Cover-Bild Die Poltergeist-Morde
Band 8 der Reihe "Ein Stableford-Krimi"
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Dryas Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Ersterscheinung: 09.03.2026
  • ISBN: 9783986721053
Rob Reef

Die Poltergeist-Morde

Ein Stableford-Krimi aus Schottland
Schottland, 1939. Auf Dundounie verschwindet ein Gast spurlos. Der dem Okkulten zugeneigte Burgbesitzer und Thriller-Autor, Rune Dahl, beschließt die Geister nach dem Schicksal des Mannes zu befragen, empfängt bei der Séance statt eines Hinweises auf dessen Verbleib jedoch Morddrohungen. Als die Stablefords und das Ehepaar Holmes eintreffen, beginnen sie, um Sachlichkeit bemüht, sofort mit den Ermittlungen.

Doch der grausige Fund einer Leiche erschüttert all ihre auf Kausalität beruhenden Untersuchungsansätze, denn der offensichtliche Mord geschah in einem hermetisch abgeschlossenen Raum, in dem die Naturgesetzte scheinbar außer Kraft gesetzt wurden. "Es war der Poltergeist!", vermuten einige Bewohner, während Stableford jede übernatürliche Erklärung ablehnt, damit aber selbst vor einem Dilemma steht: Denn obwohl es von Verdächtigen nur so wimmelt, hatte keiner von ihnen die Gelegenheit zur Tat.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2026

Ein komplizierter Mord

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1939. Auf dem schottischen Castle Dundounie verschwindet Casper Juul, Sekretär des dänischen Diplomaten Hedberg, nach einer obskuren Abendgesellschaft. Da das War Office diese Situation als „diplomatische ...

1939. Auf dem schottischen Castle Dundounie verschwindet Casper Juul, Sekretär des dänischen Diplomaten Hedberg, nach einer obskuren Abendgesellschaft. Da das War Office diese Situation als „diplomatische Angelegenheit von internationaler Relevanz“ einstuft, entsendet es sein Team für skurrile Fälle, den Psychiater Sir Pervecal Holmes und John Stableford, Literaturprofessor und Autor. Obwohl die Leiche des bedauernswerten Sekretärs inzwischen aufgetaucht ist und der Fall von der Polizeibehörde als Suizid behandelt wird, wollen sich die Spezialisten ein eigenes Bild machen. Ihre Ehefrauen, Lady Penelope Holmes und Harriet Stableford, komplettieren das Ermittlerteam.

Autor Rob Reef lässt seine Hobbydetektive bereits im achten Fall ermitteln. Obwohl ich ein Fan historischer Krimis bin, wurde ich erst jetzt auf die Reihe aufmerksam. Natürlich war ich sehr gespannt. Erfreulicherweise wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht.

Das Ermittlerquartett wird vom exzentrischen Besitzer von Dundounie, Rune Dahl, eingeladen. Er will erneut eine Séance abhalten. So lernen Stableford und seine Mitstreiter die Teilnehmer der folgenschweren House Party kennen. Einiges spricht für die Suizid-Theorie, womit sich die Ermittlungen erledigt hätten. Gerade als Stableford und Holmes übereinkommen, dass der Fall Juul nicht so offensichtlich ist, wie angenommen, geschieht ein grauenhafter Mord. Das Szenario könnte nicht genretypischer sein. Séancen mit Drohbotschaften, ein angeblicher Poltergeist, seltsame Gerüche und unheimliche Geräusche. Das als Spukschloss verrufene alte Gemäuer ist von der Außenwelt abgeschnitten. Dessen Hängebrücke und Telefonleitung hat der prompt aufziehende schwere Sturm zerstört. Das Ruderboot vor Ort ist verschwunden und Schwimmen aufgrund des Unwetters keine Option.

Der Autor trifft Sprache und Atmosphäre des klassischen Whodunits überraschend gut. Einer der Hauptcharaktere kommt wie in einem typischen Locked-Room Mystery zu Tode. Das Mordopfer war ein großer Bewunderer des Autors John Dickson Carr, der tatsächlich als Meister dieses speziellen Krimi-Genres gilt. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte.

Die Charaktere in Haupt- und Nebenrollen lassen keine Wünsche offen. Ob Exzentriker, die dem Spiritismus anhängen oder misogyne Typen, die das Frauenbild ihrer Zeit pflegen. Zudem herrscht kein Mangel an Verdächtigen und Motiven. Aber niemand hatte die Gelegenheit, den Mord zu begehen. Der Tote wird in einem geschlossenen Raum aufgefunden. Der Krimi zieht seine Spannung einerseits aus der Tätersuche, aber vor allem aus der offenen Antwort auf die Frage: Wie konnte der Mord überhaupt geschehen?

Letztendlich wird der Fall aufgeklärt und die Beteiligten dank eines aufmerksamen Constables aus ihrer prekären Lage befreit. Zwar veranlasst der heraufziehende Krieg das War Office künftig auf Stablefords Dienste zu verzichten - er hat eine deutsche Mutter - doch auch da zeichnet sich eine befriedigende Lösung für den Weiterbestand des Ermittlerteams ab. Übrigens finde ich es amüsant, dass der Träger des berühmten Detektivnamens hier als durchaus kompetenter Sidekick des Hauptermittlers fungiert.

Meine Erwartungen an den Nostalgiekrimi wurden voll erfüllt. Der Fall hat mich gut unterhalten und mir neue Lektüre - Band 1 - 7 - beschert. Lediglich anfängliche Längen - der komplizierte Mord geschieht erst in der Mitte des Buchs - haben mich etwas gestört.

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