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Haruka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2026

Merkwürdige Liebesgeschichte ohne Funken

A Business Proposal 1
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Da ich das K-Drama schon vor einiger Zeit gesehen habe und es damals ganz unterhaltsam fand, war ich gespannt auf die Romanvorlage. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.
Der Einstieg fiel mir schon ...

Da ich das K-Drama schon vor einiger Zeit gesehen habe und es damals ganz unterhaltsam fand, war ich gespannt auf die Romanvorlage. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.
Der Einstieg fiel mir schon nicht ganz leicht. Ich konnte mich mit dem ständigen Stottern und den vielen „…“ im Schreibstil einfach nicht anfreunden. Auch wirkten die Dialoge oft künstlich und der Lesefluss wurde für mich immer wieder unterbrochen.
Mein grösstes Problem war der männliche Protagonist. Taemu war für mich von Anfang bis Ende unsympathisch. Er ist arrogant, herablassend und gebieterisch. Immer wieder verhält er sich so, als müsste sich alles nach ihm richten, und einige seiner Entscheidungen oder Aussagen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Hinzu kommen übergriffige Situationen, die von der Geschichte jedoch nicht kritisch eingeordnet werden. Stattdessen entsteht stellenweise sogar der Eindruck, dass dieses Verhalten als attraktiv dargestellt werden soll.
Dadurch konnte ich leider auch die Liebesgeschichte überhaupt nicht fühlen. Für mich gab keine Momente, in denen sich eine glaubwürdige Anziehung oder eine emotionale Verbindung zwischen den beiden Hauptfiguren aufgebaut hätte. Statt einer langsamen Kennenlernphase oder tieferen Gesprächen hatte ich oft das Gefühl, dass Gefühle einfach vorausgesetzt werden. Ich konnte deshalb nicht nachvollziehen, warum sich die Figuren plötzlich zueinander hingezogen fühlen.
Mit Hari wurde ich ebenfalls nicht richtig warm. Sie blieb für mich oft zu passiv und liess vieles einfach über sich ergehen. Die Dynamik zwischen den beiden war insgesamt überhaupt nicht mein Fall und hat auf mich eher ungesund als romantisch gewirkt.
Positiv hervorheben möchte ich, dass sich das Buch schnell lesen lässt und die Grundidee viel Potenzial hat. Für mich funktionierte sie als K-Drama allerdings deutlich besser. Dort wirkten die Figuren sympathischer, die humorvollen Szenen kamen besser zur Geltung und insgesamt hatte ich wesentlich mehr Spass beim Schauen.
Alles in allem eine nette Grundidee, die mich als Roman nicht überzeugen konnte. Wer das K-Drama bereits kennt und liebt, sollte vielleicht keine allzu hohen Erwartungen an die Buchvorlage haben.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Vielschichtige menschliche Figuren

Sturmland
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"Sturmland" hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre überzeugt. Man merkt, dass die Autorin gründlich zu den historischen Gegebenheiten recherchiert hat. Die Zeit und die gesellschaftlichen Spannungen ...

"Sturmland" hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre überzeugt. Man merkt, dass die Autorin gründlich zu den historischen Gegebenheiten recherchiert hat. Die Zeit und die gesellschaftlichen Spannungen wurden sehr überzeugend dargestellt.
Besonders gefallen haben mir die Figuren. Jede Person trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum, und nach und nach erfährt man, womit die einzelnen Charaktere zu kämpfen haben. Schmerz, Verlust und Trauer bringt die Autorin sehr authentisch rüber. Toll fand ich, dass die Figuren nie einfach in "gut" und "böse" eingeteilt werden. Menschen mit einem guten Herzen treffen manchmal fragwürdige Entscheidungen oder vertreten Ansichten, die man kritisch sehen kann. Dadurch wirken die Charaktere menschlich und realistisch.
Die Protagonistin war mir stellenweise etwas zu stur. Obwohl sie gute Ratschläge bekommt, trifft sie immer wieder fragwürdige oder fahrlässige Entscheidungen, die teilweise sogar gefährliche Konsequenzen haben, nicht nur für sie selbst. Ausserdem bedient ihre Rolle stellenweise ein Klischee: die Frau aus der Stadt, die sich immer wieder kopflos in Gefahr bringt und dann von Männern gerettet werden muss.
Da es sich um den ersten Band einer Dilogie handelt, war natürlich klar, dass nicht alle Handlungsstränge abgeschlossen werden. Trotzdem mag ich es persönlich nicht, wenn Fragen, die bereits ganz am Anfang aufgeworfen werden, bis zum Ende kaum oder gar nicht beantwortet werden. Zwei grosse Geheimnisse bleiben hier weitgehend ungelüftet. Das ist letztlich Geschmackssache, für mich hat es den Lesegenuss aber ein wenig geschmälert.
Insgesamt ist "Sturmland" ein atmosphärischer und emotionaler Roman mit vielschichtigen Figuren, glaubwürdigen Emotionen und einer gut recherchierten historischen Kulisse. Wer Geschichten mag, in denen historische Ereignisse und persönliche Schicksale eng miteinander verwoben sind, wird dieses Buch mögen.

