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Veröffentlicht am 05.07.2020

Eine geniale heldenstarke Fortsetzung, die große Lust auf mehr macht!

Burg Tollkühn - Verrat auf der Heldenschule
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Da mir der Auftakt der Burg Tollkühn – Saga unglaublich gut gefallen hat, habe ich dem Erscheinen von Band 2 ganz sehnsüchtig entgegen gefiebert. Ende Juni war es endlich soweit: Ich konnte mich mit Siggi ...

Da mir der Auftakt der Burg Tollkühn – Saga unglaublich gut gefallen hat, habe ich dem Erscheinen von Band 2 ganz sehnsüchtig entgegen gefiebert. Ende Juni war es endlich soweit: Ich konnte mich mit Siggi und seinen Freunden in ein neues aufregendes Heldenabenteuer stürzen! Als mein Exemplar bei mir eintraf, habe ich es mir sofort geschnappt und mit dem Schmökern losgelegt.

Mitten im Schuljahr taucht auf Burg Tollkühn ein neuer Heldenschüler auf. Jago ist ein total netter und freundlicher Typ, aber Siggi wird dennoch nicht warm mit ihm. Als auf einmal merkwürdige Dinge auf der Heldenschule passieren, hat Siggi sofort einen Verdacht, wer dafür verantwortlich sein könnte. Leider will ihm aber niemand glauben. Noch nicht einmal seine besten Freunde Brünhild und Filas. Da muss wohl er, Siggi, der ängstlichste Heldenschüler auf Burg Tollkühn, der Sache alleine auf den Grund gehen. Ob es ihm wohl gelingen wird herausfinden, wer hinter den mysteriösen Geschehnissen steckt?

Auf meine Rückkehr auf die einmalige Burg Tollkühn habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut: In meinen Augen ist Andreas Völlinger mit „Verrat auf der Heldenschule“ eine ganz famose Fortsetzung geglückt, mit welcher er mich genauso begeistern konnte wie mit dem Reihenauftakt. Einmal begonnen mit dem Lesen, wollte ich gar nicht mehr damit aufhören. Wie schon der erste Band, so erzählt auch der zweite eine super mitreißende, lustige und sehr fantasievolle Geschichte voller überraschender Wendungen und origineller Ideen. Ich, als Erwachsen, habe ich das Buch in einem Rutsch durchgesuchtet und für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet.
Solltet ihr diese wundervolle Reihe noch nicht kennen, kann ich euch wirklich nur sehr ans Herz legen, dies unbedingt noch zu ändern! Ich rate nur sehr, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten, da sie aufeinander aufbauen. Fürs Verständnis mag es wohl nicht unbedingt notwendig sein, allerdings ist der Lesespaß zweifellos deutlich höher, wenn man zuerst den ersten Band liest und danach erst in den zweiten abtaucht.

Was mir wieder ganz besonders gefallen hat, sind die zauberhaften Charaktere. Die Gestalten, die sich auf der Burg Tollkühn tummeln, muss man als Leser einfach feiern. Ich jedenfalls finde sie brillant. Da hätten wir zum Beispiel Siggi, unseren Hauptprotagonisten, aus dessen Sicht wir erneut alles in der dritten Person erfahren. Siggi war mir bereits im ersten Band wahnsinnig sympathisch und auch dieses Mal mochte ich ihn vom ersten Moment an unbeschreiblich gerne . Mit seiner liebenswerten, ängstlichen und auf seine Weise heldenhaften Art schleicht er sich einfach sofort in die Herzen von uns Lesern.

Auch Siggis beste Freunde, die toughe Brünhild und den tollpatschigen Elfen Filas, habe ich schon längst unheimlich liebgewonnen. Die drei Kinder könnten wahrlich unterschiedlicher sein, passen aber vermutlich gerade deswegen so prima zusammen. Sie können sich stets aufeinander verlassen und gehen gemeinsam durch dick und dünn. 

Neben Siggi, Brünhild und Filas begegnen wir in diesem Band noch so einigen weiteren bekannten Gesichtern aus dem Serienstart. Der extrem kampfeslustigen Zwergin Tulga zum Beispiel, dem blöden Hagen oder Isolde, die, zum Leidwesen aller, liebend gerne singt und auf ihrer Laute spielt, dabei aber keinen einzigen Ton trifft, hihi.
Von den Figuren könnte ich euch wirklich endlos etwas vorschwärmen. Manche sind so wunderbar schräg und schrullig drauf, sodass man aus dem Schmunzeln stellenweise gar nicht mehr herauskommt.

Humormäßig bin ich definitiv wieder vollkommen auf meine Kosten gekommen. Einfach nur herrlich, sag ich euch, auf was für ulkige Ideen der Andreas Völlinger wieder gekommen ist. Besonders spitze finde ich immer das Zwergenmädchen Tulga. Über ihre aufbrausende Art amüsiere ich mich immer köstlich.

Neben dem hervorragenden Humor kommt natürlich auch die Spannung nicht zu kurz. Wie oben bereits erwähnt, wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da ich von Beginn an so sehr am mitfiebern war. Vor allem die mysteriösen Geschehnisse auf Burg Tollkühn haben mich richtig gefesselt und durchweg miträtseln lassen.
Die Geschichte kann aber nicht nur mit jeder Menge aufregender und lustiger Momente aufwarten. Wie schon der erste Band, so enthält auch der zweite Teil viele wichtige Themen und Werte wie Großzügigkeit, Edelmut, Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Wirklich klasse, ich bin erneut hellauf begeistert davon, was für großartige Botschaften die Burg Tollkühn-Abenteuer vermitteln!

