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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2023

Der Klang irischer Lyrik

Ein Geist in der Kehle
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Das Buch „Ein Geist in der Kehle“ handelt vom Leben einer jungen Dame, wobei zunächst ihre Rolle als Mutter sowie alltägliche Sorgen und Probleme dargestellt werden. Sie beschließt sich für das Erforschen ...

Das Buch „Ein Geist in der Kehle“ handelt vom Leben einer jungen Dame, wobei zunächst ihre Rolle als Mutter sowie alltägliche Sorgen und Probleme dargestellt werden. Sie beschließt sich für das Erforschen der Geschichte Irlands und geht hierfür auf Recherchearbeit. Da erinnert sie sich an ein irisches Gedicht aus dem 18. Jahrhundert, welches sie in ihrer persönlichen Entwicklung prägt und begeistert. Neben den Einblicken in die irische Lyrik und Geschichte werden Themen wie Selbstaufopferung, Mutterschaft und Selbstbestimmung aufgegriffen.

Besonders prägend ist der melodische und einzigartige Schreibstil, der das Lesen zu einem besonderen Ereignis macht. Mich haben insbesondere die Magie und Poesie in ihren Bann gezogen. Das ungewöhnliche Werk braucht Ruhe und Aufmerksamkeit, um den Inhalt und die Texte auf sich wirken zu lassen.

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Veröffentlicht am 19.03.2023

Begegnungen auf engstem Raum

In blaukalter Tiefe
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Das Buch „In blaukalter Tiefe“ handelt von Caroline und Andreas, die mitten in einer Ehekrise stecken. So beschließt Andreas mit seiner Frau, dem Slipper Eric und seinem Geschäftspartner Daniel sowie dessen ...

Das Buch „In blaukalter Tiefe“ handelt von Caroline und Andreas, die mitten in einer Ehekrise stecken. So beschließt Andreas mit seiner Frau, dem Slipper Eric und seinem Geschäftspartner Daniel sowie dessen Freundin Tanja einen Segeltörn zu machen. Zu Beginn ist die Stimmung ausgelassen und alle genießen die Zeit an Bord. Doch nach und nach entstehen Spannungen und Konflikte, die verheerende Maße annehmen. Der enge Raum, in dem sich die Gruppe befindet, verstärkt die Situation und langsam fallen die Masken, sodass die wahren Gesichter zum Vorschein kommen.

Das Geschehen wird aus Sicht der vier Urlauber (Caroline, Andreas, Daniel und Tanja) geschildert. Hierbei wiederholen sich manche Szenen und ermöglichen somit einen differenzierten Blick auf die Ereignisse. Das Buch ist sehr spannend und mitreißend, somit eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.03.2023

unverarbeitete Lasten

Siegfried
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Die Ich-Erzählerin beschreibt zu Beginn des Buches „Siegfried“ von Antonia Baum ihren Weg in die Psychiatrie, die sie zur Einweisung nach einem Streit mit ihrem Partner aufsucht. Während ihres Aufenthaltes ...

Die Ich-Erzählerin beschreibt zu Beginn des Buches „Siegfried“ von Antonia Baum ihren Weg in die Psychiatrie, die sie zur Einweisung nach einem Streit mit ihrem Partner aufsucht. Während ihres Aufenthaltes im Warteraum gibt sie den Leser*innen einen Einblick in ihre Kindheit und den Einfluss von unterschiedlichen Familienmitgliedern. Hierbei schildert sie auch die fehlende Bindung zur Mutter sowie ihre Beziehung zu ihrem Mann. Die Szenen wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Erlebnisse der Kindheit in prekären Verhältnissen zwischen Gewalt und Vernachlässigung sind nicht angenehm zu lesen und schonungslos dargestellt. Beim Lesen kommt eine beklemmende und bedrückende Stimmung auf, da sich das Bild einer unsicheren Person abbildet, die versucht ihren Weg zu gehen und sich immer wieder mit den Schatten der Vergangenheit auseinandersetzen muss.

Der Roman ist tiefgründig und berührend, da es das Leiden von Kindern in schwierigen Lebenssituationen sehr eindrücklich darstellt.

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Veröffentlicht am 27.02.2023

Der seidene Faden

Jetzt ist Sense
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Hans Rath beschreibt in seinem Buch „Jetzt ist Sense“ das Leben von Olivia Bentele, die überraschend von dem sogenannten Sensenmann an ihrem 50. Geburtstag besucht wird. Dieser möchte aber nicht zu ihr, ...

Hans Rath beschreibt in seinem Buch „Jetzt ist Sense“ das Leben von Olivia Bentele, die überraschend von dem sogenannten Sensenmann an ihrem 50. Geburtstag besucht wird. Dieser möchte aber nicht zu ihr, sondern sucht die Nachbarin auf. Kurze Zeit nach der ersten Begegnung trifft sie erneut auf ihn. Da teilt er mit, dass sein Name Thanatos und er der altgriechische Gott des Todes ist. Olivia ist im Kontext ihres Berufes der Auffassung einen neurotischen Mann vor sich zu haben, dem sie therapeutische Hilfe anbietet. So ergibt sich ein interessanter Austausch zwischen den Beiden.

Der Schreibstil des Autors ist humorvoll und locker, gleichzeitig wird das Thema Tod zum Nachdenken anregend behandelt. Die Kapitel sind eher kurzgehalten und das Lesen gestaltet sich somit angenehm.

Ich habe das Buch trotz des doch ernsten Themas sehr genossen und kann es nur wärmstens weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Gerechtigkeitssinn in menschlichen Händen

Equilon
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Sarah Raich beschreibt in ihrem Buch „Equilon“ das Leben von Jenna und Dorian. Beide erzählen jeweils aus der Ich-Perspektive, sodass man gute Einblicke in die Welten der Beiden gewinnt. Jenna darf nach ...

Sarah Raich beschreibt in ihrem Buch „Equilon“ das Leben von Jenna und Dorian. Beide erzählen jeweils aus der Ich-Perspektive, sodass man gute Einblicke in die Welten der Beiden gewinnt. Jenna darf nach Erreichen des benötigten Scores ein privilegiertes Leben im New Valley erkunden, während Dorian hierfür mühselig kämpfen muss und zudem für das Mädchen Maggie Verantwortung übernimmt. Besonders eindrücklich war die Entwicklung von Jenna und Dorian hinsichtlich ihren Empfindungen.

Der Schreibstil gestaltet sich hin und wieder anstrengend, da doch ziemlich oft englische Begriffe benutzt werden und der Lesefluss somit ein wenig gestört wird. Der Roman ist nichtsdestotrotz lesenswert und insbesondere für Fans von Dystopien eine Leseempfehlung. Für mich war es das erste Buch in diesem Genre und mir haben die bildhaften Beschreibungen sehr gefallen!

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