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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

Verschenktes Potenzial

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Nach dem Tod gelangen die Menschen in den Äther, einem Durchgang, wo ihre Seelen geerntet werden müssen. Tag für Tag verrichten Wren, August und zahlreiche weitere Gestorbene diese Arbeit. Doch Trials ...

Nach dem Tod gelangen die Menschen in den Äther, einem Durchgang, wo ihre Seelen geerntet werden müssen. Tag für Tag verrichten Wren, August und zahlreiche weitere Gestorbene diese Arbeit. Doch Trials bieten einen Aufstieg, den jeder zu gerne erreichen würde…
Dieser Auftakt einer Reihe wird aus mehreren Sichten erzählt, wobei jedoch lediglich die Perspektive jener gezeigt wird, die an den Trials teilnehmen möchten. Hier hätte ich mir gewünscht, noch tiefer in das Leben an der Blackwood Academy durch verschiedene Sichten beispielsweise schon Aufgestiegener abtauchen zu können. Dennoch muss die Vielseitigkeit der Figuren gelobt werden, wodurch ich sie auch strikt auseinanderhalten konnte.
Während das Buch mit dem Enemies-To-Lovers Trope beworben wird, lies sich die Anziehung verschiedener Figuren für mich nicht nachvollziehen. Eher wirkte es so, als müsste dort noch eine Liebesgeschichte hineingepresst werden, damit sich das Buch besser verkaufen lässt.
Während die erste Prüfung kurzweilig war, zogen sich die weiteren Prüfungen in die Länge und es erweckte den Eindruck, als würde es gar kein Ende mehr nehmen. Schade um die verlorene Dynamik, denn durch den Plottwist relativ am Ende dieses Buches stellt die Autorin unter Beweis, dass es nicht so hätte sein müssen. Der letzte Teil hat viele Fragen zu den Figuren und zur Blackwood Academy an sich aufkommen lassen.
Wenn also der Mittelteil deutlich kürzer gehalten wäre, hätte die Spannung permanent beibehalten werden können. Wirklich schade, allerdings kann ich mir aufgrund des offenen und rasanten Endes vorstellen, dem zweiten Teil noch eine Chance zu geben.

Veröffentlicht am 08.09.2025

Organtastisch

Organisch
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Nach dem Bestseller „Darm mit Charme“ bringt die Autorin mit „Organisch“ den nächsten Banger heraus. Giulia Enders leistet hervorragende Aufklärung über den eigenen Körper. Basierend auf fundiertem Fachwissen ...

Nach dem Bestseller „Darm mit Charme“ bringt die Autorin mit „Organisch“ den nächsten Banger heraus. Giulia Enders leistet hervorragende Aufklärung über den eigenen Körper. Basierend auf fundiertem Fachwissen und wissenschaftlichen Belegen schafft sie es, der Leserschaft komplexe Vorgänge zu erklären. Dies gelingt ihr durch den Mix aus Fachbegriffen und banalen Aspekten der Wahrnehmung. So scheut sie sich keineswegs, beispielsweise Geräusche wie „ditt“ zu verwenden. Zur Veranschaulichung tragen außerdem wohl dosierte Schaubilder bei.
Nicht nur Organe oder das Gehirn werden untersucht, sondern das Zusammenspiel von aller, beispielsweise unter starkem Stress. Hierüber leistet Enders nicht nur Aufklärung, sondern leitet zu einer bewussten Lebensweise an und rät, auf bestimmte Signale des Körpers zu hören. Auch die Anleitung zum selber aktiv werden beispielsweise durch Atemübungen hat mir sehr gefallen.
Auch wenn man meint, seinen Körper gut zu kennen, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Da gibt es noch einiges Neues und Wissenswertes zu entdecken! Die Mischung aus Vermittlung von Fachwissen, Ratgeber und konkreten Umsetzungsvorschlägen schafft Lesespaß und vermittelt etwas fürs Leben.

Veröffentlicht am 08.09.2025

Oberflächlich

The One I Stood Beside
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Sadie und Jude, die bereits aus dem ersten Teil bekannt sind, bekommen hier ihre eigene Bühne. Piper Rayne lässt zwischen den Seiten eine Friends-to-Lovers-Romance zum Wohlfühlen entstehen. In der Kleinstadt ...