Wovon ich ebenfalls wieder ganz hin und weg bin, ist das Setting. Mit der Burg Tollkühn hat Andreas Völlinger einen umwerfenden Schauplatz erschaffen, von welchem ich dank der anschaulichen Beschreibungen erneut die tollsten Bilder im Kopf hatte. Total verzückt bin ich auch wieder von der abenteuerlichen Atmosphäre, die durch die einzigartige Kulisse zustande kommt. Das Internatsfeeling in dieser Reihe ist einfach nur der Hit, sag ich euch. Irgendwie kamen für mich dieses Mal sogar ein bisschen Hogwarts-Vibes auf. Warum, kann ich allerdings gar nicht sagen, da Burg Tollkühn und die Zauberschule aus Harry Potter eigentlich total verschieden sind. Aber irgendwie hat mich dieser Band dennoch ein kleines bisschen in Hogwartsstimmung versetzt. :)

Was dann natürlich auf gar keinen unerwähnt bleiben darf, ist die coole Aufmachung des Buches. Das Cover gefällt mir mega gut. Ich finde es sogar noch ein bisschen besser als das vom ersten Band und schon das fand ich spitze.
Der Innenteil kann sich aber auch wieder sehen lassen. Das Vorsatzpapier zeigt erneut die Hauptfiguren mitsamt ihren wichtigsten Charaktereigenschaften und hinten im Buch erwartet einen im Anschluss an die Geschichte ein toller mehrseitiger Rätselspaß. Während des Lesevergnügens kommen wir aber selbstverständlich auch wieder in den Genuss von vielen genialen Bildern. Mir haben die schwarz-weiß Illustrationen von Zapf abermals irre gut gefallen. Ich stehe einfach total auf seinen unverkennbaren und richtig witzigen Zeichenstil. :D

Fazit: Eine heldenstarke Fortsetzung, die große Lust auf mehr macht! Mir hat auch der zweite Teil der Burg Tollkühn – Saga ein fabelhaftes Leseerlebnis beschert. Die spannende und humorvolle Handlung lässt an keiner einzigen Stelle Langeweile aufkommen, die außergewöhnlichen Charaktere zaubern uns mit ihren amüsanten Eigenarten immerzu ein fettes Grinsen auf die Lippen, das Setting ist fantastisch und die zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen von Zapf sind ebenfalls einfach nur mal wieder grandios. Für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren, die gerne Fantasy- und Abenteuergeschichten lesen, ist die Burg Tollkühn – Serie absolut zu empfehlen! Ich kann die Bücher aber auch deutlich älteren Lesern wärmstens ans Herz legen. Über weitere Bände würde ich mich riesig freuen! Der zweite Band erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2020

Eine weitere geniale Fortsetzung! Diese Reihe ist so cool!

Bitte nicht öffnen 5: Magic!
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Ich liebe die Bücher von der Charlotte Habersack und ihre großartige „Bitte nicht öffnen“ - Reihe mag ich ganz besonders gerne. Die ersten vier Bände konnten mich hellauf begeistern, daher habe ich mich ...

Ich liebe die Bücher von der Charlotte Habersack und ihre großartige „Bitte nicht öffnen“ - Reihe mag ich ganz besonders gerne. Die ersten vier Bände konnten mich hellauf begeistern, daher habe ich mich auf den fünften Band tierisch gefreut!

Yay, endlich ist das neue Päckchen da! Eigentlich sollte diese anonyme Post kein Grund zur Freude sein, schließlich haben die vier vorherigen Päckchen des geheimnisvollen Verschickers für jede Menge Trubel und Ärger gesorgt, aber mittlerweile sehnen Nemo, Fred und Oda die Pakete richtiggehend herbei. Die Neugierde auf deren Inhalte ist inzwischen einfach zu groß. Dieses Mal wissen sie allerdings, was für ein lebendiges Spielzeug drinsteckt: Ein magisches Einhorn! Womit die drei Kinder aber nicht gerechnet haben: Magic, wie das Einhorn heißt, entspricht so gar nicht dem gängigen Einhorn-Klischee und wird den Freunden mit der Zeit ziemlich auf den Keks gehen. Aber es kann Wünsche erfüllen und das wiederum finden Nemo, Fred und Oda zunächst richtig cool. Sie wünschen wie die Verrückten, denken in ihrem Wunschrausch aber auch an die Boringer Bürger und lassen deren Träume mit Magics Fähigkeiten wahr werden. Das Ganze wird nur sehr bald in einem erneuten Chaos enden.

