Profilbild von hasirasi2

hasirasi2

Lesejury Star
offline

hasirasi2 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit hasirasi2 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2026

Der Puzzle-Killer

Der Tod hat einen langen Atem
0

„Hoffentlich erkennt uns niemand.“ (S. 6) denken die Kommissare Peer Pedes und seine Kollegin Stephanie Kramer, als sie die Berliner Pride Parade mit einem grünen Elektro-Golfcart anführen müssen. Doch ...

„Hoffentlich erkennt uns niemand.“ (S. 6) denken die Kommissare Peer Pedes und seine Kollegin Stephanie Kramer, als sie die Berliner Pride Parade mit einem grünen Elektro-Golfcart anführen müssen. Doch schon im nächsten Moment ist das peinliche Auto ihr kleinstes Problem: Auf einer Verkehrsinsel steht ein einsamer Laufschuh, in dem noch ein sauber abgetrennter Fuß steckt.
Während die Ermittlungen anlaufen, findet ausgerechnet die jungen Ukrainerin Uli, die Peer bereits zweimal als V-Frau eingesetzt hat, einen Unterarm in der Nähe des Görlitzer Parks. Und das bleibt nicht das letzte Körperteil. Nach und nach wird klar, dass der Täter die Leichenteile entlang des bald stattfindenden Mauerweglaufs auslegt, eines Ultramarathons über 100 Meilen bzw. 161 Kilometern entlang der ehemaligen Berliner Mauer. Der Mauerweglauf ist dabei nicht nur eine sportliche Herausforderung: Er verläuft entlang des ehemaligen Grenzstreifens und erinnert an die Opfer der Berliner Mauer, was den Verbrechen des Täters eine besonders beklemmende und politisch aufgeladene Dimension verleiht.
Schnell gerät ein Journalist ins Visier der Ermittler, weil er „zufälligerweise“ immer wieder an den Fundorten auftaucht. Oder bekommt der seine Informationen von einem Maulwurf aus ihrem Team? Peers Kollege Koslowski verdächtigt stattdessen einen der Ultramarathonläufer, den Sohn eines Maueropfers. Zwischen beiden Ermittlern entwickelt sich ein ehrgeiziger Wettstreit. Aber sind sie wirklich auf der richtigen Spur? Plötzlich fordert der Täter Peer persönlich heraus: Schafft er den Mauerweglauf nicht innerhalb einer bestimmten Zeit, wird erneut jemand sterben.

Auch der dritte Teil der Reihe hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Ich mag das hohe Tempo der Fälle und die Tatsache, dass Peer immer wieder an seine physischen und psychischen Grenzen gehen muss. Diesmal muss er völlig unvorbereitet einen Ultramarathon absolvieren – zum Glück ist seine Mutter auf nahezu jeden sportlichen Notfall vorbereitet. „… wahnsinnig viel Lauferei für wenig Ruhm und Geld. Das muss man wirklich mögen.“ (S. 85)
Peers Intimfeind und Konkurrent Koslowski sorgt für eine echte Überraschung und unterstützt ihn auf eine Art und Weise, vor der man nur den Hut ziehen kann. Auch Uli bringt Peer zum Staunen. Sie möchte nicht länger nur Peers inoffizielle V-Frau sein, sondern Polizistin werden, und stellt wiedermal eigene Ermittlungen an. Stefanie hält Peer wie gewohnt den Rücken frei, übernimmt Recherchen – inzwischen mithilfe ihres besten Freundes Chat-GPT – und hilft ihm auch dabei, den Mauerweglauf durchzuhalten.

Peers unbedingter Wille, nicht aufzugeben, habt mich erneut beeindruckt. Ich liebe die gelungene Mischung aus Krimi, Humor und Trainingsanleitung und bin schon jetzt gespannt, welcher sportlichen Herausforderung sich Peer im nächsten Fall stellen muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2026

Sommererinnerungen auf Amrum

Der Geschmack von Sommer und Karamell
0

„Ich habe gelernt, dass Schweigen oft einfacher ist. Aber mit der Zeit wiegt es doch schwerer als Reden …“ (S. 261) Ella arbeitet als freiberufliche Illustratorin für Kinderbücher, doch ausgerechnet jetzt ...

