Cover-Bild Das Mörderarchiv: Tante Frances hat kein Herz für Mörder
Band 3 der Reihe "Die Mörderarchiv-Reihe"
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 19.06.2026
  • ISBN: 9783499018404
Kristen Perrin

Das Mörderarchiv: Tante Frances hat kein Herz für Mörder

Susann Rehlein (Übersetzer)

Nach dem   Spiegel -Bestseller «Das Mörderarchiv» ein neuer Wohlfühlkrimi  zum Miträtseln. Nun gibt es ein Wiedersehen mit Tante Frances und Annie: Die Tante sammelte Geheimnisse, die Nichte löst Verbrechen! Nun wird das Mörderarchiv in London gebraucht .
Tante Frances hatte ein Händchen für Geheimnisse, aber kein Herz für Mörder. Letztere hat sie sogar studiert und kannte sich bestens aus – ebenso wie ihre Nichte Annie. Die Krimischriftstellerin und Hobbyermittlerin lebt auf dem Landsitz ihrer verstorbenen Tante im idyllischen Castle Knoll. Während eines Besuchs in London bei ihrer Mutter Laura, einer Künstlerin, macht Annie eine grausige Entdeckung: Die Assistentin liegt tot auf den ausrangierten Gemälden der Mutter. Und ihr wurde das Herz entnommen. Ist es Zufall, dass Annies Mutter kürzlich ein Tierherz vor die Tür gelegt wurde und sie seitdem nur noch Herzen auf die Leinwand bannt? Im Tagebuch ihrer Tante Frances kommt Annie einem alten Mordfall auf die Spur: Auch damals wurde dem Opfer, einer guten Freundin von Frances, das Herz entrissen. Sind die beiden Fälle verbunden? Könnte Annies Mutter sogar die Mörderin sein? Und wem soll als Nächstes das Herz entrissen werden? Annie ermittelt mit Scharfsinn und den ungemein wertvollen Aufzeichnungen der Tante aus dem Swinging London der Sechzigerjahre.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2026

Blutige Herzen

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„Hüte dich vor dem Herzen, dass in der Dunkelheit verborgen ist. Ohne seinen wahren Namen ans Licht gebracht, wird es zum Todesbringer.“ (S 120)
Vor einiger Zeit erhielt Annie eine Weissagung, mit der ...

„Hüte dich vor dem Herzen, dass in der Dunkelheit verborgen ist. Ohne seinen wahren Namen ans Licht gebracht, wird es zum Todesbringer.“ (S 120)
Vor einiger Zeit erhielt Annie eine Weissagung, mit der sie zunächst nichts anfangen konnte. Doch dann ruft ihre Mutter sie völlig aufgelöst an: Vor ihrer Haustür liegt etwas, das aussieht wie ein blutiges Herz. Wird die Prophezeiung etwa schon wahr? Als Annie in London ankommt, versucht ihre Mutter, die Situation herunterzuspielen – vermutlich sei das Herz lediglich die Beute eines Tieres gewesen. Annie lässt sich davon jedoch nicht beruhigen. Als sie wenig später im Müllcontainer die Leiche von Felicity entdeckt, einer Schülerin ihrer Mutter, der das Herz entfernt wurde, schrillen bei ihr alle Alarmglocken.
Da Felicity, genau wie Annie, aus Castle Knoll stammt, macht sich Annie gemeinsam mit Detective Rowan Crane auf die Suche nach Hinweisen in Tante Frances' Mörderarchiv. Dort stoßen sie auf einen fast 60 Jahre alten Fall: Eine Freundin von Frances wurde auf dieselbe grausame Weise ermordet. Hat der Täter erneut zugeschlagen? Und was verbindet die beiden Verbrechen?

„Informationen bedeuten Macht … Und ich habe angefangen, eine ganze Menge davon zu sammeln. Zu wissen, dass ich diese Männer damit erpressen kann, verschafft mir Sicherheit.“ (S. 142)
Wie schon in den Vorgängern verknüpft Kristen Perrin auch im 3. Band einen aktuellen mit einem lange zurückliegenden Mordfall. Die Ereignisse der Vergangenheit werden durch Frances' Tagebuch erzählt und zeigen, wie sie zur Mörderjägerin und schließlich zur Frau von Lord Gravesdown wurde.

Leider wirkt die Erzählstruktur diesmal unnötig unübersichtlich. Manche Rückblenden sind kursiv gesetzt und mit einem Datum versehen, andere wiederum nicht. Dadurch muss man sich immer wieder neu orientieren, in welcher Zeitebene man sich gerade befindet, was den Lesefluss spürbar bremst. Auch in der Gegenwart springt die Handlung häufig zwischen den Ermittlungen von Annie und denen der Polizei hin und her. Detective Crane ist offiziell gar nicht in den Fall eingebunden, gelangt aber auf Umwegen trotzdem an entscheidende Informationen. Gleichzeitig entwickelt sich die Beziehung zwischen ihm und Annie nur schleppend.
Zusätzlich taucht Annies Vater Sam nach über 20 Jahren plötzlich wieder auf, sucht die Nähe zu ihrer Mutter und weckt damit Annies Misstrauen. Sie ist überzeugt, dass es ihm lediglich um ihr Erbe geht.

Die beiden Kriminalfälle sind spannend konstruiert und auch die Figuren überzeugen. Doch das Drumherum wirkt oft zu ausufernd und verliert sich in Nebenschauplätzen. Dadurch fehlt der Handlung stellenweise die Straffheit, die die Vorgänger ausgezeichnet hat.

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