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Veröffentlicht am 02.07.2026

Ein unterhaltsamer Kinderkrimi.

Das Geheimnis des verschwundenen Amuletts
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Die zehnjährige Mira Sommer zieht mit ihren Eltern von Berlin in eine Kleinstadt, wo ihr Vater eine Buchhandlung eröffnen möchte. Noch während sie mitten im Umzugschaos stecken, beginnt Mira ihren neuen ...

Die zehnjährige Mira Sommer zieht mit ihren Eltern von Berlin in eine Kleinstadt, wo ihr Vater eine Buchhandlung eröffnen möchte. Noch während sie mitten im Umzugschaos stecken, beginnt Mira ihren neuen Heimatort zu erkunden. Vielleicht entdeckt sie ja etwas Ungewöhnliches. Mira ist eine begeisterte Spurensucherin. Sie sieht viele Dinge, die anderen verborgen bleiben. Die besten Voraussetzungen für eine kleine Detektivin. Ihr großes Vorbild ist Sherlock Holmes, aber was wäre der ohne seinen Watson? Zum Glück lernt Mira die Kinder Amelie und Fabio kennen, mit denen sie sehr schnell ein unschlagbares Team bildet. Als ein wertvolles Amulett verschwindet, nehmen sich die drei dem Fall natürlich sofort an. Ihre Ermittlungen erweisen sich jedoch als äußerst knifflig und dann gerät auch noch ausgerechnet Mira unter Verdacht, das Schmuckstück gestohlen zu haben. Ob es dem Trio wohl gelingen wird, den Fall zu lösen?

Ich liebe Detektivgeschichten mit gewitzten jungen Ermittlerinnen. Ich war daher guter Dinge, dass das neue Kinderbuch von Marietheres Wagner genau meinen Geschmack treffen wird, allerdings habe ich mir wohl ein bisschen zu viel versprochen. Schon der Beginn war für mich etwas holprig und auch im weiteren Verlauf bin ich leider nicht komplett mit der Geschichte warm geworden.

Als Leserin wird man gleich zu Beginn mitten ins Geschehen geworfen, was im ersten Moment für leichte Verwirrung sorgt. Auch der etwas konfus wirkende Schreibstil erschwert den Einstieg etwas. Die Geschichte wird durchgehend aus der Ich-Perspektive von Mira erzählt, die mit einer Menge Fantasie gesegnet ist. Auf der einen Seite macht es Freude, ihre lebhaften Gedankengänge mitzuverfolgen, auf der anderen Seite lesen sich diese aber auch recht sprunghaft. Mira selbst beschreibt ihr Kopfchaos als Waschmaschine im Schleudergang und das trifft es ziemlich gut. Für das empfohlene Lesealter könnte die Erzählweise etwas zu anspruchsvoll sein. Selbst mir, als Erwachsene, war sie manchmal zu anstrengend. Auch handlungstechnisch wird es dieses Buch bei jungen Leserinnen vermutlich eher schwer haben, da es eine Weile dauert, bis die Geschichte richtig an Fahrt aufnimmt. Wer aber am Ball bleibt, wird man einem cleveren Detektivabenteuer belohnt, bei dem man schön mitfiebern kann. Bisweilen kommt der Zufall allerdings etwas zu oft zur Hilfe und manches wird sehr übertrieben dargestellt. Vor allem das Verhalten der Kommissarin erscheint wenig realistisch. Ansonsten sind die Charaktere aber gut ausgearbeitet. Mira ist eine sehr sympathische und pfiffige Protagonistin, die eine tolle Entwicklung durchmacht. Anfangs noch die unsichere Neue wächst sie im Laufe der Ermittlungen über sich hinaus und lernt, an sich selbst zu glauben. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden Fabio und Amelie zeigt sie uns, dass Zusammenhalt stark macht und wie wichtig es ist, seinen eigenen Fähigkeiten zu vertrauen.

