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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2022

Beeindruckendes Schreibtalent

The Lost Crown, Band 1 - Wer die Nacht malt
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Jennifer Benkau hat sich mit ihrer neuen Dilogie rund um die aus ‘One true Queen’ bekannte Welt Lyaskye erneut in mein Herz geschrieben. Kaya hat mich mit ihrem unverwechselbaren Charakter von der ersten ...

Jennifer Benkau hat sich mit ihrer neuen Dilogie rund um die aus ‘One true Queen’ bekannte Welt Lyaskye erneut in mein Herz geschrieben. Kaya hat mich mit ihrem unverwechselbaren Charakter von der ersten Seite an abgeholt und mir gezeigt, welches Abenteuer ihr bevorsteht. Kaya zeigte sich taff, zielgerichtet und kann auch unter Druck einen kühlen Kopf bewahren. Zwischen ihre Abschnitte werden Vergangenheitsfetzen von Mirulai, der männlichen Hauptfigur eingeworfen. Diese sind wichtig, um zu verstehen, warum das Land und dessen Struktur heute so ist, wie es ist. Der Autorin gelingt es, die verschiedenen Parts geschickt miteinander zu verweben.
Es ist nahezu magisch, wie Jennifer Benkau die Welt erschaffen hat. Kayas Gabe wird mit viel Hingebung geschildert und auch die Dörfer, die Wälder und die lauernden Gefahren wecken Bilder vor die Augen des Lesers. Die Situation spitzt sich zum Ende hin zu, sodass es kaum auszuhalten ist, Teil zwei noch nicht in den Händen zu halten.

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Veröffentlicht am 23.10.2022

Wenig überzeugend

Disney Cruella: Hello, wildes Herz!
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Dieses Buch erzählt die Hintergrundgeschichte zu Estella und wie sie zu Cruella wurde. Cruella ist charakterlich eine interessante Persönlichkeit und, obwohl sie regelmäßig stiehlt, kein schlechter Mensch. ...

Dieses Buch erzählt die Hintergrundgeschichte zu Estella und wie sie zu Cruella wurde. Cruella ist charakterlich eine interessante Persönlichkeit und, obwohl sie regelmäßig stiehlt, kein schlechter Mensch. Sie hält sich mit den Diebstählen über Wasser und sieht einen Ausweg darin, ihren Traum als Modedesignerin zu verwirklichen. Dadurch entstehen auch einige komische Szenen für den Leser, die bloß über die unüblichen Anziehsachen schmunzeln lassen. Während Cruella herausstach und mit beiden Persönlichkeiten vertraut gemacht wurde, blieben die anderen Figuren leider sehr blass. Sie blieben oberflächlich und austauschbar.
Durch die Seiten bin ich durch den lockeren Schreibstil geflogen, der an etwaigen Stellen doch sehr jugendlich war und ich manche Begriffe oder vor allem Namen nicht zuordnen konnte. Da habe ich gemerkt, dass die Zielgruppe doch sehr jung sein muss. Hinzu kommt, dass die Geschichte lange Zeit den Eindruck erweckte, als wäre sie ziellos verfasst. Mit Cruella erlebt man das Leben der High Society, das jedoch mehr dahinplätschert. Insgesamt wenig überzeugend.

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Veröffentlicht am 20.10.2022

Es hapert an der Umsetzung einer tollen, aktuellen Idee

Erdfeuer
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Dieses Buch ist ein Teil der Archen- Odyssee, kann jedoch unabhängig von den anderen Büchern der Reihe gelesen werden.

Die Autorin schafft in der Geschichte ein dystopisches Setting, welches durch das ...

Dieses Buch ist ein Teil der Archen- Odyssee, kann jedoch unabhängig von den anderen Büchern der Reihe gelesen werden.

Die Autorin schafft in der Geschichte ein dystopisches Setting, welches durch das rücksichtslose Wirken der Menschen entstanden ist. Der Klimawandel ist allgegenwärtig und Ruby kämpft dafür, diesen aufzuhalten. Abwechselnd zu ihr wird aus Sams Sicht erzählt, dem Bruder von Ruby. Sam und Ruby sind so verschieden wie Tag und Nacht, denn Sam macht sich aktiv für den Klimawandel mitverantwortlich.

