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Haruka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2026

Ein warmherziger Abschluss

Die Honigfrauen - Eine neue Heimat
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Was für ein schöner Abschluss dieser Dilogie! Mir hatte bereits der erste Band sehr gut gefallen und auch in "Eine neue Heimat" konnte mich der leicht zu lesende und flüssige Schreibstil sofort wieder ...

Was für ein schöner Abschluss dieser Dilogie! Mir hatte bereits der erste Band sehr gut gefallen und auch in "Eine neue Heimat" konnte mich der leicht zu lesende und flüssige Schreibstil sofort wieder in die Geschichte ziehen.
Die gesellschaftlichen Erwartungen und die engen Grenzen, die Frauen um 1910 gesetzt wurden, beeinflussen ihr gesamtes Leben: ihre Arbeit, ihre Beziehungen, ihre finanzielle Sicherheit und die Entscheidungen über ihre eigene Zukunft. Dennoch lassen sich die Honigfrauen nicht einfach übergehen. Sie kämpfen für ihr Mitspracherecht und zeigen, was sie durch Mut, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung erreichen können.
Die Handlung rund um das Landcafé ist zwar nicht besonders unvorhersehbar, aber das hat meinem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch getan, denn hier ist eindeutig der Weg das Ziel. Ich habe die Rückschläge, Erfolge, Konflikte und zwischenmenschlichen Verwicklungen sehr gerne verfolgt und von Anfang bis Ende mitgefiebert.
Das Herzstück der Geschichte sind für mich ohnehin die Figuren. Die drei Honigfrauen gehören unterschiedlichen Generationen an und sind charakterlich völlig verschieden. Natürlich verläuft ihr gemeinsamer Weg deshalb nicht immer reibungslos. Es war wirklich toll mitzuerleben, wie sich die Frauen weiterentwickeln, alte Verletzungen überwinden und über sich hinauswachsen.
Irma ist dabei erneut so liebenswert wie manchmal auch frustrierend. Ihre Gutgläubigkeit und ihre positive Art sind süss, gleichzeitig hätte ich sie gelegentlich gerne geschüttelt.
Eugens stille, selbstlose Art und seine tiefe Zuneigung zu Irma haben mich sehr berührt. Mehr als einmal wollte ich ihm zurufen, dass er ihr endlich sagen soll, was er für sie empfindet.
Manche Figuren liessen bei mir ausserdem sofort sämtliche Alarmglocken schrillen, während andere mir gehörig auf die Nerven gingen. Das zeigt eigentlich, wie sehr mich die Geschichte gepackt hat.
Das Ende hat die Geschichte wunderbar abgerundet. Ich konnte das Buch mit einem sehr zufriedenen Gefühl schliessen. Für mich ein rundum gelungener Abschluss!

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Veröffentlicht am 19.08.2026

Grosses Potenzial, konnte mich aber nicht packen

Queen of Faces – Die Königin der tausend Gesichter
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Die Grundidee von "Queen of Faces" ist originell. Eine Welt, in der Körper gewechselt und wie eine Ware gehandelt werden können, bietet viele spannende Möglichkeiten. Die damit verbundene Klassengesellschaft ...

Die Grundidee von "Queen of Faces" ist originell. Eine Welt, in der Körper gewechselt und wie eine Ware gehandelt werden können, bietet viele spannende Möglichkeiten. Die damit verbundene Klassengesellschaft fand ich interessant: Während die Reichen sich Gesundheit, Schönheit und beinahe ewiges Leben kaufen können, müssen alle anderen mit dem auskommen, was sie sich gerade noch leisten können. Das wirft interessante Fragen auf über Identität, Privilegien und darüber, was einen Menschen eigentlich ausmacht.
Die actiongeladenen Szenen fand ich spannend. Leider gilt das für alles dazwischen deutlich weniger. Die Handlung war stellenweise so schleppend und wenig packend geschrieben, dass ich das Buch mehrmals weggelegt habe, weil ich schlicht keine Lust mehr hatte weiterzulesen.
Die Möglichkeiten und Konsequenzen des Körperwechsels wurden für meinen Geschmack ohnehin nicht ausreichend zu Ende gedacht. Dass Menschen auch geschlechterübergreifend die Körper tauschen, ist grundsätzlich ein interessanter Aspekt. Merkwürdig fand ich jedoch, dass dies offenbar niemals jemandem etwas ausmacht und nicht einmal richtig thematisiert wird. Es wurde auch nicht vermittelt oder erklärt, weshalb ein solcher Wechsel in dieser Welt als vollkommen selbstverständlich gilt.
Auch habe ich mich immer wieder gefragt, welche Auswirkungen der Körpertausch eigentlich auf Liebesbeziehungen hat. Was geschieht mit der körperlichen Anziehung, wenn der Partner plötzlich vollkommen anders aussieht oder sogar das Geschlecht wechselt? Bleibt sie bestehen, verändert sie sich oder spielt sie in dieser Welt grundsätzlich keine Rolle? Das wären ausgesprochen interessante Fragen gewesen, sie werden jedoch nicht einmal angesprochen.
Daneben gibt es einige Regeln innerhalb dieser Welt, die für mich schlicht keinen Sinn ergeben. Besonders der Umgang mit den Erinnerungen Verstossener ist nicht logisch zu Ende gedacht. Wenn nur ein winziger Teil ihrer Erinnerung gelöscht wird, sie sich aber weiterhin an alles andere erinnern, könnten sie doch ganz einfach Nachforschungen anstellen, zurückkehren und Probleme verursachen.
Auch der angebliche Überraschungseffekt mit dem Körpertausch wird so oft verwendet, dass er schnell seinen Reiz verliert. Hinzu kommt, dass viele Informationen mehrfach wiederholt werden. Das war unnötig und ziemlich repetitiv. Teilweise hatte ich das Gefühl, als würde dem Leser nicht zugetraut, sich etwas zu merken.
Leider habe ich mich auch mit keiner der Figuren wirklich verbunden gefühlt. Obwohl teilweise sehr intensive Dinge geschehen, wird mir viel zu wenig auf die Emotionen eingegangen. Deshalb habe ich auch nicht richtig mit den Figuren mitgefiebert.
Ausserdem hätte bei einem Buch dieses Umfangs etwas Romantik die Handlung wunderbar auflockern können. Erst gegen Ende lässt sich ganz vage erahnen, dass sich vielleicht etwas entwickeln könnte, aber dafür gab es zuvor praktisch keinen Aufbau.
Gut gefallen hat mir hingegen die Botschaft über die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Das Buch zeigt, dass man nicht alles allein schaffen muss bzw. kann und dass Menschen gegenseitige Unterstützung brauchen, um zu wachsen und voranzukommen.
Insgesamt steckt in "Queen of Faces" eine originelle Idee mit viel Potenzial. Die spannenden Actionszenen und die gesellschaftlichen Themen haben mir gefallen, doch dazwischen war mir die Geschichte zu schleppend, emotional zu oberflächlich und in ihrem Worldbuilding nicht immer konsequent genug. Schade, denn aus diesem Konzept hätte man deutlich mehr rausholen können.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Merkwürdige Liebesgeschichte ohne Funken

A Business Proposal 1
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Da ich das K-Drama schon vor einiger Zeit gesehen habe und es damals ganz unterhaltsam fand, war ich gespannt auf die Romanvorlage. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.
Der Einstieg fiel mir schon ...

Da ich das K-Drama schon vor einiger Zeit gesehen habe und es damals ganz unterhaltsam fand, war ich gespannt auf die Romanvorlage. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.
Der Einstieg fiel mir schon nicht ganz leicht. Ich konnte mich mit dem ständigen Stottern und den vielen „…“ im Schreibstil einfach nicht anfreunden. Auch wirkten die Dialoge oft künstlich und der Lesefluss wurde für mich immer wieder unterbrochen.
Mein grösstes Problem war der männliche Protagonist. Taemu war für mich von Anfang bis Ende unsympathisch. Er ist arrogant, herablassend und gebieterisch. Immer wieder verhält er sich so, als müsste sich alles nach ihm richten, und einige seiner Entscheidungen oder Aussagen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Hinzu kommen übergriffige Situationen, die von der Geschichte jedoch nicht kritisch eingeordnet werden. Stattdessen entsteht stellenweise sogar der Eindruck, dass dieses Verhalten als attraktiv dargestellt werden soll.
Dadurch konnte ich leider auch die Liebesgeschichte überhaupt nicht fühlen. Für mich gab keine Momente, in denen sich eine glaubwürdige Anziehung oder eine emotionale Verbindung zwischen den beiden Hauptfiguren aufgebaut hätte. Statt einer langsamen Kennenlernphase oder tieferen Gesprächen hatte ich oft das Gefühl, dass Gefühle einfach vorausgesetzt werden. Ich konnte deshalb nicht nachvollziehen, warum sich die Figuren plötzlich zueinander hingezogen fühlen.
Mit Hari wurde ich ebenfalls nicht richtig warm. Sie blieb für mich oft zu passiv und liess vieles einfach über sich ergehen. Die Dynamik zwischen den beiden war insgesamt überhaupt nicht mein Fall und hat auf mich eher ungesund als romantisch gewirkt.
Positiv hervorheben möchte ich, dass sich das Buch schnell lesen lässt und die Grundidee viel Potenzial hat. Für mich funktionierte sie als K-Drama allerdings deutlich besser. Dort wirkten die Figuren sympathischer, die humorvollen Szenen kamen besser zur Geltung und insgesamt hatte ich wesentlich mehr Spass beim Schauen.
Alles in allem eine nette Grundidee, die mich als Roman nicht überzeugen konnte. Wer das K-Drama bereits kennt und liebt, sollte vielleicht keine allzu hohen Erwartungen an die Buchvorlage haben.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Vielschichtige menschliche Figuren

Sturmland
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"Sturmland" hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre überzeugt. Man merkt, dass die Autorin gründlich zu den historischen Gegebenheiten recherchiert hat. Die Zeit und die gesellschaftlichen Spannungen ...

