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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2020

Solider Thriller

Dark
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Der Thriller beginnt grandios mit dem genialen ersten Satz: „Ich blickte direkt in die Mündung einer Waffe“. Es wird nicht lange gefackelt und der Leser wird direkt ins Geschehen geworfen. Rückblenden ...

Der Thriller beginnt grandios mit dem genialen ersten Satz: „Ich blickte direkt in die Mündung einer Waffe“. Es wird nicht lange gefackelt und der Leser wird direkt ins Geschehen geworfen. Rückblenden und Vorgeschichten, werden dennoch in angenehmen Abständen im Laufe der Geschichte verstreut, so dass sich eine konsequente und wohl durchdachte Story ergibt.

Diese sieht so aus, dass sich vier Frauen aus den unterschiedlichsten Schichten und Milieus auf die Suche nach einem verschwundenen Mädchen machen und sich dabei immer weitere Verstrickungen und Machenschaften auftun. Blair, eine Verurteile Mörderin und ehemalige Kinderärztin wird von ihrer Zellengenossin gebeten sich mit ihr auf die Suche nach ihrer Tochter zu begeben. Die beiden bitten zwei weitere Frauen um Hilfe und bilden so ein Quartett, welches zu allen Ebenen der Gesellschaft Zugang hat. So werden auch Machenschaften aus dem Milieu der Polizei, zwischen Gangs, innerhalb des Gefängnisses, zwischen Familien und Freunden zum Thema, was den Thriller sehr vielfältig und interessant macht.

Insgesamt empfand ich das Buch als einen soliden Thriller. Die Charaktere waren klar umrissen und authentisch. Das finde ich sehr wichtig. Der klare und relativ einfache Schreibstil haben mir sehr gut gefallen. Es ließ sich schnell herunter lesen und war sehr kurzweilig. Auch, dass die verschiedenen Sichtweisen unterschiedlich erzählt wurden (z.B. Ich Perspektive, Briefe, etc.) fand ich sehr originell und abwechslungsreich.

Leider muss ich gestehen, hat mir etwas der „Wums“ gefehlt. Ich empfand alle Charaktere als eher brav und manche Situationen waren mir zu einfach gelöst. Den Schluss war für mich leider sehr vorhersehbar und ich wurde nicht überrascht. Aufgrund des Titels und des Covers hatte ich diesbezüglich mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Spannende Geschichte, leider nicht mein Schreibstil

Aus dem Schatten des Vergessens
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Zwei grausame Morde, ein Suizid eines Obdachlosen und eine Verbindung zwischen diesen drei Personen. Hinzu kommt eine obskure Verbindung zum Fall Oswald und JFK. Mittendrin die zwei Ermittler:innen Lessard ...

Zwei grausame Morde, ein Suizid eines Obdachlosen und eine Verbindung zwischen diesen drei Personen. Hinzu kommt eine obskure Verbindung zum Fall Oswald und JFK. Mittendrin die zwei Ermittler:innen Lessard und Taillon.

Die Geschichte ist spannend und wohldurchdacht. Die Charaktere sind mehr oder weniger sympathisch, genau richtig für einen Thriller. Die Vorgeschichte zu den zwei Kommissaren muss man nicht unbedingt kennen um dieses Buch lesen zu können.

Die Leseprobe hatte mich so gefesselt, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Als ich es dann endlich in meinen Händen hielt sank nach und nach meine Begeisterung. Ich muss gestehen, dass ich mich ab dem ersten drittel kaum noch Lust hatte weiter zu lesen.
Hatte mich in der Leseprobe noch die stilistische Beschreibung der Charaktere begeistert, nervte mich nun zunehmend der teilweise plumpe Schreibstil. Ich hatte das Gefühl der Autor wollte duch die Personenbescheibungen mehr über sich erzählen, als über die Charaktere oder die Situationen, zum Beispiel wenn er m. E. unnötigerweise diverse Hipsterbands erwähnt.
Durch die ständigen Abschweifungen in die Privatleben der zahlreichen Personen, was ich im Grunde nicht schlecht finde, wurde ich jedoch ständig aus dem Geschehen herausgeholt, so dass eine richtige Spannung einfach nicht aufkommen wollte. (Obwohl die Geschichte durchaus spannend ist).

Mein Fazit: Eine eigentlich gute Geschichte, aber leider garnicht mein Ding aufgrund des Schreibstils.

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