Wohlfühlroman über die wichtigen Dinge im Leben
Die Architektin Saskia Tilbury-Martin hat ein ehrgeiziges Projekt. Sie will die Schlossruine von Gair aufwändig restaurieren, die sie schon seit ihrer Kindheit liebt. Doch da diese mitten im Wald liegt ...
Die Architektin Saskia Tilbury-Martin hat ein ehrgeiziges Projekt. Sie will die Schlossruine von Gair aufwändig restaurieren, die sie schon seit ihrer Kindheit liebt. Doch da diese mitten im Wald liegt und die Pläne kompliziert umzusetzen sind, hat sie bisher keinen Bauleiter gefunden. Dann trifft sie auf Owen Eliott, der das Geld wirklich gut gebrauchen könnte – und irgendwie findet er Saskias Vorhaben auch spannend. Für seinen Geschmack ist die Bauherrin allerdings zu reich, zu schwierig – und will außerdem direkt neben der Baustelle ihr Tiny House aufstellen.
„Der vergessene Wald“ ist bereits der fünfte Roman der britischen Autorin Sharon Gosling und wurde, wie auch schon die Vorgänger, von Sibylle Schmidt ins Deutsche übertragen. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Saskia und Owen erzählt, die auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Leben führen. Saskia hat genug Geld, um sich in ein wahnwitziges Architekturprojekt zu stürzen, während Owen Schulden hat und sich mit seiner Frau und Tochter nicht einmal ein kleines Häuschen in der Gegend leisten kann. Nach und nach finden beide aber heraus, dass sie weniger trennt, als sie denken.
An Sharon Goslings Romanen schätze ich vor allem, dass es in ihnen zwar um Liebe geht, nie aber eine klassische Romanze im Vordergrund steht. Ja, Charaktere verlieben sich, aber auch andere Formen der Liebe spielen eine große Rolle: die Liebe zu unseren Freunden, zu unserer Familie, zur Natur und zum eigenen Beruf. Saskia hat ihr ganzes Leben darauf ausgerichtet, diese Ruine zu restaurieren, weil sie als Kind dort viel Zeit mit ihrem verstorbenen Vater verbrachte. Seit seinem Tod hat sie kein einfaches Leben gehabt und musste vieles überwinden. Auch Owen hat sich alles eigentlich anders vorgestellt: die Ehe zu seiner Frau Tasha kriselt stark und dann wird Saskias Bauprojekt auch noch von außen sabotiert.
„Der vergessene Wald“ ist ein richtiger Wohlfühlroman über die Dinge, die uns im Leben wichtig sind. Besonders schön fand ich auch die kleine Anspielung auf alte Bekannte, die wir schon aus einem vorherigen Roman kennen.