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Märchenhaft, magisch und amüsant

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.
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Das war mein erster Cozy-Fantasy-Roman und wenn alle Bücher dieses Genres so viel Spass machen, muss ich unbedingt noch mehr davon lesen!
Die Ausgangslage ist einfach herrlich: Tandy, eine Prinzessin (und ...

Das war mein erster Cozy-Fantasy-Roman und wenn alle Bücher dieses Genres so viel Spass machen, muss ich unbedingt noch mehr davon lesen!
Die Ausgangslage ist einfach herrlich: Tandy, eine Prinzessin (und ein Bücherwurm), die von ihren königlichen Pflichten ziemlich ernüchtert ist, wird dazu verflucht, in einem Buchladen zu bleiben, bis sie herausfindet, wonach sich ihr Herz wirklich sehnt. Für alle um sie herum ist das natürlich eine Katastrophe.
Das Buch liest sich extrem schnell und leicht wegen dem locker und amüsantem Schreibstil.
Besonders gut hat mir die märchenhafte Atmosphäre gefallen. Die Welt steckt voller Magie und liebevoller, teilweise skurriler Details.
Es gibt sehr viele lustigen Situationen und unterhaltsamen Dialoge, weswegen ich das Buch kaum wegelegen konnte. Ich liebe den Humor in diesem Buch
Mein persönliches Highlight war Bash. Einen gutaussehenden Piraten, der ständig im Buchladen auftaucht und Tandy auf genau die richtige Art auf die Nerven geht, kann man eigentlich nur mögen. Seine Dialoge mit Tandy haben für mich wunderbar funktioniert. Das Knistern zwischen den beiden hat die Autorin sehr gut vermitteln können. und es knistert sehr offensichtlich zwischen den beiden.
Aber das Buch besteht nicht nur aus Humor. Tandy muss sich erstmals ernsthaft mit ihren eigenen Wünschen auseinandersetzen. Auch wenn das Ende recht vorhersehbar ist, ist der Weg dahin packend. Die zauberhafte Atmosphäre, die liebenswerten Figuren und die unterhaltsamen Dialoge haben mich so sehr gepackt, dass ich weder überraschende Wendungen noch grosse Action gebraucht habe. Nur gab es am Schluss noch offene Fragten, die ich zu gerne beantwortet gehabt hätte.
Ich habe dieses Buch extrem gerne gelesen und freue mich schon sehr auf weitere Bücher von Amy Coombe. Bis dahin werde ich definitiv nach anderen Cozy-Fantasy-Romanen Ausschau halten.

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Romantasy ohne Romantik

Crown of War and Shadow
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"Crown of War and Shadow" hat mich sofort in diese düstere, bedrohliche Atmosphäre gezogen. Die Ausgangslage klang genau nach meinem Geschmack: eine ausgestossene Protagonistin mit besonderen Fähigkeiten, ...