Etwas schade ist, dass es keine Illustrationen gibt, die das Erzählte begleiten. Die habe ich persönlich sehr vermisst. Das Ende lässt vermuten, dass es eine Fortsetzung geben könnte, allerdings gehe ich momentan eher davon aus, dass ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde.

Fazit: „Das Geheimnis des verschwundenen Amulettes: Ein Fall für Mira Sommer“ ist eine abenteuerliche und unterhaltsame Detektivgeschichte über Freundschaft, Mut und das Vertrauen in die eigenen Stärken. Ein netter Kinderkrimi für aufgeweckte Spürnasen ab 10 Jahren. Auch wenn ich mir etwas erhofft habe, kann ich das Buch empfehlen. Da es sprachlich aber etwas anspruchsvoller ist, sollte man schon geübt im Lesen sein. Von mir gibt es sehr gute 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.06.2026

Ein monstermäßig tolles Heldenabenteuer!

Monsterjäger
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Kit lebt in Zerbonia – eine Welt voller Monster. Er hat schon immer davon geträumt, ein berühmter Monsterjäger zu werden und verfolgt immer begeistert die Meister-Liga der Monsterjagd mit. Wie gerne würde ...

Kit lebt in Zerbonia – eine Welt voller Monster. Er hat schon immer davon geträumt, ein berühmter Monsterjäger zu werden und verfolgt immer begeistert die Meister-Liga der Monsterjagd mit. Wie gerne würde er auch mal an den Wettkämpfen teilnehmen. Leider ist als er als Gnorg (halb Gnom, halb Zwerg) aber ziemlich klein und verfügt über keine besonders starken Fähigkeiten. Also nicht die besten Voraussetzungen, die Aufgaben erfolgreich zu meistern. Als jedoch nach längerer Zeit endlich wieder ein Helden-Test ansteht, sieht er seine Chance dennoch gekommen. Er wird es allen zeigen – vor allem Fiesling Breck, ein Troggel, der ihn ständig auf dem Kicker hat. Jetzt braucht er nur noch ein gutes Team. Ein selbstgemaltes Plakat verhilft ihm tatsächlich zu zwei Teamkameraden. Diese entsprechen zwar eigentlich nicht so wirklich Kits Vorstellungen...aber egal, besser, als gar kein Team. Gemeinsam mit Meerhexe Sandy und dem veganen Vampir Dorn tritt er als Turbo-Trio an und stellt sich den monstergefährlichen Prüfungen...

Du bist ein großer Dungeon-and-Dragons-Fan und liebst Monster und spannende Geschichten? Dann bist du hier genau richtig! Kieran Larwood hat hier einen wunderbaren Serienstart zu Papier gebracht, an dem man auch als Erwachsener seine helle Freude hat. Die Story reißt einen direkt mit und sprüht nur so vor lustigen Details und herrlich schrägen Ideen. Ob ein Vampir, der gerne strickt und vegan lebt; eine Meerhexe, die nur kleine Sandburgen zaubern kann; Spielerkarten, die uns mehr über die Persönlichkeiten der Figuren verraten – es macht einfach Spaß, in diese magisch-bunte Welt einzutauchen und das Turbo-Trio auf seinem Abenteuer zu begleiten. In schönstem Rollenspiel-Stil werden die Quests dieser ungewöhnlichen Truppe erzählt, sodass man tief in die Geschichte eintauchen kann. Man fiebert, bangt und lacht mit den Dreien mit und schließt sie mit jeder weiteren Seite immer mehr ins Herz. Kit, Sandy und Dorn sind ein tolles Team – völlig verschieden und gemeinsam unschlagbar. Sie zeigen uns, dass es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde und dass auch vermeintliche unheldenhafte Außenseiter groß und stark sein können. Wenn man sich selbst und seine Fähigkeiten vertraut und immer fest zusammenhält, kann man so gut wie alles schaffen – auch gefährliche Monster besiegen.

