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Veröffentlicht am 19.11.2023

Conundrum

Ingenium
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Seine Dackelhündin Conundrum, genannt Connie, ist sein Halt. Als Jugendlicher hatte Mike Brink einen Unfall. Seitdem arbeitet sein Gehirn anders als bei anderen Menschen. Er hat ein fotografisches Gedächtnis ...

Seine Dackelhündin Conundrum, genannt Connie, ist sein Halt. Als Jugendlicher hatte Mike Brink einen Unfall. Seitdem arbeitet sein Gehirn anders als bei anderen Menschen. Er hat ein fotografisches Gedächtnis und er kann nicht nur fast jedes Rätsel lösen, er kann auch welche erfinden. Wieso eine Gefängnispsychologin ihn um ein Treffen bittet, erscheint ihm dann doch rätselhaft. Die Gefangene Jess Price, die seit Jahren kein Wort gesprochen hat, scheint auf Mikes Rätsel zu reagieren. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass sie sich endlich öffnet und einer Therapie zugänglich wird. Was ist vor fünf Jahren geschehen als Jess’ Freund Noah starb?

Mike Brink ist ein ungewöhnlicher Mensch, der gelernt hat mit den Folgen des Unfalls zu leben. Er gehört zu den ganz wenigen Menschen, die aufgrund eines Ereignisses plötzlich über ungeahnte Fähigkeiten verfügen. Er hat sein Studium mit Bravour absolviert. Doch er muss auch mit Einschränkungen klarkommen. Das Zwischenmenschliche fällt ihm allerdings schwerer als zuvor. Jess ist mehr als gezeichnet von dem Geschehen, das zu ihrer Verurteilung geführt hat.

Dieser Thriller beginnt ausgesprochen spannend. Wie Mike Brink auf die Fährte gesetzt wird und sein Gehirn einsetzt, um der Lösung näherzukommen. Wenn man dann aber von versteckten Gegenständen erfährt, die nicht so sehr dem eigenen Lesegeschmack entsprechen, verliert die Geschichte etwas. Die Leserin fängt sich aber schnell genug, um die Story um den Rätselmeister genießen zu können. Es ist schon klasse, wie sich anhand von Rätseln und alten Überlieferungen etwas schier Unglaubliches enthüllt wird. Dabei erhält Brink manchmal unerwartet Hilfe. Gut gefällt auch wie Vergangenheit und Gegenwart verbunden sind.

Das Cover lädt dazu ein, es in Ruhe zu betrachten. Man wird immer wieder kleine Details entdecken, die einen beim ersten Betachten entgangen sind. Da es sich nach dem Titel um das erste Rätsel hält, ist zu vermuten, dass es sich hier um den Beginn einer Reihe handelt.

Veröffentlicht am 17.11.2023

Ein Verstprechen

A Quiet Man
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Hält man. Zumindest ist das Victors Einstellung. Wann er zum nächsten Mal ein Versprechen einhalten wird, weiß er nicht. Zunächst ist er nach einem Job für ein paar Tage untergetaucht. Angeln möchte er ...

Hält man. Zumindest ist das Victors Einstellung. Wann er zum nächsten Mal ein Versprechen einhalten wird, weiß er nicht. Zunächst ist er nach einem Job für ein paar Tage untergetaucht. Angeln möchte er gerne mal wieder und die Ruhe genießen. Mit der Angestellten des Motels und ihrem kleinen Sohn kommt er ins Gespräch. Und sie verabreden sich zum Angeln. Doch die beiden tauchen zu der Verabredung nicht auf. Und Victor beginnt, sich Sorgen zu machen. Er ist fremd am Ort, wie soll er Joshua und seine Mutter finden? Ein Gespräch mit dem Manager des Motels ist nicht sehr hilfreich und für die Polizei sind Mutter und Sohn noch nicht lange genug verschwunden.

Zum neunten Mal löst Victor der Auftragskiller ein ganz besonderes Problem. Nach der Erledigung eines Auftrags soll es in Kanada ein paar ruhige Tage geben. Die entwickeln sich dann doch etwas anders. Wenn Menschen, die sich nichts zuschulden kommen ließen, einfach so verschwinden, kann Victor das nicht besonders gut haben. Logisch, dass er sich auf die Suche macht. Relativ schnell findet er heraus, dass Mutter und Sohn nicht immer in guter Gesellschaft waren. So hatte ihr Ex-Freund wohl mit Drogen zu tun und ist auch sonst kein freundlicher Geselle.

