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Veröffentlicht am 03.07.2020

Taschentuchalarm

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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„Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ist der Auftaktband der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry.
Ellie bewirbt sich um eine Stelle als Nanny bei einer wohlhabenden Familie. Sie ist schockiert und überrascht, ...

„Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ist der Auftaktband der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry.
Ellie bewirbt sich um eine Stelle als Nanny bei einer wohlhabenden Familie. Sie ist schockiert und überrascht, dass es sich bei ihrem neuen Arbeitgeber um Grey, ihre erste große Liebe und ihren besten Freund aus der Highschool handelt. Doch inzwischen sind 16 Jahre vergangen, und wenn sie dem Mann von heute in die Augen schaut, kann sie ihren Grey darin nicht mehr erkennen. Grey hat bei einem Unfall seine Frau verloren und ist nun alleinerziehender Vater für seine beiden Töchter. Auch wenn er eiskalt und unnahbar wirkt, kann sie manchmal den alten Grey aufblitzen sehen und er ist es wert, dass man um ihn kämpft.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und daher war ich sehr gespannt. Brittainy C. Cherry greift in ihrer Geschichte sehr traurige und dramatische Themen auf, die bei einigen sicher für einen höheren Taschentuchverbrauch sorgen werden.
Die Handlung ist in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Teil 2003 spielt, als sich Ellie und Grey in der Highschool näher kennenlernen und in ihrer persönlichen Trauer und Einsamkeit eine ganz besondere Verbindung aufbauen.
Der zweite Teil setzt 16 Jahre später ein. Ellie arbeitet immer noch als Nanny und ist zurück in ihre alte Heimat gezogen. Zu Grey hatte sie die ganze Zeit keinen Kontakt mehr und freut sich über das unerwartete Wiedersehen. Die Freude wird aber durch Greys abweisendes und teilweise verletzendes Verhalten gedämpft.
Die Themen Trauer, Verlust und Einsamkeit ziehen sich durch das gesamte Buch. Sowohl Grey als auch Ellie haben damit zu kämpfen und gehen unterschiedlich damit um. Damals rettete Grey Ellie aus ihrem Tief und nun will sie für ihn da sein. Die Schilderungen der Gefühle und Emotionen wirken für mich authentisch und man leidet mit den Protagonisten mit. Ellie ist unglaublich sympathisch, allein schon durch ihre Leidenschaft für Harry Potter. Den jungen Grey mochte ich definitiv lieber als den Erwachsenen, aber er ist eben gefangen in seinem Kummer und schlägt wild um sich. Hier fehlt mir auch ein winziges Stückchen in der Geschichte, da es für mich nicht ganz schlüssig und nachvollziehbar war, wie er Ellie damals so schnell vergessen und dann nach 15 Jahren mit seiner großen Liebe Nicole, seine Gefühle für Ellie einfach wiederentdecken kann. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Der herzergreifende Abschluss ist einfach wunderschön.

Mein Fazit: Die Autorin erzählt eine gefühlvolle und teils sehr traurige Geschichte, die aber immer einen Funken Hoffnung enthält. Wunderschön, berührend und ganz klar lesenswert!

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Veröffentlicht am 02.07.2020

Ganz klare Empfehlung

Mister Secret
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„Mister Secret“ ist der zweite Band der Masters of Love Reihe von Leisa Rayven.
Diesmal geht es um die Lektorin Asha, die für eine Beförderung einen potentiellen Beststeller an Land ziehen soll. Privat ...

„Mister Secret“ ist der zweite Band der Masters of Love Reihe von Leisa Rayven.
Diesmal geht es um die Lektorin Asha, die für eine Beförderung einen potentiellen Beststeller an Land ziehen soll. Privat ist sie schon länger vom Instagram-Profil eines „Professor Feelgood“ fasziniert, der sie nicht nur mit den Fotos von seinem durchtrainierten Körper, sondern auch mit seinen gefühlvollen Gedichten und Texten, in denen er offenbar eine schwierige Trennung verarbeitet, in seinen Bann zieht. Wenn sie ihn als Autor gewinnen könnte, wären ihre Probleme gelöst. Aber Asha ahnt nicht, wer sich tatsächlich hinter dem Profil verbirgt und so bereut sie schnell ihre Entscheidung.

