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Veröffentlicht am 18.06.2022

Thriller der Extraklasse

Kaltherz
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Henri Faber hat mich mit „Ausweglos“ schon absolut gefesselt und begeistert. Daher war ich sehr gespannt, ob er mich mit „Kaltherz“ genauso begeistern würde.
Von der Handlung her geht es diesmal um die ...

Henri Faber hat mich mit „Ausweglos“ schon absolut gefesselt und begeistert. Daher war ich sehr gespannt, ob er mich mit „Kaltherz“ genauso begeistern würde.
Von der Handlung her geht es diesmal um die fünfjährige Marie, die nur wenige Minuten von ihrer Mutter im verschlossenen Auto alleine gelassen wurde, und dabei spurlos verschwunden ist. Die Eltern möchten keine große Presse, und so übernimmt die bereits mehrfach suspendierte Kommissarin Kim Lansky diesen Fall, sozusagen als letzte Chance. Mehr sei an dieser Stelle zum Inhalt nicht verraten!
Der Thriller wird abwechselnd aus der Sichtweise von 4 Hauptprotagonisten erzählt. So kann man sich sehr gut in die Gedankenwelt der Ermittlerin, der Eltern und des verschwundenen Mädchens hineinversetzen.
Auch wenn Kindesentführung kein neues Thema ist, so hat Henri Faber hier wirklich neue Maßstäbe gesetzt. Der Schreibstil ist wieder absolut toll. Es kommt eine unglaubliche Spannung auf, und dies ohne viel Blutvergießen. Meisterhaft lockt der Autor die Leser und Leserinnen auf falsche Fährten. Man weiß nie, wem man denn nun eigentlich trauen kann und ist hin- und hergerissen.
Die enorme Spannung hält sich bis zum Schluss. Fast süchtig kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und am Ende lässt Henri Faber dann erneut eine Bombe platzen, mit der man nicht rechnen konnte. Alles ist in sich schlüssig und bestens durchdacht.
Der Thriller hat mich restlos begeistert. Er ist raffiniert gestrickt, bestens ausgetüftelt und von Anfang bis zum Ende mega spannend! Für mich ein absolutes Jahreshighlight! Spannung und Nervenkitzel auf höchstem Niveau!

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Veröffentlicht am 14.06.2022

traumhaft schöner Wohlfühlroman vom Chiemsee

Apfelglück am See
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Wart ihr schon mal am Chiemsee? Diese wunderbare Gegend ist Schauplatz von „Apfelglück am See“ von Sabrina Sonntag.
Die Konditorin Anne führt gemeinsam mit ihrem Opa die Bäckerei und das Café am Chiemsee. ...

Wart ihr schon mal am Chiemsee? Diese wunderbare Gegend ist Schauplatz von „Apfelglück am See“ von Sabrina Sonntag.
Die Konditorin Anne führt gemeinsam mit ihrem Opa die Bäckerei und das Café am Chiemsee. Eigentlich könnte sie glücklich und zufrieden sein. Aber so ganz im Innern ist sie es nicht. Dann kommt auch noch ein Mann daher, der ihr Herz ins Stolpern bringt…lest es am besten selbst!
Sabrina Sonntag hat einen wunderbaren und erfrischenden Schreibstil. Sie schreibt absolut humorvoll und voller Wortwitz und Situationskomik. Trotzdem schafft sie es, auch ein wenig Tiefgang in ihre Bücher hinein zu bringen. Besonders gut gefällt es mir, dass wunderschöne Zitate enthalten sind. Hier stellvertretend von S. 68: „Glück muss nichts Großes sein. Kleine Gesten können aber Großes bewirken.“
Auch das Setting ist einfach toll und es kommt etwas See- und Urlaubsfeeling beim Lesen auf. Wenn man gerade eine Diät macht, sollte man das Buch nicht unbedingt lesen, denn es werden immer wieder kulinarische Köstlichkeiten beschrieben, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Hierzu ein Zitat (S. 9): „Kalorien zu zählen macht nicht dünn, es macht traurig.“
Durch den Pralinen-Einbrecher kommt noch etwas Magie ins Buch hinein. Dieser Charakter war mir fast ein wenig zu sehr „Gutmensch“, fast so wie ein Märchenprinz.
Von der Handlung her ist noch etwas Luft nach oben. Aber mich hat das nicht gestört. Es handelt sich um einen Wohlfühlroman, der leicht und locker zu lesen ist, und der prima zum Abschalten und Träumen geeignet ist. Dieser Roman lebt meiner Meinung nach von viel Gefühl und einem unterhaltsamen Schreibstil. Wenn man locker-leichte Leseunterhaltung sucht, dann wird man hier sicher nicht enttäuscht. Mir hat das Buch absolut schöne Lesestunden beschert und ich vergebe 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.06.2022

