Cover-Bild Die Kinder von Izieu
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: bahoe books
  • Themenbereich: Graphic Novels, Comics, Cartoons
  • Genre: Weitere Themen / Comics, Cartoons, Humor
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 07.2025
  • ISBN: 9783903478473
Pascal Bresson, Giulio Salvadori

Die Kinder von Izieu

Anfang 1943 gründen Sabine und Miron Zlatin in der südfranzösischen Gemeinde Izieu im Departement Ain in der besetzten italienischen Zone ein Waisenhaus – das Maison d’Izieu –, um jüdische Kinder aufzunehmen und zu schützen. Nach der Kapitulation Italiens am 8. September 1943 marschiert die Wehrmacht in Südostfrankreich ein.

Unmittelbar beginnt eine verschärfte Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, mit Verhaftungen in Chambéry und Umgebung und mit der Ablösung des Unterpräfekten von Belley, dem Beschützer des Waisenhauses. Am 6. April 1944 erreichen Wehrmachtsangehörige in Begleitung von drei Gestapo-Offizieren das Maison d’Izieu, die anwesenden 44 Kinder und sieben jüdischen Erwachsenen werden verhaftet und abgeführt. Nur Léon Reifman gelingt mit einem Sprung aus dem Fenster die Flucht. Die Perticoz, eine Bauernfamilie in der Nachbarschaft, verstecken ihn … Sie verstehen nicht: Warum werden Kinder so brutal angegriffen? Wer hat Klaus Barbie und seine Handlanger auf dieses friedliche Waisenhaus aufmerksam gemacht? Gibt es vielleicht eine Denunziation?

Die Kinder und ihre Betreuer werden nach Lyon und dann nach Drancy gebracht, bevor sie nach Auschwitz deportiert und ermordet werden.

Mit einem Nachwort von Dominique Vidaud, dem Direktor der Gedenkstätte Izieu.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Wir vergessen nicht

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Am 06. April 1944 ist die Welt im Kinderheim von Izieu noch in Ordnung, die 44 dort untergebrachten jüdischen Kinder sowie deren Betreuer rechnen nicht mit der Unmenschlichkeit, die ihnen unerwartet widerfährt, ...

Am 06. April 1944 ist die Welt im Kinderheim von Izieu noch in Ordnung, die 44 dort untergebrachten jüdischen Kinder sowie deren Betreuer rechnen nicht mit der Unmenschlichkeit, die ihnen unerwartet widerfährt, als während der Frühstückszeit draußen Wehrmachtsangehörige nebst drei Gestapo-Offizieren auftauchen. Die Kinder und die anwesenden Erwachsenen werden in Lastwagen verfrachtet, einzig Léon Reifman rettet sich mit einem Sprung aus dem Fenster, und ins Gefängnis Montluc gebracht, von wo aus sie am nächsten Tag nach Drancy überführt werden. Eine Woche nach der Razzia deportiert man die meisten von ihnen nach Auschwitz-Birkenau, der Rest folgt einige Zeit später. Nur die Erzieherin Léa Feldblum kehrt lebend zurück.

Nikolaus »Klaus« Barbie war ein deutscher Kriegsverbrecher, der wegen seiner Grausamkeit unter der Bezeichnung »Der Schlächter von Lyon« zu zweifelhaftem Ruhm gelangte. Von 1942 bis 1944 war er Chef der Gestapo in Lyon, mit einem seiner schlimmsten und niederträchtigsten Verbrechen beschäftigt sich die vorliegende Graphic Novel.

Vor einiger Zeit las ich eine Graphic Novel über Klaus Barbie, bei dem es mir sehr schwer fällt, ihn Mensch zu nennen, solch grausame Verbrechen hat er begangen. Eines davon haben Pascal Bresson und Giulio Salvadori thematisch verarbeitet, mich damit beeindruckt und sehr bewegt. Einem Denunzianten war es zu verdanken, dass unschuldige Kinder und deren Betreuer damals abgeholt und in den sicheren Tod geschickt worden sind. Einen Verdacht gab es zwar, aber an Beweisen hat es leider gefehlt, um diesen Menschen dafür zur Verantwortung zu ziehen. Das vorliegende Werk beleuchtet die Umstände, beschäftigt sich mit dem Gerichtsprozess und lässt Überlebende zu Wort kommen. Die Geschichte hat mich berührt und ich finde es großartig, dass eine Erinnerung an die vielen Toten weiterhin besteht. Gegen das Vergessen.

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