Nicht nur von Nemo, Fred und Oda werden die Pakete mittlerweile ungeduldig erwartet, auch ich fiebere ihnen immer schon ganz sehnsüchtig entgegen. Sehr gespannt bin ich auch jedes Mal auf die Covergestaltung mit diesem coolen Guckloch. Ich feiere diese brillante Aufmachung immer so richtig und auch die Illustrationen von Fréderic Bertrand, die uns zwischen den Buchdeckeln erwarten, gefallen mir immer mega gut. Ich stehe einfach total auf seinen unverkennbaren Zeichenstil. Auch in Band 5 konnte er mich mit seinen vielen witzigen Bildern komplett verzaubern. Bild und Text harmonieren abermals hervorragend miteinander und sorgen für die allerschönsten Lesestunden. Solltet ihr die „Bitte nicht öffnen“- Serie noch nicht kennen, kann ich euch wirklich nur sehr ans Herz legen, dies schleunigst zu ändern. Diese Bücher machen so unfassbar viel Spaß! Ich rare nur sehr, besser mit dem Auftakt zu beginnen und die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten. Die Bücher erzählen zwar recht eigenständige Geschichten und können daher unabhängig voneinander gelesen werden, allerdings bauen sie dennoch etwas aufeinander auf. Das Lesevergnügen ist einfach deutlich höher, wenn man von Band 1 an aufwärts liest.

Mein Leseerlebnis war jedenfalls rundum perfekt. Wie schon die vier vorherigen Bände, so habe ich auch Band 5 in einem Rutsch durchgesuchtet. Bei den „Bitte nicht öffnen“ Büchern kann man eigentlich gar nicht anders, als sie zu verschlingen. Die Geschichten sind immer so super witzig und mitreißend und so wunderbar fantasievoll. Auch in „Magic“ erwartet uns eine absolut fesselnde und höchst unterhaltsame Geschichte, die durchweg zum Mitfiebern einlädt und einfach nur gute Laune macht.

Dass wir es dieses Mal mit einem Einhorn zu tun bekommen werden, hat uns Charlotte Habersack ja bereits am Ende von Band 4 verraten. Manche Jungen werden nun vermutlich stöhnen, dass Einhörner doch der totale Mädchenkram sind, aber, liebe Jungs, so viel kann ich euch schon mal verraten: Das Einhorn, das sich in Päckchen Nummer 5 befindet, ist ganz klar kein typisches Einhorn. Hihi, nee, definitiv nicht. Magic, wie der Name dieses lebendig gewordenen Kuscheltiers lautet, ist kein anmutiges, hinreißendes und glitzerndes Wesen. Nein. Es ist pummelig, es pupst und rülpst und seine Art zu sprechen ist, nun ja, auch eher ungewöhnlich für ein edles Einhorn. Manieren sind für Magic zweifellos ein Fremdwort. Aber: Es kann Wünsche erfüllen! Genial, oder?...Oder vielleicht doch nicht?

Nun, Nemo, Oda und Fred finden diese Sache mit dem Wünsche erfüllen natürlich zunächst ziemlich geil. Endlich kann sich Nemo den Hund wünschen, den er schon so lange haben möchte. Auch Fred und Oda haben so einige Wünsche, die sich sich nun endlich erfüllen können. Und, was mir unheimlich gut gefallen hat: Die drei Freunde denken nicht nur an sich selbst. Sie fassen sehr schnell den Entschluss, Magics magische Fähigkeiten nicht nur für sich selbst zu nutzen, sondern sie auch für die Wünsche der Bewohner von Boring einzusetzen. Die Boringer Bürger sind darüber natürlich auch richtig happy und wünschen, was das Zeug hält. Dass viele den Hals nicht voll bekommen, habe ich dabei als absolut menschlich und authentisch empfunden. Ich muss gestehen, dass es mir vermutlich ähnlich ergangen wäre und ich mit der Zeit auch ein bisschen gierig geworden wäre. :D

Dass diese Sache mit dem Wünsche erfüllen aber einen großen Haken hat, werden Nemo, Fred und Oda schließlich noch merken. Mir hat die gesamte Story rund um das Thema Wünsche wahnsinnig gut gefallen und die Botschaft, die dabei vermittelt wird, fand ich einfach nur fantastisch.

Neben den tollen Werten, die die Geschichte enthält, bin ich auch von dem famosen Einfallsreichtum mal wieder hellauf begeistert. Die Charlotte Habersack hat aber auch immer Ideen. Hach, herrlich, sag ich euch. Ich bin aus dem Grinsen stellenweise gar nicht mehr herausgekommen, da ich manche Szenen so lustig fand. Vor allem über Magic und seine einmaligen Sprüche habe ich mich köstlich amüsiert. Das verrückt spielende Wetter fand ich aber auch äußerst ulkig. Jaaa, natürlich hat auch unser eigenwilliges Einhorn einen merkwürdigen Einfluss auf das Boringer Wetter. Was uns Magic wettermäßig bescheren wird, werde ich euch nur nicht erzählen. Das müsst ihr schon selber herausfinden.


Wie oben bereits erwähnt, kommt in diesem Band selbstverständlich auch die Spannung nicht zu kurz. So sorgt zum Beispiel die Wahl des neuen Boringer Bürgermeisters für jede Menge Aufregung und natürlich versuchen unsere drei Freunde weiterhin herauszufinden, wer nur der anonyme Päckchen-Versender ist. Es werden wieder so einige Verdächtigungen aufgestellt und heißen Spuren nachgegangen, sodass man beim Lesen so richtig uns Miträtseln gerät. Das Herumtappen im Dunklen will aber einfach kein Ende nehmen. Auf die Auflösung, wer nur hinter diesen mysteriösen Päckchen steckt, bin ich mittlerweile irre gespannt! Tja, mal schauen, ob wir in Band 6 endlich die Antwort erhalten werden. Schade nur, dass dieser leider erst in einem Jahr erscheinen wird, schnief. Da heißt es nun also leider wieder hibbelig warten, bis wir weiterlesen können. Auf das nächste Päckchen freue ich mich schon riesig!