Mit seiner großen Schrift und der reichen Bebilderung ist das Buch ideal für Leseanfängerinnen geeignet und begeistert sicherlich auch den größten Lesemuffel. Was für ein Glück, dass man sich im Anschluss direkt ins nächste Level stürzen kann. Der zweite Band ist zeitgleich mit dem ersten erschienen und der dritte wird ebenfalls nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich freue mich schon sehr darauf!

Die zahlreichen witzigen und detailreichen schwarz-weiß Illustrationen von Joe Todd-Stanton sind mal wieder ein besonderes Highlight. Mit seinem unverkennbaren Strich und coolen Comic-Elementen setzt der englische Künstler das Erzählte kongenial in Szene und die doppelseitige Karte von Zerbonia auf den Vorsatzpapieren rundet das Ganze perfekt ab.

Fazit: „Monsterjäger – Level 1: Helden-Test“ ist ein humorvolles und actiongeladenes Fantasyabenteuer über Freundschaft, Zusammenhalt und den Mut, an sich selbst zu glauben. Ein monstermäßig toller Reihenauftakt ab 7 Jahren, der Lust auf mehr macht und uns zeigt: Held
innen müssen nicht perfekt sein, um Großes zu erreichen. Ich bin begeistert und habe nach dem Beenden sofort zum zweiten Band gegriffen. Den dritten Teil kann ich nun kaum erwarten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Ein spannendes Zeitreiseabenteuer, das große Lust auf mehr macht!

Jonathan Clock (Band 1) – Die Rache des Pharao
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Der 12-jährige Jonathan Clock und seine Mutter Callidora bleiben nie lange an einem Ort. Hat er sich gerade irgendwo eingelebt, müssen sie auch schon wieder weg. Doch warum sie ständig umziehen, weiß ...

Der 12-jährige Jonathan Clock und seine Mutter Callidora bleiben nie lange an einem Ort. Hat er sich gerade irgendwo eingelebt, müssen sie auch schon wieder weg. Doch warum sie ständig umziehen, weiß Jonathan nicht – bis eines Nachts zwei gefährliche Fremde auftauchen, die hinter Callidora her sind. Ihnen gelingt es zu fliehen und Jonathan entdeckt endlich das große Geheimnis seiner Mutter: Sie kann Zeittüren öffnen und in andere Epochen reisen. Und das bringt sie in große Gefahr. Die beiden finden zunächst Unterschlupf bei Jonathans Onkel Emmett und seiner Cousine Ruby, von deren Existenz er bisher nichts wusste. Doch ihre Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen. Um sich zu retten, müssen sie den Rat der Zeit überlisten und das Rätsel von Nofretetes goldenen Herzskarabäus lösen. Ehe es sich Jonathan versieht, befindet er sich im alten Ägypten wieder und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Nachdem mich Maya G. Leonard nun schon mehrmals mit ihren Büchern begeistern konnte, wanderte der Auftakt ihrer neuen Kinderbuchreihe natürlich sofort auf meine Leseliste. Ich war wahnsinnig gespannt und wurde nicht enttäuscht!

Maya G. Leonard legt hier einen vielversprechenden Serienstart vor, der definitiv Lust auf mehr macht. Von Beginn an herrscht eine spannende und geheimnisvolle Atmosphäre, der man sich kaum mehr entziehen kann. Nicht nur Hauptprotagonist Jonathan weiß zunächst nicht, was eigentlich los ist, auch als Leserin wird man zunächst über vieles im Unklaren gelassen. Wieso befinden sich Jonathan und seine Mutter auf der Flucht? Wer ist Callidora Clock eigentlich? Was hat sie ihrem Sohn alles verschwiegen? Und warum? Man möchte unbedingt Antworten auf die ganzen Fragen haben und ist von den ersten Seiten an eifrig am mitfiebern und miträtseln. Dass die Zeitreise ein wenig auf sich warten lässt, tut der Spannung somit keinen Abbruch, im Gegenteil. Die Handlung schreitet rasch voran, steckt voller überraschender Wendungen und gibt einem direkt das Gefühl, selbst dabei zu sein. Vor allem die Szenen im alten Ägypten werden sehr lebendig und anschaulich beschrieben und vermitteln ganz nebenbei allerhand Wissen über Mumien, Tutanchamun und Co. Man merkt sehr, dass die Autorin für ihren Roman ausführlich recherchiert hat. Junge Ägypten-Fans kommen hier garantiert ganz auf ihre Kosten, aber auch ältere Leserinnen zieht die Mischung aus magischem Zeitreiseabenteuer und ein bisschen Geschichtsunterricht durchweg in den Bann.
Auch die Charaktere überzeugen, besonders Jonathan und Ruby sind zwei sympathische Protagonistinnen, die schnell ein unschlagbaren Team bilden und gemeinsam über sich hinauswachsen. Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Familie und die Suche nach der eigenen Bestimmung werden gekonnt aufgegriffen und in die Handlung eingebaut. Am Ende bleiben einige Fragen offen, sodass man die Fortsetzung kaum erwarten kann.

