Cover-Bild Gott wohnt im Wedding
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14,00 €
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 13.04.2020
  • ISBN: 9783328105800
Regina Scheer

Gott wohnt im Wedding

Roman
Ein Haus. Ein Jahrhundert. So viele Lebensgeschichten.

Im ehemals roten Wedding, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin, steht in der Utrechter Straße ein altes Haus. Sie alle sind untereinander und schicksalhaft mit dem Gebäude verbunden: Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat.
Regina Scheer, die großartige Erzählerin deutscher Geschichte, hat die Leben ihrer Figuren zu einem bewegenden Roman verwoben, voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2020

Leider sehr langatmig, sonst wirklich lesenswert.

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Schon eine ganze Weile wollte ich diesen Roman lesen und umso dankbarer war ich, als mir die Buchhandlung Böhnert ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Und jetzt sitze ich hier und brüte ...

Schon eine ganze Weile wollte ich diesen Roman lesen und umso dankbarer war ich, als mir die Buchhandlung Böhnert ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Und jetzt sitze ich hier und brüte über meiner Rezension, weil es mir so schwer fällt, ein Urteil zu fällen.

Denn einerseits hats mich Regina Scheer definitiv in ihren Bann gezogen und ich fand es so spannend, die einzelnen Geschichten zu verfolgen. Egal, ob nun die von Gertruds und Leos gemeinsamer Vergangenheit während des zweiten Weltkriegs oder die von Laila, die ihren Platz im Leben auch in ihren 40igern noch nicht wirklich gefunden hat und die die Geschichte ihrer verfolgten und ihrer, der Heimat entrissenen Sinti-Familie erzählt. Oder die Geschichte von Nira, die sich in Amir verliebt.

Andererseits empfand ich das Lesen als sehr sehr anstrengend und mehrmals musste ich die mit so vielen Details gespickte Geschichte zur Seite legen, weil mir die Beschreibungen, die verschiedenen Namen, Verwandtschaftsverhältnisse, Verbindungen, viel zu viel waren.

Ich rechne der Autorin ihre vermutlich harte Recherchearbeit hoch an und fand die Geschichte wirklich sehr informativ, aber manchmal hat mich die Fülle an Information einfach erschlagen. Hinzu kommen viele fremde Begriffe, Geschichte von Verfolgung und Krieg. Interessant fand ich dagegen die Kette an Vorurteilen und Vorbehalten, die wir wohl alle gegenüber fremden Menschen oder leider auch anderen Nationalitäten haben, obwohl diese eigentlich keine Rolle mehr spielen sollten. Und trotzdem sind sie in der Gegenwart immer noch in vielen Köpfen verankert.

Es ist eine sehr lesenwerte und interessante Geschichte, die dem Leser aber auch definitiv sehr viel Durchhaltevermögen abverlangt.

Und deshalb vergebe ich sehr gute 3 Sterne.

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