Fazit: Ein neues tolles Abenteuer voller Überraschungen, Witz, Magie und Fantasie! Charlotte Habersack ist auch mit dem fünften „Bitte nicht öffnen“ – Band eine erneute fabelhafte Fortsetzung geglückt, mit welcher sie mir eine bezaubernde Lesezeit beschert hat. Wie die vier vorherigen Bände, so ist auch der fünfte Teil unglaublich spannend und lustig und steckt voller origineller Ideen und unerwarteter Wendungen. Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen. Besonders gut gefallen hat mir, dass auch dieser Band eine wunderbare Message vermittelt und weitere wichtige Themen wie Freundschaft und Zusammenhalt enthält. Auch von den grandiosen Illustrationen von Fréderic Bertrand bin ich mal wieder ganz hin und weg. Egal ob Kind, Teenie oder Erwachsener – ich kann jedem „die Bitte nicht öffnen“ – Reihe nur wärmstens ans Herz legen. Der fünfte Band erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2020

Eine zauberhafte Fortsetzung, die einfach nur rundum glücklich macht!

Glück und wieder!
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Die Bücher von Dagmar Bach lese ich immer unbeschreiblich gerne! Ihre Zimt-Reihe habe ich so richtig gefeiert und auch mit dem Auftakt ihrer Glück-Trilogie konnte sie mich letztes Jahr hellauf begeistern. ...

Die Bücher von Dagmar Bach lese ich immer unbeschreiblich gerne! Ihre Zimt-Reihe habe ich so richtig gefeiert und auch mit dem Auftakt ihrer Glück-Trilogie konnte sie mich letztes Jahr hellauf begeistern. Dem Erscheinen des zweiten Teils habe ich daher ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Diesen Juni hatte mein hibbeliges Warten schließlich endlich ein Ende - ich konnte mich endlich zusammen mit Lina und Co. in ein neues turbulentes Abenteuer stürzen.

Seit Lina erfahren hat, dass sie eine Fee ist und Wünsche wahr werden lassen kann, steht ihr Leben komplett Kopf. Einige Wünsche kann sie erfüllen, bei anderen aber geht das Ganze mächtig in die Hose, was für jede Menge Probleme und Peinlichkeiten sorgt. Warum nur klappt es manchmal und dann auf einmal wieder nicht? Als wäre diese Sache mit den Wünschen nicht schon kompliziert genug, ist auch Linas neues Liebesleben alles andere einfach. Sie hat sich hoffnungslos verliebt und er auch in sie, allerdings müssen die beiden ihre Gefühle füreinander unbedingt vorerst geheim halten! Was gar nicht so leicht ist...Als dann auch noch neue Mitbewohner bei Lina zu Hause einziehen und sich herausstellt, dass offenbar irgendjemand über ihre magischen Fähigkeiten Bescheid weiß, ist das ganze Chaos so richtig perfekt.

Dagmar Bach hat mir mit ihrem neuen Buch mal wieder vor Augen geführt, dass ich ihre Bücher zurecht so sehr liebe. Meine große Vorfreude auf den zweiten Teil ihrer Glück-Trilogie war definitiv vollkommen gerechtfertigt: In meinen Augen ist Dagmar Bach mit „Glück und wieder!“ eine fabelhafte Fortsetzung gelungen, mit welcher sie mich genauso verzaubern konnte wie mit dem Trilogiestart. Einmal begonnen mit dem Lesen, konnte ich gar nicht mehr damit aufhören. Die Seiten flogen nur so dahin und ehe ich es mich versah, war das wunderschöne Lesevergnügen leider auch schon wieder für mich vorbei. Tja, und nun heißt es abermals sehnsüchtig warten, bis ich weiterlesen kann, seufz. Echt schade, dass der dritte Band erst in einem Jahr erscheinen wird. Auf das Finale freue ich mich schon gigantisch!

Da es sich hier um den zweiten Teil einer Trilogie handelt und dieser natürlich sehr auf den Vorgänger aufbaut, rate ich dringend, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten. Der zweite Band schließt zudem nahtlos an den ersten an, daher halte ich es wirklich für deutlich sinnvoller, wenn man mit „Glück und los!“ loslegt und Lina und Co. in „Glück und wieder!“ wiedersieht.
Obwohl es bei mir nun schon wieder relativ genau ein Jahr her ist, dass ich den Auftakt gelesen habe, habe ich völlig mühelos ins Glück-Universum zurückgefunden. Dagmar Bach hat mich mit dem ersten Band einfach so begeistern können – da sind selbst einer so großen Vielleserin wie mir die Geschehnisse sehr gut in Erinnerung geblieben.

Erfahren tun wir erneut alles aus der Sicht der 15-jährigen Lina in der Ich-Perspektive. Lina war mir bereits im ersten Band unheimlich sympathisch und auch dieses Mal mochte ich sie vom ersten Moment an wahnsinnig gerne. Mit ihrer witzigen, tollpatschigen und zuckersüßen Art schleicht sie sich einfach sofort in die Herzen von uns Lesern.