„Ich habe gelernt, dass Schweigen oft einfacher ist. Aber mit der Zeit wiegt es doch schwerer als Reden …“ (S. 261) Ella arbeitet als freiberufliche Illustratorin für Kinderbücher, doch ausgerechnet jetzt sind ihr die Ideen ausgegangen. Für ihren neuesten Auftrag fehlt der zündende Einfall. Deshalb sagt sie sofort zu, als ihre Oma Henny sie bittet, sie für zwei Wochen nach Amrum zu begleiten. Dort feiert ein alter Freund Geburtstag und hat sie als Überraschungsgast für seine Frau eingeladen. Bereits auf der Überfahrt erfährt Ella, dass ihre Oma als Kind mehrere Sommer zur Kur auf Amrum verbracht und sich dort mit den beiden angefreundet hat. Später verbrachte sie ihre Ferien auf der Insel. Was damals alles passiert ist, erzählt sie Ella nach und nach während ihres Aufenthaltes.

Anne Barns hat mich erneut nach Amrum entführt und tief in die bewegende Geschichte der Freundschaft zwischen Henny und Tinne eintauchen lassen. Gemeinsam erleben die beiden unbeschwerte Sommertage in den Dünen inkl. Waffelbacken über offenem Feuer, ersten Schwärmereien, Liebeskummer und Zukunftsträumen – bis der Kontakt schließlich abbricht.
Als Henny jetzt auf die Insel zurückkehrt, werden die Erinnerungen wieder lebendig. Ella trägt ihren eigenen Schmerz mit sich herum. Nach der Schule wanderte ihre damalige beste Freundin nach Schottland aus, und jetzt hat die nächste sie plötzlich aus ihrem Leben ausgeschlossen. Das wirkt sich auch auf ihre Kreativität auf.
Auf Amrum findet Ella endlich die Ruhe, die ihr lange gefehlt hat, Sie sammelt neue Eindrücke, kocht Scottish Tablet Karamell nach einem alten Rezept und lässt sich von der Natur zu neuen Bildern inspirieren.
Sie lernt Julia, Maren und deren Tochter Leni kennen, die einst wie sie für einen Urlaub nach Amrum gekommen und der Liebe wegen geblieben sind. Darüber hinaus verbindet die drei eine Vorliebe für Süßes: Maren und Leni verkaufen in ihrem kleinen Café köstliche Windbeutel, während Julia, wenn sie nicht gerade in der Buchhandlung arbeitet, Nougat herstellt. Leserinnen von Anne Barns werden sich wie ich über das Wiederlesen mit den Protagonistinnen aus „Der Duft von Kuchen und Meer“ und „Der Klang von Wind und Wellen“ freuen.
Und wer weiß, vielleicht verlieben sich Henny und Ella nicht nur in die Insel, sondern finden dort auch ihr persönliches Glück?

In den Büchern von Anne Barns erlebe ich die Nordsee und insbesondere Amrum immer wieder aufs Neue. Ich mag ihren atmosphärischen, leicht nachdenklichen Schreibstil und schätze es, dass sie selbst ernste oder traurige Themen stets mit Hoffnung und Zuversicht verbindet.
Besonders gern lese ich die Familiengeschichten und Geheimnisse, die sich in einer zweiten Zeitebene entfalten und den Romanen zusätzliche Tiefe verleihen.

Für mich ist „Der Geschmack von Sommer und Karamell“ das perfekte Buch für eine kleine Auszeit im Strandkorb, auf dem Balkon oder gemütlich auf der heimischen Couch. Ein Roman, der ans Meer träumen lässt und garantiert Lust macht, Karamell zu kochen und das Waffeleisen wieder aus dem Schrank zu holen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2026

Für Fans von Sophies Welt

Die Mitternachtsreise
0

„Der Mitternachtszug bietet dir die Gelegenheit, dein eigenes Leben im Rückblick so wahrheitsgemäß wie möglich zu beurteilen. Sodass du dich, wenn du in die Ewigkeit eingehst, selbst ganz und gar verstehst.“ ...

„Der Mitternachtszug bietet dir die Gelegenheit, dein eigenes Leben im Rückblick so wahrheitsgemäß wie möglich zu beurteilen. Sodass du dich, wenn du in die Ewigkeit eingehst, selbst ganz und gar verstehst.“ (S. 73)
Wilbur ist 81 Jahre alt, als er stirbt, und sein Leben ganz anders verlaufen, als er es sich einst vorgestellt hatte. E wurde zwar viel erfolgreicher, als er je zu träumen gewagt hätte, doch der berufliche Erfolg hatte seinen Preis: Er stellte seine Arbeit über seine große Liebe Maggie und wurde mit den Jahren immer einsamer.
Zu seinem Erstaunen endet mit dem Tod jedoch nicht alles. Stattdessen findet er sich auf einem verlassenen Bahnsteig im Nirgendwo wieder, mit einer Fahrkarte für den Mitternachtszug. Außerdem ist er plötzlich wieder jung und fühlt sich lebendiger als seit Jahrzehnten. Eine weitere Überraschung ist seine Zugbegleiterin: Agnes Bagdale, in deren Buchhandlung er als Kind sehr viel Zeit verbracht hat. Gemeinsam reisen sie noch einmal durch die wichtigsten Stationen seines Lebens, die besonders schönen, aber auch besonders traurigen. Dabei wird Wilbur zunehmend klar, welche Entscheidungen ihn auf seinen Lebensweg geführt haben und welche Fehler er gemacht hat. Eigentlich darf er sein jüngeres Ich nur beobachten, doch gegen Agnes’ ausdrücklichen Rat versucht er, Einfluss auf die Vergangenheit zu nehmen. Aber was geschieht, wenn er tatsächlich etwas verändert? Welche Auswirkungen hätte das auf seine Gegenwart und auf die Menschen, die sein Leben geteilt haben?

„Welche Ironie, dass man nur einen Augenblick braucht, um zu sterben, aber ein ganzes Leben, um zu lernen, wie man lebt.“ (S. 210) „Die Mitternachtsreise“ hat mich sehr an „Sophies Welt“ erinnert. Matt Haig beschäftigt sich mit philosophischen Fragen wie: Was ist Realität? Was ist Zeit? Wie sollte man sein Leben führen? Welche Entscheidungen bereut man, und welche Konsequenzen muss man tragen? Dabei regt er immer wieder dazu an, über das eigene Leben und die eigenen Prioritäten nachzudenken.

Die Handlung verläuft bewusst ruhig. Während der Zugfahrt zieht Wilburs Leben außen an den Fenstern vorbei; an den entscheidenden Wegmarken steigen er und Agnes aus, um die Ereignisse nochmal mitzuerleben. Dabei gelten klare Regeln: Wilbur darf nicht eingreifen, keinen Kontakt aufnehmen und nicht anwesend sein, wenn sein jüngeres Ich schläft. Doch je deutlicher ihm seine Versäumnisse und Fehlentscheidungen vor Augen geführt werden, desto stärker wird sein Wunsch, die Vergangenheit zu korrigieren.

Das Buch ist melancholisch, aber zugleich warmherzig und hoffnungsvoll. Es lädt dazu ein, über verpasste und zweite Chancen, über Liebe und Familie, Freundschaft und Zusammenhalt nachzudenken. „Vielleicht will jeder von uns einfach irgendwo dazugehören. Und ich glaube, … das Traurige an den Menschen ist, dass man, um dazuzugehören, immer irgendwo jemanden ausschließen muss.“ (S. 180)

Besonders gefallen hat mir die Entwicklung, die Wilbur im Laufe der Geschichte durchmacht. Obwohl ihm schon zu Lebzeiten bewusst war, welche Fehler er begangen hatte, versteht er erst im Rückblick wirklich, an welchen Weggabelungen er falsch abgebogen ist und welche Entscheidungen sein Leben nachhaltig geprägt haben. Seine Erkenntnisse wirken glaubwürdig und berührend.

