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InaVainohullu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2021

War leider nicht mein Fall !

Beyond the Sea
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Nach 2/3 abgebrochen bzw. nur noch quergelesen.

Leider gibt es immer wieder einmal Bücher, von denen man sich ein Highlight erhofft, die dann aber doch ganz anders sind, als man das im Vorfeld erwartet ...

Nach 2/3 abgebrochen bzw. nur noch quergelesen.

Leider gibt es immer wieder einmal Bücher, von denen man sich ein Highlight erhofft, die dann aber doch ganz anders sind, als man das im Vorfeld erwartet hat.

Beyond the Sea gehört für mich dazu. Wenn ich die Geschichte um Estella und Noah in einem einzigen Wort beschreiben müsste, dann würde ich mich für WEIRD entscheiden.

Die Autorin vermischt hier eine Romance mit harten Themen wie Missbrauch, aber auch Glaube, Rache und Übernatürliches spielen eine Rolle. Hätte sicher auch gut für mich funktionieren können, wenn mir der Schreibstil nicht zu fad gewesen wäre. Es ist ein unstrukturiertes Hin und Her. Estella, die bis zum Schulabschluss bei ihrer bösen Stiefmutter leben muss, fühlt sich wie magisch von Noah angezogen, ihrem Stiefonkel, wenn man so will. Von dem wusste sie bislang nicht einmal etwas und plötzlich taucht er in Ad na mara auf und stellt ihr eh schon schwieriges Leben auf den Kopf. Dabei ist er nicht nur Estella, sondern auch mir, ein einziges Rätsel, was sich bis zum letzten Drittel auch nicht wirklich ändert.

Er hat ein bewegtes Leben hinter sich, trägt Geheimnisse und Rachegelüste mit sich herum.

Mir war die Story zu langatmig, zu unspannend und auch einfach viel zu seltsam, so dass ich das Buch nach 3 Wochen und mehreren Anläufen am Ende nur noch quergelesen habe, damit ichs wenigstens beende. Auch die Figuren hatten für meinen Geschmack zu wenig Charakter, waren trotz aller Geheimnisse zu blass und die Handlung wirkte auf mich wie ein einziges, großes Durcheinander.

Für mich war das leider echt ein Flop.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Auch Band 2 ist wieder durch und durch einfach nur schön.

A History of Us − Erst auf den zweiten Blick
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Oh, das war so schön, ich möchte sofort zurück nach Willow Creek !

Bereits mit dem ersten Band ihrer Reihe ist es Jen DeLuca gelungen mich total zu begeistern und ich habe mich schnell zu einem echten ...

Oh, das war so schön, ich möchte sofort zurück nach Willow Creek !

Bereits mit dem ersten Band ihrer Reihe ist es Jen DeLuca gelungen mich total zu begeistern und ich habe mich schnell zu einem echten Fan der Charaktere und des Willow Creek Renaissance Festivals entwickelt. Dementsprechend begierig war ich auf Band 2. Und dieser steht dem Ersten in Nichts nach.

Es geht diesmal um Stacey, die in Emily eine wirklich gute Freundin gefunden hat, und andersherum. Die aber auch irgendwie ein bisschen unglücklich mit ihrem Leben ist. Stacey hatte in jüngeren Jahren große Pläne für ihre Zukunft, doch familiäre Ereignisse führten schließlich dazu, dass sie immer in Willow Creek blieb und in ihrem Alltagstrott gefangen ist. Ihr einziges Highlight ist das jährliche Mittelalterfestival und ihr Tête-á-tête mit dem heißen Sänger Dex der Dueling Kilts, die jedes Jahr ein fester Programmpunkt des Festivals sind.

In einem Anfall von Wehmut und Verzehren und dem Wunsch irgendetwas an ihrem Leben zu ändern schickt Stacey Dex nach dem letzten Festival eine Nachricht. Aus diesem ersten Kontakt entwickelt sich schnell eine sehr intime "Beziehung", die sich aufgrund der Tatsache, dass die Dueling Kilts von Festival zu Festival reisen, ausschließlich auf schriftlichen Kontakt beschränkt. Und dennoch flattert Stacey mit jeder neuen Nachricht ein Schwarm Schmetterlinge durch den Körper und sie kann das nächste WCRF kaum erwarten.

Doch was, wenn sich der Mann hinter den Mails plötzlich als ein ganz Anderer entpuppt, als der, von dem man annimmt, dass man ihn bereits kennt ?

Ich liebe Verwechslungsgeschichten sehr und bin vor allem begeistert, dass "Erst auf den zweiten Blick" ohne das große Drama auskommt, dass solche Romane in der Regel mit sich bringen. Die Geschichte um Stacey und den Mann hinter den Mails war einfach nur süß, cozy und vor allem auch herrlich amüsant.