Untermalt wird die Geschichte von wunderschönen, atmosphärischen schwarz-weiß Illustrationen, beigesteuert von Manuel Šumberac. Ein mehrseitiger Wissensteil im Anschluss rundet das Ganze perfekt ab und eine Leseprobe vom zweiten Teil lässt die Vorfreude auf die nächste Mission nur noch größer werden.

Fazit: „Jonathan Clock – Die Rache des Pharao“ ist ein gelungener Reihenauftakt, der in eine packende Abenteuergeschichte entführt und nicht nur junge Leser
innen zu fesseln vermag. Das perfekte Lesefutter für alle ab 10 Jahren, die Zeitreisen, Geheimnisse und das alte Ägypten lieben. Maja G. Leonard hat es mal wieder geschafft, mich zu begeistern! Auf den zweiten Band, der voraussichtlich im November erscheinen wird, freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.06.2026

Ein weiterer wunderschöner Folgeband einer bezaubernden Reihe!

Elfies Zauberbuch. Band 6
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Elfie und ihre Schwestern besuchen in ihrem roten Doppeldeckerbus das Heimatdorf ihrer Großmutter, das im Herzen der korsischen Berge liegt. Auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte entdecken die drei ...

Elfie und ihre Schwestern besuchen in ihrem roten Doppeldeckerbus das Heimatdorf ihrer Großmutter, das im Herzen der korsischen Berge liegt. Auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte entdecken die drei jungen Mädchen das Temperament der Inselbewohner und verlieben sich in die herrliche Landschaft. Doch ihr Besuch wird getrübt: Magda leidet immer mehr unter schlimmen Phantomschmerzen in ihrem amputierten Bein. Elfie möchte ihrer Schwester unbedingt helfen. Als sie erfährt, dass der Feuerwehrmann Orso über besondere Mittel verfügt, mit denen man solche Schmerzen lindern kann, sucht sie ihn sofort auf. Doch Orso weigert sich, seine Heilkunst anzuwenden. Warum hat er beschlossen, seine Magie aufzugeben? Und wie kann Elfie ihn überzeugen, ihr doch zu helfen? Während Elfie versucht das mysteriöse Verschwinden von Orsos verschwundenen Bruder zu lüften (tatkräftig unterstützt von einem verzauberten Schweinchen), gerät Magda in große Gefahr...

Hierbei handelt es sich um den sechsten Band von „Elfies Zauberbuch“, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Da die eigentlichen Abenteuer in sich abgeschlossen sind und alle wichtigen Ereignisse zu Beginn kurz zusammengefasst werden, ist ein Einstieg jederzeit möglich. Dennoch empfiehlt es sich, mit dem ersten Teil zu starten. Die Reihe macht dann einfach viel mehr Spaß!
Ich liebe die Geschichten rund um Junghexe Elfie und ihre Schwestern. Jeder Band war bisher ein Highlight – und der sechste bildet da definitiv keine Ausnahme.

