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Veröffentlicht am 25.02.2024

Zweite Chance

Stürmische Zeiten in Golden Creek
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„Stürmische Zeiten in Golden Creek“ von Birgit Loistl ist der dritte Band ihrer romantischen Reihe, die im wunderschönen Kanada spielt.
Vor fünfzehn Jahren beendete ein schwerer Unfall bei einem Wettkampf ...

„Stürmische Zeiten in Golden Creek“ von Birgit Loistl ist der dritte Band ihrer romantischen Reihe, die im wunderschönen Kanada spielt.
Vor fünfzehn Jahren beendete ein schwerer Unfall bei einem Wettkampf die aussichtsreiche Karriere des dreifachen Snowboarding-Olympiasiegers Cooper. Seinen Sport musste er komplett an den Nagel hängen und die Schmerzen aufgrund seiner Verletzung werden ihn lebenslang begleiten. Körperlich und emotional angeschlagen trennte sich Cooper damals von seiner großen Liebe Lou, was er mittlerweile stark bereut. Als Cooper mitbekommt, dass sich Lou, die in Calgary lebt, bei einer Dating-App angemeldet hat, schreibt er sie unter falschem Namen an. Beide entwickeln in kürzester Zeit eine enge Vertrautheit, aber als Lou überraschend nach Golden Creek zurückkehrt, hat Cooper Angst, dass seine Lüge eine erhoffte zweite Chance für immer zerstören könnte.

Von allen drei Teilen dieser Band mein Lieblingsteil, denn irgendwie springt der Funke zwischen Lou und Cooper am besten über. Auch Golden Creek und seine Einwohner wirken deutlich sympathischer als im Vorgängerband. Birgit Loistl hat einen leichten und flüssigen Schreibstil und so fliegt man schnell durch die Seiten und auf das dritte und letzte Happy End hin.
Lou ist Event- und Hochzeitsplanerin in Calgary und hat sich in der Großstadt ein neues Leben aufgebaut. In ihre alte Heimatstadt zieht sie eigentlich nichts, auch wenn ihre beiden Schwestern inzwischen wieder dort zuhause sind. Vor allem das Wiedersehen mit Cooper ist für Lou alles andere als leicht, da sie nie aufgehört hat, alle Männer mit ihm zu vergleichen.
Cooper ist der wortkarge und mürrische Barbesitzer von Golden Creek, der anderen Menschen am liebsten aus dem Weg geht. Seine Sehnsucht nach Lou hat ihn zu seltsamen Aktionen getrieben, die ihm nun zum Verhängnis werden könnten.
Die langsame Annäherung der beiden hat mir gut gefallen und irgendwie passte dies zu ihren beiden Charakteren. Einzig ein paar kleine Anschlussfehler haben meinen Lesefluss gestört, wenn die Protagonisten in der nächsten Szene zum Beispiel völlig andere Kleidung tragen als zuvor.

Mein Fazit:
Für diese warmherzige Second Chance gebe ich gern eine Leseempfehlung!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.02.2024

Gefährliche Prophezeiung

Ramsay (Eden-Reihe Teil 3)
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„Ramsay“ von Rhenna Morgan ist der dritte Band ihrer spannenden Fantasy Romance Reihe Eden.
Die Lage in Eden ist in letzter Zeit nicht einfacher geworden, auch wenn der Anführer der Rebellion tot ist. ...

„Ramsay“ von Rhenna Morgan ist der dritte Band ihrer spannenden Fantasy Romance Reihe Eden.
Die Lage in Eden ist in letzter Zeit nicht einfacher geworden, auch wenn der Anführer der Rebellion tot ist. Die uralte Prophezeiung und ihre Konsequenzen schweben über der Familie Shantos, die fieberhaft nach einer Auflösung sucht. Als dem Strategos Ramsay Shantos bei einem Ausflug in die Welt der Menschen die hübsche Trinity auffällt, ist er entsetzt, als er an ihrem Hals ein Medaillon mit dem exakten Abbild der Prophezeiung entdeckt. Ramsay sucht nicht ganz selbstlos Trinitys Nähe und muss erkennen, dass sie ein ganz besonderer Mensch ist. Trinity will ihr Geheimnis um ihre Abstammung lieber für sich behalten, aber gleichzeitig kann sie sich dem Charme von Ramsay nicht entziehen. Wird ihre Verbindung die Welt ins Chaos stürzen oder ist sie vielleicht sogar die erhoffte Rettung?

