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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2026

Ein wundervoller Abschlussband.

Kikis kleiner Lieferservice 6: Kiki und die Zeit des Aufbruchs
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Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit wir dem Küstenstädtchen Koriko zuletzt einen Besuch abgestattet haben. Kiki und Tombo sind inzwischen glücklich verheiratet und Eltern von Zwillingen. Auch Jiji ist ...

Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit wir dem Küstenstädtchen Koriko zuletzt einen Besuch abgestattet haben. Kiki und Tombo sind inzwischen glücklich verheiratet und Eltern von Zwillingen. Auch Jiji ist mittlerweile mehrfacher Papa und lebt nach wie vor bei Kiki und ihrer Familie. Als die Zwillinge Nini und Toto elf Jahre alt sind, müssen sie so langsam entscheiden, welches Leben sie führen möchten. Kiki hofft darauf, dass Nini sich dazu entschließen wird, ebenfalls eine richtige Hexe zu werden. Doch diese zeigt bisher nur wenig Interesse, ganz im Gegensatz zu Toto, der nur leider keine Hexe werden kann. Schließlich sind Hexen seit jeher immer weiblich. Doch als eines Tages seine Katze Bebe mit ihm zu sprechen beginnt, schöpft Toto Hoffnung. Schlummern in ihm vielleicht doch magische Kräfte? Welchen Weg werden er und seine Schwester am Ende gehen?

Die Reihe rund um die junge Lieferhexe Kiki ist mir schon längst richtig ans Herz gewachsen. Den hier vorliegenden sechsten und letzten Band konnte ich daher kaum erwarten. Dieser kann dank kleiner Rückblicke auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Da die Bücher aber aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich, die chronologische Reihenfolge einzuhalten oder zumindest den ersten Teil zu kennen.

Nachdem die vorherigen Bände Kikis Weg zum Erwachsenwerden thematisiert haben, konzentriert sich dieser Band vor allem auf die Erlebnisse von Nini und Toto. Ein sehr geschickter Schachzug der Autorin. Die neuen Protagonisten bringen frischen Wind in die Reihe und den hat es in meinen Augen auch gebraucht. In den Vorgängern wurden immer wieder Kikis große Selbstzweifel angesprochen, was auf Dauer ein wenig ermüdend zu lesen war. Hier liegt der Fokus der Handlung auf Kikis Kindern und ihrer Suche nach sich selbst. Abwechselnd begleiten wir die beiden, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Nini sehr temperamentvoll ist und nicht sicher weiß, ob sie wirklich eine echte Hexe werden möchte, ist Toto ruhig und sanft und wünscht sich nichts mehr als magische Kräfte zu haben. Doch er ist eben ein Junge und Jungen werden keine Hexen. Zumindest war das schon immer so. Aber vielleicht ist es ja an der Zeit, daran etwas zu ändern? Die Geschichte zeigt wunderbar, dass jeder das Recht hat, den Weg zu gehen, den er gehen möchte und es manchmal richtig und wichtig ist, mit Traditionen zu brechen. Genau das erkennt auch Kiki. Anstatt ihre Kinder zu drängen, lässt sie sie einige Entscheidungen treffen und unterstützt sie liebevoll dabei. Es macht einfach Freude, die Abenteuer der Zwillinge zu verfolgen und mitzuerleben, wie sie an ihren Herausforderungen wachsen und schließlich den Weg wählen, der für sie der Richtige ist.

