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Veröffentlicht am 25.02.2020

Eine sehr süße Geschichte über Freundschaft und Liebe! Hat mir sehr gefallen.

Immer wieder für immer
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"Tschuldigung, bist du immer so breit ?"

Mit diesen Worten beginnt die Geschichte von Jack und Kate, die sich auf einer Collegeparty kennenlernen und sich verlieben. Doch diese Liebe steht unter keinem ...

"Tschuldigung, bist du immer so breit ?"

Mit diesen Worten beginnt die Geschichte von Jack und Kate, die sich auf einer Collegeparty kennenlernen und sich verlieben. Doch diese Liebe steht unter keinem besonders guten Stern, denn Kate leidet an einer unheilbaren Krankheit und Jack: der leidet unter einem Zeitreisephänomen.

Immer wieder lernt er Kate auf der versifften Treppe kennen, immer wieder verliebt er sich und immer wieder muss er ihr beim Sterben zusehen. Doch er bekommt auch immer wieder eine neue Chance, denn sobald Kate stirbt, dreht sich die Uhr für Jack zurück.

Und für ihn ist klar: Diese ewigen Zeitschleifen bedeuten, dass er Kate retten kann, retten muss.

Mit IMMER WIEDER FÜR IMMER hat Justin A. Reynolds ein wirklich wunderschönes Debüt hingelegt, dass ich kaum aus der Hand legen wollte. Jacks Geschichte ist nicht nur geprägt vom Wunsch Kate zu retten, sondern es ist auch eine Geschichte über die Freundschaft und über die Liebe zu seinen Freunden und seiner Familie.

Jillian, Franny und Jack sind ein eingeschworenes Team, die besten Freunde, die sich alles anvertrauen, egal, ob es um Jillians depressive und überforderte Mutter oder Frannys kriminellen Vater geht.

Doch diese innige Freundschaft bröckelt und verändert sich mit jeder Zeitschleife, denn Jack muss Entscheidungen für Kate treffen, bei denen er seine Freunde vernachlässigt oder andere Dinge anstellt, die die Freunde auseinander bringen. Trotz ihrer grenzenlosen Liebe zueinander.

Jack ist ein toller junger Mann, er hat gute Noten, hat ein gutes Verhältnis zu seinen immer noch sehr verliebten Eltern. Er ist entschlossen und mutig und bereit jedes Risiko einzugehen um alle Menschen, die er liebt, glücklich zu sehen.

Ich fand das Buch unglaublich gut und mitreißend geschrieben, auch wenn ich zwischendurch die Befürchtung hatte, dass mir die Zeitschleifen vielleicht auf die Nerven gehen könnten. Das Grundgerüst bleibt gleich, doch da es immer wieder neue Wendungen und Handlungen gibt, wurde es nie langweilig. Naja gut, vielleicht hätte man sich eine Zeitschleife sparen können, aber das ist persönliches Empfinden.

Neben der wirklich süßen Liebesgeschichte und Jacks cooler Art und seinen manchmal sehr verrückten Einfällen, hat mir besonders die Freundschaft zwischen ihm, Jillian und Franny gefallen.

Alles in allem ein wirklich schönes Buch, dass mir tolle Lesestunden beschert hat und das ich auf jeden Fall empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 22.02.2020

Ein krasser und brutaler, aber auch verdammt großartiger Pageturner !!!

The Grace Year
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Was für ein unfassbar grausames, aber hoffnungsvolles und großartiges Buch !!! Lange hab ich keinen solchen, dystopischen Pageturner mehr gelesen.

Und dabei begann die Geschichte um Tierney und das Gnadenjahr ...

Was für ein unfassbar grausames, aber hoffnungsvolles und großartiges Buch !!! Lange hab ich keinen solchen, dystopischen Pageturner mehr gelesen.

Und dabei begann die Geschichte um Tierney und das Gnadenjahr so unfassbar grausam und brutal, ich hatte in der ersten Hälfte einen riesigen Wut- und Hassklumpen im Bauch, der sich mit jeder Seite enger zog. Ehrlich, ich glaube mein Kopf hat gedampft vor Zorn.

Zorn auf die Männer in Garner County, die die Frauen regelrecht unterdrücken, ihnen permanent erzählen wie wertlos sie sind und sie schlimmer behandeln als das redensartliche Stück Vieh. Zorn darauf, was sie ihnen nehmen, was sie ihnen verbieten, was sie mit ihnen machen.

