Cover-Bild Crudo
14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Politik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 13.05.2026
  • ISBN: 9783442718498
Olivia Laing

Crudo

Roman
Thomas Mohr (Übersetzer)

Bitte diesen Roman lesen, um das tragikomische Gefühl unserer Gegenwart zu spüren

Die Schriftstellerin Kathy verbringt den Sommer in der Toskana, in einem Hotel für Superreiche. Neben dem Schwimmen im Pool und den rauschenden Partys kümmert sie sich um die Planung ihrer bevorstehenden Hochzeit. Doch an den Gedanken, lebenslang an einen Menschen gebunden zu sein, muss sie sich noch gewöhnen. Und auch an die Welt da draußen, die ihr immer wieder in die Timeline des Sozialen Netzwerks gespült wird. Der Faschismus ist auf dem Vormarsch, der Planet hat den Kipppunkt längst überschritten, und die Wahrheit hat keinen Wert mehr. Lohnt es sich wirklich, lieben zu lernen, wenn die Gegenwart in ihr Ende rennt?

Olivia Laings erster Roman ist eine brillante, witzige und in jeder Hinsicht rohe Darstellung unserer Gegenwart und hebelt elegant die Angst vor der Zukunft aus. »Ein Liebesbrief an das Leben und die Kunst« (Deborah Levy).

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2026

Verwirrend und faszinierend zugleich

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ist dieser "rohe" (eben "crudo") Roman, der ebenso angelehnt ist an Elemente aus dem Leben der Autorin Olivia Laing wie an solche der viel zu früh verstorbenen amerikanischen Autorin Kathy Acker.

Ich ...

ist dieser "rohe" (eben "crudo") Roman, der ebenso angelehnt ist an Elemente aus dem Leben der Autorin Olivia Laing wie an solche der viel zu früh verstorbenen amerikanischen Autorin Kathy Acker.

Ich habe lange gebraucht, um mich darin zurecht zu finden: in den Blitzlichtern aus dem Leben der Schriftstellerin Kathy, erst kurz vor der Hochzeit, dann frisch verheiratet mit einem deutlich älteren Mann, was aber nur teilweise von Bedeutung zu sein scheint. Kathy unterzieht eigentlich alles einer Prüfung, lässt sich immer wieder aber auch einfach treiben: es sind - so habe ich es verstanden - Momentaufnahmen vom Sinn und Unsinn des Lebens, von Toleranz und Intoleranz, von Akzeptanz und Inakzeptanz, von Faschismus und Antifaschismus - von der Positionierung zu allen Fragestellungen des Lebens, die in einem so kurzen Roman eben so auftauchen (können).

Die Autorin hat mich als Leserin ganz schön gefordert, ich bin mir auch nicht sicher, ob ich ihr in jeder Hinsicht gerecht geworden bin - aber es war ein ganz besonderes Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde.