Romantasy trifft die 20er Jahre
Bite the Bride (Darkthorn Archives 1)Ich gebe es zu: Vampire sind normalerweise nicht mein Fall. Meistens mache ich einen riesigen Bogen darum, doch hin und wieder findet sich dann ein (Hör-)Buch, das ich doch lesen oder hören möchte. So ...
Ich gebe es zu: Vampire sind normalerweise nicht mein Fall. Meistens mache ich einen riesigen Bogen darum, doch hin und wieder findet sich dann ein (Hör-)Buch, das ich doch lesen oder hören möchte. So auch „Bite the Bride“. Das Setting hat mich neugierig gemacht, denn es vereint einige Dinge, die ich persönlich gerne mag. Die 20er, Bibliotheken, Frauen die sich nicht an Konventionen halten. Und zum Glück hat es sich gelohnt.
Denn Kat und Ethan mochte ich wirklich gerne. Ihre rebellische und leidenschaftliche Ader und seine beherrschte Art nach Außen und stellenweise recht unbeherrschte Art nach Innen, waren eine wundervolle Kombination. Die Chemie hat gestimmt und so gefiel mir die Dynamik, die zwischen ihnen entstand sehr. Die wenigen Ausnahmen bestätigen die Regel. Vor allem die Interaktionen und Dialoge haben Spaß gemacht. Wobei ich hier seltsam fand, wie Kat sich teilweise ausgedrückt hat, vor allem in Hinsicht auf das Setting der 20er Jahre.
Auch die Nebencharaktere haben ihren Teil dazu beigetragen, die Geschichte lebendig zu machen. Ob nun die Freundinnen oder der böse Widersacher, alle haben eine gute Rolle gehabt.
Allerdings fand ich hie und da die Auflösungen ein wenig zu simpel. Natürlich kann man nicht alles vollkommen ausschmücken, trotzdem hätte ich mir hier ein wenig mehr gewünscht. Andererseits passte es auch zur Grundstimmung dieses Buches, das ich nur bedingt als „Dark“ empfunden habe. Dazu kommt auch die Tatsache, dass einige Probleme mit Kommunikation aus der Welt hätte geschafft werden können. Zum Glück wurde dies nicht ausgereizt, sodass es nur ein klitzekleiner Wermutstropfen ist.
Die Sprecher:innen, Yeşim Meisheit und Vincent Fallow, habe das Hörbuch sehr gut umgesetzt. Auch wenn ich Kats Part etwas schnell gesprochen empfunden habe. Man kann hier allerdings auch gut argumentieren, dass es zum Charakter passt.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Optisch ist das Buch ein echter Hingucker, von Cover über Farbschnitt und die Aufmachung innen – alles sehr gut gelungen.