Mit den weiteren Charakteren konnte mich die Autorin ebenfalls wieder vollends überzeugen. Für das Erschaffen liebenswerter und teils herrlich schräger Figuren hat Dagmar Bach zweifellos ein absolutes Händchen. Ich liebe Linas trubelige Patchwork-Familie und auch ihre Freunde finde ich einsame Spitze. Wen ich ebenfalls wieder große Klasse fand, sind die Großeltern von Arthur und Vincent. Himmel, was bin ich froh, dass meine Omas und Opas nicht so drauf sind wie dieses (furchtbare) alte Ehepaar. Köstlich amüsiert habe ich mich auch wieder über den Nachbar Heiko Flöter, der sich für einen bekannten Schauspieler hält, in Wahrheit aber nur ein lausiger D-Promi ist, grins.

Humormäßig bin ich definitiv wieder ganz auf meine Kosten gekommen. Dagmar Bach ist nicht nur eine große Könnerin im Ausarbeiten einmaliger und herzlicher Figuren – auch das Schreiben von äußerst unterhaltsamen Geschichten hat sie ganz klar voll drauf. :D
Neben den lustigen Szenen kommen selbstverständlich auch die spannenden Momente nicht zu kurz. Besonders zum Ende hin habe ich die Story als richtig packend und sogar etwas gruselig empfunden. Die letzten Seiten habe ich wirklich inhaliert, anders kann man es nicht sagen.

Was natürlich ebenfalls wieder eine Rolle spielt, ist Linas magische Begabung. Lina erfüllt auch in diesem Band wieder so einige Wünsche und wie schon im Vorgänger, so gehen auch dieses Mal viele der Wünsche leider nicht so in Erfüllung wie von Lina geplant. Was alles schiefgehen wird und wer dieser rätselhafte Unbekannte ist, der scheinbar über ihre magische Fähigkeiten Bescheid weiß, werde ich euch nur nicht verraten. Das müsst ihr schon selber herausfinden. ;)

Auch was sich liebestechnisch bei Lina so tun wird, werde ich euch nichts erzählen. Da im Klappentext nicht erwähnt wird, in wen sich unsere Buchheldin bis über beide Ohren verliebt hat, werde ich es auch in meiner Rezension nicht tun. Möchte ja schließlich auf gar keinen Fall spoilern oder so.
Nur so viel noch: In diesem Band liegt der Fokus eindeutig mehr auf Linas gefühlschaotisches Liebesleben, sodass ihre magische Begabung etwas in den Hintergrund rückt. Mich persönlich hat dies aber überhaupt nicht gestört. Linas romantische Gefühle und komplizierte Liebeswirrungen mitzuverfolgen, hat mir unglaublich viel Spaß bereitet. Bei der Zielgruppe wird dieser Punkt ganz bestimmt besonders gut ankommen, aber auch für Erwachsene liest sich dieser Handlungsstrang äußerst amüsant. Man fühlt sich einfach wieder so schön jung und muss ständig an seine eigene Teeniezeit zurückdenken. Mir zumindest haben diese Szenen öfters ein breites Lächeln auf die Lippen gezaubert. :)

Zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, muss ich noch einmal ganz kurz auf die Gestaltung des Buches eingehen. Bereits von dem Cover des ersten Teils war ich ganz hin und weg und auch das von Band 2 gefällt mir mega gut. Unter dem Schutzumschlag verbirgt sich übrigens auch eine wahre, wunderbar golden schimmernde Schönheit.

Fazit: Eine ganz famose Fortsetzung, die einfach nur rundum glücklich macht! Dagmar ist auch mit dem zweiten Band ihrer neuen Trilogie ein zauberhaftes Wohlfühlbuch geglückt, welches durchweg zum mitfiebern einlädt und der totale Gute-Laune-Macher ist.
Jede Menge romantisches Liebeswirrwarr, lauter geheime Herzenswünsche, zahlreiche Turbulenzen, Fettnäpfchen und magische Momente – klingt das nicht toll? Nun, das ist es auch! Solltet ihr euch gerade sehnlichst eine Jugendbuchreihe wünschen, die euch ein mitreißendes, liebeschaotisches und super lustiges Leseerlebnis beschert, wird euch Lina diesen Wunsch mit ihren Erlebnissen garantiert erfüllen!
Ich habe wundervolle Lesestunden mit „Glück und wieder!“ verbracht und freue mich schon riesig auf den dritten Teil. Der zweite Band erhält von mir sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Spannend, mystisch, geheimnisvoll - ein toller Auftakt!

Das Rätsel des Pferdeamuletts
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Die Bücher von Karin Müller lese ich immer unheimlich gerne. Meine Neugierde war daher sofort geweckt, als ich das erste Mal von „Das Rätsel des Pferdeamuletts“ hörte. In das wunderhübsche Cover habe ich ...

Die Bücher von Karin Müller lese ich immer unheimlich gerne. Meine Neugierde war daher sofort geweckt, als ich das erste Mal von „Das Rätsel des Pferdeamuletts“ hörte. In das wunderhübsche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und da mich auch der Klappentext umgehend überzeugen konnte, stand für mich sehr schnell fest: Den Auftakt von Karin Müllers neuer Pferdebuchreihe möchte ich unbedingt lesen.

Godje ist nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter Margarete aufgewachsen, die sie immer liebevoll „Nana“ nennt. Wie Nana, so hält auch ihre Enkelin wenig von Pferden und fürchtet sich vor ihnen. Dies soll sich jedoch ändern, als Godje an ihrem 14. Geburtstag ein mysteriöses Paket ohne Absender erhält. In seinem Inneren befindet sich ein merkwürdiges Amulett mit einer Darstellung der keltischem Pferdegöttin Epona. Godje hat keine Ahnung, was der Anhänger für eine Bedeutung hat, trägt ihn fortan aber als Glücksbringer mit sich herum. Auf einmal passieren nur sehr sonderbare Dinge. Die Pferde vom nahegelegenen Reiterhof verhalten sich in ihrer Nähe plötzlich merkwürdigerweise total zutraulich und auch Godje selbst fühlt sich unvermittelt zu ihnen hingezogen. Vor allem der hübsche traumatisierte Hengst Arion hat es ihr angetan. Komisch, was ist nur mit ihr los? Dieses jähe Interesse für Pferde ist aber nicht die einzige Seltsamkeit: Seit Godje das Amulett trägt, hat sie Visionen, die ihr Rätsel aufgeben. Haben sie etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun? Was hat Nana ihr verschwiegen und was hat es nur mit dem Pferdeamulett auf sich?

Pferderomane lese ich seit meiner Kindheit unbeschreiblich gerne und Bücher mit einem mystischen Touch fallen ebenfalls absolut in mein Beuteschema. Solltet ihr diese beiden Leidenschaften mit mir teilen und gerade auf der Suche nach einem Buch sein, das einen gelungenen Mix aus diesen Themen enthält, kann ich euch „Das Rätsel des Pferdeamuletts“ sehr ans Herz legen!
In meinen Augen ist Karin Müller mit dem Auftakt ihrer neuen Pferdesaga ein richtig schöner Mystery-Pferdeschmöker geglückt, mit welchem sie mir eine wundervolle Lesezeit beschert hat.

Ich habe prima in das Buch hineingefunden. Der flüssige Schreibstil von Karin Müller gefiel mir mal wieder auf Anhieb wahnsinnig gut und unsere Protagonistin Godje war mir vom ersten Moment an sympathisch. Wir erfahren ihre Kapitel in der Ich-Perspektive und dank der anschaulichen Darstellung ihrer Gefühls- und Gedankenwelt ist es mir jederzeit mühelos gelungen, mich in die 14-jährige hineinzuversetzen. Mit Godje hat die Autorin eine tolle Buchheldin erschaffen. Sie ist ein total liebes und sehr aufgewecktes Mädchen, welches man einfach sofort gernhaben muss.

Mit den weiteren Charakteren konnte mich Karin Müller ebenfalls vollends überzeugen. Wen ich besonders liebgewonnen habe, ist der Junge Flynn. Seinem Charme bin nicht nur ich komplett verfallen, auch Godje scheint äußerst angetan von Flynn zu sein, grins. Dass die Autorin eine leichte Romanze mit ins Spiel gebracht hat, hat mir persönlich außerordentlich gut gefallen.

Bezüglich der anderen Figuren verrate ich euch nun mal lieber nichts. Nur so viel noch: Man weiß bei vielen bis zum Schluss nicht, woran bei ihnen ist. Manche umgibt so etwas herrlich Mysteriöses, was das Lesevergnügen super aufregend und faszinierend macht. So wird zum Beispiel sehr schnell deutlich, dass Godjes‘ Oma Nana ihrer Enkelin so einiges über ihre Vergangenheit verheimlicht.

Die Spannung kommt in dem Buch wahrlich nicht zu kurz. Man ist beim Lesen immerzu am herumträtseln und fragt sich wie Godje, wie bloß alles miteinander zusammenhängt. Dieses Herumtappen im Dunklen hat mir mega gut gefallen und auch von der geheimnisvollen und wunderbar magischen Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht, bin ich vollkommen verzaubert.
Was das Leseerlebnis noch packender macht, sind die ständig wechselnden Perspektivwechsel. Der größte Teil der Geschichte wird schon aus dem Blickwinkel von Godje erzählt, aber gibt es immer mal wieder auch kurze Passagen, die wir aus der Sicht von anderen Figuren erfahren, was durch eine kursive Schrift immer sehr gut kenntlich gemacht ist.

Sehr gelungen fand ich auch die Einbindung der keltischen und griechischen Mythologie. Da ich mich in diesem Bereich nur leider nicht so gut auskenne, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass es hinten im Buch ein famoses kleines Glossar gibt, in welchem wir ein bisschen mehr über die in der Geschichte genannten Götter und ihre Namen erfahren.

Was ich ebenfalls große Klasse fand, ist, dass Karin Müller die Pferdeszenen so aufgebaut hat, dass auch Nicht-Pferdeverzückte alles verstehen können. Da Godje selbst anfangs überhaupt keine Pferdekennerin ist, lernen wir Leser mit ihr zusammen alles Wichtige, was es im Umgang mit Pferden zu wissen und zu beachten gibt. Die gefühlvollen Pferdemomente haben mir ganz besonders gut gefallen. Die Bindung zwischen Godje und dem Hengst Arion wird wunderschön und einfach nur bezaubernd beschrieben. Pferdefans werden bei diesem Buch auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen, allerdings kann ich das Buch auch weniger pferdebegeisterten Lesern nur ans Herz legen.

