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Veröffentlicht am 05.12.2024

fesselnder Psychothriller, bei dem sich menschliche Abgründe auftun

Im Rhythmus des Todes
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Rosalie arbeitet als Ärztin im Krankenhaus auf der Intensivstation und steht kurz vor dem Abschluss zur Kardiologin. Nun wird ein Patient eingeliefert, der Rosalies Vergangenheit in Erinnerung bringt und ...

Rosalie arbeitet als Ärztin im Krankenhaus auf der Intensivstation und steht kurz vor dem Abschluss zur Kardiologin. Nun wird ein Patient eingeliefert, der Rosalies Vergangenheit in Erinnerung bringt und sie sehr in Aufruhr versetzt. Mehr sei hier nicht verraten, um nichts zu spoilern, aber macht euch auf ein spannendes Katz- und Mausspiel gefasst. Nichts ist mehr wie es scheint.

Greta Valentin ist hier wirklich ein sehr mitreißender Psychothriller gelungen. Der Schreibstil ist einfach gehalten und sehr leicht lesbar. Aber trotzdem ist er so, dass man aufgrund der geheimnisvollen Atmosphäre und des Schreibstils Gänsehaut bekommt. „Es waren die Gesichter der Angst, die sich wieder einmal anschlichen. Sie kamen aus der Vergangenheit zu Besuch.“ (S. 203).
Man bekommt am Rande ein klein wenig Einblick in den Pflege- und Krankenhausalltag. Die Autorin weiß wovon sie schreibt, denn sie arbeitet selbst auf einer Intensivstation.

Geschickt versteht sie es einem auf falsche Fährten zu führen. Letztendlich weiß man überhaupt nicht mehr woran man ist, und wem man denn eigentlich trauen kann. Man erfährt viel von Rosalie und zwischendurch gibt es auch Rückblicke in ihre Kindheit und Jugend. Man darf auch den Therapiesitzungen beim Psychologen beiwohnen. Letztendlich tun sich wirklich menschliche Abgründe auf.

Das Problem des Alkoholismus wird teilweise thematisiert. Auch hier bekommt man sehr interessante Einblicke, und diese haben mich zum Nachdenken angeregt. „Der Alkohol veränderte einen Menschen von innen heraus auf vielfältige Weise. Ein Nebel, der sich langsam über das Bewusstsein legte und die Wahrnehmung trübte.“ (S. 84)

Es gab zwischendurch einige Wiederholungen in der Formulierung. Dies hat mich stellenweise ein wenig gestört. Aber dies ist nur eine Kleinigkeit.

Fazit: Ein spannender Psychothriller, der sich mit ernsten Themen auseinandersetzt und zum Nachdenken anregt. Wer gerne Psychothriller liest, bei denen man nicht so recht weiß, was Wahrheit und Trug ist, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

vielversprechender und fesselnder Reihenauftakt

STARCK und der erste Tag
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„Starck und der erste Tag“ ist der Auftaktband einer Trilogie von Christian Jaschinski, erschienen im Maximum-Verlag.
Das Cover sieht schon richtig geheimnisvoll aus und zusammen mit dem passenden Farbschnitt ...

„Starck und der erste Tag“ ist der Auftaktband einer Trilogie von Christian Jaschinski, erschienen im Maximum-Verlag.
Das Cover sieht schon richtig geheimnisvoll aus und zusammen mit dem passenden Farbschnitt ist es ein echter Eyecatcher und absolut vielversprechend.

Das Buch beginnt mit der Haftentlassung von Andreas Starck. 5 Jahre war er unschuldig im Gefängnis. Nun muss er zurück ins Leben finden. Er ist verwitwet und sein Hauptziel ist es nun, seine Tochter Greta wieder zu sich zu holen. Von rechtlicher Seite hat er aber keine Chance. So versucht er sie auf eigene Faust ausfindig zu machen. Dabei stößt er auf viele Geheimnisse und ein Dickicht aus Lügen und Korruption. Zu allem Übel muss er feststellen, dass sein verstorbener Vater auch mit in diesem Dickicht war.

Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen. In kurzen Kapiteln wird man durch das Buch gejagt. Es kommt schnell etwas Spannung auf, und der Spannungsbogen wird kontinuierlich gehalten und immer nochmal eins drauf gesetzt. Trotzdem ist der Schreibstil auch unterhaltsam und mit ein wenig Humor gewürzt. „Da solltest du eigentlich wissen, dass laut nachdenken tausend Mal besser ist, als den Kram immer nur zwischen den Schädelplatten hin- und herzuschieben, bis du weich in der Birne bist.“ (S. 44). Nicht nur dass die einzelnen Protagonisten sehr gut ausgearbeitet sind, der Autor lässt sie auch dem jeweiligen Milieu entsprechend absolut realistisch sprechen.
Ganz am Rande fand ich es auch, wie das Thema Vaterliebe nebenbei thematisiert wurde.

Fazit: Ein absolut gelungener Auftaktband dieser Trilogie, der Lust auf mehr macht. Insbesondere aufgrund des etwas offenen Endes, würde ich am liebsten sofort weiterlesen. Es ist ein anspruchsvoller Thriller, der einem beim Lesen durchaus etwas fordert und der zum Mitdenken anregt. Ein sehr empfehlenswerter Pageturner, der von Anfang bis zum Ende fesselnd zu lesen ist.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

dramatischer und emotionaler Roman

Lügen mit Vergnügen? Ein tragischer Roman
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rezension mit gewinnchance (siehe fixierter Beitrag)

Nachdem ich vor einiger Zeit „Nach Flirt empört“ von Inga Dedekind mit Begeisterung gelesen hatte, ...

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rezension mit

gewinnchance (siehe fixierter Beitrag)

Nachdem ich vor einiger Zeit „Nach Flirt empört“ von Inga Dedekind mit Begeisterung gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf den Folgeband „Lügen mit Vergnügen“. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.

Der erste Teil hat sich eher unterhaltsam gelesen. Der zweite Teil ist sehr viel ernster und dramatischer. Es geht um die Altenpflegerin Carolin, die mit Familie und Verwandten auf dem idyllischen Haarckehof lebt. Nachdem sie den kleinen Timo zur Welt gebracht hat, bekommt sie eine Art Wochenbettdepression, und ist mit ihrem Leben sehr unzufrieden. Nach 6 Monaten beginnt sie wieder zu arbeiten. Da sie aber beim Tablettendiebstahl erwischt wird, wird das Arbeitsverhältnis beendet, und sie macht sich als Altenpflegerin selbständig. Leider gerät sie immer tiefer in den Strudel der Abhängigkeit.

Ich muss gestehen, da ich mir aufgrund der Heftigkeit des Themas anfangs etwas schwer getan habe und 2 Anläufe gebraucht habe. Später wurde es dann so spannend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es ist sehr emotional und auch etwas bedrückend. Da ich selbst Mutter bin, konnte ich mir das Verhalten Carolins wirklich nur sehr schwer vorstellen und es hat mir fast etwas weh getan.

Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und es kommt auch wirklich viel Spannung und Dramatik auf. Insgesamt handelt es sich um eine tragische Familiengeschichte mit sehr ernster Hintergrundthematik, vor der man nicht die Augen verschließen sollte.

Fazit: Wer vor der Thematik Suchterkrankung und Medikamentenmissbrauch nicht zurückschreckt, der findet hier wirklich einen spannenden und sehr emotionalen Roman, der nachdenklich macht und lange nachhallt. Mich hat das Thema und auch das Ende noch einige Zeit nach dem Lesen beschäftigt. Ein spannender und dramatischer Roman mit viel Tiefe.

Veröffentlicht am 24.11.2024

gesunde Küche mit einfachen und schnellen Rezepten, die sehr lecker sind

iss fit
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Die Ernährungsberaterin Maryvonne Lazaridis hat im Verlag Mainz das Kochbuch „Iss fit“ herausgebracht. Es ist in broschierter Form erschienen und enthält 148 Seiten.
Hier sind eine bunte Vielfalt einfacher, ...

