Ein ganz tolles Buch, wissenschaftlich und doch emotional!
Zum Buch: Reinhold Messner begibt sich hier in diesem Buch auf die Spuren von Hjalmar Johansen, der sowohl am Nordpol als auch am Südpol gewesen ist. Aufgrund seiner Fähigkeit als Hundeführer ein unerlässlicher ...
Zum Buch: Reinhold Messner begibt sich hier in diesem Buch auf die Spuren von Hjalmar Johansen, der sowohl am Nordpol als auch am Südpol gewesen ist. Aufgrund seiner Fähigkeit als Hundeführer ein unerlässlicher Mann. Doch er bleibt immer im Schatten der großen Entdecker: Hinter Nansen am Nordpol und hinter Amundsen am Südpol. Und damit ist er nicht klargekommen. Er wollte doch auch nur ein wenig vom Ruhm abbekommen…
Meine Meinung: Dieses Buch hat mich stark berührt zurückgelassen! Denn das Schicksal des jungen Johansen, der absolut loyal seinen Führern gegenüber war, hat mich emotional total aufgewühlt. Reinhold Messner, dessen Schreibstil sich im Übrigen sehr leicht lesen lässt, beschreibt das Leben und auch das Sterben von Johansen sehr gut. Man fühlt mit dem jungen Mann mit. Er hat quasi beiden großen Entdeckern sogar das Leben gerettet und konnte seine Seele am Ende doch nicht heilen. Großes Kino!
Aber faszinierend fand ich auch die Beschreibung der Pole. Man hatte die ganze Zeit das Gefühl, mit dabei zu sein in dieser doch sehr menschenfeindlichen Gegend. Man hat mitgelitten, wenn die Forscher erfrorene Füße hatten oder es Hjalmar jedes Mal das Herz gebrochen hat, wenn einer der Hunde als Futter für die anderen umgebracht wurde. Das ganze Buch enthält viele Fotos, welche ich auch richtig toll fand!
Mein Fazit: Dieses Buch hat mich auf jeden Fall auf weitere Bücher von Reinhold Messner neugierig gemacht! Manchmal ist das echte Leben spannender als jeder Krimi!