Ich habe durch die Beschreibungen der Welt schnell in die Geschichte hineingefunden, jedoch wurde diesen nach Ortswechseln immer weniger Beachtung geschenkt. Der Flow vom Anfang ging für mich gänzlich verloren, zumal auch die Ereignisse Schlag auf Schlag folgten. Zudem blieb da keine Zeit, näher auf das Innenleben der Figuren einzugehen, weshalb diese für mich sehr blass blieben. Mir ging insgesamt alles viel zu schnell, weshalb auch die Handlung auf der Strecke blieb – es passierte einiges, aber es wirkte auf mich wie eine Rohfassung. Hier hätten viele Textstellen gerne noch weiter ausgearbeitet werden dürfen, um den Leser mit auf einen Spannungsbogen zu nehmen.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mich die Grundidee, ein Buch rund um den Klimawandel zu schreiben, in Anbetracht der Aktualität neugierig gemacht hat, dann aber deutlich Potenzial in der Umsetzung verschenkt wurde.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Emotional wie ein Regenbogen

Maple-Creek-Reihe, Band 1 - Meet Me in Maple Creek
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“Meet me in Maple Creek” ist der erste Teil einer Dilogie, der zu emotionalen Lesestunden einlädt. Alexandra Flint gelingt es, ihre Worte auf Papier lebendig werden zu lassen. Wälder, so dicht und grün, ...

“Meet me in Maple Creek” ist der erste Teil einer Dilogie, der zu emotionalen Lesestunden einlädt. Alexandra Flint gelingt es, ihre Worte auf Papier lebendig werden zu lassen. Wälder, so dicht und grün, zeichneten sich vor meinen Augen, aber auch die imposante Skyline einer Großstadt. Die Autorin hat mir Orte gezeigt, an die ich gerne selbst einmal reisen möchte.
Mirella, kurz Mira, ist eine liebenswürdige und aufrichtige junge Frau. Sie steht für ihre Wünsche ein und zeigt sich hilfsbereit. Hinzu kommt Lilacs Sicht, die von Miras unbekanntem Bruder. Er ist vom Leben gezeichnet, was sich in seiner kalten Art widerspiegelt. Eine dritte Perspektive, die für mich zugleich die interessanteste war, bringt Joshka ein. Er ist Lilacs bester Freund, dessen Vergangenheit ihn immer wieder einholt und all das zu zerstören droht, was ihm kostbar ist.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir durch den flüssigen Schreibstil leicht, jedoch hielt die malerische Atmosphäre nicht lange an. Es werden Geheimnisse gelüftet, Gefahren lauern. Gleichzeitig entwickelt sich aber die liebevolle, zerbrechliche Beziehung, die Mira zu ihrem Bruder und Josh aufbaut. Kann sie gegen das Leben bestehen? Dieser Teil beantwortet erste Fragen, lässt den Leser aber aufgrund eines Cliffhangers mit einem Durst nach mehr zurück. 4 ½*

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Veröffentlicht am 16.09.2022

Pageturner

Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?
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Eines Tages steht die Kriminalpolizei vor Patrick Drosterts Tür und verdächtigt ihn, eine Frau, die er nie zuvor gesehen hat, misshandelt und entführt zu haben. Als daraufhin ein Video veröffentlicht wird, ...

Eines Tages steht die Kriminalpolizei vor Patrick Drosterts Tür und verdächtigt ihn, eine Frau, die er nie zuvor gesehen hat, misshandelt und entführt zu haben. Als daraufhin ein Video veröffentlicht wird, auf dem er zu sehen ist, scheint die Beweislast erdrückend.
Die Geschichte wird aus zwei Zeitebenen erzählt. Patrick Drostert, der in U- Haft sitzt, erzählt von seiner gegenwärtigen Situation sowie rückblickend von dem Albtraum, den er durchlebt hat, seitdem der Verdacht auf ihn fiel. Arno Strobels Schreibstil ist ganz charakteristisch – intensiv und direkt. Durch den Fokus auf das Wesentliche passieren auf 356 Seiten allerhand Vorfälle, die den Leser zum Miträtseln bewegen. Dabei gilt es nicht nur, den wahren Mörder zu ermitteln, sondern auch die Menschlichkeit in Patricks Umfeld zu hinterfragen. Bei letzterem konnte ich mir mit Rationalität die Hintergründe bereits selbst erschließen, weshalb mir hier die Spannung fehlte. Die Aufklärung des Mordes kam unerwartet, dennoch blieb der Wow- Effekt aus.
Letztlich hat mich die Geschichte gut unterhalten, aber der Knall, auf den ich gewartet habe, kam einfach nicht. Für Arno Strobel- Fans ein Muss, aber sicherlich nicht sein stärkstes Werk.

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