Aber auch Zorn auf die Gnadenmädchen, die sich gegenseitig die schlimmsten Dinge wünschen und antun.

Tierney ist 16 Jahre alt und wie all den Generationen vor ihr, steht ihr das Gnadenjahr bevor. Die Mädchen ihres Jahrgangs werden auf eine Insel in den Wäldern geschickt, ja förmlich ausgesetzt. Vorher erfolgt jedoch erst noch der Schleiertag, an dem den Mädchen bereits offenbart wird, was sie erwartet, falls sie zurückkehren. Es ist ein perfides, grausames Spiel, erdacht von den Männern.

Um nicht zu spoilern, will ich gar nicht so sehr ins Detail gehen, aber ich kann euch verraten, dass es im Wald reichlich Gefahren gibt. Neben den Wilderern, die es auf das Leben der Mädchen abgesehen haben, sind sie selbst wohl die größte Gefahr füreinander. Denn hier im Wald können sie sich ihrer "Magie" hingeben und all ihre Grausamkeiten ausleben, die sich schnell gegen Tierney richten, die schon immer einen kritischen Blick auf den Umgang mit den Frauen von Garner County hatte.

Die erste Hälfte des Buches empfand ich als unglaublich brutal, aber vermutlich wollte die Autorin genau das bezwecken. Denn man hofft und wünscht sich nichts sehnlicher als eine Rebellion.

Und die bekommt man. Anders und ein wenig später als erwartet, aber mit vielen Überraschungen und absolut zufriedenstellend.

Das Buch ist total spannend geschrieben und ich bin echt durch die Seiten gerauscht. Ganz großartiges Buch mit einer ganz tollen Botschaft, die wir gerade aktuell alle brauchen können. Denn es geht um Zusammenhalt, um Solidarität mit- und untereinander, darum gegen das Unrecht und perfide Systeme aufzustehen und laut und mutig zu sein.

Natürlich gibt es auch ein bisschen Liebe. Ich fand das schön, war aber zwischendurch ein wenig zwiegespalten, weil ich das Gefühl hatte, dass dieser Handlungsstrang so nebensächlich abgehandelt wird. Im weiteren Verlauf bekommt er allerdings mehr Tragweite und ist besonders für das Ende wichtig.

Alles in allem ist THE GRACE YEAR ein echt spannender Pageturner, ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen, was mir mittlerweile eher selten passiert. Was ich noch nicht ganz durchschaut habe, ist, ob es ein Einzelband bleiben wird oder vielleicht doch noch ein zweiter Band folgt. Denn das Ende ist zwar stimmig und auch irgendwie abgeschlossen, doch es gäbe da sicher noch jede Menge Potenzial für eine Fortsetzung.


Einen Kritikpunkt habe ich zum Schluß noch, auch wenn er nicht in meine Wertung einfließen wird, weil er sich nicht auf die Geschichte ansich, sondern auf die Altersempfehlung des Verlags bezieht. Der Verlag empfiehlt das Buch nämlich ab einem Alter von 14 Jahren. Erwähnt es in den Teasern zum Buch aber unter anderem mit "The Handsmade's Tail", was in meinen Augen "erwachsene Literatur" ist. Ich finde die erste Hälfte des Buches wirklich sehr brutal. Den Frauen widerfährt sowohl physische als auch psychische Gewalt. Es gibt reichlich abgetrennte Gliedmaßen und jede Menge Grausamkeiten. Ich weiß nicht, ob das Buch deshalb wirklich etwas für 14-jährige ist und würde maximal bei 16 Jahren ansetzen. Sicher ist das mein persönliches Empfinden und jeder Mensch ist in der Beziehung anders, aber wer das Buch jungen Lesern kaufen möchte, dem rate ich, erst einmal reinzulesen und sich ein Bild zu machen.

Ansonsten: GROßARTIG !

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Veröffentlicht am 19.02.2020

Konnte mich nur bedingt überzeugen !

Es war die Nachtigall
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All meine Rezensionen zu Katrin Bongards Büchern leite ich mit den Worten: "Ich liebe Katrins Bücher" ein.

Und so gerne würde ich genau das auch heute wieder tun, aber tatsächlich hat sie mich dieses ...

All meine Rezensionen zu Katrin Bongards Büchern leite ich mit den Worten: "Ich liebe Katrins Bücher" ein.

Und so gerne würde ich genau das auch heute wieder tun, aber tatsächlich hat sie mich dieses Mal nicht zu 100 Prozent überzeugt.

