Blind für die Liebe
Der Hot-Henry-Effekt„Der Hot-Henry-Effekt“ von Lucy Chalice ist eine romantische Workplace-Second-Chance, in der die Heldin völlig blind für die Liebe zu sein scheint.
Während ihrer Promotion in Oxford musste Dr. Clara Clancy ...
„Der Hot-Henry-Effekt“ von Lucy Chalice ist eine romantische Workplace-Second-Chance, in der die Heldin völlig blind für die Liebe zu sein scheint.
Während ihrer Promotion in Oxford musste Dr. Clara Clancy für einige Monate einen Ingenieurs-Doktoranden vom MIT betreuen. Dr. Henry Fraser war so ziemlich der attraktivste und liebenswerteste Mann, denn Clara je getroffen hatte, aber sie schien als Einzige immun gegen den Hot-Henry-Effekt, der alle anderen weiblichen Wesen im Umkreis von mehreren Kilometern erfasst hatte. Sieben Jahre später treffen sich beide ausgerechnet bei einer katastrophalen Präsentation von Clara wieder, in deren Anschluss sie nicht nur als Team zusammenarbeiten müssen, sondern auch ihre lockere Freundschaft von früher wieder aufnehmen. Doch Clara merkt schnell, dass sie offenbar gegen Henrys Charme nicht mehr ganz so immun ist. Und auch Henry hat ein paar Geheimnisse, die er Clara nie offenbart hat.
Das Debüt von Lucy Chalice kann sich sehen lassen und ich liebe diese Workplace Romances mit starken Frauen, in denen Ali Hazelwood trotzdem die unangefochtene Queen bleibt. Der lockere und leichte Schreibstil liest sich sehr gut, aber ich gebe zu, dass ich statt der ausschließlichen Perspektive von Clara, doch gern ein paar Kapitel auch aus Henrys Sichtweise gelesen hätte. So kann man seine Gefühle lange Zeit nur erahnen, was jetzt aber insgesamt auch nicht so schlimm ist.
Clara ist intelligent, ehrgeizig und fast schon zu nett, denn sie will nirgends anecken und äußert deshalb ihre eigene Meinung nur zurückhaltend bis gar nicht. Gegenüber ihrem wissenschaftlichen Knowhow sind ihre Social Skills leider unterirdisch, wodurch sie immer wieder in wirklich awkward Situation gerät. Ihre unerschütterliche Blindheit gegenüber Henrys Gefühlen hat mich ehrlicherweise irgendwann sehr genervt, denn ab einem gewissen Punkt kann man sich nicht mehr in ihre Denkweise hineinversetzen. Zum Glück bekommt die Handlung aber noch rechtzeitig die Kurve, bevor es zu spät ist.
Henry ist eine wandelnde Green Flag und ein absoluter Traum Book Boyfriend. Wenn Clara mal wieder einen mentalen Aussetzer hat, ist er der rettende Ruhepol, auch ohne Superman-Anzug. In ihn muss man sich einfach verlieben, denn es ist zuckersüß, wie er sich hartnäckig um Clara bemüht, während sie nichts checkt.
Die humorvolle RomCom hat mich sehr gut unterhalten und ich bin schon gespannt auf den zweiten Fraser.
Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!