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Veröffentlicht am 24.09.2024

Fehler der Vergangenheit

Harter Schnitt
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„Harter Schnitt“ von Karin Slaughter ist der fünfte Band ihrer Georgia Reihe um Special Agent Will Trent und Dr. Sara Linton.
Für die CBI-Agentin Faith Mitchell wird ein Albtraum wahr, als sie ihre Mutter, ...

„Harter Schnitt“ von Karin Slaughter ist der fünfte Band ihrer Georgia Reihe um Special Agent Will Trent und Dr. Sara Linton.
Für die CBI-Agentin Faith Mitchell wird ein Albtraum wahr, als sie ihre Mutter, die gerade ihre vier Monate alte Tochter betreut, nicht erreichen kann. Als sie bei deren Haus ankommt, steigert sich der Horror noch weiter, denn ein blutiger Handabdruck auf der Tür verheißt nichts Gutes. Bewaffnete Männer haben das Haus auseinandergenommen, aber Faith kann sie zum Glück ausschalten. Leider fehlt von ihrer Mutter jede Spur und die letzten Worte eines der Eindringlinge lassen darauf schließen, dass es sich um eine Erpressung handelt. Irgendetwas aus Evelyn Mitchells Vergangenheit hat diese Männer angelockt und Faith und ihre Kollegen ermitteln fieberhaft, um weitere Opfer zu verhindern.

In diesem Band steht Wills Partnerin Faith im Mittelpunkt, die mir mit jedem Buch mehr ans Herz wächst. Es geht auf eine Reise in die Vergangenheit, die auch die Geschichte ihrer Mutter und ihrer Chefin Amanda näher beleuchtetet. Dieser Fall ist sehr persönlich, aber eben nicht für Will und Sara, sondern für die Charaktere, die ansonsten oft eine Nebenrolle einnehmen.
Karin Slaughter schafft es mit wenigen Worten, die Panik und Angst von Faith spürbar zu machen. Wir erfahren mehr über ihre Vergangenheit und ihre Familiendynamik und die knallharte und temperamentvolle Faith zeigt ganz neue Seiten.
Schockierend ist in diesem Fall die skrupellose und grausame Brutalität, mit der die Täter vorgehen, um ihr Ziel zu erreichen. Aber auch die perfiden und langfristig geplanten Intrigen, die eigentlich hinter der ganzen Sache stecken.
In all dem ganzen Chaos entwickelt sich die Beziehung von Sara und Will endlich ein ganzes Stück weiter, was mir sehr gefallen hat. Will löst sich endlich zumindest zum Teil von seiner toxischen Ehefrau und Sara beginnt ihn und sein Verhalten besser zu verstehen.
Mich konnte dieser Teil definitiv packen, aber ich mag die Charaktere auch einfach unheimlich gern.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2024

Wespennest

Letzte Worte
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„Letzte Worte“ von Karin Slaughter ist der vierte Band ihrer Georgia Reihe um dem GBI-Ermittler Will Trent und die Ärztin Dr. Sara Linton.
Sara ist nach vier Jahren zum ersten Mal wieder in Grant County, ...

„Letzte Worte“ von Karin Slaughter ist der vierte Band ihrer Georgia Reihe um dem GBI-Ermittler Will Trent und die Ärztin Dr. Sara Linton.
Sara ist nach vier Jahren zum ersten Mal wieder in Grant County, um ihre Familie zu besuchen. Die Rückkehr fällt ihr überaus schwer und an jeder Ecke lauert eine Erinnerung an den Verlust ihres geliebten Ehemannes. Umso schlimmer ist es, dass sie auch noch vom Polizeichef wegen eines Gefangenen um Hilfe gebeten wird. Doch als Sara im Polizeirevier ankommt, hat sich der Gefangene bereits umgebracht und mit seinem Blut eine Unschuldsbeteuerung an die Wand geschrieben. Sein Geständnis wurde ausgerechnet von der Frau aufgenommen, die Sara für die Schuldige am Tod ihres Mannes hält. Also setzt sie nun alles daran, zu beweisen, dass Detective Lena Adams selbst ins Gefängnis gehört. Der mit den Ermittlungen betraute Special Agent Will Trent sieht sich jedoch einer Mauer aus Schweigen und Lügen gegenüber, welche seinen Auftrag äußerst schwierig machen.