Dabei hat die Geschichte unglaublich viele gute und wichtige Aspekte, der Schreibstil ist gewohnt mitreißend und eingängig und die Idee, die Geschichte an einen geliebten Klassiker anzulehnen und daraus eine neue, moderne Story zu machen, war genial.

Trotzdem wollte der Funke nur bedingt überspringen und das Ende hat mich leider komplett ratlos zurückgelassen.

Marie und Ludwig kommen aus zwei komplett verschiedenen Welten. Während sie sich als Ökoaktivistin bei Organisationen wie Greenpeace für das Wohl der Tiere und gegen die Auswirkungen des Klimawandels einsetzt, ist in Ludwigs Familie die Jagd schon seit Jahrzehnten Tradition.

Auf einem Konzert lernen sich die beiden kennen und verlieben sich im weiteren Verlauf ineinander. Doch kann eine Beziehung zwischen einem Jäger und einer Ökoaktivistin funktionieren ? Wie reagiert das Umfeld auf diese Liebe ?

Ich mochte die Idee total gerne und auch die Umsetzung ist teilweise wirklich gut, denn beide Protagonisten müssen im Verlauf mit Vorurteilen aufräumen und legen ihre Vorbehalte gegen die jeweils andere Seite nach und nach ab.

Zudem lässt Katrin Bongard auch recht viel Wissenswertes über wichtige Themen wie Klimawandel und Veganismus einfließen, ganz ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu wedeln und trifft damit absolut den Zahn der Zeit. Ich denke, dass das Buch gerade deshalb viele junge Leser, die ja Zielgruppe des Romans sind, ansprechen wird.

Was mir im Gegensatz dazu leider nicht gefallen hat, ist die Liebesgeschichte an sich. Ich mochte Ludwig und Marie eigentlich beide sehr gerne, habe aber diese Verliebtheit zwischen den beiden so gar nicht gefühlt. Zumindest nicht so, als dass ich das Ende dieses Jugendromans rechtfertigen könnte.

Und damit bin ich beim größten negativen Punkt: Das Ende.

Obwohl schon im Prolog ganz deutlich wird, was am Ende passiert, war ich ein wenig überrumpelt und auch schockiert. Tatsächlich musste ich das Buch ein bisschen sacken lassen, denn es hat mich einfach nur ratlos zurückgelassen.

Nicht ratlos aufgrund der Ereignisse, sondern ratlos, was die Autorin damit bezwecken wollte !?

Am Ende überschlagen sich nämlich die Ereignisse und die Geschichte nimmt einen tragischen Verlauf, der für mich super wenig Sinn gemacht hat. Ich hätte es, aber das ist rein persönlicher Geschmack, viel besser gefunden, wenn alle Seiten ihre Lehren aus dieser einen Aktion gezogen hätten, was sie in gewisser Weise haben, wie der Prolog zeigt, doch es war mir einfach nicht genug !

Es blieben zu viele Fragen offen und ich hätte mir zumindest vielleicht noch einen Epilog gewünscht, der mich einen Blick in die Zukunft werfen lässt und zeigt, dass in den einzelnen Köpfen tatsächlich ein Umdenken stattgefunden hat und diese Aktion nicht komplett nutzlos gewesen war.

Fazit:
Ich fand die Ansätze und zeitgemäßen Themen die Katrin Bongard in ihren neuen Jugendroman eingebracht hat wirklich gut. Doch in der Umsetzung fehlte es mir an Gefühl und auch an Verständnis für das Ende.

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Wie aus einem "Ich breche ab" ein "Das ist ja großartig" wurde...

C'est la fucking vie
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Dieses Buch und mich verbindet eine Art Hassliebe, wie ich sie nur selten erlebt habe. Bereits im Vorfeld war ich am strugglen, ob ich es überhaupt lesen mag, denn als ich das Buch zum ersten Mal in der ...

Dieses Buch und mich verbindet eine Art Hassliebe, wie ich sie nur selten erlebt habe. Bereits im Vorfeld war ich am strugglen, ob ich es überhaupt lesen mag, denn als ich das Buch zum ersten Mal in der Vorschau entdeckt habe und den Klappentext las, da dachte ich: Hab ich schon tausendmal gelesen.

Wer mich aber kennt, der weiß, dass ichs mir ja dann doch ganz gerne nochmal anders überlege und mir vor allem doch immer ein eigenes Bild machen muss. Und genau deshalb hatte ich mich also dann doch auf eine Leserunde zum Buch beworben und es eben nun gelesen.