Wer philosophische Gedankenspiele, eine Prise Magie und Geschichten über die großen Fragen des Lebens mag, wird sich auf diese Reise gerne einlassen. Für mich ist „Die Mitternachtsreise“ eine nachdenkliche und emotionale Lektüre, die noch lange nach dem Zuklappen des Buches nachwirkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2026

Das perfekte Foto

Salute - Das letzte Foto
0

„Manchmal waren Erinnerungen mehr wert als alles Geld der Welt.“ (S. 56)
Als die Leiche des Fotografen Domenico Spina auf einem Felsvorsprung der Rocca di Garda gefunden wird, deutet alles auf Mord hin. ...

„Manchmal waren Erinnerungen mehr wert als alles Geld der Welt.“ (S. 56)
Als die Leiche des Fotografen Domenico Spina auf einem Felsvorsprung der Rocca di Garda gefunden wird, deutet alles auf Mord hin. Die Frage ist nur: Wer sollte einen 78-jährigen Fotografen töten wollen?
An möglichen Verdächtigen mangelt es nicht. War es der Bürgermeister, weil Spina sich hartnäckig weigerte, sein Haus für ein lukratives Bauprojekt zu verkaufen? Ein konkurrierender Fotograf, der Workshops an sensiblen Orten veranstaltete? Oder die Fitness-Influencerin, deren Videos an eben diesen Plätzen regelmäßig Spinas Zorn hervorriefen?
Bei ihren Ermittlungen stoßen Commissario Lanza und sein Team auf zahlreiche Rätsel. In Spinas Laden und Wohnhaus finden sie unzählige Aufnahmen der berühmten, inzwischen verstorbenen Opernsängerin Carmen Belotti, die sich ausschließlich von ihm fotografieren ließ. Daneben entdecken sie Bilder seiner selbst ernannten „Feinde“, die offensichtlich mit einem Teleobjektiv aufgenommen wurden. Hat Spina vielleicht mehr gesehen und dokumentiert, als anderen lieb war?
Während Lanza seine Gedanken darüber im Café MONACO mit Paul Zeitler teilt, erwacht in dem ehemaligen Münchner Hauptkommissar erneut der Ermittlergeist. Schließlich kannte er Spina flüchtig und hatte ohnehin vor, seine Leidenschaft für die Fotografie wieder aufleben zu lassen.

Lanza konzentriert sich schon früh auf den Bürgermeister und den Bauunternehmer, der Spinas Haus erwerben, sanieren und gewinnbringend weiterverkaufen wollte. Spinas Nichte berichtet von zahlreichen Kaufangeboten, die ihr Onkel trotz teils massiven Drucks stets ausschlug. Geld spielte für ihn keine Rolle – sonst hätte er seinen kleinen Laden längst aufgegeben.
Zeitler hingegen sieht sich in Spinas näherem Umfeld um. Der Fotograf war ein Perfektionist, der täglich auf den Berg stieg, um das perfekte Bild einzufangen – und dabei nicht selten auch seine vermeintlichen Gegner durch das Teleobjektiv beobachtete. Dort vermutet Zeitler den Schlüssel zur Lösung des Falls.

Auch der vierte Band der Reihe von Friedrich Kalpenstein überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Spannung und italienischem Lebensgefühl. Eigentlich hätte Zeitler mit seinem Café genug zu tun, zumal sein Mitarbeiter Emil inzwischen erfolgreich Cocktails auf die Karte gesetzt hat. Doch das Ermitteln kann er einfach nicht lassen – und so gerät er einmal mehr selbst in Lebensgefahr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2026

Ein Ort, der nach zu Hause schmeckt

Unser schönster Sommer
0

„Das hier ist ein Leuchtturm, den Menschen finden, wenn sie vielleicht ein wenig verloren sind.“ (S. 51) Nach vier Jahren kehrt Ana endlich nach Mykonos zurück, auf die Heimatinsel ihrer Mutter. Seit sie ...

