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InaVainohullu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2023

Leider ein Reinfall!

Match on Ice
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Mein erstes Buch 2023 und dann gleich so ein riesengroßer Reinfall.

Ich schwanke gerade, ob ich dem Buch tatsächlich 2 oder doch lieber nur 1 Stern geben soll, weil ich einfach so viele Kritikpunkte ...

Mein erstes Buch 2023 und dann gleich so ein riesengroßer Reinfall.

Ich schwanke gerade, ob ich dem Buch tatsächlich 2 oder doch lieber nur 1 Stern geben soll, weil ich einfach so viele Kritikpunkte habe.

In der Story geht es um Eiskunstläuferin Romy, die nach einem Sturz schwer zurück in ihr Training findet. Da der Sturz wohl durch die Eishockeyspieler der Uni verursacht wurde und auch Romys Exfreund und Eiskunstpartner im Gegenzug immer wieder Dinge tut, die dem Team schaden, müssen Romy und Kapitän Jack den Kopf dafür hinhalten und werden zu gemeinsamen Trainingseinheiten "verdonnert", die Romy helfen sollen, auf dem Eis wieder sicher zu werden. Und je mehr die Beiden, die offensichtlich keine weiteren Gemeinsamkeiten haben als das Eis, Zeit zusammen verbringen, desto mehr mögen sie sich.

So weit, so gut. Hätte man sicher ne schöne Story draus machen können, aber hier stimmte einfach nichts. Die Charaktere sind alle stumpf und farblos, es schwingen keine greifbaren Emotionen mit, sondern liest sich, besonders im ersten Drittel wie ein Lehrbuch "Eishockey für Dummies". Irgendwann habe ich auch aufgehört zu zählen, wie oft Romy sich bedankt, sich einen neuen Pferdeschwanz bindet oder ihren Haargummi nochmal straff zieht. Was mir ebenfalls sauer aufstieß, war der absolut toxische Dan. Romys Exfreund und Partner im Eiskunstlauf, der keine Gelegenheit auslässt um sie erst fertig zu machen und dann wieder zu umgarnen. Die Krönung war kam dann aber im letzten Teil, als auch Jack, in den sie ja plötzlich total verknallt ist, anfängt sich Romy gegenüber sehr unfair zu verhalten und diese das in meinen Augen einfach toleriert, so dass sie beide ihr glückliches Ende bekommen.

Mir fehlte hier einfach alles. Mir fehlte es an Charakterausarbeitung, an Emotionen, an Problemlösungen, an einfach allem. Ganz strange Nummer.

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Veröffentlicht am 12.11.2022

Ein kurzweiliger Riesenspaß

Under one Roof- Liebe unter einem Dach
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Ich bringe jetzt mal einen Move, den Autorinnen* wohl hassen und ziehe einen Stern ab, weil mir die Kurzgeschichte zu kurz war. Sorrynotsorry.

Under the Roof gehört zu einer Shorts-Trilogie im die Freundinnen ...

Ich bringe jetzt mal einen Move, den Autorinnen* wohl hassen und ziehe einen Stern ab, weil mir die Kurzgeschichte zu kurz war. Sorrynotsorry.

Under the Roof gehört zu einer Shorts-Trilogie im die Freundinnen Mara, Sadie und Hannah, all drei in wissenschaftlichen und technischen Berufen unterwegs, so wie wir das von Ali Hazelwood bereits kennen.

Mara erbt von ihrer Mentorin Helena ein Haus, genau genommen ist es ein halbes Haus, denn die andere Hälfte gehört Helenas Neffen Liam. Und der ist überhaupt nicht begeistert, als Mara plötzlich vor der Türe steht und auch noch darauf besteht, einzuziehen und seinen Frieden zu stören. Und auch Mara ist not amused, sieht aber gar nicht ein auf ihr Recht zu verzichten. Es herrscht also zunächst eine recht feindselige Stimmung zwischen den Beiden, die sich im Verlauf der Zeit auflöst und von Freundschaft in Verliebtheit übergeht, was Beide natürlich niemals zugeben würden.

Ali Hazelwood schreibt einfach so herrlich amüsant und direkt, dass mir diese 168 Seiten einfach deutlich zu wenig waren. Ich mag ihre starken und smarten weiblichen Figuren, die sich im überwiegend männlich geprägten Berufsumfeld immer wieder behaupten. Auch die Chemie zwischen Liam und Mara mochte ich hier sehr.

Aber es ist was es ist, eine Kurzgeschichte. Die Autorin springt also durch ca. ein Jahr und Vieles kommt zu kurz. Spaß hatte ich trotzdem jede Menge, weshalb auch Sadies und Hannahs Geschichten bereits auf die Wunschliste gewandert sind.

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Geld- und Lebenszeitverschwendung

Punk 57
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Manchmal darf man nicht alles glauben, was auf ein Cover gedruckt wird, denn manchmal ist eine Sensation...nun ja, eben keine Sensation.

Mal wieder habe ich mich vorab vom Hype um einen Roman blenden ...

Manchmal darf man nicht alles glauben, was auf ein Cover gedruckt wird, denn manchmal ist eine Sensation...nun ja, eben keine Sensation.

Mal wieder habe ich mich vorab vom Hype um einen Roman blenden lassen und habe dann eine Bruchlandung erlebt, denn Punk 57 war für mich weder wirkliches Lesevergnügen noch Highlight, sondern vielmehr verschwendete Lebenszeit.

Ryen und Misha sind seit eines Projekts in der 5. Klasse Brieffreunde, die sich ihre Geheimnisse, Ängste, Probleme anvertrauen. Direkt auf den ersten Seiten hat da in meinem Kopf was geklingelt und ich dachte: Hä?! Kenn ich irgendwoher. Tatsächlich stellte sich dann heraus, dass der Roman "The Story of a Lovesong" von Penelope Ward und Vi Keeland ganz ähnlich beginnt. Einer ist Musiker, Einer hört plötzlich auf zu Schreiben, Einer kanns nicht fassen und geht dem Ganzen nach.

So wars auch hier. Bisschen anders, aber zunächst sehr ähnlich, denn Misha hört nach einem Schicksalsschlag plötzlich auf Ryens Briefe zu beantworten. Stattdessen schleust er sich an ihrer Schule ein, nicht wegen ihr, sondern wegen eines etwas sehr zufälligen Grundes und obwohl er weiß, das Ryen Ryen ist, die er ja eigentlich liebt, behandelt er sie wie Dreck.

Und sie tut es ihm gleich, nichtahnend, dass es sich bei Masen um Misha handelt. Schließlich haben sie sich nie gesehen und in all den Jahren natürlich auch nie gestalkt.

Was mich richtig genervt hat, war die fehlende Chemie, die durch reinen Trieb und sexuelle Spannung ersetzt wurde. Das Gefasel von "du gehörst mir", das Benehmen von Trey, der Ryen unbedingt knacken möchte, die sich das auch noch gefallen lässt, obwohl es ihr missfällt. Ne schöne Idee wäre die Sache mit Punk gewesen, die aber eher auch so nebenbei lief.

Nee sorry, aber dieser Roman war durch und durch enttäuschend, nervig und langweilig, das Ganze dann noch garniert mit Figuren die sich irgendwie alle gar nicht so wirklich leiden können, Andere gerne drangsalieren und sich besitzergreifend benehmen. Frauenpower ? Fehlanzeige und auch der Plot war jetzt nicht so wirklich geil durchdacht.

2 Sterne sind eigentlich zu viel und sind dem dankenswerterweise flüssigen Schreibstil und der eigentlich guten Idee geschuldet.

Für mich definitiv verschwendete Zeit und rausgeworfenes Geld.

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Herrliche RomCom !

Das irrationale Vorkommnis der Liebe – Die deutsche Ausgabe von »Love on the Brain«
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Wie schon mit ihrem ersten Roman, hat mich Ali Hazelwood auch mit der Geschichte um Bee und Levi wieder sehr begeistert.

Es ist eine klassische Enemy-to-Lovers Story, zumindest wenn man es aus Bee's ...

Wie schon mit ihrem ersten Roman, hat mich Ali Hazelwood auch mit der Geschichte um Bee und Levi wieder sehr begeistert.

Es ist eine klassische Enemy-to-Lovers Story, zumindest wenn man es aus Bee's Perspektive betrachtet, denn die Neurowissenschaftlerin und der Ingenieur haben eine unschöne Vergangenheit und sollen nun ausgerechnet gemeinsam ein NASA Projekt leiten.

Klar, dass es da zu jeder Menge Komplikationen, falscher Annahmen und explosiver Dialoge kommt, die einfach unfassbar unterhaltsam und amüsant sind. Und auch klar, dass die Beiden sich eigentlich ziemlich gut leiden können, dies aber erst merken müssen.

Der Schreibstil ist leicht, flüssig, die Wissenschaft kommt nicht zu kurz, ist aber nicht überbordend und trocken beschrieben, sondern spielt ihre Rolle auf charmante und interessante Weise.

Ich mochte sowohl Bee als auch Levi und ihre Dynamik supergerne. Auch Nebencharaktere wie Rocio und Kaylee fand ich super ausgearbeitet.

Der Roman bietet tolle Lesestunden und hat alles, was eine gute RomCom haben sollte. Freue mich jetzt schon auf neuen Lesestoff der Autorin.

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Veröffentlicht am 18.06.2022

Wenn aus Fremden Familie wird...

Die Melodie der Bienen
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Eileen Garvin erzählt in "Die Melodie der Bienen" die Geschichte dreier unterschiedlicher Menschen, die sich durch harte Schicksalsschläge selbst zu Außenseiter:innen entwickelt haben und die durch die ...

Eileen Garvin erzählt in "Die Melodie der Bienen" die Geschichte dreier unterschiedlicher Menschen, die sich durch harte Schicksalsschläge selbst zu Außenseiter:innen entwickelt haben und die durch die Bienen zusammenfinden.

Alice Holtzman ist 44 Jahre alt und betreibt neben ihrer Stelle im County die "Farm" ihrer verstorbenen Eltern. Alice hat mit Panikattacken und dem Verlust einer geliebten Person zu kämpfen und hat sich von Freunden und Familie stark zurückgezogen. Ihr Leben sind ihre Bienenvölker, denen sie ihre ganze Liebe und Aufmerksamkeit widmet.

Jake ist gerade einmal 18, querschnittsgelähmt und am Strugglen. Als er Alice und vorallem deren Bienen begegnet, entdeckt er ein ungeahntes Talent und schöpft endlich wieder Hoffnung.

Und dann ist da noch Harry, 24. Sehr unscheinbar, spricht kaum. Saß im Gefängnis und hat gerade seinen Onkel verloren. Auch Harry ist, wie Jake ziellos unterwegs, als er auf Alice und Jake trifft.

So verschieden die Drei auch sind, wachsen sie im Verlauf der Geschichte zu echten Freunden und ich möchte fast sagen, zu Familie, zusammen.

Doch der Plot dreht sich nicht nur um die persönlichen Entwicklungen jedes Einzelnen von ihnen, sondern natürlich auch um die Bienen und um die Folgen von chemieverseuchten Düngemitteln, die Bienensterben nach sich ziehen und gegen die Alice und die Jungs ankämpfen. Ein reales Problem weltweit.

Ich mochte die Kombination aus brandaktueller Thematik, Mental Health, Selbstfindung und Wissenswertem über die Bienen. Und ich mochte auch die Charaktere alle drei sehr. Die Wandlung die sie vollziehen, ihr Zusammenwachsen und ihr unerschütterlicher Zusammenhalt sind mir echt nah gegangen.

Trotzdem muss ich auch sagen, dass der Roman gerade in der ersten Hälfte ein paar Längen hatte, die mir den Einstieg schwer gemacht haben, weshalb ich einen Punkt abziehe.

Aber sonst hat es mich nachhaltig beeindruckt und wird somit lange im Gedächtnis bleiben.

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