Victor war einer der ersten Helden, die im Nebenberuf als Auftragskiller arbeiten. Dieser Ansatz etwas abseits vom Üblichen hat durchaus Charme. Schließlich ist Victor auf seine Art nicht verkehrt, zumindest solange man nicht der Auftrag ist oder sich sonst wie mit ihm angelegt hat. Dann kann man schon mal brutal zu Tode kommen. Wenn Victor jedoch meint, er möchte einem helfen, kann man sich kaum einen besseren Freund vorstellen. Und so ist es sehr spannend zu lesen, was Victor erlebt und unternimmt, um seine neuen Bekanntschaften zu suchen und zu schützen. In dem kleinen Ort, der so ruhig wirkt, haben doch einige etwas zu verbergen. Und Victor hat eine tolle Intuition, die ihn den Finger auf den Punkt legen lässt. Abgesehen von den manchmal sehr brutalen Beschreibungen ein toller und fesselnder Thriller.

Um Victor kennenzulernen könnte die Lektüre der ersten Bände sinnvoll sein. Für den weiteren Verlauf ist es nicht zwingen, jeden Band gelesen zu haben. Beim vorliegenden Band kann man einfach dem Lockruf des Ahornblatts folgen, man macht nichts verkehrt.

Sehr beeindruckend und eindringlich vorgetragen von Carsten Wilhelm. Er verleiht dem Killer eine Stimme.

Veröffentlicht am 15.11.2023

Häppchen

Statusmeldungen
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Stefanie Sargnagel ist mit ihren kleinen Posts und Statusmeldungen in sozialen Medien bekannt geworden. Das vorliegende Buch enthält Aufzeichnungen aus den Jahren 2015 und 2016. Und so erfährt man von ...

Stefanie Sargnagel ist mit ihren kleinen Posts und Statusmeldungen in sozialen Medien bekannt geworden. Das vorliegende Buch enthält Aufzeichnungen aus den Jahren 2015 und 2016. Und so erfährt man von ihrer Freundschaft zu Witzmann, von ihrer Tätigkeit bei einer Telefonauskunft, vom Entschluss, sich selbstständig zu machen und vieles mehr. Je kürzer die kleinen Abschnitte geraten, desto treffender wirken sie. Doch Stefanie lässt nicht viele Menschen an sich heran. Woher diese Zurückhaltung kommt, bleibt im Unklaren. Dafür hat sie einen gewissen Wiener Schmäh und mitunter einen treffenden Blick auf die Lage der Nation.

Allerdings wie die Covergestaltung möglicherweise andeutet verbreiten die vielfältigen Äußerungen doch auch etwas trübe oder depressive Stimmung. Dabei hatte die Autorin doch den Mut und die Energie, sich selbstständig zu machen. Von den manchmal witzigen Aufzeichnungen über die Telefonate mit den Kunden, die nach einer Telefonnummer suchen, geht es nahtlos zum Lamentieren über die Lesereisen und den Alkoholkonsum, mit dem die Zeit Backstage ertragen wird. So halten Tran, Witz und kerniger Humor die Waage.

Besonders schön und ansprechend ist die Gestaltung des Buches mit kleinen blauen Einsprengseln, wie Datum, Seitenzahlen und Worten aus dem Glossar. In diesem Glossar werden einige Erläuterungen gegeben zu Fragen, die man sich beim Lesen durchaus stellt. Außerdem enthält das Buch einige farbige Illustrationen, die die Texte auflockern und die dem Buch ein Alleinstellungsmerkmal geben.

Veröffentlicht am 14.11.2023

Silvesterknall

Blutnebel
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Um den Jahreswechsel ist am Osloer Hafen immer eine große Menschenmenge. Die Explosion um Mitternacht hätte also zu einer Katastrophe führen können. Obwohl bei dem Anschlag vier Menschen sterben, muss ...

Um den Jahreswechsel ist am Osloer Hafen immer eine große Menschenmenge. Die Explosion um Mitternacht hätte also zu einer Katastrophe führen können. Obwohl bei dem Anschlag vier Menschen sterben, muss das in Anbetracht der Umstände wohl es kleine Zahl bezeichnet werden. Und doch sind es Menschen. Emma Ramms Freund Kasper ist eines der Opfer. Und so wird aus einer Zahl etwas ganz Persönliches. Kommissar Alexander Blix und seine Kollegen übernehmen die Ermittlungen. Zur selben Zeit erhält ein Gefängnisinsasse ein Foto seiner Tochter, die vor Jahren entführt wurde. Es wurde befürchtet, das Mädchen sei tot.

