Verwirrend und faszinierend zugleich
ist dieser "rohe" (eben "crudo") Roman, der ebenso angelehnt ist an Elemente aus dem Leben der Autorin Olivia Laing wie an solche der viel zu früh verstorbenen amerikanischen Autorin Kathy Acker.
Ich ...
ist dieser "rohe" (eben "crudo") Roman, der ebenso angelehnt ist an Elemente aus dem Leben der Autorin Olivia Laing wie an solche der viel zu früh verstorbenen amerikanischen Autorin Kathy Acker.
Ich habe lange gebraucht, um mich darin zurecht zu finden: in den Blitzlichtern aus dem Leben der Schriftstellerin Kathy, erst kurz vor der Hochzeit, dann frisch verheiratet mit einem deutlich älteren Mann, was aber nur teilweise von Bedeutung zu sein scheint. Kathy unterzieht eigentlich alles einer Prüfung, lässt sich immer wieder aber auch einfach treiben: es sind - so habe ich es verstanden - Momentaufnahmen vom Sinn und Unsinn des Lebens, von Toleranz und Intoleranz, von Akzeptanz und Inakzeptanz, von Faschismus und Antifaschismus - von der Positionierung zu allen Fragestellungen des Lebens, die in einem so kurzen Roman eben so auftauchen (können).
Die Autorin hat mich als Leserin ganz schön gefordert, ich bin mir auch nicht sicher, ob ich ihr in jeder Hinsicht gerecht geworden bin - aber es war ein ganz besonderes Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde.