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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Dieses Buch hat mich auf die beste Art und Weise fertig gemacht

Missing Page - Tödliche Worte
9

Ein Schreibkurs bei einem renommierten Schriftsteller in einem düsteren Herrenhaus fernab der Zivilisation. Toni verfolgt ihre eigenen Pläne, als sie nach Schottland reist, doch als ein Sturm aufzieht, ...

Ein Schreibkurs bei einem renommierten Schriftsteller in einem düsteren Herrenhaus fernab der Zivilisation. Toni verfolgt ihre eigenen Pläne, als sie nach Schottland reist, doch als ein Sturm aufzieht, geschehen in dem Herrenhaus mysteriöse Dinge und Toni muss zusammen mit den anderen Teilnehmern den Ursachen auf den Grund gehen. Dabei gerät sie schnell selbst in den Fokus der Ermittlungen.

Meine Gedanken:

Einmal angefangen, konnte ich das Buch wirklich nur schwer beiseite legen. Ein Plottwist jagt den nächsten und gerade, wenn man denkt, man hat das Spiel durchschaut, kommt es doch ganz anders. Besonders die letzten 150 Seiten habe ich weg inhaliert, so spannend und unvorhersehbar war es. Der Schreibstil von Katie Kento, bildhaft, lebendig und mitreißend, hat mir sehr gefallen. Das Miträtseln hat mir am meisten Spaß gemacht, denn obwohl man hinter die ein oder andere Sache gekommen ist, blieben doch bis zur finalen Auflösung einige Fragen zurück.

Die Charaktere waren mir größtenteils sympathisch, wobei ich alle zunächst unter Verdacht hatte. Umso nervenaufreibender war die Entwicklung, der Höhepunkt und die Auflösung. Nichts war so wirklich vorhersehbar und doch ist alles schlüssig und ergibt rückblickend so viel Sinn. Die Lösung hat nochmal alles auf den Kopf gestellt, was ich bis dahin für wahr hielt, mit Aha-Momenten, Augenblicken, wo ich das Buch anschreien wollte oder wo ich einfach mit offenem Mund dasaß. Irgendwann wusste man selbst nicht mehr was Realität und Fiktion war, perfekt konstruiert und dabei glaubhaft.

Die Atmosphäre war passend zum schottischen Herrenhaus düster, mysteriös und das mulmige Gefühl steigerte sich stetig. Wer auf der Suche nach einem guten Rätsel mit vielem "Zwischen-den-Zeilen-lesen" ist, ist bei Missing Page goldrichtig. Ich. Konnte. Einfach. Nicht. Aufhören! Nicht Aufhören zu lesen, mitzurätseln, mitzufiebern. Jede neue Seite hat den Puls weiter steigen lassen und am Ende war er quasi durchgehend bei 180.

Das war mein erstes Buch von Katie Kento, aber garantiert nicht mein letztes. Außerdem ist die Aufmachung des Romans von innen und außen einfach wunderschön und lädt dabei oft zum Miträtseln auf. Ein wahres Highlight!

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.03.2026

Na ja ... ich hatte mehr erwartet

Obsidian 5: Opposition. Schattenblitz
0

Das große Finale der Alieninvasion ist da und Katy und Daemon stehen erneut vor Entscheidungen, die alles verändern können. Können sie trotz aller Widrigkeiten wieder zueinander finden oder verlieren sie ...

Das große Finale der Alieninvasion ist da und Katy und Daemon stehen erneut vor Entscheidungen, die alles verändern können. Können sie trotz aller Widrigkeiten wieder zueinander finden oder verlieren sie alles?

Meine Gedanken:

Nach dem Cliffhanger von Band 4 stand es außer Frage, dass ich auch Band 5, das große Finale, hören muss. Leider hatte ich so meine Probleme mit dem Roman.

Die Spannung habe ich am Anfang vergeblich gesucht und auch im Verlauf konnte mich Opposition nicht ganz packen, dabei gab es durchaus spannende Elemente. Der Funke wollte einfach nicht überspringen.

Der Schreibstil hat mir dabei wieder sehr gut gefallen, auch die Sprecher haben die Emotionen fantastisch rübergebracht, sodass ich gut mitfühlen konnte, nur mit der Handlung bin ich nicht warm geworden, was das Hören manchmal sehr frustrierend gemacht hat. Abbrechen wollte ich die Geschichte aber nicht.