sommerlicher Softkrimi aus Schweden

Der Tod macht Urlaub in Schweden
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„Der Tod macht Urlaub in Schweden“ ist der erste Teil einer neuen Softkrimi-Reihe. Das Cover sieht schon sehr sommerlich aus und lässt auch direkt ein wenig Urlaubsfeeling aufkommen. Geschrieben ist das ...

„Der Tod macht Urlaub in Schweden“ ist der erste Teil einer neuen Softkrimi-Reihe. Das Cover sieht schon sehr sommerlich aus und lässt auch direkt ein wenig Urlaubsfeeling aufkommen. Geschrieben ist das Buch von einem Autorenduo. Anders de la Motte, den man schon von Schweden-Krimis kennt in Zusammenarbeit mit dem Komiker Mans Nilsson haben hier zusammengearbeitet.
Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel verraten. Wie der Titel schon verrät, spielt der Sommerkrimi in Schweden. Gleich zu Beginn wird eine Maklerin tot aufgefunden. Ist sie wirklich die Treppe heruntergestürzt oder steckt vielleicht ein Mordanschlag dahinter? Peter Vinston ist ein Mordermittler aus Stockholm. Aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme nimmt er auf Anraten seines Arztes eine Auszeit. So macht er Urlaub im beschaulichen Österlen, wo seine Tochter und seine Exfrau leben. So kommt es dass er zu den Ermittlungen im Fall der Maklerin hinzugezogen wird…..
Das Buch liest sich absolut unterhaltsam und recht leicht. Anfangs war ich vom Schreibstil richtig begeistert, weil das Buch wirklich humorvoll zu lesen ist. Allerdings ist mir dann die Handlung stellenweise doch etwas zu langatmig vorgekommen, da sich der Spannungsbogen doch sehr in Grenzen hielt. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht, auch wenn es sich um einen Softkrimi handelt. So hat sich das Buch für mich zur Mitte hin doch etwas schleppend gelesen. Gegen Ende wurde es dann wieder interessanter und hat mich wieder richtig gepackt.
Fazit: Alles in allem ein leichter Sommerkrimi, der mit sommerlichem Flair und humorvoller Unterhaltung punkten kann. Dabei blieb teilweise die Spannung etwas auf der Strecke. Trotzdem war es für mich eine angenehme und unterhaltsame Lektüre. Das Ermittlerduo mit seinen Gegensätzen und Spannungen war auf jeden Fall ganz nach meinem Geschmack, so dass ich einen Folgeband auch gerne lesen würde.

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Veröffentlicht am 09.06.2022

Schöner Wohlfühlroman mit tollem Setting

Liebe funkelt apfelgrün
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Wie bei meinem letzten Buch ging es mit „Liebe funkelt apfelgrün“ erneut nach Schottland – diesmal in das fiktive Örtchen Applemore. Als Mila merkt, dass ihr Freund Theo sich nicht von seiner Verlobten ...