"Sturmland" hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre überzeugt. Man merkt, dass die Autorin gründlich zu den historischen Gegebenheiten recherchiert hat. Die Zeit und die gesellschaftlichen Spannungen wurden sehr überzeugend dargestellt.
Besonders gefallen haben mir die Figuren. Jede Person trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum, und nach und nach erfährt man, womit die einzelnen Charaktere zu kämpfen haben. Schmerz, Verlust und Trauer bringt die Autorin sehr authentisch rüber. Toll fand ich, dass die Figuren nie einfach in "gut" und "böse" eingeteilt werden. Menschen mit einem guten Herzen treffen manchmal fragwürdige Entscheidungen oder vertreten Ansichten, die man kritisch sehen kann. Dadurch wirken die Charaktere menschlich und realistisch.
Die Protagonistin war mir stellenweise etwas zu stur. Obwohl sie gute Ratschläge bekommt, trifft sie immer wieder fragwürdige oder fahrlässige Entscheidungen, die teilweise sogar gefährliche Konsequenzen haben, nicht nur für sie selbst. Ausserdem bedient ihre Rolle stellenweise ein Klischee: die Frau aus der Stadt, die sich immer wieder kopflos in Gefahr bringt und dann von Männern gerettet werden muss.
Da es sich um den ersten Band einer Dilogie handelt, war natürlich klar, dass nicht alle Handlungsstränge abgeschlossen werden. Trotzdem mag ich es persönlich nicht, wenn Fragen, die bereits ganz am Anfang aufgeworfen werden, bis zum Ende kaum oder gar nicht beantwortet werden. Zwei grosse Geheimnisse bleiben hier weitgehend ungelüftet. Das ist letztlich Geschmackssache, für mich hat es den Lesegenuss aber ein wenig geschmälert.
Insgesamt ist "Sturmland" ein atmosphärischer und emotionaler Roman mit vielschichtigen Figuren, glaubwürdigen Emotionen und einer gut recherchierten historischen Kulisse. Wer Geschichten mag, in denen historische Ereignisse und persönliche Schicksale eng miteinander verwoben sind, wird dieses Buch mögen.

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Märchenhaft, magisch und amüsant

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.
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Das war mein erster Cozy-Fantasy-Roman und wenn alle Bücher dieses Genres so viel Spass machen, muss ich unbedingt noch mehr davon lesen!
Die Ausgangslage ist einfach herrlich: Tandy, eine Prinzessin (und ...

Das war mein erster Cozy-Fantasy-Roman und wenn alle Bücher dieses Genres so viel Spass machen, muss ich unbedingt noch mehr davon lesen!
Die Ausgangslage ist einfach herrlich: Tandy, eine Prinzessin (und ein Bücherwurm), die von ihren königlichen Pflichten ziemlich ernüchtert ist, wird dazu verflucht, in einem Buchladen zu bleiben, bis sie herausfindet, wonach sich ihr Herz wirklich sehnt. Für alle um sie herum ist das natürlich eine Katastrophe.
Das Buch liest sich extrem schnell und leicht wegen dem locker und amüsantem Schreibstil.
Besonders gut hat mir die märchenhafte Atmosphäre gefallen. Die Welt steckt voller Magie und liebevoller, teilweise skurriler Details.
Es gibt sehr viele lustigen Situationen und unterhaltsamen Dialoge, weswegen ich das Buch kaum wegelegen konnte. Ich liebe den Humor in diesem Buch
Mein persönliches Highlight war Bash. Einen gutaussehenden Piraten, der ständig im Buchladen auftaucht und Tandy auf genau die richtige Art auf die Nerven geht, kann man eigentlich nur mögen. Seine Dialoge mit Tandy haben für mich wunderbar funktioniert. Das Knistern zwischen den beiden hat die Autorin sehr gut vermitteln können. und es knistert sehr offensichtlich zwischen den beiden.
Aber das Buch besteht nicht nur aus Humor. Tandy muss sich erstmals ernsthaft mit ihren eigenen Wünschen auseinandersetzen. Auch wenn das Ende recht vorhersehbar ist, ist der Weg dahin packend. Die zauberhafte Atmosphäre, die liebenswerten Figuren und die unterhaltsamen Dialoge haben mich so sehr gepackt, dass ich weder überraschende Wendungen noch grosse Action gebraucht habe. Nur gab es am Schluss noch offene Fragten, die ich zu gerne beantwortet gehabt hätte.
Ich habe dieses Buch extrem gerne gelesen und freue mich schon sehr auf weitere Bücher von Amy Coombe. Bis dahin werde ich definitiv nach anderen Cozy-Fantasy-Romanen Ausschau halten.

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