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Veröffentlicht am 19.02.2023

Leben in Eferding

Dschomba
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Die Autorin Karin Peschka ist Tochter von Wirtsleuten und stammt aus Eferding, wo auch die Handlung dieses Romans spielt.
Eine kleine Stadt in Oberösterreich. Wer hier lebt, wird davon geprägt.
Einer, ...

Die Autorin Karin Peschka ist Tochter von Wirtsleuten und stammt aus Eferding, wo auch die Handlung dieses Romans spielt.
Eine kleine Stadt in Oberösterreich. Wer hier lebt, wird davon geprägt.
Einer, der doch irgendwie immer fremd blieb, ist der Serbe Drankar Dzomba, phonetisch Dschomba genannt.

Karin Peschka erzählt in verknappter Sprache, die überflüssiges vermeidet. Das wird aber nicht so weit getrieben, dass die Lesbarkeit darunter leidet.
Im Gegenteil profitiert der Text davon, dass Karin Peschka einen ganz eigene Ton hat. Ein Ton, der mich anspricht und so folge ich der Handlung gerne.
Diese ist ganz offensichtlich autobiografisch beeinflusst, aber nicht in dem Sinne, dass ihr Leben erzählt wird. Doch sie kennt das Leben im Dorf und kann es adäquat wiedergeben.
Dabei bleibt die Handlung verhalten. Doch es gibt immer wieder Passagen, die zu berühren vermögen.

Veröffentlicht am 15.02.2023

Erfahrungen und Analyse

Schwarz und Frau
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Schwarz und Frau. Gedanken zur postkolonialen Gesellschaft.
Ein kluges Buch der Preisträgerin des Friedenspreis des deutschen Buchhandels, bei dem sie aus eigenen Erfahrungen in Afrika schöpft und das ...

Schwarz und Frau. Gedanken zur postkolonialen Gesellschaft.
Ein kluges Buch der Preisträgerin des Friedenspreis des deutschen Buchhandels, bei dem sie aus eigenen Erfahrungen in Afrika schöpft und das mit analytischen Überlegungen verknüpft.

Tsitsi Dangarembga ist eine beeindruckende Frau und Autorin. Mein Interesse wächst, auch einmal einen ihrer Romane zu lesen.

Veröffentlicht am 15.02.2023

Im Taumel durch die Stadt

Sunset City
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Sunset City ist ein atmosphärisch dichter Kriminalroman und ein Gesellschaftsporträt vom Leben in der Großstadt Houston.

Charlotte erfährt vom Tod ihrer unsteten Freundin Danielle. Danielle wurde ermordet. ...

Sunset City ist ein atmosphärisch dichter Kriminalroman und ein Gesellschaftsporträt vom Leben in der Großstadt Houston.

Charlotte erfährt vom Tod ihrer unsteten Freundin Danielle. Danielle wurde ermordet. Das wirft Charlotte aus der Bahn. Hinzu kommt, dass sie gerade von ihrem Freund verlassen wurde.
Orientierungslos geht Charlotte der Spur ihrer Freundin nach, sucht deren Freunde auf und taucht wie diese ab in einen Taumel von Alkohol, Drogen und Sex.
Es wird in erster Person aus Sicht von Charlotte erzählt, dadurch ist man dicht bei der Figur.

Es handelt sich nicht um einen stringenten Krimi mit Ermittlungen, obwohl es auch einen Detective gibt, der ermittelt. Doch man ist immer bei Charlotte und ihr Weg ist vom Zufall geprägt.Es ist nicht der raffinierteste Kriminalroman, aber die Noir-Motive funktionieren. Melissa Ginsburg Stil sagt mir sehr zu.

Der Roman schafft es, mich als Leser zu packen und ich habe ihn nahezu am Stück durchgelesen.

Veröffentlicht am 11.02.2023

Brünn, Graz und Davos

Malvenflug
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Der Roman ist genau geschrieben, wirkt etwas statisch.
Es ist eine Familiengeschichte in zwei Teilen. Zunächst in Zeiten des Krieges, verteilt auf Brünn, Graz und Davos. Im zweiten Teil wird die Nachkriegszeit ...

Der Roman ist genau geschrieben, wirkt etwas statisch.
Es ist eine Familiengeschichte in zwei Teilen. Zunächst in Zeiten des Krieges, verteilt auf Brünn, Graz und Davos. Im zweiten Teil wird die Nachkriegszeit betrachtet.
Im Mittelpunkt stehen Emma, ihr geschiedener Mann Pavel, die Kinder, die jüngsten unter ihnen sind die Zwillinge Lotte und Fritz. Dann noch Helga, die älteste Tochter.
Die Kapitel sind kurz, manchmal zu kurz. Dann wird man schon wieder an den nächsten Schauplatz gespült. Mit ein Grund, warum man den Figuren nicht zu nahe kommt. Manche hätten auch einfach noch weiterentwickelt werden, bleiben aber leider zu schematisch.
Hilfreich ist das Personenverzeichnis am Anfang des Buches. Jedoch ist es auch kein gutes Zeichen, wenn ein Roman ein solches überhaupt benötigt.
Ursula Wiegele hat durchaus einen ordentlichen Roman geschrieben, der aber passagenweise zu trocken geraten ist. Das gilt aber nicht für das gesamte Buch. Immer wieder gibt es durchaus emotionale Szenen.
Vielleicht bietet sich Malvenflug für einen zweiten Lesegang an.

Veröffentlicht am 10.02.2023

Der 18 November

Über die Berechnung des Rauminhalts I
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Und täglich grüßt das Murmeltier ist ein unterhaltsamer, aber kitschiger Hollywoodfilm.
Die dänische Schriftstellerin Solvej Balle setzt die Idee des immer wiederkehrenden Tages literarisch auf ernste ...

Und täglich grüßt das Murmeltier ist ein unterhaltsamer, aber kitschiger Hollywoodfilm.
Die dänische Schriftstellerin Solvej Balle setzt die Idee des immer wiederkehrenden Tages literarisch auf ernste Art um und zeigt, wie das realistisch wirken kann. Es ist ein dröges Leben.
Leider fand ich die Sprache nicht so ansprechend wie erwartet und das Buch bleibt auch thematisch für mich hinter den Erwartungen zurück.
Es ist ein ruhiges Buch. Für ungeduldige Leser nicht das richtige!