Endlich geht es mit Gorm Grimm weiter!
Julius hat die Schnauze gestrichen voll! Nie kann man in Ruhe zocken oder am Handy rumdaddeln, immer muss man erst das Zimmer aufräumen oder Hausaufgaben machen. Voller Neid denkt Julius an seinen Wikinger-Freund ...
Julius hat die Schnauze gestrichen voll! Nie kann man in Ruhe zocken oder am Handy rumdaddeln, immer muss man erst das Zimmer aufräumen oder Hausaufgaben machen. Voller Neid denkt Julius an seinen Wikinger-Freund Gorm, der garantiert nie lernen muss und immer das tun kann, worauf er Lust hat. Essen zum Beispiel. Doch weit gefehlt! Lehrerin Frau Hasenpunsch verlangt von Gorm, dass er endlich lernt sich zu benehmen. Ansonsten würde sie ein ernstes Wörtchen mit seiner Mutter reden. Schluck. Gorm braucht dringend Hilfe! Zum Glück hat er seinen Menschenfreund Julius, der ihm bestimmt ein paar tolle Tipps geben kann. Der Schamane muss Gorm unbedingt in die Zukunft befördern, doch ehe dieser reagieren kann, kommt es zu einem kleinen Zwischenfall und Gorm und Julius haben die Zeiten getauscht. Eins ist sicher: Chaos ist da vorprogrammiert!
Hierbei handelt es sich um den vierten Band von „Gorm Grimm“, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Die einzelnen Bände können gut unabhängig voneinander gelesen werden, allerdings ist der Lesegenuss größer, wenn man die chronologische Reihenfolge einhält.
Ich habe diese coole Kindercomic-Serie letztes Jahr für mich entdeckt und gleich alle drei Bände in einem Rutsch verschlungen. Meine Freude war entsprechend groß als ich hörte, dass Patrick Wirbeleit und Kim Schmidt den Wunsch vieler Leserinnen nachgekommen sind und doch noch ein weiteres Gorm-Grimm-Abenteuer geschaffen haben. Ich konnte es kaum erwarten darin einzutauchen und ich wurde nicht enttäuscht!
Das Autor-Illustrator-Duo Patrick Wirbeleit und Kim Schmidt hat uns mal wieder einen großartigen Kindercomic gezaubert, bei welchem Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Auch dieser Band sprüht nur so vor Situationskomik und lustigen Missverständnissen und macht einfach gute Laune. Es ist wieder köstlich mitzuerleben, wie Wikinger Gorm Grimm mit seiner etwas einfältigen Art versucht, unsere heutige moderne Welt zu verstehen. Schuhe zum Beispiel. Tatsächlich läuft unser Wikinger die ganze Zeit über barfuß herum – sogar im Winter! Doch auch Julius muss sich diesmal in einer völlig anderen Welt zurechtfinden, was ihm, na ja, so semi gut gelingt. Statt Handy und Videospiele heißt es für ihn nun Holz hacken und Unterhosen waschen, grins. Die beiden gegensätzliche Freunde sind einfach immer ein Garant für gute Unterhaltung (das Cover liefert diesbezüglich bereits einen ziemlich guten Vorgeschmack): Der kindlich-naive, mundfaule Gorm, der immer hungrig ist. Und Julius – Computernerd, Stubenhocker und absoluter Hausaufgabenmuffel. Kinder werden es lieben, die Zwei zu begleiten, aber auch als Erwachsener hat man seinen hellen Spaß daran und erfreut sich an den vielen witzigen Gags und kleinen Anspielungen.
Die genialen Illustrationen von Kim Schmidt setzen das Ganze wie gewohnt perfekt in Szene. Seine bunten Zeichnungen sind genauso humorvoll wie der Text und so ausdrucksstark, dass Worte oft gar nicht vonnöten sind. Insgesamt ist die Textmenge wieder sehr überschaubar, sodass auch dieser Band ideal für Erstleserinnen und Lesemuffel geeignet ist.
Fazit: Gorm Grimm ist zurück und das Warten hat sich gelohnt! Auch „Gorm Grimm – Schule der Wikinger“ ist ein höchst unterhaltsames Zeitreiseabenteuer ab 6 Jahren mit zwei wunderbar ungleichen Freunden zum Schmunzeln und Gernhaben. Ein herrliches Lesevergnügen für alle Wikinger- und Comicfreunde und Fans von schrägen Geschichten. Ich bin auch von diesem Band richtig begeistert, über weitere Bände würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.