2,5 von 5 Sternen
Mit „Leben mit Vergnügen“ bin ich leider nicht richtig warm geworden. Zwar enthält das Buch einige Gedanken zu Achtsamkeit, Dankbarkeit, Selbstliebe und dem Leben im Hier und Jetzt, die ich grundsätzlich ...
Mit „Leben mit Vergnügen“ bin ich leider nicht richtig warm geworden. Zwar enthält das Buch einige Gedanken zu Achtsamkeit, Dankbarkeit, Selbstliebe und dem Leben im Hier und Jetzt, die ich grundsätzlich sinnvoll finde. Neu sind sie allerdings nicht – vieles kennt man bereits aus dem Buddhismus oder der positiven Psychologie.
Was mich deutlich mehr gestört hat, ist, dass der Autor seine auf „Visionen“ beruhenden Überzeugungen zwar anfangs als persönliche Sichtweise bezeichnet, sie im weiteren Verlauf aber oft wie allgemeingültige Tatsachen präsentiert. Eine nachvollziehbare Begründung fehlt dabei meist. Die angekündigten Übungen haben mich ebenfalls enttäuscht, da sie fast ausschließlich sehr esoterisch ausfallen.
Einige Aussagen fand ich außerdem ziemlich befremdlich. Starre Rollenbilder für Männer und Frauen, die kritische Haltung gegenüber Hilfsbereitschaft oder der Satz, man solle „schwache Menschen aus unserem Umfeld entfernen“, sind für mich schwer nachvollziehbar und teilweise sogar problematisch. Insgesamt hatte ich beim Lesen eher das Gefühl, ständig auf meine Gedanken und Gefühle aufpassen zu müssen, um nichts Negatives anzuziehen. Das halte ich gerade für Menschen, denen es ohnehin nicht gut geht, für keine gute Botschaft.
Einige wenige interessante Impulse konnte ich mitnehmen – gebraucht hätte ich dieses Buch dafür allerdings nicht.