Die Ernährungsberaterin Maryvonne Lazaridis hat im Verlag Mainz das Kochbuch „Iss fit“ herausgebracht. Es ist in broschierter Form erschienen und enthält 148 Seiten.
Hier sind eine bunte Vielfalt einfacher, nahrhafter und gleichzeitig gesunder Gerichte zusammengetragen. Maryvonne Lazaridis zeigt hier sehr schön, dass gesunde Küche nicht langweilig oder eintönig sein muss.

Auf den ersten 35 Seiten gibt es eine Einleitung und wichtige Basics, sowie eine Erläuterung der wichtigsten Lebensmittel. Danach ist das Buch unterteilt in Frühstück, Mit Gemüse, Mit Fisch und Süßes. Die Rezepte sind schön übersichtlich dargestellt. Zu jedem Rezept gibt es die genauen Nährwertangaben, auch wieviele Ballaststoffe oder Proteine enthalten sind.

Ich habe mich querbeet durch das Buch gekocht und bin von den Ideen und der Einfachheit der Rezepte begeistert. Ich habe den Zucchinikuchen, das Ofenrisotto, die Gemüse-Wraps, die Brokkolicremesuppe mit Lachsstreifen, sowie den Apfel-Quark-Auflauf gemacht. Bei letztem gab es den Tipp, dass statt Äpfel auch Beeren prima passen. Daher habe ich dieses Rezept mit Blaubeeren gemacht. Es steht noch einiges zum Ausprobieren auf meiner To-Do-Liste.

Fazit: Ein tolles Kochbuch aus der Praxis heraus für die gesunde Küche. Die Rezepte sind allesamt einfach und schnell nachzukochen. Ein Buch welches nicht nur aus Rezepten besteht, sondern auch viel Ernährungskunde liefert. Gerne empfehle ich es allen weiter, die Wert auf gesunde Ernährung legen. Der einzige Nachteil ist, dass bei mir das Buch schon etwas zerfleddert aussieht, da es nur sehr einfach broschiert ist und ich es schon viel genutzt habe.

Veröffentlicht am 24.11.2024

ein Gemeinschaftsprojekt dreier Schwestern und Mutter Prantl

Prantls Küche: Gemeinsam kochen und genießen
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„Prantls Küche“ ist untertitelt mit „Gemeinsam kochen und genießen“. Die drei Schwestern Ariane, Barbara und Katharina kochen immer sehr gerne gemeinsam mit ihrer Mutter Irene Prantl. Sie sind allesamt ...

„Prantls Küche“ ist untertitelt mit „Gemeinsam kochen und genießen“. Die drei Schwestern Ariane, Barbara und Katharina kochen immer sehr gerne gemeinsam mit ihrer Mutter Irene Prantl. Sie sind allesamt begeisterte Hobbyköchinnen und haben nun dieses gemeinsame Kochbuch erstellt.

Das Buch ist in die Kapitel Stehparty, Fischabend, Fröhliches Beisammensein, Veggy-Tag, Kindheitserinnerungen, Abend mit Freunden, Es duftet nach Herbst, Feines Dinner und Mitbringsel unterteilt. Diese Kapitelüberschriften klingen schon sehr originell. Genauso querbeet sind auch die Rezepte, so dass man von allem etwas findet. Man findet hier bekannte Speisen wie Spargelcremesuppe oder Kürbissüppchen, aber auch ausgefallenere Sachen wie Nougatknödel oder Kartoffelpralinen mit Gorgonzolafüllung.
Die Rezepte sind ein wenig von der Südtiroler Küche geprägt, da die Prantls von dort stammen.

Jedes Rezept füllt zwei Seiten, auf der einen Seite das Rezept und auf der anderen ein oder mehrere appetitliche Fotos. Die Bilder sind allein schon ein Gaumenschmaus. Die Rezepte sind in großer Schrift also sehr gut lesbar und schön übersichtlich aufgeführt.

Den vegetarischen Couscoussalat habe ich ausprobiert und kann ihn sehr empfehlen. Ich werde ihn auf jeden Fall öfters machen und auch noch einiges andere ausprobieren.

Fazit: Ein etwas außergewöhnliches Kochbuch, welches mit tollen Ideen punkten kann. Die Fotos sind sehr appetitanregend und die Rezepte sehr lecker. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Alltagsküche gewünscht.