Ich würde unbedingt empfehlen, die Teile dieser Reihe in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen, denn die Handlung baut aufeinander auf. Die Lovestorys der einzelnen Paare sind zwar in sich abgeschlossen, aber die Geschichte um Eden und die Prophezeiung sind fast noch packender. Rhenna Morgan schafft es spielend, die Spannungskurve weiter in die Höhe zu schrauben, denn die Intrigen und Machtkämpfe haben noch lange kein Ende gefunden.
Trinity ist trotz ihrer besonderen Beeinträchtigung ein absoluter Sonnenschein. Sie ist selbstlos, fürsorglich und voller Unschuld und damit das passende Gegenstück zu Ramsay.
Der charmante Strategos hatte bisher keine Absicht, dem Vorbild seines Bruders zu folgen und seine Unabhängigkeit aufzugeben. Es ist fast schon witzig, wie schnell er seine Prinzipien in kürzester Zeit über den Haufen wirft und Trinity lieber heute als morgen zu der Seinen machen würde.
Die Chemie zwischen Trinity und Ramsay funktioniert hervorragend und der Funke springt klar über. Die fesselnden Twists geben der Handlung den richtigen Kick und so darf man bis zum Ende atemlos mitfiebern. Jetzt kann ich kaum erwarten, wie es weitergeht, und freue mich auf die Fortsetzung.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Der Tod ist nicht das Ende

Legends of Mictlan 1. Chosen by Death
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„Chosen by Death“ von Rebecca Humpert ist eine emotionale und spannende Fantasy über die aztekische Mythologie.
Die 24-jährige Elena trägt ein schweres Erbe, denn sie ist eine der Auserwählten, die die ...

„Chosen by Death“ von Rebecca Humpert ist eine emotionale und spannende Fantasy über die aztekische Mythologie.
Die 24-jährige Elena trägt ein schweres Erbe, denn sie ist eine der Auserwählten, die die Toten sehen kann. Ihr Job als Totengräberin macht sie bereits zu einer Außenseiterin, aber ihre eigentliche Bürde würde die anderen Dorfbewohner noch mehr entsetzen. Als sich in ihrem Dorf die unerklärlichen Todesfälle häufen und plötzlich die Geister der Toten verrücktspielen, sieht sich Elena gezwungen, doch noch dem Deal mit dem ihr verhassten aztekischen Sonnengott Nan zuzustimmen. An seiner Seite soll Elena ins Reich der Toten reisen und dort die Gleichgewichte wieder in Ordnung bringen. Doch kann Elena den Worten eines Gottes vertrauen?

Zuerst ist mir bei diesem Buch das wunderschöne Cover ins Auge gefallen und auch im Inneren finden sich großartige Illustrationen. Rebecca Humpert widmet sich in dieser sehr berührenden Romantasy den aztekischen Mythen und Legenden, die für die Handlung eine riesige Rolle spielen. Für viele Begriffe gibt es am Schluss eine Legende, aber ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich einige Wendungen dreimal oder silbenweise lesen musste, was aber letztendlich nicht schlimm ist.
Elena ist durch ihre Bürde noch einsamer als sowieso schon, denn seitdem auch noch ihr geliebter Bruder ertrunken ist, hat sie nur noch ihre Ziehmutter, die Dorfälteste Marisol. Trotzdem fühlt sie sich den Dorfbewohnern verpflichtet und agiert oft komplett selbstlos.
Nan ist ein Gott, der Elena zwingt, ihrem Deal zuzustimmen. Er scheint verbittert und gefühllos, aber im Laufe der Reise bemerkt man auch an ihm viele Veränderungen.
Meine klaren Lieblinge sind jedoch die vorlaute Marisol und der freundliche Li, die die Stimmung immer wieder auflockern, wenn die Düsternis zu groß wird.
Das Buch entwickelt schnell eine große Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Es gibt einige sehr überraschende Twists und generell ist die komplexe Handlung sehr gekonnt aufgebaut. Ich konnte mit den tiefgründigen Charakteren mitfühlen und die bittersüßen und berührenden Emotionen haben mich definitiv nicht kaltgelassen.

Mein Fazit:
Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.02.2024

Trauer und Hoffnung

Somebody to Love – Northern-Hearts-Reihe, Band 1 (Dein SPIEGEL-Bestseller)
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„Somebody to Love“ von Rebekka Weiler ist der erste Band ihrer berührenden Northern Hearts Dilogie, deren Schauplatz Norwegen ist.
Für Freya ist vor acht Monaten die Welt zusammengebrochen, denn mit dem ...

„Somebody to Love“ von Rebekka Weiler ist der erste Band ihrer berührenden Northern Hearts Dilogie, deren Schauplatz Norwegen ist.
Für Freya ist vor acht Monaten die Welt zusammengebrochen, denn mit dem plötzlichen Tod ihrer ersten großen Liebe Hendrik zerbrach ihr Herz in tausend Stücke. Noch immer kann sie die damaligen Geschehnisse nicht fassen und glaubt nicht an die offizielle Version, die Hendrik in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. Als Freya zufällig auf eine Möglichkeit stößt, die neue Erkenntnisse bringen könnte, ist es Emil, Hendriks Drillingsbruder, dem sie sich zuerst anvertraut. Nur er kann ihre Gefühle wirklich nachvollziehen und so suchen beide gemeinsam nach einer neuen Spur. Dabei wird immer deutlicher, dass Freya und Emil viel mehr als nur Trauer verbindet.