Jen DeLuca hat einen sehr flüssigen Schreibstil und schafft es, mich komplett einzunehmen und mich erneut in ein völlig anderes Leben zu entführen, welches so viel Spaß macht.

Auch hat mir gefallen, wie sie alle bereits bekannten Charaktere mit einbringt, so dass sie nicht wie Statisten wirken, sondern ein Teil des Ganzen sind. Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich mich schon jetzt auf Band 3 freue, der mit Sicherheit fantastisch sarkastisch, somit witzig und bestimmt auch sehr heiß werden wird.

Liebe ich diese Reihe: auf jeden Fall !!! Kann ich sie empfehlen: UNBEDINGT !!!

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Veröffentlicht am 21.07.2021

Schöne Cozy Romance !

Still into you
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Still Into You erwies sich als die perfekte Urlaubs- und Strandlektüre, denn die Geschichte um Sawyer und Eve ist so eine richtig schöne Cozy Romance mit Kleinstadtflair und toller Kulisse.

Eigentlich ...

Still Into You erwies sich als die perfekte Urlaubs- und Strandlektüre, denn die Geschichte um Sawyer und Eve ist so eine richtig schöne Cozy Romance mit Kleinstadtflair und toller Kulisse.

Eigentlich hatte Eve nicht vor, noch einmal nach Moonflower Bay zurück zu kehren, wo sie die schönsten Sommer ihrer Jugend verbracht hat. Doch als ihre Tante stirbt und ihr das Mermaid Inn vererbt, woran eine für Eve heikle Bedingung geknüpft ist, kehrt sie zurück und beginnt das Hotel mit dem Vorsatz es nach Ablauf einer Frist von einem Jahr zu verkaufen.

Das Hotel ist allerdings nicht Eves größte Hürde. Die heißt nämlich Sawyer und ist Eves große (Jugend-)Liebe, die aus einem bestimmten Grund auseinanderbrach und für Eves jahrelange Abwesenheit in Moonflower Bay gesorgt hat.

Ob die Beiden wieder zueinanderfinden, Missverständnisse sich aus dem Weg räumen lassen und Eve in Moonflower Bay vielleicht doch ein neues Zuhause findet, erfahrt ihr nur, wenn ihr diese herrliche und auch durchaus witzige und unterhaltsame Geschichte lest.

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Veröffentlicht am 04.07.2021

Großartiger Familienroman über drei starke Frauen !

Die Bierkönigin von Minnesota
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Ich weiß gar nicht mehr, wieso mich dieses Buch so angesprochen hat, aber es ist letzten Ende auch egal, weil ich froh darüber bin, dass es mich angesprochen hat und mich inhaltlich fesseln, begeistern ...

Ich weiß gar nicht mehr, wieso mich dieses Buch so angesprochen hat, aber es ist letzten Ende auch egal, weil ich froh darüber bin, dass es mich angesprochen hat und mich inhaltlich fesseln, begeistern und vollständig überzeugen konnte.

J. Ryan Stradal erzählt in diesem Roman die Geschichte dreier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die durch das Band ihrer Familie miteinander verbunden sind.

Im Fokus steht Diana, die als Teenager ihre Eltern verliert, zu ihrer verwiteten Großmutter Edith zieht und die mit Diebstählen deren Kasse aufbessert. Bis sie auffliegt und an Frank gerät, dem eine Brauerei gehört. Er bietet ihr an, nein eigentlich verlangt er eher von ihr, dass sie fortan als Hausmeisterin für ihn arbeiten soll, um den Schaden den sie angerichtet hat, wieder gut zu machen. Während ihrer Arbeit in der Brauerei entdeckt Diana ihre Leidenschaft für Craft Beer und IPA und will ihr Eigenes brauen. Frank kitzelt dabei auf seine ureigene Art das Allerbeste aus ihr heraus und auch wenn sie ihn gerade wegen seiner ruppigen Art am liebsten zum Mond schießen würde, entwickelt sie einen unglaublichen Ehrgeiz, beginnt an sich selbst zu glauben, wird mit 19 Jahren die jüngste Brauerin Minnesotas und geht in ihrer Leidenschaft am Bierbrauen auf.

Und damit wiederholt sie unbewusst die Geschichte ihrer Großtante Helen, die ebenfalls früh ihre Leidenschaft fürs Bier und fürs Brauen entdeckt hat. Unbewusst deshalb, weil sie sich nie kennengelernt haben. Denn Helen hat ihre eigenen Wünsche immer über die ihrer Schwester Edith gestellt, weshalb der Kontakt zwischen den Beiden nach dem Tod des Vaters abbrach. Helen verkaufte die Familienfarm und steckte das Geld in die Familienbrauerei ihres Mannes. Sie beteuterte zwar, dass sie Edith irgendwann auszahlen würde, doch irgendwann war der letzte Kontakt viel zu lange her und die Kluft zwischen beiden Schwestern so groß, dass es für Helen immer schwieriger wurde, zum Ausgangspunkt zurückzukommen.

