Familiäre Abgründe
Der FjordEin gut geschriebener, dabei sehr typischer Thriller, der folgende Themen behandelt, die aus meiner Sicht in sehr vielen Werken dieser Art vorkommen: die Reichen und Schönen, die Kluft zwischen ihnen und ...
Ein gut geschriebener, dabei sehr typischer Thriller, der folgende Themen behandelt, die aus meiner Sicht in sehr vielen Werken dieser Art vorkommen: die Reichen und Schönen, die Kluft zwischen ihnen und den anderen Schichten, Neid und Eifersucht, Familiäre Ränke diverser Art und eine tatsächlich überraschende Auflösung.
Die Engländerin Amelia ist verzweifelt: ihre jüngere Schwester Rose ist seit Monaten verschwunden. Das Schlimme: die letzte Begegnung beider Schwestern endete im Streit.
Da die letzte Spur von Rose den Kontakt zu Lawrence Fowley, einem in Norwegen ansässigen Milliardär belegt, versucht Amelia über dessen Verwandtschaft dorthin zu kommen: im Frühsommer findet stets ein großes, mehrtägiges Fest auf dessen Grundstück statt und sie beginnt eine Beziehung mit dessen Cousin Ford, um als dessen Begleitung daran teilzunehmen.
Dort angekommen, scheint alles noch deutlich luxuriöser und prachtvoller, als Amelia es sich irgend vorgestellt hatte und zudem äußerst verwirrend: es sterben einige Menschen vor Ort - sowohl Gäste als auch Personal - doch es wird dennoch weiter gefeiert, ohne dass etwas passiert wäre.
Amelia beginnt dem auf eigene Faust nachzugehen und vor allem das Personal zu befragen und spürt, dass so einiges im Argen ist. Die wahren Zusammenhänge allerdings sind vollkommen anders, als sie es sich hätte vorstellen können.
Ein Thriller, der außer dem unerwarteten Ende nicht meinem Geschmack entsprach. Zu sehr wurden die üblichen Klischees bemüht, zu wenig originelle Volten begegneten mir im Verlauf der Lektüre. Nein, Sarah Goodwin wird wohl nicht eine meiner Lieblingsautorinnen werden, auch wenn viele andere Leser ausgesprochen begeistert sind!