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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2020

schönes Kochbuch

Was koch' ich heute? Vol. 2
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Ich bin ja schon seit Jahren (eigentlich mein ganzes Leben) Bayern3 Hörer, daher kenne ich sowohl Claudia Conrath als auch ihre Rubrik „Was koch‘ ich heute“. schon seit längerem. Da waren immer wieder ...

Ich bin ja schon seit Jahren (eigentlich mein ganzes Leben) Bayern3 Hörer, daher kenne ich sowohl Claudia Conrath als auch ihre Rubrik „Was koch‘ ich heute“. schon seit längerem. Da waren immer wieder Rezepte dabei, die ich interessant fand, aber ich muss gestehen, im Alltagstrott habe ich immer wieder vergessen sie noch einmal nachzuschlagen.

Nachdem jetzt schon der zweite Band mit einer Sammlung von Rezepten herauskommt, musste ich doch endlich mal reinschnuppern. Und ich bin nicht enttäuscht worden, es sind doch einige an Rezepten dabei, die ich definitiv einmal nachkochen möchte. Hätte ich nicht die eBook-Ausgabe würden wohl viele Klebezettelchen aus dem Buch herausschauen 🙂

Das Buch beginnt mit einem Vorwort der Autorin und ist dann in neun Kapitel aufgeteilt. Frühstücksideen, Pausensnacks, Ideen fürs Mittagessen, die Brotzeit, den Biergarten und für’s Abendessen. Außerdem gibt es ein Kapitel extra für Vegetarier, eines für außergewöhnlichere Rezepte und auch exotisch angehauchte Rezepte dürfen nicht fehlen.

Es ist also für jeden was dabei und viele der Rezepte sind auch mit einem Foto versehen, so dass man sich vorstellen kann, wie es nachher aussieht. Das Auge isst ja schließlich mit. Die Beschreibung der Rezepte ist relativ einfach gehalten und sollte für jedermann gut nachvollziehbar sein.

Von mir gibt es daher eine Empfehlung für dieses tolle Kochbuch, in dem sich viele alltagstaugliche Rezepte finden, die wirklich einfach nachzukochen sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2020

schönes Buch!

Wie Sterne am Himmel
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Susan Wiggs nimmt sich in diesem Buch des Themas Gewalt gegen Frauen an. Caroline lebt in New York und versucht als Modedesignerin Fuß zu fassen. Doch nicht nur ihr Chef klaut ihr die Entwürfe und behauptet, ...

Susan Wiggs nimmt sich in diesem Buch des Themas Gewalt gegen Frauen an. Caroline lebt in New York und versucht als Modedesignerin Fuß zu fassen. Doch nicht nur ihr Chef klaut ihr die Entwürfe und behauptet, sie hätte ihn kopiert, auch ihre Freundin kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben, nachdem Caroline bei ihr Spuren von Misshandlungen gesehen hat. Da sie ihrer Freundin versprochen hatte, sich im Notfall um ihre zwei Kinder zu kümmern, übernimmt Caroline die Vormundschaft und flüchtet mit ihnen nach Hause zu ihren Eltern in Oysterbay. Dort versucht sie nicht nur wieder auf die Füße zu kommen, sondern auch Frauen zu helfen, die Gewalt in der Partnerschaft erleiden mussten. Sie gründet einen Gesprächskreis um als Anlaufstelle da zu sein und um zu helfen, wo es möglich ist.

Das alleine hätte locker gereicht um ein Buch zu füllen, aber Caroline trifft dort auch ihre Jugendliebe Will wieder, der mit ihrer ehemals besten Freundin Sierra verheiratet ist. Auch hier ergeben sich einige Verwirrungen, die aber am Ende glücklich ausgehen.

Für mich hätten die Prioritäten ruhig etwas anders gewichtet sein können. Die Geschichte um Will, Sierra und Caroline hätte für mich nicht so viel Raum einnehmen müssen, besonders der relativ lange Teil in der Mitte hätte auch anders in die Geschichte eingebunden werden können. Man hat so ein bisschen den Eindruck, als hätte die Liebesgeschichte einfach im Vordergrund stehen müssen um die treuen Leser der Autorin nicht zu verschrecken. Ein wenig mehr Mut und ein größerer Anteil der eigentlich wirklich wichtigen Geschichte wären toll gewesen.

Aber trotzdem möchte ich das Buch empfehlen. Es ließ sich gut lesen und die Geschichte war wirklich herzerwärmend. Außerdem werden ein Teil der Erlöse von der Autorin an eine Organisation, die sich um Frauen , die Opfer häuslicher Gewalt wurden, gespendet. Daher ist es dem Buch zu wünschen, dass es ein Erfolg wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2020

mitreissender Roman!

Die Spionin
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Nancy lebt mit ihrem Mann Henri in Marseille, das mittlerweile auch von den Nazis überrannt wurde. Nancy arbeitet schon seit langem für die Résistance und Henri unterstützt sie finanziell. Eine Tages wird ...

Nancy lebt mit ihrem Mann Henri in Marseille, das mittlerweile auch von den Nazis überrannt wurde. Nancy arbeitet schon seit langem für die Résistance und Henri unterstützt sie finanziell. Eine Tages wird er von der Gestapo abgeholt und Nancy kann gerade gerade noch fliehen. In England angekommen versucht sie alles um ihren Kampf gegen die Nazis fortführen zu können, auch mit dem Hintergedanken, ihren Mann zu befreien.

Das Buch erzählt eine wahre Geschichte, Nancy Wake hat es wirklich gegeben. Die Autoren Darby Kealy und Imogen Robertson haben die Geschichte nun neu erzählt. Das ist ihnen auch wirklich gut glungen, ich habe das Buch wirklich verschlungen. Der eigentlich recht unaufgeregte Erzähstil unterstreicht die einzelnen Charaktere sehr gut. Das Kopfkino lief wirklich vom ersten Moment an.

Ich bin auch schon gespannt auf die Verfilmung des Buches, das dürfte eine interessante Geschichte werden.

Von mir gibt es unbedingt eine Leseempfehlung für dieses mitreissende Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2020

starker zweiter Teil

Was lange liebt, wird endlich gut
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Gabby lebt mit Andrew, ihren Zwillingen und Makayla, Andrews Tochter aus erster Ehe zusammen und freut sich darauf, wieder in den Job zurückzugehen. Doch das Schicksal hat andere Pläne und die Familie ...

Gabby lebt mit Andrew, ihren Zwillingen und Makayla, Andrews Tochter aus erster Ehe zusammen und freut sich darauf, wieder in den Job zurückzugehen. Doch das Schicksal hat andere Pläne und die Familie muss sich neu finden. Hayley hat bereits 5 Fehlgeburten hinter sich und ihre Ehe mit Rob leidet doch sehr unter ihrem unbedingten Kinderwunsch. Und Nicole ist dabei, sich ihr Leben mit ihrem Sohn Tyler nach der Scheidung neu einzurichten.

Wie schon im ersten Band der Mischief Reihe sind die Probleme, die sich den dreien stellen, nicht ganz so einfach zu lösen Das lässt diese Reihe tatsächlich herausstechen aus den sonst üblichen Liebesroman-Reihen.

Mir hat das Buch an sich gut gefallen. Was ich allerdings doch wieder recht anstrengend fand, war die extreme Art, wie die drei Protagonistinnen mit ihren Problemen umgehen. Da gibt es nur einen Weg, nur schwarz und weiß. Besonders bei Hayley fand ich das teilweise sehr bedenklich, sie ist zeitweise extrem mit Tunnelblick unterwegs. Das hat mich teilweise ziemlich genervt, aber es scheint auch Teil des Konzepts zu sein. Bereits im ersten Teil habe ich das auch so empfunden. Ab dem Moment aber, in dem es dann an die Problemlösung geht, lässt das genervt sein dann aber auch wieder nach. Nicht alles läuft immer gleich glatt, aber nachdem die grundlegenden Probleme bekannt sind geht es gut voran und das Vergnügen Gabby, Hayley und Nicole zu begleiten ist . Am Ende habe ich das Buch mit Bedauern zugeklappt, weil ich die drei eigentlich noch gerne ein wenig weiter begleitet hätte.

So aber freue ich mich auf die folgenden Bände der Reihe, die wohl im Sommer erscheinen werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

tolles Bild der Zeit

Jahre der Veränderung
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10 Jahre nach Ende des ersten Bandes. Margot, Luise und Edith arbeiten immer noch an der Frauenklinik in Neukölln. Und keine von ihnen hat es geschafft ein glückliches Liebesleben zu führen. So sind sie ...

10 Jahre nach Ende des ersten Bandes. Margot, Luise und Edith arbeiten immer noch an der Frauenklinik in Neukölln. Und keine von ihnen hat es geschafft ein glückliches Liebesleben zu führen. So sind sie sich nicht nur Freunde sondern auch Familie, die sich gegenseitig durchs Leben helfen. Wir begleiten die drei bis in das Jahr 1932 hinein, durch eine Zeit in der es wirtschaftlich immer schwieriger wird und sich auch die politische Stimmung immer wieder aufheizt. Besonders Edith bekommt das immer wieder zu spüren, obwohl sie ihre jüdische Abstammung selbst nicht lebt.

Ich war sehr begeistert von diesem Buch. Linda Winterberg schafft es das wahre Leben in Berlins Straßen lebendig werden zu lassen. Man spürt die Armut und die Sorgen aber gleichzeitig gibt es auch immer wieder Szenen, bei denen einem das Herz aufgeht. Wenn die Kinder im Sommer im Springbrunnen planschen und sich Schlangen am Eisverkäufer bilden. Trotz der Sorgen, die die Leute ja weiter umtreiben. Und auch in der Klinik liegen Leid und Freude extrem nah beieinander. Da werden Geburten gefeiert und gleichzeitig müssen viele auch bei schweren Geburten sterben oder nach einer verpfuschten Abtreibung. Dieses Thema steht auch im täglichen Alltag der Hebammen immer wieder im Vordergrund. Die Debatte, Abtreibungen zu legalisieren stand auch schon damals auf der politischen Tagesordnung. Die Autorin schafft es hier mehrere Seiten zu beleuchten und das Dilemma deutlich zu machen, wann es moralisch denn zu rechtfertigen ist.

Alles in allem ist es ein wirklich tolles Buch, das einen in diese letzten Jahre der Weimarer Republik abtauchen lässt. Das Ende ist bittersüß gehalten, für die Freundinnen verändert sich vieles. Und ich freue mich schon sehr auf den dritten Band und darauf die drei weiter begleiten zu dürfen.

  • Cover
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