Erneut reisen wir mit den drei Schwestern und ihrem roten Bücherbus durch Frankreich. Dieses Mal verschlägt es uns mit dem Trio nach Korsika, in das Heimatdorf ihrer Großmutter. Wie immer gelingt es dem Autorinnen-Duo die Sagen und Legenden der entsprechenden Region auf eine spielerische Weise zum Leben zu erwecken und gekonnt mit ernsten und aktuellen Themen zu verknüpfen. Neben einer neuen spannenden Suche, einem verzauberten Origami-Schweinchen, temperamentvollen Omas und einem wilden Besenritt erzählt dieser Band auch von Behinderung, Phantomschmerzen, Schuldgefühlen und menschlicher Unvernunft. Vor allem Magda steht diesmal sehr im Vordergrund des Geschehens. Wir erfahren mehr über den verheerenden Brand, bei dem Magda ihr Bein verlor, und ihre ständigen Schmerzen, die ihr übellauniges Verhalten erklären. Auch Luna spricht offen über ihre belastenden Gefühle, die sie seit dem Feuer mit sich herumträgt.
Darüber hinaus führt uns die Geschichte auch vor Augen, wie leichtsinnig wir Menschen manchmal handeln und dass schon eine einzige Zigarettenkippe schlimme Waldbrände verursachen kann. Das Ganze wird bewundernswert feinfühlig und ohne erhobenen Zeigefinger behandelt, sodass die Geschichte nie an Leichtigkeit verliert. Ganz im Gegenteil, trotz der vielen Emotionen und den dramatischen Ereignissen zum Ende hin ist auch dieser Band von dem gewohnten warmen Humor geprägt sowie der magischen Wohlfühlatmosphäre, die diese Reihe auszeichnet. Es ist einfach wieder die reinste Freude, in die Welt von Elfie einzutauchen, den starken Schwestenzusammenhalt mitzuerleben und zu verfolgen, wie Elfie und ihre magischen Kräfte weiter wachsen. Die Charaktere sind bezaubernd wie eh und je: Ob das Schwesterntrio oder die vielen verschiedenen Nebenfiguren – man muss sie einfach alle lieben.

Die wundervollen Zeichnungen von Mini Ludvin sind wie gewohnt ein besonderer Genuss. Mit viel Liebe zum Detail und warmen Farben erwecken sie Korsika zum Leben, entführen uns in die herrliche malerische Landschaft der französischen Insel und die Dörfer, die voller Leben sind. Jede Seite, jedes Bild ist eine Wonne fürs Auge, sodass man sich mal wieder stundenlang darin verlieren kann.

Fazit: Das Künstler
innen-Trio hat ein weiteres Mal gezaubert und beschert uns magischen Comic-Wohlfühlgenuss vom Feinsten. Auch „Der korsische Zauber“ ist eine wunderschöne Graphic Novel für Jung und Alt, die das Herz berührt und emotional und unterhaltsam zugleich ist. Ein fesselndes Abenteuer voller Magie, gepaart mit einer bewegenden Familiengeschichte über Schwesternliebe und Zusammenhalt. Ich habe auch diesen Band von der ersten Seite an geliebt und leider viel zu schnell beendet. Diese Kindercomic-Reihe ist einfach so schön, ich kann sie jedem nur ans Herzen legen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Eine weitere großartige Comic-Adaption eines Agatha-Christie-Klassikers!

Agatha Christie Classics: Und dann gab's keines mehr
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Zehn Männer und Frauen aus völlig unterschiedlichen Kreisen werden auf eine kleine abgelegene Insel vor der Küste Devons eingeladen. Sie sind einander noch nie begegnet und auch ihren Gastgeber, ein gewisser ...

