Ein warmherziger Abschluss
Was für ein schöner Abschluss dieser Dilogie! Mir hatte bereits der erste Band sehr gut gefallen und auch in "Eine neue Heimat" konnte mich der leicht zu lesende und flüssige Schreibstil sofort wieder ...
Was für ein schöner Abschluss dieser Dilogie! Mir hatte bereits der erste Band sehr gut gefallen und auch in "Eine neue Heimat" konnte mich der leicht zu lesende und flüssige Schreibstil sofort wieder in die Geschichte ziehen.
Die gesellschaftlichen Erwartungen und die engen Grenzen, die Frauen um 1910 gesetzt wurden, beeinflussen ihr gesamtes Leben: ihre Arbeit, ihre Beziehungen, ihre finanzielle Sicherheit und die Entscheidungen über ihre eigene Zukunft. Dennoch lassen sich die Honigfrauen nicht einfach übergehen. Sie kämpfen für ihr Mitspracherecht und zeigen, was sie durch Mut, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung erreichen können.
Die Handlung rund um das Landcafé ist zwar nicht besonders unvorhersehbar, aber das hat meinem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch getan, denn hier ist eindeutig der Weg das Ziel. Ich habe die Rückschläge, Erfolge, Konflikte und zwischenmenschlichen Verwicklungen sehr gerne verfolgt und von Anfang bis Ende mitgefiebert.
Das Herzstück der Geschichte sind für mich ohnehin die Figuren. Die drei Honigfrauen gehören unterschiedlichen Generationen an und sind charakterlich völlig verschieden. Natürlich verläuft ihr gemeinsamer Weg deshalb nicht immer reibungslos. Es war wirklich toll mitzuerleben, wie sich die Frauen weiterentwickeln, alte Verletzungen überwinden und über sich hinauswachsen.
Irma ist dabei erneut so liebenswert wie manchmal auch frustrierend. Ihre Gutgläubigkeit und ihre positive Art sind süss, gleichzeitig hätte ich sie gelegentlich gerne geschüttelt.
Eugens stille, selbstlose Art und seine tiefe Zuneigung zu Irma haben mich sehr berührt. Mehr als einmal wollte ich ihm zurufen, dass er ihr endlich sagen soll, was er für sie empfindet.
Manche Figuren liessen bei mir ausserdem sofort sämtliche Alarmglocken schrillen, während andere mir gehörig auf die Nerven gingen. Das zeigt eigentlich, wie sehr mich die Geschichte gepackt hat.
Das Ende hat die Geschichte wunderbar abgerundet. Ich konnte das Buch mit einem sehr zufriedenen Gefühl schliessen. Für mich ein rundum gelungener Abschluss!