"Crown of War and Shadow" hat mich sofort in diese düstere, bedrohliche Atmosphäre gezogen. Die Ausgangslage klang genau nach meinem Geschmack: eine ausgestossene Protagonistin mit besonderen Fähigkeiten, ein geheimnisvoller Söldner, gefährliche Kreaturen und eine Welt, die gerettet werden muss. Leider wurde das Potenzial dieser Grundidee nicht ausgeschöpft.
Es passieren durchaus eigentlich spannende Dinge passieren und trotzdem konnte ich zu keinem Zeitpunkt richtig mitfiebern. Ich glaube, das lag vor allem an den Figuren. Sowohl Sorrel als auch Merc blieben für mich uninteressant und persönlichkeitslos. Wenn mir die Charaktere gleichgültig sind, berührt es mich leider auch nicht, wenn sie sich in Gefahr befinden.
Hinzu kommt, dass vieles sehr vorhersehbar war. Selbst die wichtigsten Wendungen konnten mich nicht überraschen.
Sorrel fand ich frustrierend. Anfangs konnte ich durchaus mit ihr mitfühlen, weil sie ihr ganzes Leben lang ausgegrenzt und schlecht behandelt wurde. Sie bleibt jedoch über weite Strecken sehr passiv. Ständig behält sie ihre Gedanken für sich, lässt falsche Annahmen einfach stehen und klärt Missverständnisse nicht auf. Dadurch entstehen Konflikte, die sich durch ein einziges ehrliches Gespräch vermeiden liessen. Statt mit ihr mitzufühlen, hat sie mich bloss genervt.
Aufgrund des Klappentextes hatte ich mich ausserdem auf eine intensive Liebesgeschichte und ehrlich gesagt auch auf deutlich mehr Spice eingestellt. Immerhin wird das Buch als „romantische Fantasy um schicksalhafte Liebe“ beworben. Romantisch fand ich die Geschichte allerdings überhaupt nicht. Zwischen Sorrel und Merc baut sich keine glaubhafte Verbindung auf. Es gibt kein Knistern, kein Flirten und keine langsame Annäherung, bei der man als Lesende mitfiebern könnte. Die Gefühle sind irgendwann einfach da, ohne dass ich verstanden habe, wann oder weshalb sie entstanden sind. Selbst die wenigen Küsse wirkten auf mich gefühllos. Auch die intime Szene konnte daran nichts ändern. Sie war ebenso seelenlos.
Merc hätte als düsterer, moralisch fragwürdiger Love Interest durchaus interessant sein können. Letztlich erfährt man aber zu wenig über ihn, um wirklich eine Verbindung zu ihm aufzubauen. Seine geheimnisvolle Art machte ihn für mich nicht faszinierend, sondern blass. Gemeinsam hatten Sorrel und Merc deshalb weder die Chemie noch die Spannung, die ich bei einer Romantasy-Geschichte erwarte.
Zusätzlich bin ich immer wieder über schlecht und sehr unnatürlich übersetzte Sätze gestolpert. Manche Formulierungen klangen regelrecht seltsam.
Insgesamt hatte "Crown of War and Shadow" eine vielversprechende Ausgangsidee und eine Atmosphäre, die mich angesprochen hat. Leider fehlten mir interessante Figuren, eine mitreissend erzählte Handlung und vor allem eine Liebesgeschichte, die sich tatsächlich wie eine Liebesgeschichte anfühlt. Band 2 werde ich nicht lesen.

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Veröffentlicht am 03.07.2026

Ein neues Lieblingsbuch

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Schon optisch hatte mich das Buch sofort in seinen Bann gezogen. Das Cover ist sehr schön. Vor allem der Farbschnitt ist ein richtiger Hingucker. Auch die Karte im Buch ist ansprechend gestaltet und hat ...

Schon optisch hatte mich das Buch sofort in seinen Bann gezogen. Das Cover ist sehr schön. Vor allem der Farbschnitt ist ein richtiger Hingucker. Auch die Karte im Buch ist ansprechend gestaltet und hat direkt Lust gemacht, in diese Welt einzutauchen.
Es handelt sich hierbei um eine Neuinterpretation des bekannten Klassikers "Der Zauberer von Oz". Viele Elemente aus der ursprünglichen Geschichte erkennt man wieder, was mir sehr gefallen hat, aber es ist keineswegs eine blosse Nacherzählung. Es gibt neue Figuren und Entwicklungen, die das Ganze frisch und spannend machen.
Der Schreibstil war für mich sehr flüssig, leicht lesbar und fesselnd. Die Erzählung hat stellenweise etwas von einem inneren Monolog, wodurch man Dorothy sehr nah ist.
Dorothy mochte ich sehr. Gleich zu Anfang wird klar, dass sie Vorbehalte hat ganz sie selbst zu sein und sich zurückhält aus Angst abgewiesen zu werden. Das macht sie für mich menschlich und nachvollziehbar.
Auch die anderen Figuren fand ich richtig toll, vor allem die moralisch grauen Charaktere. Ich liebe es, wenn man als Leserin nicht sofort weiss, wem man trauen kann und wem nicht.
Den Love Interest mochte ich ebenfalls sehr. Die Dynamik zwischen ihm und Dorothy hatte für mich genau das richtige Mass an Knistern, Flirten und Spannung, ohne dass es je zu viel oder zu wenig wurde.
Was mir ebenfalls besonders gut gefallen hat, ist, wie handlungsreich das Buch ist. Es bleibt stets spannend und fesselnd. Das Tempo ist ebenfalls richtig gewählt, denn es steht zu der Action im perfekten Verhältnis. Es passiert viel, aber nicht zu viel, sodass man Zeit hat, alles zu verarbeiten. Es wird aber auch nie langweilig oder langatmig. Ausserdem fand ich, dass die Autorin Foreshadowing gut eingesetzt hat.
"West of Wicked" ist atmosphärisch, spannend, hat tolle Figuren, moralisch graue Charaktere, einen angenehmen Schreibstil und eine richtig gute Portion Knistern. Ich würde den zweiten Band am liebsten sofort lesen und weiss nicht, wie ich es bis zur Erscheinung nächstes Jahr aushalten soll.

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