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Veröffentlicht am 20.06.2026

Steiniger Weg

A Queen Crowned in Flames – Vom Feuer erwählt
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„A Queen Crowned in Flames – Vom Feuer erwählt“ von Hazel McBride ist der zweite und finale Band ihrer mitreißenden Dilogie, der einen genauso an den Seiten kleben lässt, wie der Auftakt.
Beim entscheidenden ...

„A Queen Crowned in Flames – Vom Feuer erwählt“ von Hazel McBride ist der zweite und finale Band ihrer mitreißenden Dilogie, der einen genauso an den Seiten kleben lässt, wie der Auftakt.
Beim entscheidenden Kampf um den Thron wird Aemyra schwer verletzt und hat alles verloren, was ihr wichtig war. Ihre Feuermagie ist verschwunden und der Verrat durch ihren Ehemann Fiorean sitzt viel zu tief. Rache ist nun das, was Aemyra antreibt, aber dafür muss sie erst zu ihrer alten Stärke zurückfinden. Angeschlagen sammelt sie ihre Truppen, denn sie kann den Kampf um die Krone keinesfalls aufgeben. Dafür braucht sie neue Verbündete, denn auch ihr Erzfeind wird immer stärker. Und niemand darf erfahren, dass die Königin des Feuers inzwischen selbst kein Feuer mehr hat. Dafür ist ihr Rachedurst unendlich, auch wenn die alten Gefühle für Fiorean nicht wirklich verschwunden sind.

Diese Fortsetzung ist wirklich ein Highlight, aber ich gebe zu, dass ich durch die lange Wartezeit zwischen den Büchern etwas Zeit gebraucht habe, um wieder ganz in der packenden Story anzukommen. Ein Blick in den Auftaktband schadet dem Verständnis also auf keinen Fall.
Hazel McBride hat mit Aemyra eine großartige weibliche Hauptfigur erschaffen, die unglaublich stark ist, aber auch viele Ecken und Kanten hat. Diese Vielschichtigkeit lässt die Entwicklung von Aemyra umso glaubwürdiger und berührender erscheinen, denn sie muss jede Menge durchmachen, um zu ihrer wahren Größe zu finden.
Aber nicht nur Aemyra ist ein faszinierender Charakter, sondern auch ausnahmslos alle Nebenfiguren. Viele konnten mich wirklich überraschend und es zeigt sich mal wieder, dass der erste Eindruck trügen kann. Dazu kommen die fantastischen Drachen, ohne die dieses Buch nur halb so gut wäre.
Aemyras Weg ist lang und ziemlich steinig, denn an der Spitze kann es auch sehr einsam sein. Dieses Finale ist voller Action, Gefühl, Tragik, aber auch Hoffnung, Loyalität und Liebe, so dass es wahrscheinlich jeden mitreißen kann. Mir hat es jedenfalls hundertprozentig gefallen und ich würde auch noch mehr von Aemyra und ihren Drachen lesen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.06.2026

Stolz und Vorurteil in der Toskana

No Place to be Single – This Love Tastes Like Trouble
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„Tastes Like Trouble – No Place to Be Single“ von Felicia Kingsley ist eine italienische Variante von Stolz und Vorurteil, die auf einem malerischen Weingut spielt.
Das kleine toskanische Dorf Belvedere ...

„Tastes Like Trouble – No Place to Be Single“ von Felicia Kingsley ist eine italienische Variante von Stolz und Vorurteil, die auf einem malerischen Weingut spielt.
Das kleine toskanische Dorf Belvedere liegt absolut idyllisch, aber ziemlich abgeschieden. Mittelpunkt ist das imposante Weingut, welches sehnsüchtig auf den Erben des verstorbenen Besitzers wartet, damit dieser die dringend notwendigen Investitionen veranlassen kann. Zudem wäre dieser der einzige männliche Single im Dorf und die unverheirateten Frauen und ihre Mütter stehen schon in den Startlöchern. Elisa ist praktisch die Einzige, die nicht im Heiratsfieber ist, schon gar nicht, als der Besitzer mit seinem besten Freund Michael D’Arcy anreist. Vor sechzehn Jahren waren Michael und Elisa unzertrennlich, aber inzwischen ist dieser ein arroganter Finanzinvestor, der auch noch abfällig über Elisa und ihren Traum urteilt. Aber dann will Michael seinen Fehler wieder gutmachen und Elisas sture Haltung bekommt Risse.