„Das hier ist ein Leuchtturm, den Menschen finden, wenn sie vielleicht ein wenig verloren sind.“ (S. 51) Nach vier Jahren kehrt Ana endlich nach Mykonos zurück, auf die Heimatinsel ihrer Mutter. Seit sie gemeinsam mit ihrer Freundin Natalie eine Marketingfirma gegründet hat, blieb keine Zeit für Urlaub. Eigentlich möchte sie nur entspannen und abschalten. Doch schon bald wird ihr bewusst, dass ihre Yiayia (Oma) Eleni nicht nur älter geworden ist, sondern inzwischen wirklich alt.
Wie früher hilft Ana in der kleinen Taverne ihrer Großmutter aus und entdeckt dabei ein großes Problem: Eleni macht schon lange keine Gewinne mehr. Stattdessen versorgt sie viele Einheimische kostenlos mit Essen und steht kurz vor dem finanziellen Ruin. Dennoch kommt es für die über 80-Jährige nicht infrage, das kleine Hafenrestaurant zu schließen und sich zur Ruhe zu setzen. Noch immer hofft sie, dass ihr Mann, der vor Jahren auf See verschollen ist, eines Tages zurückkehrt – angelockt vom Licht der Taverne.
Gemeinsam mit Natalie schmiedet Ana einen Plan, um das Restaurant zu retten und ihre Großmutter zu entlasten. Unterstützung erhalten sie nicht nur von Elenis Freunden und Bekannten, sondern auch von zwei Männern, mit denen Ana nicht gerechnet hat: Da ist ihre Jugendliebe Leonidas, der inzwischen verwitwet ist, Vater eines kleinen Sohnes und direkt neben Eleni wohnt. Und dann begegnet sie auf dem Markt dem englischen Geschäftsmann William. Zwischen ihnen knistert es vom ersten Moment an. Gegen eine harmlose Sommerromanze spricht schließlich nichts – oder doch? „Zwei Männer, zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und ich mittendrin, mit einem Herzen, das längst beschlossen hat, es kompliziert werden zu lassen.“ (S. 183)

Das neue Buch von Elena Sonnberg (dem Pseudonym von Adriana Popescu) ist der perfekte Roman für den Urlaub oder für alle, die sich gedanklich nach Mykonos träumen möchten. Er fängt das Lebensgefühl der Insel auf besonders stimmungsvolle Weise ein: die verwinkelten Gassen, das glitzernde Meer, die leuchtenden Sommerfarben, die frischen Zutaten auf dem Markt und natürlich die köstlichen Gerichte, die einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. „Es ist, als würde man eine Erinnerung schmecken, von der man gar nicht wusste, dass man sie hat, danach aber für immer vermissen wird.“ (S. 70)

Ana und Leonidas verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Schon als Kinder und Jugendliche haben sie sich gegenseitig aufgezogen, und schnell lebt diese Vertrautheit wieder auf. Doch hinter ihren Neckereien scheint mehr zu stecken. Gleichzeitig ist da William: charmant, erfolgreich, attraktiv und aufmerksam. Er macht keinen Hehl daraus, dass er sich mehr als einen unverbindlichen Flirt wünscht. Ana genießt die aufkeimende Spannung zwischen ihnen – doch was will sie selbst eigentlich?
Neben ihren Gefühlen beschäftigen sie vor allem die Sorgen um ihre Yiayia und die Zukunft der Taverne. Dabei erkennt sie nach und nach, dass sie die Last nicht allein tragen muss. Die Menschen der Insel halten zusammen und stehen füreinander ein, wenn es darauf ankommt.

„Unser schönster Sommer“ ist ein Roman über Zusammenhalt, Freundschaft und Familie, über Hoffnung, zweite Chancen und das Glück der kleinen Dinge: ein gutes Essen, gemeinsame Zeit mit den Menschen, die man liebt, heimliche Küsse und ein kleiner Junge, der jedes Herz im Sturm erobert. Eine warmherzige Wohlfühlgeschichte voller Sommerflair, die Lust auf Sonne, Meer und griechische Gastfreundschaft macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere