Wendepunkt
Ella ist eigentlich der Meinung, dass sie einen guten Job hat und der Enge ihres Heimatorts entflohen ist, sie also alles erreicht hat, was sie wollte. Doch eines Tage ruft das Krankenhaus an und teilt ...
Ella ist eigentlich der Meinung, dass sie einen guten Job hat und der Enge ihres Heimatorts entflohen ist, sie also alles erreicht hat, was sie wollte. Doch eines Tage ruft das Krankenhaus an und teilt ihr mit, die Mutter läge im Sterben. Sie eilt zurück nach Hause, kommt aber zu spät. Zur Trauer kommt die Wut, das die Mutter ihr ihre Krankheit verschwiegen hat. Und als sie anfängt sich um den Verkauf des Hauses zu kümmern, entdeckt sie die Gartenarbeit für sich, auch mit Hilfe des freundlichen Nachbarn. Und stellt fest, dass sich Dinge ändern können.
Ich mochte das Buch, wir begleiten Ella durch ihre Trauer und ihre Zweifel. Dabei hat man immer die Szenerie vor Augen und ist direkt mit dabei. Ella wird an vielen Ecken durch die Umstände zu Dingen gezwungen, die sie eigentlich nicht möchte. So aber kann sie alte Traumata überwinden und neue Freunde gewinnen. Und dabei auch ihre berufliche Situation überdenken.
Mir war es fast ein wenig viel, was da auf Ella zukommt. Da ist die Trauer um die Mutter und die Wut darüber, dass sie nichts von der Krankheit wusste. Es werden Kindheitstraumata angesprochen und der toxische Berufsalltag. Es hätte auch ein bisschen weniger auf einmal sein dürfen.
Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, es hat mir gut gefallen und ich hatte schöne Lesestunden damit.