Zehn Männer und Frauen aus völlig unterschiedlichen Kreisen werden auf eine kleine abgelegene Insel vor der Küste Devons eingeladen. Sie sind einander noch nie begegnet und auch ihren Gastgeber, ein gewisser U.N. Owen, kennt niemand von ihnen. Auf Soldiers Island ist alles sehr schick und luxuriös und zuerst sind noch alle sehr vergnügt. Doch dies ändert sich noch. Zuerst gibt ihnen ihr Gastgeber Rätsel auf. Wer ist dieser Mr. Owen eigentlich und warum lässt er sich nicht blicken? Erst als die Gesellschaft beim Dinner zusammensitzt, wird ihnen offenbart, warum sie angereist sind. Eine Stimme aus einem alten Grammophon verkündet ihnen, dass sie alle sterben werden. Denn eine Sache haben die zehn Gäste doch gemeinsam: Sie alle hüten ein düsteres Geheimnis. Jeder von ihnen ist für den Tod für mindestens einen Menschen verantwortlich und wurde dafür nie bestraft. Mr. Owen scheint irgendwie davon erfahren zu haben und kündigt nun Gerechtigkeit an. Ein Gast nach dem anderen stirbt einen mysteriösen Tod, der von dem alten Kinderreim „Zehn kleine Kriegerlein“ inspiriert ist. Man belauert und verdächtigt einander, denn einer von ihnen muss der Mörder sein – nur wer? Alle suchen verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit, aber ein Entkommen von der Insel ist unmöglich.

Letztes Jahr habe ich endlich zu den Agatha-Christie-Classics-Comics gegriffen und alle bis dahin erschienenen Bände in einem Rutsch hintereinander weggelesen. Nach meiner großen Begeisterung für jeden einzeln Band, musste natürlich auch die sechste Graphic-Novel-Adaption bei mir Einzug halten. Meine Erwartungen waren hoch und was soll ich sagen, sie wurden mehr als erfüllt!

„Und dann gab’s keines mehr“ gilt es als der meistverkaufte Kriminalroman aller Zeiten und das definitiv zu Recht. Mit ihrem unnachahmlichen Gespür für Spannung und Atmosphäre hat Agatha Christie hier ein kriminalistisches Meisterwerk geschaffen, das bis heute nichts von seinem Charme verloren hat und auch Liebhaber*innen von modernen Thrillern zu unterhalten weiß. Erfreulicherweise hält sich Pascal Davoz in seinem Script sehr nah an die Romanvorlage, angefangen bei der brillant durchdachten Handlung über die stimmigen Dialoge bis hin zu den gelungenen Charakteren. Auch die Modernisierung des heute nicht mehr akzeptablen Kinderreims in der Ursprungsfassung fügt sich absolut harmonisch in das Geschehen ein. Es ist wahnsinnig spannend mitzuverfolgen, wie die Gruppe auf der Insel agiert und wie nach und nach ihr wahres Wesen offenbart wird. Man stellt immerzu Vermutungen auf, wer von ihnen wohl der Täter ist. Zum Ende hin meint man, die Antwort zu kennen, aber typisch Agatha Christie kommt ganz am Schluss noch mal eine krasse Wendung, mit der man nicht gerechnet hat. Die Auflösung ist wirklich genial – unvorhersehbar und rundum schlüssig.

Auch Callixte, der bereits zwei vorherige Agatha-Christie-Comics illustriert hat, hat mal wieder hervorragende Arbeit geleistet. Seine ausdrucksstarken und detaillierten Zeichnungen fangen das Inselsetting und die Stimmung unter den Gästen sehr atmosphärisch ein; Gestik, Mimik und kleine Feinheiten regen zum genauen Hinschauen und Miträtseln an. Der Epilog wurde von Georges Van Linthout in Szene gesetzt und er hat seine Sache wirklich gut gemacht, dieser Wechsel fällt im ersten Moment gar nicht auf.

Fazit: Mit „Und dann gab’s keines mehr“ ist eine weitere gelungene Comic-Adaption eines großen Agatha-Christie-Klassikers im Carlsen Verlag erschienen, die Fans und Neulinge gleichermaßen zu begeistern vermag. Ein Must-Have für alle Krimi- und Agatha-Christie-Fans. Fesselnd, raffiniert, wunderbar zeitlos. Also ich bin begeistert, dieser Band ist sogar mein neuer persönlicher Favorit aus der Reihe. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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