Tja, jetzt habe ich euch so viel von dem Buch vorgeschwärmt, da fragt ihr euch nun sicher, wieso ich trotzdem „nur“ 4 Sterne vergeben habe. Mir hat „Das Rätsel des Pferdeamuletts“ echt richtig gut gefallen, was, so hoffe ich doch, in meiner Rezension auch deutlich geworden ist. ;)
Für die volle Sternenzahl hat mir letztendlich aber dann doch etwas gefehlt. Obwohl die Handlung mit zahlreichen überraschenden Wendungen aufwarten kann, konnte sie mich insgesamt irgendwie doch nicht so mitreißen, wie es für mich für ein 5-Sterne Buch sein muss. Aber wie gesagt, begeistert bin ich selbstverständlich dennoch und ich freue mich auch schon riesig auf den zweiten Band, der zu meiner großen Freude bereits im kommenden August erscheinen wird. Da der erste Teil mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger endet und eine Menge Fragen offen lässt, kann ich es wirklich kaum noch abwarten zu erfahren wie es weitergehen wird!

Fazit: Spannend, mystisch, geheimnisvoll – ein zauberhafter Auftakt, der große Lust auf mehr macht! Karin Müller hat mit „Das Rätsel des Pferdeamuletts“ einen tollen Serienstart aufs Papier gebracht, welcher einen fabelhaften Mix aus Pferde, Mystik, Liebe und Magie enthält. Die Geschichte lädt von Anfang bis Ende zum mitfiebern und miträtseln ein und ist definitiv auch für deutlich ältere Leser absolut lesenswert. Sie lässt die Herzen aller Pferdeliebhaber höherschlagen und wer sich für Mythologie interessiert, wird ganz bestimmt ebenfalls begeistert sein. Mir hat das Buch richtig schöne Lesestunden beschert, nur irgendwie hat mir für die volle Sternenzahl dann doch dieses gewisse Etwas gefehlt. Wärmstens empfehlen kann ich es aber selbstverständlich dennoch. Auf den zweiten Band bin ich schon unglaublich gespannt!
„Das Rätsel des Pferdeamuletts“ erhält von mir sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Magisch schön und einfach nur bezaubernd!

Der Zaubergarten – Überraschungen haben Fell
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Da mir die ersten beiden Bände vom Zaubergarten mega gut gefallen haben, habe ich dem Erscheinen des dritten Bandes ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Diesen Monat hatte das Warten schließlich endlich ...

Da mir die ersten beiden Bände vom Zaubergarten mega gut gefallen haben, habe ich dem Erscheinen des dritten Bandes ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Diesen Monat hatte das Warten schließlich endlich ein Ende! Als mein Exemplar bei mir eintraf, habe ich mich sofort darauf gestürzt und voller Freude mit dem Lesen losgelegt.

Hurra, endlich geht es los mit dem Zauberblumenunterricht! Tilda und Anni freuen sich riesig und sind schon ganz aufgeregt. Nicht mehr lang und sie werden endlich in den Kreis der Zaubergärtner aufgenommen werden. Leider ist der schöne Spaß aber schon nach der ersten Unterrichtsstunde wieder vorbei, da Herr Bovist kurzfristig verreisen muss. Ach Menno! Natürlich werden Tilda und Anni in der Zeit, in der Herr Bovist weg ist, aber nicht auf die magischen Zauberblumen verzichten. Nein, sie brauchen sie sogar ganz dringend! An ihrer Schule ist gerade Projektwoche, an deren Ende es eine große Zirkusvorstellung geben soll, mit Zaubertricks und vielem mehr. Doch dann erkrankt der Schuldirektor, es geht irgendwie alles schief und die Aufführung droht ins Wasser zu fallen. Ob es Tilda und Anni mithilfe der magischen Zauberblumen wohl gelingen wird, die Zirkusshow doch noch stattfinden zu lassen?

Sieht das Cover nicht traumhaft aus? Also ich war ja bereits von den Covern der ersten beiden Bände ganz hin und weg, aber die Aufmachung von Band 3 finde ich besonders klasse. Ich kann mich an dem Buch gar nicht sattsehen.
Mir ist es mir dann aber schließlich doch noch gelungen, meinen Blick vom dem umwerfenden Cover loszureißen und meine Nase zwischen die Buchdeckeln zu stecken. Dort ist sie dann auch erst einmal eine ganze Weile geblieben.
Bei mit trat das ein, was ganz klar für ein richtig gutes Buch spricht: Einmal begonnen mit dem Schmökern, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören. In meinen Augen hat Nelly Möhle mit „Überraschungen haben Fall“ eine weitere fabelhafte Fortsetzung aufs Papier gezaubert, mit welcher sie mich genauso begeistern konnte wie mit den beiden vorherigen Bänden. Diese liebenswerte Kinderbuchreihe ist einfach nur wundervoll, ich liebe sie! Solltet ihr sie noch nicht kennen, kann ich euch nur sehr ans Herz legen, dies unbedingt noch zu ändern. Ich rate jedoch sehr, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten, da sie sehr aufeinander aufbauen. Vielleicht mag man dem Geschehen in den Fortsetzungen auch ohne Vorkenntnisse folgen können, allerdings ist der Lesespaß zweifellos viel, viel höher, wenn man vom Band 1 an aufwärts liest.

