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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2020

Ein Buch für Leser mit einem langen Atem

Die Frauen von Richmond Castle
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Tracy Rees neuer historischer Roman konnte mich nicht vollkommen begeistern. Es gab Höhen und Tiefen, die ich im Folgenden näher ausführen werde.

Zuerst finde ich die Thematik des Buches super. Trotz ...

Tracy Rees neuer historischer Roman konnte mich nicht vollkommen begeistern. Es gab Höhen und Tiefen, die ich im Folgenden näher ausführen werde.

Zuerst finde ich die Thematik des Buches super. Trotz des anderen Zeitalters, in dem die Geschichte spielt, stehen die Frauen im Mittelpunkt der Geschehnisse und die Veränderung des Frauenbildes wird indirekt thematisiert. Die Frauen sind selbstständig, verfolgen ihre Träume und halten zusammen.

Auch das Darbieten der verschieden Perspektiven in den Kapiteln hat mir gut gefallen. So konnte man mehrere Figuren näher kennenlernen und Einblicke in andere Sichtweisen und Gedanken erhalten.

Ein negativer Aspekt ist, dass das Buch an vielen Stellen sehr langatmig ist. Als Leser oder Leserin muss man es aushalten können, dass über mehrere Seiten hinweg "nichts" passiert. Das hat mich teilweise etwas demotiviert und ich habe deshalb relativ lange zum Lesen gebraucht.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir ein anderes Buch von Tracy Rees besser gefallen hat und man das Buch eher lesen sollte, wenn man viel Zeit hat.

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Veröffentlicht am 15.02.2020

Total authentisch und super witzig

Helsin Apelsin und der Spinner
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Jeder, der mit Kindern arbeitet kennt die in dem Buch beschriebenen Situationen nur zu Genüge. Seien es ein Kind, dass seine Emotionen nur schlecht kontrollieren kann und zu extremen Verhaltensweisen neigt ...

Jeder, der mit Kindern arbeitet kennt die in dem Buch beschriebenen Situationen nur zu Genüge. Seien es ein Kind, dass seine Emotionen nur schlecht kontrollieren kann und zu extremen Verhaltensweisen neigt oder ein Kind, das auf anderen herumhackt.

Die Bezeichnungen der einzelnen Kapitel geben einen guten Überblick, um was es in dem Kapitel geht. Zusätzlich gibt es am Anfang jedes Kapitels ein Bild, das dies unterstützt. Die Kapitel sind eher kurz und erstrecken sich nur über einige Seiten.

Der Schreibstil von Stefanie Höfler ist sehr kindlich sowie kindgerecht und wirkt dadurch authentisch. Erwachsene schmunzeln über die Ausdrucksweise der Kinder und junge Leserinnen und Leser können sich höchstwahrscheinlich mit ihr identifizieren.

Achtung, der nächste Absatz könnte Spoiler enthalten:
Mir gefällt besonders, dass sich aus den anfänglichen Schwierigkeiten zwischen Helsin und Louis eine Freundschaft entwickelt. Zusätzlich spricht das Buch noch weitere wichtige Aspekte an, die gerade für Kinder einen engen Lebensweltbezug haben, wie z.B. Familie, Selbstreflexion, soziales Miteinander, usw.

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Veröffentlicht am 07.02.2020

Abenteuerliche Entdeckungsreise

Das Wolkenschiff – Aufbruch nach Südpolaris (Das Wolkenschiff 1)
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Das Cover dieses Buches ist ein richtiger Hingucker. Es sehr eindrucksvoll und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, sodass es darauf viel zu entdecken gib.
Für ein Kinder- bzw. Jugendbuch ist das Buch ...

Das Cover dieses Buches ist ein richtiger Hingucker. Es sehr eindrucksvoll und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, sodass es darauf viel zu entdecken gib.
Für ein Kinder- bzw. Jugendbuch ist das Buch ungewöhnlich lang, jedoch ist es in viele kurze Kapitel eingeteilt, die den langen Text herunterbrechen und somit einen motivierenden Effekt auf junge Leserinnen und Leser haben.

"Das Wolkenschiff" ist eine Abenteuergeschichte, in der die Wörter Familie und Zusammenhalt groß geschrieben werden. Die Figuren Marie und Arthur haben ihre Eigenarten, Stärken und Schwächen und wirken sehr sympathisch. Ihr Handeln ist meiner Meinung nach auch für junge Leserinnen und Leser nachvollziehbar.

Die Entdeckungsreise, das Erkunden und Rätseln usw. sind nur einige Elemente von Vielen, die das Buch spannend und auch geheimnisvoll gestalten.

Eine klare Leseempfehlung für alle Abenteurer!

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Veröffentlicht am 07.02.2020

Nervenaufreibend

Das Gerücht
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Obwohl Zweidrittel des Buches relativ ruhig verlaufen und aktiv nicht wirklich was passiert, ist das Buch trotzdem total spannend, weil Verbreiten von Gerüchten sowie das Spinnen wilder Theorien machen ...

Obwohl Zweidrittel des Buches relativ ruhig verlaufen und aktiv nicht wirklich was passiert, ist das Buch trotzdem total spannend, weil Verbreiten von Gerüchten sowie das Spinnen wilder Theorien machen das Buch zu etwas Besonderem und halten die Spannung konstant aufrecht. Im letzten Drittel des Buches gibt es einen Spannungsanstieg und es werden nun nicht mehr nur Theorien aufgestellt, ob Sally McGowan nun in Flintstead lebt und wer sie sein könnte, sondern die Figuren werden "aktiv" und es kommt zu einem nervenaufreibenden Zusammentreffen.

Der Schreibstil der Autorin ist klasse und auch die Wahl des personalen Erzählers ist sehr passend, da man hautnah die Gedanken Joanna miterlebt und ihre Wünsche und Ängste gut nachvollziehen kann.

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Veröffentlicht am 06.02.2020

Gesellschaftskritisch

Im Netz des Lemming
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Probiert man "Im Netz des Lemming" einem Buchgenre zuzuordnen, fällt auf, dass dies gar nicht so einfach ist. Auch die Genrebezeichnung "Krimi" hier auf Vorablesen ist etwas verwirrend, denn das Buch entspricht ...

Probiert man "Im Netz des Lemming" einem Buchgenre zuzuordnen, fällt auf, dass dies gar nicht so einfach ist. Auch die Genrebezeichnung "Krimi" hier auf Vorablesen ist etwas verwirrend, denn das Buch entspricht auf keinen Fall einem typischen Krimi, so wie man ihn kennt. Das ist auch einer der Hauptaspekte, die mir am Buch gefallen haben. Es bewegt sich fernab aller notwendigen Kriterien, die ein Krimi erfüllen muss.

Obwohl ein Unglück geschieht und zwei Personen demhingehend ermitteln, ist das Buch viel mehr als "nur ein Krimi". Einerseits bringt der Humor der Figuren einen immer wieder zum Schmunzeln und andererseits ist das Buch so gesellschaftskritisch, dass man sich immer wieder fragt: "In was für einer Welt Leben wir eigentlich?" Denn es werden so viele wichtige, aktuelle aber auch polarisierende Themen angesprochen, die schon lange nicht mehr nur Fiktion sind, dass man ständig zum Nachdenken angeregt wird.

Da Stefan Slupetzky Österreicher ist, pflegen die Figuren eine etwas andere Art und Weise zu reden, die für deutsche Leser ungewöhnlich ist. Aber man gewöhnt sich schnell an die Art des Sprechens und erfährt zugleich ein Stück österreichischer Kultur.

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