Und jetzt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, weil ich doch ein bisschen was dazu zu sagen habe.

Vielleicht starte ich einfach mal damit, dass ich das Buch am Anfang überhaupt nicht mochte, wobei das so eigentlich auch nicht stimmt. Ich war nämlich direkt begeistert von Michaela Kastels außergwöhnlichem und fantastischen Schreibstil. Der hat mich echt beeindruckt. Die persönliche Anrede von Sanni an Niko hat mich allerdings zunächst ein bisschen verwirrt, denn Bücher in dieser Art sind doch sehr selten und deshalb vielleicht auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich aber einfach darauf einlässt, dann ist man schnell voll dabei.

Richtig abgenervt war ich dagegen direkt von Protagonistin Sanni, die sich egoistisch und ich möchte fast schon sagen "toxisch" verhält. Vor allem in Bezug auf Niko, ihren besten Freund.

Niko und Sanni sind seit Kindesalter die besten Freunde. Wo Sanni hingeht, da ist auch Niko. Für mich als Leserin war schnell klar, dass sich die Freundschaft der beiden in etwas weitaus größeres verwandelt hat. Und es war auch absolut sichtbar, dass Niko tiefere Gefühle für Sanni hegt. Erst dachte ich, dass sie es einfach nicht merkt, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto offensichtlicher wird, dass diese Gefühle erwidert werden, auch wenn Sanni sie überhaupt nicht zeigen kann. Stattdessen vergrault sie durch ihre absolut blöden Aktionen jede Freundin die Niko anschleppt.

Sanni ist absolut ziellos, hat keinen Plan was sie mit ihrem Leben anfangen soll, treibt von einer Party zur Nächsten und lebt am liebsten in den Tag hinein. Richtig krass unsympathisch die Gute.

Und genau das war der Punkt, warum ich echt versucht war, das Buch abzubrechen. Drangeblieben bin ich dann, weil ich einfach wissen wollte, ob Sanni eine Wandlung erlebt und auch deshalb, weil mir eine befreundete Bloggerin gesagt hat: Bleib dran, es wird !

Und es wurde. Ab circa der Hälfte flogen die Seiten nur so dahin und Sanni erlebt tatsächlich die ersehnte Wandlung. Plötzlich und mit jeder weiteren gelesenen Seite, wurde ein Schuh aus Sannis Verhalten. Die Angst vor Gefühlen, die Planlosigkeit, ihre Unsicherheiten, die sie hinter dieser rotzigen Fassade versteckt, werden immer greifbarer.

Es erfolgt ein Wendepunkt in der Geschichte, den man bereits nach Lesen des Klappentextes erahnen kann. Doch wer glaubt, die Geschichte würde sich jetzt in eine rosarote Richtung entwickeln, dem kann ich diesen Zahn direkt ziehen: Tut es nicht. Die Geschichte bleibt spannend, entwickelt sich, aber eben anders, als man annehmen möchte.

Und das immer wieder. Sanni will sich ändern, was ihr nur erstmal nur bedingt gelingt. Das Leben bietet immer wieder Verlockungen, bei denen sie wirklich mit sich ringt. Durch Nikos Bodenständigkeit wird sie einerseits offener für Zukunftspläne, aber andererseits auch in eine Ecke gedrängt, in der sie nicht stehen möchte. Es ist ein unglaublich intensiver Kampf mit sich selbst und es war großartig zu sehen, wie sie für sich selbst einsteht und sich durch blöde Situationen beißt.
Auch Niko erlebt eine Wandlung und irgendwann waren die Rollen so vertauscht, dass ich total bei Sanni war und mich Niko aufgeregt hat. Total verrückt, aber vielleicht nachvollziehbar, wenn ihr das Buch selbst lest.

Fakt ist, dass mich die Geschichte ab der Hälfte total für sich einnehmen und gewinnen konnte. Ich hab das Buch innerhalb eines Tages verschlungen und bin noch immer überrascht, wie aus einem "Ich breche ab" ein "Großartig" werden konnte.

Eine Anmerkung habe ich zum Schluß allerdings noch: Das Buch wird als Jugendbuch geführt und ab 14 Jahren empfohlen. Für meinen Geschmack passt es aber tatsächlich besser ins Genre New Adult, denn es gibt reichlich Nacktheit und Sex, viel Alkohol und Drogen und die Sprache ist mitunter ein wenig derb.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Mein ultimativer Geheimtipp aus 2019 ! Ein großartiges Debüt !

