Cover-Bild Stiller Bach
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 20.09.2018
  • ISBN: 9783740804695
Regina Riest

Stiller Bach

Kriminalroman
Mordermitttlung auf schwäbische Art

Im Stillen Bach bei Weingarten wird eine männliche Leiche entdeckt. Niemand scheint den Toten zu vermissen, und das Team der Friedrichshafener Kripo um den erst kürzlich aus Ravensburg versetzten Hauptkommissar Maibach steht vor einem Rätsel. Wer war der Tote? Warum musste er sterben? Der entscheidende Hinweis, der die Ermittler schließlich zur Identität des Opfers führt, wirft neue Fragen auf - ist alles anders, als es auf den ersten Blick scheint?

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Ein Mord mit Wurzeln in der Vergangenheit

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Inhaltsangabe
Kinder entdecken im Stillen Bach eine Leiche, woraufhin Kommissar Maibach aus Friedrichshafen die Ermittlungen in Weingarten übernimmt. Während der Ermittlungen wird deutlich, dass die Ursache ...

Inhaltsangabe
Kinder entdecken im Stillen Bach eine Leiche, woraufhin Kommissar Maibach aus Friedrichshafen die Ermittlungen in Weingarten übernimmt. Während der Ermittlungen wird deutlich, dass die Ursache des Mordes weit in die Jugend der Beteiligten zurückreicht.
Rezension
Der Krimi Stiller Bach von Regina Riest ist ein eher ruhiger, „stiller“ Krimi, der sich zu Beginn viel Zeit nimmt, um die Figuren und ihr Umfeld vorzustellen. Dadurch dauert es etwas, bis die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt, da man zunächst die Charaktere und ihre Beziehungen kennenlernt.
Kommissar Maibach aus Friedrichshafen übernimmt die Ermittlungen in Weingarten. Früher hat er in Ravensburg gearbeitet, sodass er mit der Region bereits vertraut ist. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus seiner Sicht, zusätzlich gibt es Kapitel aus der Perspektive des Mörders sowie eines Zeugen, wodurch sich verschiedene Blickwinkel auf die Ereignisse ergeben.
Die Autorin versucht Spannung unter anderem über ein wiederkehrendes Rätsel aufzubauen: Bereits auf Seite 69 taucht das Wort „Graffito“ auf. Kommissar Maibach recherchiert die Bedeutung im Internet, doch dem Leser wird die Erklärung lange vorenthalten – erst auf Seite 299 wird schließlich aufgelöst, was genau dahintersteckt.
Relativ schnell lässt sich erahnen, warum der Mord geschehen ist, da das Motiv in der Vergangenheit und besonders in der Jugend der Beteiligten liegt. Beim Täter bleibt es dagegen länger offen; beim Lesen hat man durchaus mehrere Verdächtige im Blick und kann eigene Vermutungen anstellen.
Das Lokalkolorit bleibt eher zurückhaltend. Zwar spielen Ravensburg und Weingarten eine Rolle, und besonders die Feste in beiden Städten sorgen für regionale Atmosphäre. An anderen Stellen – etwa bei den Mahlzeiten der Ermittler – hätte die Handlung jedoch genauso gut an einem anderen Ort spielen können.
Der Schreibstil ist gut lesbar und solide. Insgesamt bleibt der Krimi ruhig erzählt, mit einem klaren Highlight im Verlauf der Handlung, aber ohne durchgehend hohes Spannungstempo. Trotzdem liest sich das Buch flüssig und ist insgesamt stimmig aufgebaut.
Fazit
Stiller Bach ist ein ruhiger Kriminalroman, der stärker auf Figuren und Hintergründe setzt als auf schnelle Action. Wer leise Krimis mit regionalem Bezug und einem Rätsel aus der Vergangenheit mag, wird hier gut unterhalten.

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