Ich liebe Jane Austen und natürlich Stolz und Vorurteil. Dass die alte Geschichte auch in der Gegenwart und in der Toskana funktioniert, zeigt uns hier Felicia Kingsley mit ihrer gelungenen Adaption.
Der lockere und leichte Schreibstil und die wechselnden Perspektiven machen das Lesen zu einem Vergnügen und immer wieder gab es diese Momente, wo man die klassischen Filmszenen direkt vor Augen hat. Das hat mich jedes Mal dahinschmelzen lassen, denn es gibt Szenen in Stolz und Vorurteil, die einfach unvergesslich sind.
Die selbstständige und sture Elisa ist die perfekte Hauptfigur und das konservativ dörfliche Umfeld passt auch zur eigentlich verstaubten Motivation, dass jede Frau unbedingt an den Mann gebracht werden muss. Aber nicht mit Elisa, die ihre Zukunft und ihr Leben von niemandem abhängig machen will.
Michael sammelt anfangs keine Sympathiepunkte und zieht einen erst im Laufe der Handlung auf seine Seite. Er muss seine Ansichten aber auch endlich aufräumen, damit er Elisa für sich gewinnen kann.
Die süße Lovestory ist witzig, knistern und voller großartiger Parallelen zum Original. Das toskanische Feeling ist einfach wunderschön und genau passend für die Urlaubslektüre.

Mein Fazit:
Hier gibt es fünf Sternchen!

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  • Cover
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Veröffentlicht am 18.06.2026

Neue Jäger

Ritualblut
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„Ritualblut“ von Ethan Cross ist der zweite Band seiner Thrillerreihe um den ungewöhnlichen Privatermittler Baxter Kincaid.
Seit seinem letzten Fall ist Baxter Kincaid ein wenig abgelenkt, aber die Fotos ...

„Ritualblut“ von Ethan Cross ist der zweite Band seiner Thrillerreihe um den ungewöhnlichen Privatermittler Baxter Kincaid.
Seit seinem letzten Fall ist Baxter Kincaid ein wenig abgelenkt, aber die Fotos einer übel zugerichteten Leiche lenken seinen Fokus erneut auf den alten Fall. Für Baxter ist das Opfer leider kein Unbekannter, denn es handelt sich dabei um den Assistenten des chinesischen Professors, den Baxter für dessen Nichte aufspüren sollte. Inzwischen sind sowohl der Professor als auch die besagte Nichte spurlos verschwunden. Stattdessen tauchen plötzlich jede Menge gefährliche Jäger auf, die unbedingt an die brisanten Forschungsergebnisse des Professors gelangen wollen. Und Baxter Kincaid scheint momentan die einzige Spur zu sein, die zum gewünschten Ziel führt. Und sein Rücken ist gar nicht groß genug für die vielen Zielscheiben, die sich auf einmal dort befinden.

Der Auftaktband von Ethan Cross konnte mich von der neuen, etwas unorthodoxen, Ermittlerfigur überzeugen. Trotzdem braucht es anfangs immer erst eine gewisse Anlaufphase, bevor man mit den sehr speziellen Eigenheiten von Baxter Kincaid klarkommt. Der eigenwillige Baxter ist im Gegensatz zu seiner besten Freundin und Partnerin Corin Pazifist und versucht, alle Bösewichte auf seine Art vom Guten zu überzeugen. Dass das nicht immer gelingt, ist hundertprozentig klar. Und genau für diese Momente hat er die Ein-Frau-Armee Corin, die mit Gewalt genau null Probleme hat und sie geradezu braucht. Allein diese Kombination sorgt für Spannung und Tempo, denn die Dynamik zwischen Baxter und Corin machen sie zu einem unschlagbaren Team.
Es ist definitiv von Vorteil, wenn man den Auftaktband gelesen hat, denn der dortige Fall wird mit ein paar neuen unberechenbaren Mitspielern quasi fortgesetzt. Es bleibt hochspannend und auf jeden Fall blutig, wie der Titel schon sagt.
Baxter Kincaid ist anders als Francis Ackerman jr., aber trotzdem gut. Ich mag es, dass die Reihe keine bloße Kopie sein will und trotzdem immer ein paar Parallelen durchblitzen lässt, die die Handschrift von Ethan Cross zeigen.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Hollywood in Shaftesbury

Der Mordclub von Shaftesbury – Tod verpflichtet
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„Der Mordclub von Shaftesbury – Tod verpflichtet“ von Emily Winston ist der fünfte Fall für die clevere Heiratsvermittlerin und Hobbydetektivin Penelope St. James.
Fast beginnt sich Penelope in der dörflichen ...

„Der Mordclub von Shaftesbury – Tod verpflichtet“ von Emily Winston ist der fünfte Fall für die clevere Heiratsvermittlerin und Hobbydetektivin Penelope St. James.
Fast beginnt sich Penelope in der dörflichen Idylle von Shaftesbury zu langweilen, aber da klopft Hollywood an die Tür. Ein berühmter Regisseur möchte eine historische Familiengeschichte verfilmen und sucht noch Drehorte und Statisten. Das Dorf ist in heller Aufregung, denn natürlich bleibt so eine Sache nicht lange geheim. Doch noch bevor irgendwer seinen Durchbruch als Star feiern kann, wird ein wichtiges Mitglied der Filmcrew ermordet. Das Projekt droht zu kippen, vor allem, als noch eine zweite Leiche auftaucht. Und der leidgeprüfte Inspector Farnsworth tut mittlerweile nicht einmal mehr so, als würde er Penelope von den Ermittlungen fernhalten. Und anstatt neue Paare zu vermitteln, begibt sich Penelope erneut auf Mördersuche.

Die beschauliche Langeweile in Shaftesbury ist trügerisch, denn hinter jeder Stalltür lauert eine neue Leiche. Die Autorin hält Penelope und ihre Familie weiterhin auf Trab und es wird wieder überaus witzig. Dafür sorgt schon die liebenswert skurrile Dorfbevölkerung, zu der sich auch Penelope mittlerweile zählt.
Die Adelsfamilie Reeves de Beauchamps hat in ihrer Geschichte eine ganze Serie von Desmonds hervorgebracht, die offenbar interessant genug sind, um einen ganzen Film darüber zu drehen. Leider wäre ein Krimi oder Thriller passender gewesen, denn man hätte sich vielleicht nicht die Verbrechenshochburg Shaftesbury als Drehort aussuchen sollen.
Ganz routiniert geht Penelope an die Ermittlungen heran und hat dabei mindestens ein zwei- oder vierbeiniges Mitglied ihrer stetig wachsenden Familie im Schlepptau. Die daraus resultierende geniale Situationskomik ist typisch für diese Cosy Crime Reihe und immer wieder zum Lachen. Ich liebe den trockenen Humor und das charmante englische Dorf-Setting. Die Fälle von Penelope sind immer wieder überraschend, skurril und abwechslungsreich und ich hoffe, das wird auch nicht ihr letzter Einsatz gewesen sein.

Mein Fazit:
Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 16.06.2026

Eisprinzessin und Bad Boy

Falling slowly
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„Falling Slowly“ von Isabel Kritzer ist der gelungene Auftakt ihrer Wyford College Dilogie.
Die siebzehnjährige Louanna Harrington gehört genau wie ihre drei älteren Brüder zur absoluten Elite Londons. ...

„Falling Slowly“ von Isabel Kritzer ist der gelungene Auftakt ihrer Wyford College Dilogie.
Die siebzehnjährige Louanna Harrington gehört genau wie ihre drei älteren Brüder zur absoluten Elite Londons. Gemeinsam mit ihnen besucht sie das elitäre Wyford College, wo niemand ihr wahres Ich kennt. Ihre unantastbare Fassade als Eiskönigin bekommt jedoch Risse, als Eight, der berüchtigte Neffe des Dekans, an das College wechselt. Vor zwei Jahren war Cruz, oder Eight, wie er sich heute nennt, noch Louannas bester Freund und engster Vertrauter. Aber dann verschwand er und brach den Kontakt komplett ab. Ausgerechnet jetzt, wo Louannas Herz wegen dieses Verhaltens nicht mehr völlig gebrochen ist, sucht Eight pausenlos ihre Nähe. Er will eine zweite Chance bei ihr und lässt sich von keinem Hindernis aufhalten.

Diese Light-Academia-Romance von Isabel Kritzer konnte mich ziemlich schnell von sich überzeugen, denn allein das elitäre britische Setting ist hundertprozentig gelungen. Man atmet quasi die Atmosphäre des Wyford Colleges und kann verstehen, warum dies bisher ein Safe Space für Louanna war.
Der lockere und leichte Schreibstil der Autorin passt zu den Charakteren und fängt ihre Gefühle gekonnt ein. Im Fokus steht Louanna und mir hat gefallen, dass sie kein typisches Mainstream-Collegegirl ist. Sie kämpft mit ihren Besonderheiten, die vor allem von ihren Eltern komplett ignoriert werden, da sie nicht ins Schema passen. Dafür ist die liebevolle Beziehung zu ihren Brüdern ein echtes Highlight.
Eight ist der skandalumwitterte Bad Boy, der noch vor wenigen Jahren das komplette Gegenteil war. Ob er sich innerlich auch dermaßen verändert hat, muss die Zeit zeigen, denn zerstörtes Vertrauen kommt nicht einfach so schnell zurück.
Das Gefühlskarussell konnte mich absolut mitreißen, da die Chemie zwischen Loua und Eight von Anfang an knistert. Das Tempo ist genau richtig und ich liebe ihre Dynamik. Daran ändert auch der fiese Cliffhanger nichts, der die Wartezeit auf die Fortsetzung aber nicht einfacher macht.

Mein Fazit:
Hier gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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