Bloodleaf
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Bloodleaf ist wohl mein ultimativer Geheimtipp 2019.

Eine Leseempfehlung für all jene, die sich nach toller (Jugend-)Fantasy sehnen, in der es nicht nur ganz viel coole Magie gibt, sondern die auch durch ...

Bloodleaf ist wohl mein ultimativer Geheimtipp 2019.

Eine Leseempfehlung für all jene, die sich nach toller (Jugend-)Fantasy sehnen, in der es nicht nur ganz viel coole Magie gibt, sondern die auch durch Spannung, eine richtig taffe Protagonistin, Action, Intrigen und einen zarten Hauch Romantik, glänzt.


Bei diesem Debüt kommt man wirklich voll auf seine Kosten, obwohl es so unscheinbar daherkommt. Ich mag das Cover wirklich sehr und auch der Klappentext sprach ich mich direkt an. Geschuldet ist das in meinem Fall aber wohl dem Umstand, dass dort von Hexerei die Rede ist. Damit kriegt man mich ja eh sofort immer. Was ich nicht erwartet hatte und das gestehe ich ganz offen, ist, dass mich das Buch so derart umhauen würde.


Der Klappentext ist schon eine recht ausführliche Zusammenfassung, worum es in dem Buch geht, ich mag es hier trotzdem noch einmal ganz kurz mit eigenen Worten wiedergeben.


Aurelia muss als erste Prinzessin in 200 Jahren, nicht nur die Zukunft von Renalt sichern, in dem sie den Prinzen des verfeindeten Achleva heiratet, sondern auch ihre Eigene. Denn Aurelia hat magische Fähigkeiten und Magie ist in Renalt strengstens verboten, wird sogar mit dem Tod geahndet.

Als man einen Mordanschlag auf die Prinzessin verübt und diese öffentlich Magie anwendet, muss sie unerkannt nach Achleva fliehen....

Und an dieser Stelle geht die Geschichte so richtig los, denn auf ihrem Weg nach Achleva wird Aurelia, die sich aus Gründen ihrer eigenen Sicherheit fortan Emilie nennt, nicht nur Opfer von Verrat, Missgunst und Machtgier, sondern sie trifft auch auf neue Freunde und Weggefährten, die ihr helfen, ihre Magie zu begreifen und anzuwenden.

Wahnsinnig gut gefallen hat mir das Zusammenspiel der Charaktere, die ich teilweise wirklich sehr liebgewonnen habe. Besonders natürlich Aurelia, die nicht nur eine geniale Entwicklung durchlebt, sondern die für mich eine echte Heldin war, die mit allem was sie hat für Freiheit und Recht kämpft und versucht zwei Königreiche zu retten. An ihrer Seite stehen starke Charaktere und sie findet in Achleva Freunde und Verbündete, aber sie ist eine Protagonistin, die endlich mal keinen Helden in schimmernder Rüstung braucht, der ihren Kram erledigt !

Trotzdem gibt es natürlich ein männliches Gegenstück und eine zarte Romanze, die für mich aber zu keinem Zeitpunkt im Vordergrund stand und sich völlig unaufdringlich entwickelt. Das hat mir total gut gefallen

Die Autorin konnte mich immer wieder mit Plottwists begeistern, bei denen ich kurz innehalten und die ich manchmal erst verarbeiten musste, weil ich sie einfach nicht vorhergesehen habe, außerdem finde ich nicht nur ihr Worldbuilding genial, sondern auch die ganzen magischen Elemente und die Tatsache, dass Aurelia Geister sehen kann, die noch im Hier und Jetzt wandeln, weil sie noch etwas zu erledigen oder eine Botschaft zu überbringen haben.

Für mich ist dieses Buch ein unglaubliches Meisterwerk, dass ich bedauerlicherweise kaum in den Social Medias gesehen habe, was mir das Herz bricht, denn ich habe tatsächlich ein wenig Angst, dass es so sehr untergeht, dass man die Trilogie vielleicht nicht weiterübersetzt und das wäre unfassbar traurig. Weil dieses Buch einfach so großartig und zauberhaft und fesselnd ist !

Ich habe mich wirklich selten so sehr in eine Geschichte verliebt und kann nur wiederholen: Ihr müsst Bloodleaf unbedingt lesen, denn es ist GENIAL!

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