Mein Lesevergnügen war jedenfalls rundum perfekt. Da mich die Handlung von Anfang an mitreißen konnte und sich die Geschichte dank des flüssigen Schreibstils, den kurzen Kapiteln und der angenehm großen Schrift einfach nur fantastisch liest, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgesuchtet. Echt schade, dass es den vierten Teil noch nicht gibt. Am liebsten würde ich sofort weiterlesen. Zu meiner großen Freude wird der vierte Band aber bereits hinten im Buch angekündigt und sogar noch zwei weitere Bände. Auf die nächsten Abenteuer von Tilda und Anni bin ich schon unglaublich gespannt!

Aber zurück zum dritten Band. Erfahren tun wir erneut alles aus der Sicht von Tilda in der Ich-Perspektive. Tilda habe ich schon längst ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein super sympathisches, witziges und pfiffiges junges Mädchen, welches man einfach gernhaben muss.
Genauso schaut es bei ihrer besten Freundin Anni aus. Anni kann man sogar als meine persönliche Lieblingsfigur aus dieser Buchreihe bezeichnen. Ich liebe ihre lustige und herrlich aufgeweckte Art! Auch in diesem Band hat sie mir immerzu Gründe zum Schmunzeln geliefert.

Bei den zahlreichen Nebencharakteren waren ebenfalls wieder so einige dabei, die mich bestens unterhalten haben. Wir treffen auf viele bekannte Personen aus den ersten beiden Bänden, dürfen aber auch ein paar neue Gesichter kennenlernen. Eine äußerst anstrengende Tante zum Beispiel oder einen total knuffigen Hasen. Egal ob Mensch oder Tier – mir haben die außergewöhnlichen Figuren abermals unheimlich gut gefallen.

Von der Kulisse bin ich ebenfalls wieder hellauf begeistert. Mit dem geheimen Zaubergarten des alten Herrn Bovist hat Nelly Möhle wahrlich einen einzigartigen Schauplatz erschaffen. Mir macht es immer wahnsinnig viel Spaß zusammen mit Tilda und Anni in diesen wild bewachsenen Garten einzutauchen und diesen verwunschenen Ort mit seinen vielen magischen Pflanzen zu erkunden. Schon schade, dass das Hineinreisen in Bücher nicht möglich ist. Die coolen Zauberkräfte der Blumen würde ich nur zu gerne mal selbst ausprobieren. :D

Die Magie spielt selbstverständlich auch in diesem Band eine große Rolle. So kommt zum Beispiel die Unsichtbarkeitspflanze mal wieder zum Einsatz und auch an der Blüte einer Eichhörnchenpflanze wird geschnuppert. Welche Zauberblumen uns dieses Mal sonst noch so begegnen werden, werde ich euch nur nicht verraten. Spannung muss schließlich sein, hehe.

Apropos Spannung: Die kommt bei dem neuen Abenteuer von Tilda und Anni natürlich ebenfalls nicht zu kurz. Wie oben bereits erwähnt, wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da ich von Beginn an so sehr am mitfiebern war. Die nahende Zirkusaufführung in der Schule sorgt für jede Menge Aufregung und Turbulenzen und dann gilt es auch nach wie vor das Geheimnis des Zaubergartens zu wahren, was bei zwei so extrem neugierigen Brüdern, wie Tilda sie hat, gar nicht so einfach ist. Die Zwillinge Finn und Jonas scheinen wirklich kurz davor zu sein, ihrer Schwester und deren besten Freundin auf die Schliche zu kommen. Oje, nicht gut. Ob es Tilda und Anni wohl gelingen wird, sie davon abzuhalten? Nun, auch darüber werde ich euch nichts erzählen. Und bezüglich der Zirkusvorstellung werde ich ebenfalls schweigen. Wenn ihr all das gerne wissen möchtet, müsst ihr das Buch schon selber lesen. ;)

Wovon ich euch aber unbedingt noch kurz berichten möchte, ist sind die vielen märchenhaft schönen Illustrationen von der lieben Eva Schöffmann-Davidov. Ich bin schon seit langem ein großer Fan ihrer famosen Zeichenkunst und auch dieses Mal bin ich wieder ganz verzückt von ihren wunderhübschen schwarz-weiß Bildern. Auch das Vorsatzpapier ist total niedlich aufgemacht und unten rechts auf den Seiten gibt es erneut ein putziges kleines Daumenkino. Bei der Zaubergarten-Serie sind definitiv nicht nur die Cover ein Augenschmaus – auch die Innengestaltung ist einfach nur bezaubernd.

Fazit: Ein magisch schönes Kinderbuch, das uns Leser vollkommen verzaubert! Nelly Möhle ist mit dem dritten Band ihrer zuckersüßen Zaubergarten-Reihe eine weitere hinreißende Fortsetzung geglückt, die wie die beiden Vorgänger eine großartige Geschichte über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Abenteuer und Magie erzählt. Die Geschichte ist super spannend und witzig und so wunderbar fantasievoll und warmherzig. Sie lädt durchweg zum Träumen und Mitfiebern ein und macht große Lust auf mehr! Egal ob Jung oder Alt – ich kann die Zaubergarten-Bücher jedem nur wärmstens ans Herz legen. Mit Tilda und Anni kann man einfach die tollsten Abenteuer erleben. Der dritte Band erhält von mir 5 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere