Gesunde Beziehungen sind möglich, wenn man sich selbst besser versteht
Vorausgeschickt muss ich sagen, dass ich mich schon vor dem Lesen dieses Buches mit den unterschiedlichen Bindungstypen und meiner Kindheit eingehend beschäft habe, weil auch ich nach dem Scheitern einer ...
Vorausgeschickt muss ich sagen, dass ich mich schon vor dem Lesen dieses Buches mit den unterschiedlichen Bindungstypen und meiner Kindheit eingehend beschäft habe, weil auch ich nach dem Scheitern einer langjährigen Beziehung mich mit meinem Mustern auseinander gesetzt habe. Auffällig war, dass ich mir immer Partner gesucht habe, die irgendwie gleich waren und toxisch getreu dem Motto, was ich aus meiner Kindheit kenne, dass ist das was ich brauche. Wiederholungszwang nennt man das. Auch diese Dynamik wird in dem vorliegenden Buch sehr eindringlich und auch anschaulich erklärt und ich kann kann der Autorin nur 1 zu 1 Recht geben. Solange man seine alten Muster nicht bearbeitet, kann man, sofern man nicht sicher gebunden aufgewachsen ist, keine gesunden oder stabilen Beziehungen führen. Ganz besonders gefällt mir an dem Buch die bildliche Sprache. Klammeräffchen oder Streuner, Raupe Nimmersatt oder Mutter Theresa, Ich musste an vielen Stellen wirklich schmunzeln. Die Sprache ist für Leihen gemacht und ich finde es toll, dass im Gegensatz zu manch anderem psychologischen Ratgeber das Buch für Normalos ohne viel Vorwissen geschrieben ist. Auch das Cover gefällt mir sehr gut. In Summe für mich nicht ganz so viel Neues, aber eine tolle Auffrischung und tolle bildliche und nachvollziehbare Beschreibung. 5 Sterne von mir.