommen kaum oder gar nicht bei der Bevölkerung an. Im TV laufen ...

2028
Deutschland hat sich abgeschottet vom restlichen Europa, das an der Flüchtlingskrise zerbrochen ist, Nachrichten aus dem Rest der Welt kommen kaum oder gar nicht bei der Bevölkerung an. Im TV laufen in Dauerschleife Reden des Bundeskanzlers Johann Kehlis. Wer an ihm Kritik übt, wird denunziert und verhaftet.
Aber Kritik gibt es so gut wie nie, Kelis wird verehrt und die Menschen glauben alles was er propagiert. Nicht ganz freiwillig allerdings, denn im Trinkwasser und den Nahrungsmitteln sind Nanopartikel versteckt, die das Denken der Menschen beeinflussen. Es gibt aber auch Menschen, die gegen die Partikel von Beginn an Immun sind, oder im Laufe der Zeit eine Immunität entwickeln. Und diese Menschen formieren sich im Widerstand.
Als Malek, ein entflohener Häftling, dem Widerstand in die Hände fällt, schließt er sich ihnen zunächst nur an um ein Versprechen einzulösen, das er seinem Besten Freund gab.

Meine Meinung:
Ich liebe "was wäre wenn" Szenarien, wenn Schriftsteller damit spielen und Welten erschaffen die genauso existieren können, und die Welt die Timo Leibig erschaffen hat, liegt ja nun wirklich nicht weit von dem, was sein könnte, ein Diktator der das Volk unterdrückt und jeden aus dem Weg räumen lässt, der auch nur ansatzweise gegen ihn ist. Das sich Kehlis modernster Technik bedient, um seine Ziele durchzusetzen ist auch nicht abwegig, an Nanopartikeln die im Körper eines Menschen etwas bewirken, wird ja geforscht.
Aber auch ohne Nanoteilchen, wäre das Szenario erschreckend genug. Ein Alleinherrscher, der gegen alle Menschlichkeit seinen Willen durchsetzt und dem nur ein paar Widerstandskämpfer entgegenstehen, die mehr Enthusiasmus als Kampferfahrung aufzubieten haben und die einen Kriminellen als Unterstützung in ihren Reihen willkommen heißen, wenn auch erst nach langen Diskussionen untereinander, zeigt, wie verzweifelt die Situation eigentlich ist.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist flüssig und verliert sich nicht in überflüssigen Beschreibungen und dennoch zeichnet Timo Leibig klare Bilder so das man alles vor Augen hat. Im Großen und Ganzen hat mir Nanos. Sie bestimmen was du denkst. Gut gefallen, etwas mehr über die Thematik der Nanoteilchen und ein weit weniger offenes Ende hätten mir zwar besser gefallen, aber ich kann trotzdem guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen, denn es geht ja weiter und vielleicht werden dann alle Frage beantwortet.