Hierbei handelt es sich um den zweiten Fall, in dem Kommissar Alexander Blix und die Journalistin Emma Ramm gleichzeitig ihren Berufen nachgehen. In Oslo, aber auch bei der Polizei herrscht helle Aufregung. Was könnte das Motiv für diesen perfiden Anschlag gewesen sein? Und wieso taucht auf einmal ein Foto von einem vor langer Zeit verschwundenen Kind auf? Im privaten Bereich erlebt Alexander Blix eine Überraschung, während Emma Ramm einen schweren Verlust hinnehmen muss. Vor allem Emma nimmt die Arbeit als willkommene Ablenkung von einem Schmerz. Als Journalistin muss auch sie über ermittlerische Fähigkeiten verfügen, was sie auch in diesem Band eindrucksvoll unter Beweis stellt. Alexander Blix kommt und Emma Ramm ist schon da.

Dieser spannende Kriminalroman überzeugt durch seinen verwickelten Fall, bei dem man sich fragt, wie es zwischen den Ausgangspunkten einen Zusammenhang geben kann. Wie bei einem ordentlichen Krimi zu erwarten, bekommt man eine unerwartete Lösung präsentiert. Allerdings entsteht der Eindruck, dass das Potential aus dem Ansatz Reporterin und Polizist entstehen könnte, nicht zur Gänze ausgenutzt wird. Blix und Ramm stellen ihre Nachforschungen nebeneinander her an. Ein wirklicher Austausch findet kaum statt. Irgendwie wirken beide nicht so nahbar und bleiben kühlt und distanziert in der Empfindung der Leserin. Dennoch ist dieser Kriminalroman interessant und wegen der kurzen Kapitel auch flott zu lesen.

Veröffentlicht am 12.11.2023

Die Erwählte

Blood and Ash - Liebe kennt keine Grenzen
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Poppy ist die Erwählte, die Jungfer, die eine Aufgabe zu erfüllen hat. Nur noch ein Jahr hat sie, um relativ normal zu leben. Doch was heißt normal? Sie lebt von den anderen abgeschieden, ihr Gesicht ist ...

Poppy ist die Erwählte, die Jungfer, die eine Aufgabe zu erfüllen hat. Nur noch ein Jahr hat sie, um relativ normal zu leben. Doch was heißt normal? Sie lebt von den anderen abgeschieden, ihr Gesicht ist verdeckt, sie darf den Hof kaum verlassen. Dafür bekommt sie Lektionen und Unterweisungen, die manchmal nicht schön sind. Aber Poppy hat eine Gabe, sie kann den Schmerz der anderen fühlen. Eines Abends bei einem Gang durch den herzoglichen Garten wird ihr Leibwächter Rylan umgebracht. Überraschend wird ein neuer Gardist namens Hawke sein Nachfolger. Hawke rührt etwas in Poppy an, das sie nicht genau benennen kann.

In diesem ersten Band der Blood and Ash Reihe taucht man ein in eine Welt, die von den Aufgestiegenen beherrscht wird. Das sind kühle Wesen, die die Nacht bevorzugen, um den Göttern zu huldigen. Poppy soll bald ihre Aufgabe übernehmen. Vorher möchte sie noch etwas Leben haben. Eines Abend schleicht sie sich davon und lernt in der nahen Taverne einen Gardisten kennen, in dessen Armen sie näher ans Leben herankommt als erwartet. Wie peinlich als genau dieser Unbekannte ihr neuer Leibgardist wird. Und immer wieder stiehlt sich Poppy davon, was besonders beim Herrn nicht willkommen ist. Obwohl sie Gutes tut, muss sie mit einer Strafe rechnen.

Man kennt die Autorin für ihre besonders witzigen und schlagfertigen Wortgefechte. Von denen liefern sich auch Poppy und Hawke eine sehr lesenswerte. Poppys Geschichte ist sehr geheimnisvoll. Sie weiß nicht, was genau in einem Jahr geschehen soll. Und sie versteht auch nicht, wieso sie ihre Gabe nicht nutzen darf, um das Leid zu lindern Nach und nach entwickelt sich eine Erzählung um das Rätsel von Poppys Herkunft und ihre Gabe. Und man erfährt, dass nicht alles so ist wie Poppy immer geglaubt hat. Natürlich kann in einem ersten Band nicht jede Frage geklärt werden, doch es gibt genug Überraschungen. Gerne leist man wie Poppy und Hawke sich näher kommen, obwohl das alles anders als erlaubt ist. Am Anfang geht es vielleicht etwas langsam voran, doch die humorvollen, prickelnden Dialog reißen viel heraus.