Sadie und Jude, die bereits aus dem ersten Teil bekannt sind, bekommen hier ihre eigene Bühne. Piper Rayne lässt zwischen den Seiten eine Friends-to-Lovers-Romance zum Wohlfühlen entstehen. In der Kleinstadt auf der Plain Daisy Ranch habe ich mich direkt willkommen gefühlt.
Ich mag gut geschriebene Fake-Marriage-Tropes, wobei diese hier sehr kurzweilig ist. Es ist nachvollziehbar, aus welchem Grund es zu der Hochzeit kommen soll und authentisch, wie insbesondere Sadie mit ihren Problemen zu kämpfen hat. Sie hat mich mit ihrer Willensstärke und dem Drang, nicht aufzugeben, überzeugt. Jude dagegen blieb für mich blass und undurchdringlich. Dem Charakter hätte mehr Tiefe verliehen werden dürfen, zumal die Chance, mehr über sein Innenleben zu erfahren, durch die wechselnden Sichten in den Kapiteln gegeben war.
Für eine Wohlfühlromance habe ich mich letztlich von den häufigen intimen Szenen erschlagen gefühlt. Die hätte diese Geschichte gar nicht gebraucht!
Alles in allem war es ganz nett, aber die Geschichte hätte mehr Tiefe vertragen können.

Veröffentlicht am 30.05.2025

Poesie trifft auf Magie

Play of Hearts
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Evie wünscht sich sehnlichst einen wahren Freund an ihrer Seite, doch der Preis, den sie an den Jungen im Spiegel zahlen muss, ist hoch. Ihre Hände bringen den Tod, weshalb sie von allen gemieden wird ...

Evie wünscht sich sehnlichst einen wahren Freund an ihrer Seite, doch der Preis, den sie an den Jungen im Spiegel zahlen muss, ist hoch. Ihre Hände bringen den Tod, weshalb sie von allen gemieden wird bis auf Arthur, dem unbekannten Jungen auf der anderen Seite des Flusses.
Was das Buch für mich magisch gemacht hat, war definitiv der poetische Schreibstil, bei dem jedes Wort wohlbedacht erschien. Auch die Orte konnte man sich bildhaft vorstellen und die Atmosphäre fuhr mir in meine Glieder. Leider half er nicht darüber hinweg, dass die Handlung insbesondere im Mittelteil einen Hänger hatte und sich in die Länge gezogen hat. So geriet der Leseflow ins Stocken.
Anfangs mochte ich die Hauptfigur Evie sehr, doch dann hat sie Handlungen vollbracht, die mich an ihrem Wesen und ihrer Standhaftigkeit haben zweifeln lassen. So fiel es mir schwer, wirklich mit ihr mitzufiebern. Arthur habe ich dagegen direkt in mein Herz geschlossen, obwohl auch er weitestgehend ein Mysterium bleibt, so wie sein Bruder Remi. Remi ist undurchschaubar, seine Handlungen offenbaren noch nicht sein wahres Ich. Die verschiedenen Magieformen, die in den Figuren als auch in dieser Welt präsent sind, haben es mir angetan.
Das Ende dieses ersten Teils lässt einige Fragen unbeantwortet, sodass ich mich nach der Fortsetzung sehne. Insgesamt ein unterhaltsames Buch mit wenigen Schwächen.

Veröffentlicht am 06.04.2025

Kindgerecht

Was ist arm und was ist reich?
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Das Buch nimmt Armut und Reichtum in den Blick, ein wichtiges Thema in der Gesellschaft. Dabei finde ich es sehr gelungen, dass verschiedene Begriffe der Armut in kurzen Texten erklärt und durch den Comicstil ...

Das Buch nimmt Armut und Reichtum in den Blick, ein wichtiges Thema in der Gesellschaft. Dabei finde ich es sehr gelungen, dass verschiedene Begriffe der Armut in kurzen Texten erklärt und durch den Comicstil an lebensweltlichen Beispielen veranschaulicht werden, sodass die Inhalte humorvoll aufgelockert werden, aber keineswegs ins Lächerliche gezogen werden. Man wird hier sensibilisiert, sich über elementare Dinge wie Nahrung und Trinkwasser Gedanken zu machen, aber auch dafür, welchen Wert es hat, seine Freizeit gestalten zu können. Die Bezugsgröße ist vielfach der deutschsprachige Raum, wobei im Anschluss aus internationale Vergleiche erfolgen. Dazu dienen kindgerechte Grafiken, die auf das Wesentliche reduziert sind.
Ich empfehle dennoch, dass das Buch gemeinsam mit einem Erwachsenen gelesen wird. Zudem kann ich mir den Einsatz auch gut im Ethik- oder Praktischen Philosophieunterricht vorstellen.