Wenn man den Klappentext liest, ist einem schon klar, dass die Geschichte mit einer äußerst tragischen Ausgangslage beginnt. Und zumindest am Anfang ist die Grundstimmung einfach nur absolut traurig und deprimierend. Freyas tiefe Trauer verschlägt einem stellenweise fast den Atem, aber trotzdem ist ihr seelisches Tief nachvollziehbar.
Emil geht es genauso, aber da er der Starke und Zuverlässige in seiner fast schon zerbrochenen Familie sein muss, reißt er sich zusammen und funktioniert einfach. Erst als er nach Monaten des Abstands wieder auf Freya trifft, für die er schon immer Gefühle hatte, lassen sich auch seine Emotionen nicht mehr in Schach halten.
Die beiden Hauptfiguren erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven, so dass man ihre Ängste, Unsicherheiten, aber auch Glücksmomente hautnah mitbekommt. Zwischendrin gibt es immer kleine Rückblicke in die Kindheit der Drillinge, wodurch man sie als einzelne Persönlichkeiten und ihre gemeinsame Dynamik besser kennenlernt.
Ich fand das Tempo und die langsame Herangehensweise genau richtig und glaubwürdig. Rebekka Weiler lässt den Charakteren ihren Raum und kreist um die Frage, ob eine solche Liebe überhaupt sein darf. Diese Frage ist nicht in ein paar Seiten zu beantworten und so muss man sich auf diese zarte und berührende Slow Burn Lovestory einlassen und wird es definitiv nicht bereuen.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.02.2024

Snow White gone wild

Ever & After, Band 1: Der schlafende Prinz (Knisternde Märchen-Fantasy der SPIEGEL-Bestsellerautorin Stella Tack)
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„Ever & After: Der schlafende Prinz“ von Stella Tack ist der packende und düstere Auftakt zu ihrer Märchen-Dilogie um ein etwas anderes Schneewittchen.
Rain White gehört zu den letzten Nachfahren der ...

„Ever & After: Der schlafende Prinz“ von Stella Tack ist der packende und düstere Auftakt zu ihrer Märchen-Dilogie um ein etwas anderes Schneewittchen.
Rain White gehört zu den letzten Nachfahren der historischen Märchenfiguren und stammt aus der Familie von Schneewittchen. Eine alte Prophezeiung zwingt jedes Mädchen aus einer Nachfahrenfamilie an ihrem 18. Geburtstag zu einem Kuss mit dem schlafenden Prinzen, in der Hoffnung, dass dieser erwacht und den Märchenfamilien wieder zu alter Magie und Macht verhilft. Rain hat überhaupt keine Lust auf diese Tradition und verkündet dies auch lautstark. Leider provoziert sie damit nur den Rat der alten Familien und wird letztendlich zu dem Kuss gezwungen. Und obwohl niemand damit gerechnet hätte, scheint der Prinz tatsächlich erwacht zu sein und mit ihm sein dunkler Fluch, der die Welt in den Abgrund stürzen könnte.

Ich liebe Märchenadaptionen und Stella Tack hat mit ihrem toughen Schneewittchen genau meinen Geschmack getroffen. Ihre Interpretation der modernen Märchenwelt ist originell und gekonnt auf die heutige Zeit angepasst. Gleichzeitig muss man sich darüber klar sein, dass hier eher die dunkle und brutale Seite der Grimmschen Märchen gezeigt wird, die sich definitiv nicht als Gute-Nacht-Geschichte eignet.
Rain ist eine großartige Heldin und ich konnte von Anfang an mit ihr mitfühlen. Der Druck, der seit ihrer Kindheit auf ihr lastet und ihre Rebellion dagegen, sind sehr berührend und mitreißend dargestellt. Nach ihrem unfreiwilligen Kuss des Schreckens läuft Rain zur Hochform auf und zeigt allen, was wirklich in ihr steckt.
Dabei ist die Handlung hochspannend und blutig, aber auch humorvoll und romantisch. Stella Tack schafft für mich persönlich den perfekten Mix, der aber natürlich in einem ganz üblen Cliffhanger endet. Daher fiebere ich dem zweiten Band atemlos entgegen.
Alle Charaktere sind mit vielen Facetten und teils undurchschaubar angelegt. Das macht aber den unheimlichen Sog aus, den dieses fantastische Buch hat.

Mein Fazit:
Ein echter Pageturner, für den ich nur eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen kann!

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