Ich hatte mir von allem allgemein mehr gewünscht: mehr Spannung, mehr Action, mehr Herzklopfen, doch am Ende waren alle Konflikte ziemlich schnell und vergleichsweise einfach gelöst. Viele Elemente aus vorherigen Teilen wiederholen sich und irgendwann wurde es schwer die Konzentration, aber auch die Motivation zum Weiterhören aufzubringen.

Sehr schade, denn die ersten Bände mochte ich sehr und habe sie gerne gehört. Für das große Finale hatte ich mir etwas anderes erhofft und die Reihe hat mit jedem Band ein wenig mehr abgenommen, jedenfalls für mich.

Das Ende war für die Zielgruppe passend, wenn es auch sehr rosig aussah. Die Charaktere sind mir teilweise etwas auf die Nerven gegangen, das kann aber auch einfach an ihrem Alter liegen.

Spannende Ideen, die Umsetzung hier leider eher Mittelmaß. Ich hätte es so gerne mehr gemocht. Überrascht hat mich außerdem, dass zu großen Teilen des Buchs nichts wirklich Spannendes passiert ist. Nach den rasanten Vorgängern war hier irgendwie die Luft raus. Ein ruhiges Ende ohne viel Action und überraschende Wendungen. Lässt mich leider etwas enttäuscht zurück.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Solide Jugend-Dystopie, die neugierig macht

Gameshow – Der Preis der Gier
0

Cass lebt in einer Welt, in der man durch die Gameshow alles gewinnen kann oder mit seinem Leben bezahlt. Als Cass plötzlich ganz unten in der Gesellschaft angekommen ist und dazu gezwungen ist, an den ...

Cass lebt in einer Welt, in der man durch die Gameshow alles gewinnen kann oder mit seinem Leben bezahlt. Als Cass plötzlich ganz unten in der Gesellschaft angekommen ist und dazu gezwungen ist, an den Spielen teilzunehmen, bekommt sie unerwartet Hilfe von dem mysteriösen Jax, dem besten Spieler bei den Games. Aber was steckt wirklich hinter der Gameshow?

Meine Gedanken:

Gameshow hat sich von Anfang an durch einen schnellen und flüssigen Schreibstil sehr gut lesen lassen. Die Welt rund um New London, Cass, ihre Familie und Freunde ist spannend aufgebaut und dennoch hätte ich mir an einigen Stellen vor allem in Bezug auf diese neue Weltordnung mehr Tiefe und Informationen gewünscht.

Die Gameshow ist dadurch für mich etwas schwammig geblieben und das Potential hätte mehr ausgeschöpft werden können. Für ein Jugendbuch war das Ausmaß und die Tiefe jedoch vollkommen in Ordnung und nachvollziehbar. Einige Szenen und die Atmosphäre haben mich dabei an Dystopie-Klassiker wie "Tribute von Panem", "Die Bestimmung" oder auch an den Sci-Fi-Film "In Time" erinnert, was ich sowohl cool als auch schade fand, weil dadurch eben nichts Neues und Einzigartiges geschehen ist.

Das Lesen hat mir trotzdem wahnsinnig viel Spaß gemacht und die Charaktere - Cass und Jax vor allem - und ihre Diskussionen und kleinen Streitereien waren lebendig und einfach toll zu lesen. Einige Nebenfiguren konnte man recht schnell ins Herz schließen. Andere wiederum haben misstrauisch gemacht und die Spannung hoch gehalten.

Die Spannung hat sich gut aufgebaut, zu den Spielen hätte ich gerne mehr gelesen. Der Fokus lag dann doch sehr auf der Beziehung der Protagonisten. Diese kam recht schnell, war aber auch okay, nur an Tiefe hat es auch hier ein wenig gemangelt.

Am größten war die Spannung durch die Erinnerungen von Cass und am Ende. Fieser Cliffhanger und einige offene Fragen sind geblieben, das macht nur noch mehr Lust auf die Fortsetzung. Gameshow ist eine spannende Dystopie über ein grausames Spiel, menschliche Abgründe und die Rebellion für eine bessere Welt.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Absolutes Wohlfühlbuch und schönes Highlight

Novel Haven - Levels of Love
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Als Lara und Luca aufeinandertreffen, wissen sie noch nicht, dass sie eigentlich Konkurrenten sind. Im Kampf um das Preisgeld, das ihre Games ganz groß machen soll, steht schon bald eine Wahrheit zwischen ...

Als Lara und Luca aufeinandertreffen, wissen sie noch nicht, dass sie eigentlich Konkurrenten sind. Im Kampf um das Preisgeld, das ihre Games ganz groß machen soll, steht schon bald eine Wahrheit zwischen ihnen, die alles verändern könnte.

