Ganz okay, aber kein Überflieger
„Zu nah“ ist der erste Teil der Reihe um Frankie Sheehan und eigentlich ein solider Krimi, der einen aber nicht komplett aus den Socken haut. Die Stimmung im regnerischen Dublin kommt richtig gut rüber ...
„Zu nah“ ist der erste Teil der Reihe um Frankie Sheehan und eigentlich ein solider Krimi, der einen aber nicht komplett aus den Socken haut. Die Stimmung im regnerischen Dublin kommt richtig gut rüber und die Ermittlerin ist keine perfekt gestylte Superheldin, was sie recht sympathisch macht. Man merkt sofort, dass die Autorin weiß, wie man eine düstere Atmosphäre aufbaut.
Leider zieht sich die Geschichte in der Mitte ziemlich in die Länge. Es gibt viele Momente, in denen die Ermittlung kaum vorangeht und man sich fragt, wann es endlich wieder spannend wird. Das Ende ist zwar überraschend, wirkt aber auch ein bisschen zu gewollt auf „krass“ getrimmt. Für ein entspanntes Wochenende auf der Couch ist das Buch völlig in Ordnung, aber man verpasst jetzt auch nichts Weltbewegendes, wenn man es nicht liest. Es ist eben ein typischer Durchschnittskrimi: gut geschrieben, aber ohne den ganz großen Wow-Effekt.