Neben neuen Charakteren haben natürlich auch viele alte Bekannte ihren Auftritt. Jiji, Osono und sogar von Keke lesen wir, wenn auch nur über ihre Briefe. Allesamt sind sie wieder so liebenswert und charmant wie man sie kennt und sorgen für viele vergnügliche Lesemomente. Eiko Kadono hat hier einfach wieder ein richtig schönes Wohlfühlbuch geschaffen, das sich mit seiner cozy Stimmung wie nach Hause kommen anfühlt. Dass die Spannung und der Fantasyanteil wieder recht dezent gehalten sind, schmälert das Leseerlebnis in keinster Weise. Mir persönlich ist Nini bisweilen ein bisschen auf die Nerven gegangen und über ein paar mehr Illustrationen von Yuta Onoda hätte ich mich sehr gefreut. Dennoch habe ich das Lesen sehr genossen. Besonders das berührende Ende ist wundervoll und schließt die Reihe gelungen ab. Zum Glück müssen wir uns aber noch nicht komplett von Kiki verabschieden. Bereits im Herbst wird der Crocu Verlag eine neue Serie aus dem Kiki-Universum starten, die einen neuen Blickwinkel auf Kikis Abenteuer geben wird. Ich freue mich schon sehr darauf!

Fazit: „Kikis und die Zeit des Aufbruchs“ ist eine warmherzige und unterhaltsame Geschichte über das Erwachsenwerden und Loslassen, Familie, Veränderung und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein wunderbarer Abschlussband der Reihe, der den Zauber von Kikis Anfangszeit in Koriko wieder aufleben lässt und gleichzeitig zeigt, dass jedes Ende der Auftakt für ein neues Kapitel ist. Ich habe auch diesen Band unheimlich gerne gelesen. Diese Reihe ist einfach bezaubernd, ich kann sie nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.07.2026

Eine wunderschöne Comic-Adaption von L. F. Baums zeitlosem Klassiker!

Der Zauberer von Oz (Graphic Novel)
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Dorothy lebt zusammen mit ihrem kleinen schwarzen Hund Toto, ihrem Onkel und ihrer Tante auf einer Farm in Kansas. Als eines Tages ein riesiger Wirbelsturm aufkommt, schaffen sie und Toto es nicht rechtzeitig, ...

Dorothy lebt zusammen mit ihrem kleinen schwarzen Hund Toto, ihrem Onkel und ihrer Tante auf einer Farm in Kansas. Als eines Tages ein riesiger Wirbelsturm aufkommt, schaffen sie und Toto es nicht rechtzeitig, sich im Keller des Hauses in Sicherheit zu bringen. Der Sturm reißt das Bauernhaus mit sich fort – und mit ihm Dorothy und Toto. Die beiden landen in einer fremden, wundersamen Welt – dem Märchenland Oz. Hier gibt es die merkwürdigsten Wesen und Dinge wie geflügelte Affen, gute und böse Hexen und außergewöhnliche Blumen. Dorothy möchte unbedingt zurück nach Hause. Sie macht sich daher mit Toto in die Smaragdstadt auf, zum großen und mächtigen Zauberer von Oz, um ihn um Hilfe zu bitten. Auf ihrem Weg begegnen die beiden einer Vogelscheuche, die gerne Verstand haben möchte, einem Blechmann, dessen größter Wunsch es ist, ein Herz zu bekommen und einem feigen Löwen, der davon träumt, mutig zu sein. Die drei beschließen, Dorothy und Toto zu begleiten. Vielleicht kann der Zauberer von Oz ja auch ihnen ihre Wünsche erfüllen. Eine Reise voller Abenteuer und Gefahren beginnt...

Seit über hundert Jahren begeistert Lyman Frank Baums „Der Zauberer von Oz“ Leserinnen jedes Alters überall auf der Welt. Unzählige Male wurde der Roman schon neu interpretiert und hat bis heute nichts von seinen Zauber verloren. Ich liebe diesen Klassiker und kenne schon die verschiedensten Versionen. Auf die hier vorliegende Graphic Novel war ich daher sehr gespannt. Während sie im Französischen in zwei einzelnen Alben erschienen ist, hat der Splitter Verlag sie zu aller Freude in einer Gesamtausgabe herausgebracht. Wahrlich ein großes Glück! Denn so können wir beide Bände in einem Stück genießen und müssen nicht lange ungeduldig aufs Weiterlesen warten.