OMG, mir hat ja der erste Band schon unglaublich gut gefallen, aber dieser Teil setzt noch einen obendrauf. Asha ist die Schwester von Eden, die sich im Vorgängerteil Mister Romance geangelt hat. Vorkenntnisse sind aber nicht zwingend erforderlich, denn man kann die Bände auch unabhängig voneinander lesen.
Der Humor trifft genau meinen Geschmack und Asha ist mit ihren trockenen Sprüchen einfach herrlich. Ich habe soviel gelacht! Die Schlagabtausche, die sie sich mit Jake liefert, sind genial witzig und teilweise richtig fies. Sie haben eine unvergleichliche Dynamik und der Funkenflug ist phänomenal. Gleichzeitig war ich an einigen Stellen so gerührt, dass sogar Taschentücher zum Einsatz kommen mussten. Ihre Verbindung ist wirklich ganz besonders.
Leisa Rayven kombiniert in ihrem Buch Romantik, Drama und Humor in einer ausgewogenen Mischung, die mich bis zum Ende komplett mitreißen konnte. Ihre Charaktere sind so tiefgründig und facettenreich und ich glaube, ich habe mich ein wenig in Jake verliebt. Großes Lob auch für die tollen Nebenfiguren, von denen mich Joanna am neugierigsten gemacht hat.
Das Buch hat mir wieder einen echten Book-Hangover beschert, denn ich musste es unbedingt in einem Stück zu Ende lesen. Das Glücksgefühl nach dem wunderschönen Abschluss war es aber definitiv wert .

Mein Fazit: Emotional, tiefgründig und doch unterhaltsam und humorvoll und für mich persönlich noch besser als der erste Band! Ganz klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 02.07.2020

Wie Romeo und Julia

Richer than Sin
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„Richer than Sin“ ist der Auftakt zur neuen Trilogie von Meghan March.
Schon über hundert Jahre gilt in der ehemaligen Goldgräberstadt Gable die die eiserne Regel, dass ein Riscoff niemals mit einer Gable ...

„Richer than Sin“ ist der Auftakt zur neuen Trilogie von Meghan March.
Schon über hundert Jahre gilt in der ehemaligen Goldgräberstadt Gable die die eiserne Regel, dass ein Riscoff niemals mit einer Gable zusammen sein kann. Die beiden Familien pflegen seit Anbeginn eine erbitterte Feindschaft, die auch in der Gegenwart anhält. Als sich Lincoln Riscoff und Whitney Gable zum ersten Mal begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick, aber nur, weil sie nicht wissen, wer der andere ist. Zehn Jahre später treffen sie erneut aufeinander und schnell ist klar, dass ihre gemeinsame Geschichte noch lange nicht zu Ende ist.

Meghan March, die Königin der Cliffhanger, hat wieder einmal zugeschlagen. Das Buch startet mit einem Paukenschlag und endet mit einem. Zurück bleiben jede Menge offene Fragen, die hoffentlich bald im nächsten Teil beantwortet werden.
Die Handlung setzt vor zehn Jahren ein, als die verbotene Beziehung von Lincoln und Whitney unmissverständlich endet. Dann springt die Autorin in die Gegenwart zu Lincoln, an dessen Gefühlen die lange Zeit der Trennung offensichtlich überhaupt nichts geändert hat. Die Story wechselt in der Folge immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, so dass sich Stück für Stück klärt, wie sich die Beziehung der beiden entwickelt hat.
Die Funken sprühen immer noch heiß zwischen den Protagonisten, auch wenn sie von den Erfahrungen der letzten Jahre gezeichnet sind. Meghan March fängt die Emotionen perfekt ein und versteht es, die Spannung über das ganze Buch aufrecht zu erhalten. Besonders gefallen haben mir diesmal die interessanten Nebenfiguren, wie der Kommodore, der wirklich nicht leicht zu durchschauen ist. Es war zwar zu erwarten, aber trotzdem ist es immer wieder frustrierend, dass am Schluss so viele offene Fragen bleiben. Zum Glück ist die Wartezeit nicht lang.

Mein Fazit: Der Auftakt der packenden Trilogie ist ganz klar gelungen. Ich habe die Charaktere, die irgendwie an Romeo und Julia erinnern, bereits ins Herz geschlossen und fiebere nun mit, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 30.06.2020

Liebe auf den ersten Blick

Game on - Mein Herz will dich
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„Game on – Mein Herz will dich“ von Kristen Callihan ist der Auftakt ihrer Game On Reihe.
Die Studentin Anna Jones ist nicht auf der Suche nach einer Beziehung, sondern will einfach nur in Ruhe ihren Collegeabschluss ...

„Game on – Mein Herz will dich“ von Kristen Callihan ist der Auftakt ihrer Game On Reihe.
Die Studentin Anna Jones ist nicht auf der Suche nach einer Beziehung, sondern will einfach nur in Ruhe ihren Collegeabschluss machen. Dass ihre Gedanken nur noch um den Star Quarterback Drew Baylor kreisen, seitdem er in einem Kurs neben ihr sitzt und unverhohlen sein Interesse an ihr zeigt, ist ihr überhaupt nicht recht. Als die beiden doch letztendlich einen heißen One-Night-Stand haben, stellt Anna schnell klar, dass es bei dieser einen Begegnung bleiben wird. Aber Drew hat ganz andere Pläne, denn Anna ist für ihn die Eine, die er unbedingt für sich gewinnen will.