Diesmal kehrt Sara in ihre Heimatstadt zurück, aber auch vier Jahre nach Jeffreys Tod kommt sie kaum damit zurecht. Überall lauern Erinnerungen und doch ist alles anders als früher. Die sonst so rationale Ärztin Sara wird von ihrem plötzlich möglichen Rachefeldzug gegen Lena Adams so geblendet, dass sie manch andere Dinge außer Acht lässt.
Karin Slaughter zieht einen mit ihrem fesselnden Schreibstil bereits im Prolog in ihren Bann und es wird schnell klar, dass in Grant County gefühlt jeder ein dunkles Geheimnis hat. Die Handlung ist komplex und packend aufgebaut, so dass man nie weiß, wem man überhaupt trauen kann.
Will ermittelt in seiner ruhigen und hartnäckigen Art, während sich die Polizei von Grant County in ihren Lügen und Intrigen verstrickt. Es gibt ein Wiedersehen mit Lena, die wohl zu den streitbarsten Charakteren dieser Reihe und der Vorgängerreihe gehört. Auf der einen Seite gebe ich zu, dass ich sie überhaupt nicht mag, aber anderseits ist ihr Charakter faszinierend und facettenreich.
Die wechselnden Perspektiven finde ich besonders gut, denn so ist man den Charakteren noch näher und baut sofort eine enge Verbindung auf. Der Sumpf, in den Will und Sara hier hineingeraten sind, zeigt erneut dunkelste Abgründe, aber er bietet definitiv eine spannende Lesezeit.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Tieftraurig und wunderschön

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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„Alles, was ich geben kann – The Last Letter“ von Rebecca Yarros erzählt eine herzzerreißende Lovestory, die wunderschön, aber todtraurig ist.
Aus einem spontanen Vorschlag ihres Bruders Ryan entwickelt ...

„Alles, was ich geben kann – The Last Letter“ von Rebecca Yarros erzählt eine herzzerreißende Lovestory, die wunderschön, aber todtraurig ist.
Aus einem spontanen Vorschlag ihres Bruders Ryan entwickelt sich zwischen Ella und dessen bestem Freund Chaos eine tiefe Brieffreundschaft. Beide verlieben sich in ihren gegenseitigen Briefen ineinander, obwohl zumindest Ella nicht weiß, wie Chaos aussieht. Doch kurz bevor ihr Bruder und Chaos alias Beckett auf Heimaturlaub gehen und Ella besuchen können, wird Ryan bei einer Mission getötet und Ellas Welt bricht zusammen. Denn sie hat nicht nur Ryan verloren, sondern auch ihren engsten Vertrauten Chaos, der ihr nicht mehr schreibt und den sie ebenfalls für tot hält. In seinem letzten Brief hat Ryan jedoch Beckett gebeten, sich um Ella zu kümmern. Und so beendet Beckett seinen Dienst und will sich um die Frau kümmern, die sein Herz schon ab dem ersten Brief erobert hat. Nur darf sie niemals erfahren, dass sie Beckett bereits kennt, denn dies könnte alles zerstören.

Nach dem Klappentext hätte ich zwar eine emotionale, aber niemals eine derart tragische Geschichte erwartet, wie man sie in diesem Buch findet. Von Rebecca Yarros kannte ich bisher nur ihre Fantasy Bücher und ich mochte ihren fesselnden Schreibstil. Ihr Schreibstil lässt mich auch diesmal fest an den Seiten kleben, aber ich gebe zu, dass ich beim Lesen immer mal eine Pause machen musste, um nicht völlig in Tränen zu zerfließen. Gerade als Mama sind einige Szenen nur sehr schwer zu ertragen und eine Triggerwarnung wäre angebracht.
Ella ist eine alleinerziehende Mutter und so viele schwere Schicksalsschläge, wie sie im Laufe der Handlung aushalten muss, kann ein einzelner Mensch eigentlich nicht ertragen. Ella begegnet allem mit einer verbissenen Stärke, die sie manchmal blind für das Gute direkt vor ihrer Nase macht.
Beckett, der wortkarge Elite-Soldat, hat sein Leben von heute auf morgen nur noch Ella und ihren Kindern gewidmet. Auch er kämpft verbissen und hartnäckig darum, Ella von seinen guten Absichten zu überzeugen. Der Grundkonflikt ist meiner Meinung nach eigentlich harmlos, wenn man die übrigen Geschehnisse betrachtet, aber irgendwann ist die Dynamik nicht mehr aufzuhalten.
Die Emotionen in diesem Buch sind ungefiltert und zerreißen einem das Herz. Ich weiß nicht, ob vor allem gegen Ende noch mehr Tragik notwendig gewesen wäre, denn das Fass war eigentlich schon übervoll. Auf jeden Fall braucht man jede Menge Taschentücher und wird diese tieftraurige, aber trotzdem immer hoffnungsvolle Geschichte nicht so schnell vergessen können.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Versehentlich ersteigert

The Millionaire Makeover
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„The Millionaire Makeover“ von Naima Simone ist der zweite Band ihrer knisternden Bachelor Auction Reihe.
Die 25-jährige Khloe Richardson ist ihrer eigenen Meinung nach eine graue Maus, die für Männer ...

„The Millionaire Makeover“ von Naima Simone ist der zweite Band ihrer knisternden Bachelor Auction Reihe.
Die 25-jährige Khloe Richardson ist ihrer eigenen Meinung nach eine graue Maus, die für Männer meist unsichtbar bleibt. Ihre Unsicherheiten und ihr angeschlagenes Selbstbewusstsein wurden durch ihre bisherigen Erfahrungen nur noch stärker, denn nicht nur einmal wurde sie nur ausgenutzt und weggeworfen. Den größten Anteil daran hat der beste Freund ihres verstorbenen Bruders, der Khloe vor drei Jahren die beste Nacht ihres Lebens schenkte und dann ihr Herz praktisch zertrampelte. Und nun soll ausgerechnet Niall ihr zu ihrem Traummann verhelfen. Damit ihr Chef, in den Khloe heimlich verliebt ist, endlich Notiz von ihr nimmt, muss Niall ihren heißen Freund spielen. Niall willigt widerwillig ein, denn er gab ihrem Bruder einst ein Versprechen. Dabei versucht er seine eigenen Gefühle für Khloe zu ignorieren, wie er es schon seit Jahren tut.

Man kann die Bücher dieser Reihe völlig unabhängig voneinander lesen, da die Geschichten nicht zusammenhängen. Mir hat schon der erste Teil richtig gut gefallen und auch mit dem zweiten Band konnte mich Naima Simone mitreißen. Ihr Schreibstil liest sich leicht und locker und beide Hauptfiguren erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven.
Khloe bleibt lieber unsichtbar, denn ihr Selbstbewusstsein ist auch zum großen Teil dank Niall völlig im Keller. Dabei will sie aber auch gern gesehen werden, vor allem von Bennett, der ihr perfekt erscheint. Das überraschende Wiedersehen mit Niall bringt jedoch alte Gefühle zum Vorschein, die Khloe eigentlich unter ihrem Hass und ihrer Enttäuschung begraben hatte.
Niall wollte ich anfangs und auch zwischendrin mal immer wieder auf den Mond schießen, denn sein fehlgeleiteter Beschützerinstinkt verletzt Khloe zutiefst, ohne dass er ihr erklären würde, warum er dies eigentlich tut. Niall strotz zwar äußerlich vor Selbstbewusstsein und Arroganz, aber innerlich kämpft er genauso mit seinen Dämonen, wie Khloe.
In einigen Situationen ist Khloe von beiden die Stärkere, obwohl man dies auf den ersten Blick nie vermuten würde. Gerade das gefällt mir so an dieser Lovestory und der Entwicklung der Charaktere, denn die Autorin arbeitet zwar ein wenig mit Klischees, aber sie lässt ihre Figuren nie blass und oberflächlich werden. Für welchen Prinzen sich Cinderella am Ende entscheidet, sollte man unbedingt selbst lesen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Sommeraffäre

Gin Fling
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„Gin Fling“ von Lucy Score und Claire Kingsley ist der fünfte Band der mitreißenden Small Town Romance Reihe Bootleg Springs.
Der Personal Trainer Jonah Bodine hat in Bootleg Springs zwar seine Familie ...

„Gin Fling“ von Lucy Score und Claire Kingsley ist der fünfte Band der mitreißenden Small Town Romance Reihe Bootleg Springs.
Der Personal Trainer Jonah Bodine hat in Bootleg Springs zwar seine Familie gefunden, aber irgendwie fühlt er sich immer noch nicht richtig zuhause und weiß nicht, ob er tatsächlich in der verrückten Kleinstadt im Süden bleiben soll. Als ihm seine Schwester Scarlett auch noch eine unerwünschte Mitbewohnerin aufzwingt, wird seine Geduld zusätzlich auf die Probe gestellt. Shelby ist Jonahs persönliche Erzfeindin, denn er ist immer noch der fälschlichen Meinung, dass sie eine Journalistin sei, die irgendwelchen Schmutz über seine Familie ausgraben will. In Wirklichkeit recherchiert Shelby lediglich für ihre Doktorarbeit über die Menschen in Kleinstädten, die in Bootleg Springs noch viel besonderer sind. Aber selbst als er die Wahrheit erfährt, weiß Jonah noch nicht, was das für seine Gefühle für Shelby bedeuten könnte.

Ich würde auf jeden Fall empfehlen, die Serie in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen. Erstens lohnt sich das und macht Spaß, und zweitens spannt sich die buchübergreifende Handlung um die verschwundene Callie über alle Teile der Reihe. Wenn sich zwei meiner Lieblingsautorinnen zusammentun kann das Ergebnis nur großartig werden und das gilt auch für den fünften Band. Der Schreibstil liest sich leicht und locker und die sympathischen Charaktere sorgen mit ihren witzigen Dialogen für beste Unterhaltung.
Jonah hat einen großen Beschützerinstinkt und ist wirklich einer von den Guten. Seine Unsicherheiten und seine Verletzlichkeit machen ihn noch liebenswerter und es ist kein Wunder, dass ihm Shelby verfällt.
Shelby hat mehrere Geheimnisse im Gepäck, die sie lieber mit sich ausmacht, da sie niemandem zur Last fallen will. Auch sie ist unsicher, aber auf der anderen Seite auch schonungslos direkt und einfach süß.
Es ist sehr witzig, wie sich die beiden Erzfeinde annähern, und gleichzeitig spannend, welche schockierenden Entwicklungen sich im Fall von Callie ergeben. In Bootleg Springs wird es wohl niemals langweilig und wir dürfen uns auf das kommende Finale freuen.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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