Maxe L’Hermenier und Hélène Canac präsentieren hier eine wundervolle Comic-Umsetzung von Baums weltberühmten Märchenklassiker, die der Originalgeschichte erfreulich treu bleibt. Natürlich mussten einige Szenen sehr gekürzt werden – die literarische Vorlage ist schließlich ein umfangreicher Roman, während eine Graphic Novel viel weniger Text beinhaltet. Dem Künstler
innen-Duo ist es aber dennoch hervorragend gelungen, die Atmosphäre und wichtigsten Elemente des Originals einzufangen, sodass dessen Geist jederzeit spürbar ist. So sind die Charaktere so liebenswert, einzigartig und charmant wie man sie kennt. Ob die kleine mutige Dorothy oder ihr treuer Hund Toto; die Vogelscheuche, der Blechmann und der Löwe, die sich alle drei etwas sehnlichst wünschen (was sie eigentlich schon längst besitzen) – man muss sie einfach alle ins Herz schließen. Gemeinsam mit dieser bunten Truppe erlebt man lauter fantastische Abenteuer voller wertvoller Botschaften über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Die Geschichte wird mit viel Herz erzählt und nimmt sich genügend Zeit, um das Setting und die Figuren vorzustellen, ohne sich dabei in unnötigen Abschweifungen zu verlieren. Auch wer noch nicht das Vergnügen hatte, in das magische Land Oz einzutauchen, wird sich hier jederzeit zurechtfinden können. Kenner wiederum haben ihre helle Freude daran, eine ihnen wohlvertraute Welt auf eine ganz neue Weise zu erleben und wiederzuentdecken.

Optisch ist diese Graphic Novel ein ganz besonderer Genuss. Hélène Canac hat das Potenzial, das Baums fantasievoller Roman bietet, definitiv voll ausgeschöpft. Eindrucksvoll und bedrohlich wirbelt der Tornado über die Seiten und trägt die verängstigte Dorothy und ihren Toto davon. Im Land Oz angekommen entfaltet sich eine magische Welt voller warmer, leuchtender Farben und liebevoller Details, die zum Verweilen einladen. Man könnte sich einfach stundenlang in den Bildern verlieren, die in farbenprächtige Landschaften entführen und den Zauber der Geschichte perfekt wiedergeben.

Fazit: „Der Zauberer von Oz“ von Maxe L’Hermenier und Hélène Canac ist eine gelungene Comic-Adaption von Lyman Frank Baums zeitlosem Klassiker, die langjährige Fans und Neulinge gleichermaßen verzaubert und Lust darauf macht, auch mal wieder zum Originalroman zu greifen. Eine zauberhafte Graphic Novel ab 9 Jahren, die durch ihr wunderschönes Artwork und die werkgetreue Erzählung besticht. Ich bin ganz hin und weg von dieser Neuinterpretation, aus meiner Sammlung ist sie jetzt nicht mehr wegzudenken. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.07.2026

Eine weitere bezaubernde Fortsetzung!

Greenwood. Band 4
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Im Wald von Greenwood herrscht helle Aufregung: Eine Froschmama vermisst eines ihrer Jungen. Und es ist ausgerechnet während einer Unterrichtsstunde über Tarnung verloren gegangen. Das macht das Wiederfinden ...

Im Wald von Greenwood herrscht helle Aufregung: Eine Froschmama vermisst eines ihrer Jungen. Und es ist ausgerechnet während einer Unterrichtsstunde über Tarnung verloren gegangen. Das macht das Wiederfinden natürlich ganz schön knifflig. Die Mitglieder des Samstagsclubs nehmen sich den Fall sofort an. Wo könnte sich das Kleine versteckt haben? Hat es sich verlaufen? Oder ist ihm vielleicht sogar etwas Schlimmes zugestoßen? Könnte es nicht sein, dass es aus Versehen...verschluckt wurde? Und zwar von Vanille? Die Freunde müssen diese Sache unbedingt schnellstmöglich aufklären. Zum Glück steht ihnen die alte Hexe Urania mit Rat und Tat zur Seite und kann ihnen sicherlich bei ihren Ermittlungen helfen.

Hierbei handelt es sich um den vierten Teil der Greenwood-Serie, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Denn anders als die drei Vorgänger, die eine große Geschichte erzählt haben, beinhaltet der vierte Band ein komplett neues Abenteuer. Trotz allem empfiehlt es sich, mit dem ersten Teil zu starten. Die Reihe macht dann einfach noch mehr Spaß.
Nachdem mich die ersten drei Bände so begeistert haben, konnte ich es kaum erwarten nach Greenwood zurückzukehren. Schon das Cover ist wieder ein echter Blickfang und fügt sich perfekt in die Reihe ein, obwohl auch dieses Mal ein anderer Zeichner am Werk war. Denn das ist das Besondere an dieser Reihe: In jedem Band erweckt ein anderer Illustrator oder eine andere Illustratorin das Greenwood-Universum zum Leben und bringt seine oder ihre eigene Note ein. Dieses Mal wurde Kerascoët die Gestaltung anvertraut, ein Pseudonym für das französische Künstlerpaar Marie Pommepuy und Sébastien Cosset.

Optisch macht auch dieses Album einiges her. Die Bilder von Kerascoët sind liebevoll und detailreich gezeichnet und schaffen durch die vielen blau-grünen Farbtöne eine märchenhaft-magische Waldstimmung. Im Anschluss gibt es noch eine zauberhafte doppelseitige Karte von Greenwood, dank der man noch besser in das Setting eintauchen kann. Kerascoëts Strich passt einfach wunderbar zum Greenwood-Universum, wobei ich jedoch sagen muss, dass mir die Zeichnungen in den vorherigen Bänden deutlich besser gefallen haben. Aber das ist natürlich immer Geschmackssache.

Auch inhaltlich macht der vierte Band sehr viel Freude. Auf 48 Seiten entführt uns das französische Autorinnen-Duo Barbara Canepa und Anaïs Halard zurück nach Greenwood - eine anthropomorphe Tierwelt, in der es vor liebenswerten Charakteren nur so wimmelt. Im Mittelpunkt stehen erneut die sechs Tierkinder des Samstagsclubs, die man schon längst fest ins Herz geschlossen hat: Die Hasengeschwister Snow und Winter, der vegetarische Fuchs Honey, Spinne Shadow, Fledermaus Moon sowie die Eule Vanille. Gemeinsam mit den sechs Waldkindern erlebt man wieder ein aufregendes und amüsantes Abenteuer, das zum Mitfiebern einlädt und uns einmal mehr zeigt, dass Zusammenhalt stark macht und es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, mit denen man durch dick und dünn gehen kann. Nicht nur junge Leserinnen werden hier bestens unterhalten, auch als Erwachsener erfreut man sich an dem Humor, der niemals platt daherkommt, sondern charmant und voller Wärme.

Ganz nebenbei lernt man auch noch einiges über die Wunder unserer Natur. An passenden Stellen ist die Geschichte mit wunderschön gestalteten Enzyklopädie-Seiten gespickt (gezeichnet von Giovanni Rigano), auf denen man unter anderem erfährt, welche Tiere echte Meisterverstecker sind.

Fazit: Mit viel Witz und Herz geht es mit dem Samstagsclub in die vierte Runde. Auch der vierte Greenwood-Band ist ein unterhaltsames und spannendes Waldabenteuer, das auf eine spielerische Weise Wissen über die Natur vermittelt. Die perfekte Lektüre für alle ab 8 Jahren, die gerne Fantasy- und Tiergeschichten lesen. Ich bin nach wie vor begeistert von dieser süßen Kindercomic-Reihe. Auf den fünften Teil (der leider erst Anfang nächsten Jahres erscheinen wird) freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Ein herrlich fantasievoller Vorlesespaß!

Die verrückteste Mondrakete der Welt
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Heute ist großer Müll-Einsammeltag und Karla Katze und Hansi Hase haben schon fleißig gesammelt. Als sie ihren Freund Bruno besuchen, erzählt dieser ihnen, dass auch der Mond und das All voll mit Schrott ...

Heute ist großer Müll-Einsammeltag und Karla Katze und Hansi Hase haben schon fleißig gesammelt. Als sie ihren Freund Bruno besuchen, erzählt dieser ihnen, dass auch der Mond und das All voll mit Schrott und Unrat sind. Er hat sich daher eine Rakete gebaut, damit er da oben mal richtig sauber machen kann. Als er ihnen stolz seine neueste Erfindung zeigt, passiert es: Hansi drückt versehentlich den Startknopf und nur wenig später hebt die Rakete mit den drei Freunden ab. Staunend betrachten sie die funkelnden Sterne und die Erde von oben, die unter ihnen immer kleiner wird. Ihre Reise führt sie zum Mond und erfreulicherweise hat Bruno drei Raumanzüge dabei. Die Landung klappt und die Drei machen sich eifrig ans Müll einsammeln. Ganz erstaunliche Dinge finden sie hier oben wie Golfbälle, Batterien und ein verrosteter Toaster. Doch ihre Rakete ist für den ganzen Schrott viel zu klein und der Sprit ist auch fast alle. Zum Glück treffen sie auf ein Alien und einen Roboter, die mit ihrem Ufo auf dem Mond notlanden mussten. Sie helfen sich gegenseitig und mit einer supercoolen Mitmachrakete geht es zurück in Richtung Erde.

Nachdem wir mit Bruno bereits das verrückteste und riesigste Mitmachmobil der Welt bauen durften, dreht sich in diesem Band alles rund um den Weltraum. Schon das Cover verspricht wieder ein herrlich schräges Wimmelabenteuer und genau das bekommt man hier auch.

Sven Maria Schröder hat seiner Kreativität mal wieder ihren freien Lauf gelassen und ein wunderbar vergnügliches Bilderbuch geschaffen. Physikalisch geht es hier zwar recht wild und abenteuerlich zu, aber wenn man über diese Logikfehler hinwegsieht, bekommt eine wirklich schöne Vorlesegeschichte geboten. Kleine Weltall-Fans und Kitakinder werden diese skurrile Mondreise garantiert lieben und gar nicht genug von ihr bekommen können. Der gereimte Text holpert zwar manchmal ein bisschen, steckt aber voller Humor und macht einfach gute Laune. Es ist wieder ein großer Spaß mitzuerleben, wie Bruno aus verschiedenen Fundstücken das unglaublichste Gefährt zusammenbastelt. Die Erzählung beflügelt die Fantasie und wird sicherlich so manches Kind dazu anregen, selbst zum Tüftler zu werden und aus unterschiedlichen Gegenständen etwas zu bauen. Vielleicht ja auch eine Mondrakete?
Neben dem großen Unterhaltungswert behandelt das Buch auch das Thema Weltraumschrott und zeigt schon den Kleinsten, dass unser Müll sogar vor der Erdumlaufbahn und dem Mond nicht haltmacht. Ein Problem, dass in den nächsten Jahren sicherlich noch um einiges größer werden wird, wenn wir Menschen nichts an unserem Verhalten ändern.

Optisch ist dieses Buch ein besonderes Highlight. Sven Maria Schröders Illustrationen mit Wimmelbildcharakter sind gewohnt lustig und farbenfroh und mit unheimlich viel Liebe zum Detail gezeichnet. Es gibt auf jeder Seite einfach so viel zu entdecken, sodass das Betrachten nie langweilig wird. Vor allem die Zeichnungen der Luna-XC-9-Rakete sind großartig anzuschauen.

Fazit: „Die verrückteste Mondrakete der Welt“ ist ein witzig-verrücktes und fantasievolles Weltraumabenteuer ab 4 Jahren, das spielerisch darüber aufklärt, was sich alles über uns im All herumtreibt. Ein großer Vorlesespaß für die ganze Familie mit humorvollen Reimen und wimmeligen Illustrationen zum Immer-wieder-Angucken. Sven Maria Schröder hat mir auch mit seinem neuen Bilderbuch sehr viel Freude bereitet, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Ein tierisch abgedrehter Lesespaß voller Chaos, Slapstick und Humor!

Worst Pets Ever – Eingesperrt!
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Käpt’n Flauschbär hält sich selbst für den schönsten, wichtigsten und berühmtesten Kater des Universums. Es kann sich daher nur um einen Irrtum handeln, dass er in einer Besserungsanstalt für ungezogene ...

Käpt’n Flauschbär hält sich selbst für den schönsten, wichtigsten und berühmtesten Kater des Universums. Es kann sich daher nur um einen Irrtum handeln, dass er in einer Besserungsanstalt für ungezogene Haustiere gelandet ist. Statt Wellnessurlaub (den er definitiv verdient hätte!) muss er nun seine Zeit mit einem Haufen völlig durchgeknallter Haustiere verschwenden - von einem Lama (das in Wahrheit ein Alpaka ist) bis hin zu einem Hausstein. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, ist sein Zimmernachbar ausgerechnet der nervige (und ständig sabbernde) Hund Bitzi. Das lässt sich Käpt’n Flauschbart aber nicht gefallen. Er muss unbedingt einen Weg hier rausfinden! Ob ihm das wohl gelingen wird?

Nachdem ich die Worst-Week-Ever-Bücher so gefeiert habe, wanderte die neue Reihe des australischen Erfolgsduos natürlich sofort auf meine Must-Have-Liste. Die Idee, den Tieren aus „Worst Week Ever“ ihre eigene Serie zu geben, begeisterte mich auf Anhieb und war ich sehr gespannt auf die Umsetzung. Schon das Cover verspricht wieder wunderbare schräge Unterhaltung und genau das erwartet einen hier auch.

Eva Amores und Matt Cosgrove haben ihrer Kreativität mal wieder ihren freien Lauf gelassen und ein total verrücktes Abenteuer geschaffen. Wie man es aus der Vorgängerreihe kennt, sprüht die Handlung nur so vor Slapstick, Witz und Chaos und ist eine wahre Explosion aus verschiedenen Textformen, Illustrationen und Comic-Elementen. Ob Sprech- und Denkblasen, Soundwords oder hervorgehobene Wörter – alles ist dabei. Die zahlreichen schwarz-weiß-rot Illustrationen von Matt Cosgrove sind wie gewohnt sehr humorvoll und ausdrucksstark gezeichnet, allein die Mimik der Tiere ist genial, allen voran die köstlich mürrische Miene von Käpt’n Flauschbär.
Durch die abwechslungsreiche Gestaltung, den sehr hohen Bildanteil und der geringen Textmenge ist das Buch ideal für Leseanfänger geeignet und vermag sicherlich selbst den größten Lesemuffel zu begeistern. Die 128 Seiten lesen sich weg wie nichts. Einer urkomischen Szene folgt der nächsten, sodass es zu keiner Zeit langweilig wird. Mir persönlich war der Humor bisweilen schon etwas zu überdreht und albern, aber Kinder werden ihn garantiert lieben und ihre helle Freude an den skurrilen Charakteren haben. Käpt’n Flauschbär ist dabei jedoch kein klassischer Sympathieträger. Er ist ziemlich eingebildet, verzogen und ständig mies gelaunt. Doch gerade das macht die Geschichte so unterhaltsam.

Abgerundet wird das Ganze von ein paar coolen Extras im Anschluss wie Malanleitungen und ein paar lustige Tierfakten. Das Ende kommt etwas abrupt, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Zum Glück erscheint der zweite Teil bereits dieses Jahr im November, zu lange müssen wir uns also nicht gedulden.

Fazit: „Worst Pets Ever – Eingesperrt!“ ist ein tierisch witziger und rasanter Comicroman, bei dem laute Lacher garantiert sind. Ein herrlich abgedrehter Lesespaß für alle ab 7 Jahren, die es gerne so richtig schön verrückt und chaotisch mögen. Auch wenn dieser Reihenauftakt für mich nicht an „Worst Week Ever“ heranreicht, hatte ich viel Freude beim Lesen und bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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