Wie bei meinem letzten Buch ging es mit „Liebe funkelt apfelgrün“ erneut nach Schottland – diesmal in das fiktive Örtchen Applemore. Als Mila merkt, dass ihr Freund Theo sich nicht von seiner Verlobten trennen wird und ein falsches Spiel mit ihr gespielt hat, braucht sie eine Auszeit und Veränderung. So nimmt sie den Job als House-Sitterin für Haus und Katzen an, als ein Ehepaar für 2 Monate verreist. Von Heidelberg reist sie nach Schottland. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fasst Mila in Applemore richtig Fuß und fühlt sich fast heimisch. Sie geht dort ihrer Leidenschaft dem Backen nach und die Backwaren finden reißenden Absatz. Auch ein Mann lässt ihr Herz schneller schlagen. Allerdings taucht dann plötzlich Theo auf….
Das Buch liest sich locker und sehr unterhaltsam. Die Landschaft Schottlands wird sehr schön dargestellt. Ganz besonders gut gefallen hat mir der Zusammenhalt der Dorfbewohner. Mit einer Liebesgeschichte kommt natürlich Romantik auf. Humor ist dem Schreibstil ebenfalls beigemischt, so dass es sich um einen richtigen Wohlfühlroman handelt. Das Ende war zwar vorhersehbar, aber beim Lesen ersehnt man sich genau dieses Ende. Von daher hat Pauline Mai alles richtig gemacht.
Allerdings wurde ich mit der Hauptprotagonistin Mila nie so richtig warm. Sie war mir einfach zu gutgläubig und zu naiv. Manchmal hätte ich sie am liebsten wachgerüttelt!
Trotz der 500 Seiten ging mir am Ende alles ein wenig zu schnell, insbesondere der Weg zum Happy End. Da hätte ich mir noch etwas mehr Romantik gewünscht.
Fazit: Ein locker-leichter sommerlicher Unterhaltungsroman zum Entspannen, der eine wohlige Atmosphäre vermittelt. Diesen Roman kann ich nicht nur Fans von Frauen- und Liebesromanen empfehlen. Er lässt auch alle Bäckerherzen höher schlagen, da es auch immer wieder ums Backen geht. Zusätzlich stellt dieser Roman auch eine schöne Auszeit in Schottland dar.

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Veröffentlicht am 07.06.2022

wunderschöner Roman mit viel Gefühl

Inselluft
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Dies war mein erster Roman von Jette Hansen und ich war sehr gespannt auf den Auftaktband dieser neuen Föhr-Reihe.

Kurz zum Inhalt:

Sarah lässt sich wegen ihrer Pollenallergie vorübergehend nach Föhr ...

Dies war mein erster Roman von Jette Hansen und ich war sehr gespannt auf den Auftaktband dieser neuen Föhr-Reihe.

Kurz zum Inhalt:

Sarah lässt sich wegen ihrer Pollenallergie vorübergehend nach Föhr versetzen. Doch sehr bald merkt man beim Lesen, dass mehr hinter dieser Flucht steckt. Sowohl der Tierarzt Marten, als auch seine schwangere Schwester Fee möchten Sarahs Geheimnis ergründen. Auch der Maler Sven scheint sich für Sarah zu interessieren.

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Jette Hansen ist sehr gut zu lesen. Locker und leicht bin ich über die Seiten geflogen und dabei hat sich eine richtige Wohlfühlstimmung eingestellt. Dazu ein Zitat von S. 35: „...du bist hier auf Föhr – einem Ort, der Balsam für die Seele ist.“ So habe ich das ganze Buch eigentlich empfunden. Es werden zwar auch ernste Themen angesprochen, aber trotzdem eignet sich das Buch perfekt zum Entspannen und Abschalten. Die Protagonisten sind absolut liebenswert dargestellt und auch Föhr wurde wunderschön geschildert, so dass man beim Lesen Bilder vor Augen hatte.

Fazit:

Ein wunderbarer Inselroman, der mich richtig begeistern konnte und der Lust auf mehr von Jette Hansen erweckt hat. Für mich war es die perfekte Urlaubslektüre bei meinem Nordseeurlaub.

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