Meine Gedanken:

Dieses Buch ist nicht nur von außen wunderschön, sondern hat auch im Inneren ganz schön was zu bieten. Ich habe es geliebt in der Gaming-Welt abzutauchen und die Atmosphäre war von Anfang an sehr spannend und zum Wohlfühlen gemacht.

Die Protagonisten sind mir schnell ans Herz gewachsen und auch die Nebencharaktere (leider nicht alle) sind so sympathisch und zum Knuddeln. Viel zu schnell war der Roman zu Ende, ich hätte noch ein paar Tage mehr auf der GameChanger verbringen können, so toll war alles beschrieben.

Gut fand ich, dass die Spannung ganz natürlich aufkommt und nicht künstliches Drama konstruiert wurde. Reaktionen und Gefühle waren nachvollziehbar und haben die Charaktere echt wirken lassen. Einen großen Pluspunkt gibt es für die Entwicklung der beiden Hauptcharaktere, denn beide haben am Ende eine Reise hinter sich, sind über sich hinausgewachsen und stärker geworden, trotz Rückschlägen in der Vergangenheit.

Am Anfang kam die Annäherung für mich etwas plötzlich, doch dann wurde das Tempo ein wenig heruntergeschraubt und es entwickelte sich fast zum Slow Burn. Ich habe gequietscht vor Freude bei jeder Begegnung und habe jede Sekunde mitgefiebert. Auch ernste Momente hat die Autorin gekonnt untergebracht und es gab eine Stelle, an der ich besonders mit den Tränen kämpfen musste.

Anabelle Stehl schafft es ganz viele, große Emotionen in einen Roman zu packen, voller Liebe, Herzklopfmomenten und Wohlfühlaugenblicken. Dazu kam ein wundervoll leichter Schreibstil, der mich gepackt hat und durch die Seiten hat fliegen lassen.

Fans von gemütlichen New Adult Büchern auf der Suche nach einem neuen Lieblingsroman kann ich Novel Haven sehr empfehlen. Ich bin gespannt auf die Fortsetzungen.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ich habe mich selten so verstanden gefühlt

All the things (s)he said
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Als Skye ihre langjährige Beziehung beendet, weiß sie nicht mehr, wer sie eigentlich ist und steht plötzlich wieder bei Null. Neue Wohnung, neue Umgebung, neue Freunde. Das alles unter einen Hut zu bekommen, ...

Als Skye ihre langjährige Beziehung beendet, weiß sie nicht mehr, wer sie eigentlich ist und steht plötzlich wieder bei Null. Neue Wohnung, neue Umgebung, neue Freunde. Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie nun die Chance herauszufinden, was sie will.

Meine Gedanken:

Es hat nicht lange gedauert, da habe ich mich in Skyes Gedanken, Gefühlen und ihrer Art wiedergefunden. So vieles konnte ich zu 100% nachvollziehen, ihre Art alles zu zergrübeln und sich viel zu viele Sorgen zu machen, es allen recht machen zu wollen zum Beispiel. Es war nahezu heilsam zu lesen, dass solche Gedanken nicht nur mich beschäftigen. Die Hauptcharaktere sind alle auf ihre Weise noch nicht im Reinen mit sich selbst, wobei sie das am Anfang noch nicht sehen. Umso schöner war es dann mitzuerleben, wie sie über sich hinaus gewachsen sind und sich selbst gefunden haben, die einen laut, die anderen leise, aber alle so echt und nahbar, dass man nur mitfühlen kann.

Der Schreibstil und die kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen und der Lesefluss war garantiert. Spannung hielt der Roman vor allem in den ruhigen und gefühlvollen Momenten bereit, wenn die Charaktere tiefgründige Gespräche führten und emotionale Bindungen zuließen (endlich!). Einige von diesen Stellen haben mich tief berührt.

Selbstfindung, Akzeptanz, Heilung: All the things (s)he said ist so viel mehr als die süße Liebesgeschichte, die man im Grunde schon 100 Mal genau so gelesen hat. Der Roman macht Mut, man selbst zu sein, darauf zu vertrauen, dass die richtigen Menschen einen so akzeptieren, wie man ist, und dass es nicht falsch ist, sich selbst an erste Stelle zu setzen.

Das Setting in Köln hat mich noch mehr mit der Geschichte verbunden und miterleben lassen, weil ich viele Orte selbst kenne.

Das Ende war passend, für mich hätte die Übergangsphase nur etwas länger sein können. Eine große Empfehlung!

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