In dieser Geschichte wird der Spieß herumgedreht, denn hier will die weibliche Protagonistin nur eine unverbindliche Affäre, während sie den männlichen Protagonisten am ausgestreckten Arm verhungern lässt. Sicher hat Anna ihre Gründe für ihr seltsames Verhalten, aber manchmal ist es fast schon schmerzhaft unfair, wie sie Drew behandelt. Nur seiner bewundernswerten Hartnäckigkeit und seiner unbeirrbaren Liebe zu Anna ist es zu verdanken, dass man überhaupt auf ein Happy End hoffen kann.
Ich mag den Schreibstil von Kristen Callihan, der mich auch in diesem Buch bis zum Ende mitfiebern ließ. Ihre Charaktere sind wie gewohnt tiefgründig und facettenreich, was in den Momenten ganz deutlich wird, in denen man hinter ihre Fassade blicken darf. Die schüchterne Außenseiterin und der allseits beliebte Footballstar sind vielleicht eine Klischeevorstellung, aber die Autorin schafft es gekonnt, dass die Figuren nicht in Stereotypen abgleiten. Für mich war die Chemie zwischen Anna und Drew von Anfang an zu spüren, zumal sie wortwörtlich wie der Blitz einschlägt. Die Entwicklung ihrer intensiven Beziehung ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die einige Höhen und Tiefen mitnimmt.

Mein Fazit: Diese Sports/College-Romance konnte mich sowohl mit ihren Charakteren als auch mit ihrer spannenden Story voll überzeugen. Von mir gibt es daher gern eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 30.06.2020

Trennungsbewältigung mal anders

Lovecoach
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In „Lovecoach“ von Sophie Andresky versucht die Protagonistin Karla, ihren Liebeskummer auf eine ganz eigene Art zu bewältigen.
Karla hat ihre eigene Praxis und hilft als Expertin anderen bei ihrem Liebeskummer ...

In „Lovecoach“ von Sophie Andresky versucht die Protagonistin Karla, ihren Liebeskummer auf eine ganz eigene Art zu bewältigen.
Karla hat ihre eigene Praxis und hilft als Expertin anderen bei ihrem Liebeskummer und Beziehungsproblemen. Als ihr eigener langjähriger Freund Matthis per Zettel mit ihr Schluss macht und einfach abtaucht, hilft ihr das professionelle Wissen aber nur bedingt weiter. Sie versucht sich an ihrem erprobten Ratschlag an ihre Klienten und will zehn erste Male hinter sich bringen, damit sie befreit von altem Ballast mit ihrem Leben weitermachen kann. Dabei soll auch die neue Dating-App „Lovecoach“ helfen. Doch ganz so einfach funktioniert die Verdrängungsmethode nicht und Karla muss sich ihren Problemen stellen.

In der Geschichte geht es nicht allein um Karla, die mit ihrer speziellen Form der Trennungsbewältigung natürlich im Mittelpunkt steht, sondern auch um ihre engsten Freundinnen Fine, Tilda und Mieze. Diese haben mit ihren ganz eigenen Beziehungsproblemen zu kämpfen.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Spruch oder Ratschlag aus der „Lovecoach“-App, der meist richtig gut ist. Leider passt er nicht immer zum anschließenden Abschnitt. Die Rahmenhandlung wird durch Chats der vier Freundinnen aufgelockert, in denen ihre ganz besondere Verbindung gut zum Ausdruck kommt. Ansonsten trifft die gewählte Deklaration als Porno für Frauen ziemlich genau zu, denn die Sexszenen ergeben sich nicht immer schlüssig aus der Handlung. Das erwartet man bei einem Porno aber wohl auch nicht wirklich. Die Sprache ist sehr direkt, was ich grundsätzlich gut finde und was auch zum Thema passt. Die Wortwahl im speziellen ist aber eindeutig Geschmackssache.
Die Charaktere kann man mögen oder nicht. Zu Karla hatte ich leider keine richtige Verbindung, da mich ihre Emotionen nicht ernsthaft berühren konnten. Ähnlich ging es mir mit den anderen Figuren, die weitestgehend oberflächlich blieben.

Mein Fazit: Das Buch ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Wer explizite Szenen gern hat, der kommt wahrscheinlich voll auf seine Kosten. Wer mehr Wert auf eine tiefer Handlung oder Gefühle legt, der wird hier möglicherweise nicht glücklich. Meine Wertung bleibt daher in der goldenen Mitte.

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