Edith hingegen war immer die Bescheidenere, die sich Kümmernde. Sie opftert sich erst für ihre Eltern, später für die eigenen Kinder, dann für Diana auf, muss viele Verluste verarbeiten und führt wahrlich ein schwieriges und ärmliches Leben, was ihr jedoch nie wirklich etwas auszumachen schien. Mit fast 80 Jahren eröffnet sich dann plötzlich die Chance, endlich einmal etwas für sich selbst zu tun, einfach nur, weil sie es will....

Dieser Roman bietet inhaltlich noch so viel mehr, als ich mit Worten widergeben kann. Vor allem auf der Gefühlsebene passiert hier einiges, denn es geht schließlich um Familie, die immer Familie bleibt, egal wie tief sie gespalten ist. Es geht um Mut, den es braucht, um seine Träume zu verwirklichen und um den Kampfgeist, den es braucht, um sie am Laufen zu halten. Es geht aber auch um Vertrauen und um zu Zusammenhalt.

Der Schreibstil ist angenehm unaufgeregt, ohne auch nur einmal langweilig zu werden. Der Autor erzählt aus drei Perspektiven und schreibt auf verschiedenen Zeitebenen, so dass man einen Einblick in die Gedanken und Gefühle jeder der drei Frauen bekommt. Und obendrauf gibts auch noch reichlich interessantes Knowhow über die Komplexität des Bierbrauens.

Mich hat dieser Roman unglaublich gut unterhalten und ich kann gar nicht anders, als eine ganz klare Leseempfehlung auszusprechen !

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Veröffentlicht am 05.06.2021

Ein wirklich toller Auftakt !

Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
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Die Rebellinnen von Oxford haben mich vorallem aufgrund der im Klappentext versprochenen Rebellion der Frauenbewegung, gegen die Gesetze und für das Frauenwahlrecht im viktorianischen England, angesprochen. ...

Die Rebellinnen von Oxford haben mich vorallem aufgrund der im Klappentext versprochenen Rebellion der Frauenbewegung, gegen die Gesetze und für das Frauenwahlrecht im viktorianischen England, angesprochen. Und auch ein bisschen deshalb, weil Historical Romance ein Guilty Pleasure für mich ist.

Befassen sich solche Romane mit zu vielen historischen Fakten, dann bin ich schnell gelangweilt. Spinnt man aber wie Evie Dunmore auch noch eine spannende Liebesgeschichte drumherum und stattet einen Roman mit durchaus liebenswerten Figuren aus, dann bin ich schon mal Feuer und Flamme.

Besonders, wenn eben wie hier, die Mischung passt.

Die Geschichte um Annabelle Archer, Tochter eines Vikars und als Studentin an der Universität in Oxford zugelassen, wo es noch lange nicht selbstverständlich ist, dass man Frauen überhaupt gestattet zu studieren und Sebastian, den Herzog von Montgomery, der unterkühlt und herzlos wirkt, konnte mich wirklich fesseln, auch wenn ich gestehen muss, dass ich mir in Bezug auf die Frauenbewegung deutlich mehr Aktivismus gewünscht hätte.

Zunächst ist dieser gegeben, aber als Annabelle und Sebastian aufeinandertreffen und sich zwischen den Beiden Gefühle entwickeln, da gerät dieser doch so wichtige und interessante, auch weil wahrer, Strang ein bisschen in den Hintergrund und das fand ich doch sehr schade. Allerdings erhoffe ich mir vom zweiten Band, der sich um die Anführerin der Suffragistinnen, die für mehr Frauenrechte und das Wahlrecht kämpfen, da deutlich mehr. Denn die Bewegung kam zu dem Zeitpunkt an dem Band 1 endet erst so richtig ins Rollen. Und da setzt wohl auch Band 2 an. Da bin ich also sehr neugierig, ob und wie die Autorin dies dann umsetzt.

Trotz dieses "Kritikpunktes" für den ich dem Buch einen Stern abziehe, hat mich die Geschichte sehr unterhalten und ich fand sie einfach wundervoll und großartig. Besonders weil uns als Leser:innen hier neben dem viktorianischen Setting, einem flüssigen Schreibstil und sehr sympathischen Protagonist:innen mit durchaus starkem Willen, Ecken und Kanten und vielerlei Eigenheiten auch ein dynamisches Enemy-to-Lovers Szenario erwartet.

Ich mochte das Buch wirklich sehr gerne und freue mich auf die bereits angekündigten Folgebände.

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