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Veröffentlicht am 03.03.2023

Angst um Alafair

Angst um Alafair
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Der mittlerweile 20. Band der Reihe um Dave Robicheaux und Clete Purcel hat es wieder einmal in sich. Daves Tochter Alafair hat das Gefühl, dass der Serienmörder Asa Surette nicht wie vermutet bei einem ...

Der mittlerweile 20. Band der Reihe um Dave Robicheaux und Clete Purcel hat es wieder einmal in sich. Daves Tochter Alafair hat das Gefühl, dass der Serienmörder Asa Surette nicht wie vermutet bei einem verunglückten Gefangenentransport ums Leben kam, sondern noch lebt und sie beobachtet. Alafair hatte nach Besuchen bei ihm im Gefängnis sehr kritische Artikel über Asa veröffentlicht. Gleich zu Beginn des Buchs wird Alafair fast von einem Pfeil getroffen und zunächst verdächtig ist Wyatt Dixon, der später auch im Mittelpunkt der Ermittlungen steht, als die Enkeltochter des Ölunternehmers Love Younger ermordet aufgefunden wird. Aber sogar Dave bezweifelt ihre Behauptung, dass der Mörder noch am Leben ist, doch Alafair vertraut auf ihr Bauchgefühl, das sie bei ihren Studien über ihn gewonnen hat.

James Lee Burkes Romane haben eines gemeinsam, sie sind sehr umfangreich und komplex. Wer sich einen Krimi für zwischendurch erhofft, wird schnell merken: Nicht mit Burke, denn der gehört zu den Meistern der Erzählkunst, seine Personen und Landschaftsbeschreibungen sind wohl einzigartig und ich persönlich liebe sie wirklich, mit ihm kann man beim Lesen auf Reisen durch die faszinierenden Landschaften Amerikas reisen. Das sind die leichten Momente in den Krimis. Schwieriger und die volle Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser fordernd, sind die Krimi-Elemente. Alles ist miteinander verwoben und es dauert seine Zeit bis jedes Geheimnis gelüftet ist und bis dahin geraten unsere liebgewordenen Protagonisten in die eine oder andere verzwickte Situation.Burke hat mit Asa Surette seinen wohl abscheulichsten Kriminellen erschaffen. Auch wenn ich manchmal denke, es geht um viel mehr als die spannenden Kriminalfälle, und dieses Gefühl hatte ich schon bei meinem ersten Robicheaux-Krimi. Burke zeigt das Gute und das Böse in der Welt auf, das untrennbar miteinander verbunden ist. Auch Dave und Clete haben ihre dunkle Seite und wagen sich oft an den Rand der Legalität, um der Gerechtigkeit zu ihrem Recht zu verhelfen. Und es geht um die Freundschaft der beiden, die schon so manche Prüfung überstehen musste. Ihre Beziehung ist kompliziert, ich war mir, wie auch schon in den vorigen Bänden oft nicht ganz sicher, ob sich die Beiden überhaupt mögen, aber eines ist sicher, sie würden für sich und die Familie des anderen durchs Feuer gehen, da ist mehr als Freundschaft, denn eine Freundschaft kann zerbrechen, diese Beziehung für die ich kein Wort finde, wird das niemals.


Mit Wehmut habe ich dieses Buch aus der Feder »Der Stimme des Südens«, wie er schon früh in seiner Laufbahn von Literaturkritikern genannt wird, denn bald endet die Reihe um Dave Robicheaux und Clete Purcel.

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Veröffentlicht am 02.03.2023

Wolfskinder

Wolfskinder
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Die Journalistin Smilla kehrt in die Gegend zurück, in der vor 10 Jahren ihre Freundin Juli verschwand. Als das Mädchen Rebekka verschwindet, sieht sie einen Zusammenhang. Besonders, da Juli und Rebekka ...

Die Journalistin Smilla kehrt in die Gegend zurück, in der vor 10 Jahren ihre Freundin Juli verschwand. Als das Mädchen Rebekka verschwindet, sieht sie einen Zusammenhang. Besonders, da Juli und Rebekka nicht die einzigen Frauen sind, die spurlos verschwanden.

Die Lehrerin Laura Bender stellt zu viele Fragen, die ihr zum Verhängnis werden.

Vera Bucks Protagonisten erzählen abwechselnd ihre Geschichte und so fügen sich die einzelnen Elemente der Story nach und nach zu einem klaren Bild zusammen. Die Leserinnen und Leser lernen die handelnden Personen im Lauf der Zeit immer besser kennen und nach und nach lüftet sich das Geheimnis um die Siedlung.

Wir alle kennen die Geschichten um Religionsgemeinschaften, die scheinbar in der Vergangenheit leben. Gottgefällig so nennen sie ihre Lebensweise und in Jakobsleiter regiert Isaiah mit harter Hand, er predigt davon, wie verdorben die Welt außerhalb ihrer Gemeinschaft ist.

Doch nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Vera Buck hat einen extrem spannenden und interessanten, psychologisch recht tiefgründigen Krimi geschaffen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat.

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Veröffentlicht am 17.02.2023

Therapiert

Therapiert
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Auf den ersten Blick scheint die Star-Therapeutin Clarissa alles erreicht zu haben, sie gilt als Koryphäe ihres Fachs. Doch der schöne Schein trügt, sowohl privat als auch beruflich läuft es nicht so wie ...

Auf den ersten Blick scheint die Star-Therapeutin Clarissa alles erreicht zu haben, sie gilt als Koryphäe ihres Fachs. Doch der schöne Schein trügt, sowohl privat als auch beruflich läuft es nicht so wie es soll. Clarissa kann es sich nicht erlauben, noch einen Patienten zu verlieren und so verwendet sie all ihre Energie darauf, der jungen Ira zu helfen, die zunächst einmal schweigt.

Das Buch ist nicht einfach zu lesen, in relativ kurzen Kapiteln lässt die Autorin Martta Kaukonen, jeweils einen der vier Hauptcharaktere erzählen, sodass man sich nach und nach ein genaueres Bild der Personen machen kann. Hierbei lag mein Hauptaugenmerk natürlich auf Ira und es stellte sich die Frage: Ist sie wirklich die zwanghafte Lügnerin, wie sie von sich selbst behauptet und wenn ja, was von dem, was sie erzählt, kann man ihr glauben?

Je nachdem, um wen es in den einzelnen Kapiteln gerade gegangen war, änderte sich auch meine Meinung, zu den einzelnen Personen, ihren Beweggründen, oftmals hat mich das mehr verwirrt, als dass es mich bei der »Wahrheitsfindung« unterstützt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich das Buch bewerten soll, es hat mich gut unterhalten und es gab immer wieder Passagen, die mich am Buch hielten und mich überraschten. Es hatte aber auch seine schwachen Momente, für mich waren es dann doch die, in denen die Autorin wieder eine neue Wendung ins Spiel brachte. Aber wie schon geschrieben, im Großen und Ganzen war das Buch unterhaltsam und ich würde mich über weitere Bücher der Autorin freuen, ihr Debüt lässt schon mal auf viel Gutes hoffen.

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Veröffentlicht am 16.02.2023

Der letzte Magier

Die FROST-Chroniken 2: Der letzte Magier
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Wir mussten alle so lange auf den 2. Band der Frost-Chroniken warten und nun durfte ich es endlich lesen.

Schon das Cover ist ein echter Hingucker, es passt perfekt zum 1. Band.
Aber es kommt natürlich ...

Wir mussten alle so lange auf den 2. Band der Frost-Chroniken warten und nun durfte ich es endlich lesen.

Schon das Cover ist ein echter Hingucker, es passt perfekt zum 1. Band.
Aber es kommt natürlich auf den Inhalt, auf die Geschichte an.
Und die ist wieder einmal großartig.

Es geht turbulent zu in diesem Buch, Yuriko wird wegen Hochverrats angeklagt, sein Freund Frakis sitzt wegen einer angeblichen Sittenverfehlung auf einer Gefängnisinsel. Florine hat einen Eintrag im Sittenregister und es gibt eine Verschwörung, um die Zentallinische und die Abrantinische Regierung zu stürzen, was Yuri mithilfe seiner Mitstreiter und Freunde unbedingt verhindern muss.
Doch zunächst einmal gilt es Frakis zu retten.

Als ich das Buch gestern beendet habe, dachte ich: Es wird einfach hier eine Rezension zu schreiben.
Die Geschichte hat alles, was eine gute Fantasystory ausmacht. Eine gute Portion Action, Magie und Zauberei, Liebe und Freundschaft, dazu noch der Humor, der mich im ersten Band schon so begeistert hat, weil er nie übers Ziel hinausschoss.
Das passte auch alles, es war wunderbar, ich bin eingetaucht in das Leben Yuris und seiner Freunde, ich war ganz nah bei ihnen. Und so habe ich auch ihren Schmerz gefühlt und ihre Angst um das Leben der anderen. Denn dieser Band ist stellenweise tieftraurig, dass was die Freunde durchleiden müssen, schafft eine teilweise düstere Atmosphäre. Die aber immer auch von dem grenzenlosen Optimismus Yuris erhellt wird, denn den verliert er am Ende nie, egal wie schwierig die Situation ist, in die er sich meist selbst hineinmanövriert hat.
Wir treffen auch wieder auf viele liebgewonnene Charaktere. Es gibt ein Wiedersehen mit Pintel und Lomir, mit Krona und dem Spielmann und natürlich mit Galina, die sich von dem Mädchen das Zaubern lernen wollte, in eine Kämpferin wandelte, die ihren Platz im Leben gefunden hat.

Und sie alle sind die Menschen, wie ich sie in anderen Fantasyromanen manchmal vermisst habe. Ich will Menschen und Wesen wie sie sind, eigennützig, stur, manchmal gut, manchmal böse, die weinen, schreien, lachen und lieben. Sie alle haben ihre Schwächen, außer natürlich Yuriko Mandorak Doragon Zinnober Frost, Krötenmeister, Todesaustrickser, Freund der Drachen und Erfinder der legendären Feuersiegel, der, wenn man ihn fragt, perfekt ist. Ich erwarte von Ihnen, dass sie mich mitnehmen in ihre Welt, mich in ihren Bann ziehen und dazuzubringen immer mehr von ihnen zu erfahren und genau das finde ich immer wieder in den Romanen von Juri Susanne Pavlovic.


Juri Susanne Pavlovic zeigt uns, dass Freundschaft manchmal wertvoller ist, als Liebe, aber auch, dass es sich immer lohnt, um die wahre Liebe zu kämpfen. Der letzte Magier ist eine Geschichte über Freundschaft und unverbrüchliche Loyalität. Ich verlasse die Freunde nur ungern, allerdings mit der Hoffnung sie einmal wiederzusehen, denn die Welt ist riesig und schön und wer weiß, ob Yuri nicht wieder einmal aufbricht, um mehr von ihr kennenzulernen und sich in Schwierigkeiten zu bringen.

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Veröffentlicht am 15.02.2023

Die marmornen Träume

Die marmornen Träume
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Ein Serienmörder geht um in Berlin, seine Opfer sind die Frauen der Führungskräfte des Naziregimes, sie alle haben eins gemeinsam: Sie sind schön, reich und gelangweilt.
Der Psychoanalytiker und Traumforscher ...

Ein Serienmörder geht um in Berlin, seine Opfer sind die Frauen der Führungskräfte des Naziregimes, sie alle haben eins gemeinsam: Sie sind schön, reich und gelangweilt.
Der Psychoanalytiker und Traumforscher Simon Kraus nutzt diese Langeweile aus und verführt die Damen der Gesellschaft, um sie danach zu erpressen. Ein lukratives Geschäft, wie es scheint, bis ihn eines Tages der SS-Offizier Franz Beewen um Hilfe bei den Ermittlungen bittet. Eine von Simons Klientinnen wurde ermordet, auch sie war Mitglied im Wilhelmklub, der sich täglich im Hotel Adlon trifft. Gemeinsam mit der Psychiaterin Minna von Hassel, ermittelt das ungewöhnliche Team, um den Mörder zu fassen, die Zeit drängt, denn es bleibt nicht bei einer Toten.

Mein letztes Buch des Autors ist schon viel zu lange her und ich frage mich, wie ich ihn in der letzten Zeit so aus den Augen verlieren konnte.
Die drei Protagonisten haben nicht viel gemeinsam, und so gestaltet sich ihre Zusammenarbeit schwierig, Minna und Simon haben unterschiedliche Ermittlungsansätze und Franz Beween ist nicht in der Lage, die Ermittlungen zu koordinieren, er hat keinerlei Erfahrung und zudem werden seine Bemühungen von allen Seiten torpediert.

Soweit ich es beurteilen kann, hat Jean-Christoph Grange, für seinen ersten historischen Thriller hervorragend recherchiert. Die historischen Fakten in diesem Buch sind alle belegbar und im Zusammenspiel mit der fiktiven Handlung taucht man als Leserin oder Leser in eine düstere Atmosphäre, die einen von der ersten Seite bis zum Ende fesselt und nicht mehr loslässt.

Ein Lob gebührt sicherlich auch der Übersetzerin Ina Böhme.

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