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Haruka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2026

Wunderschöne Atmosphäre, aber leider viel zu langatmig

Die Tochter des Uhrmachers
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Kate Morton gehört eigentlich zu den Autorinnen, deren Bücher ich sehr gerne lese. Ich liebe an ihren Geschichten diese bildhaften, atmosphärischen Beschreibungen, die alten Häuser, die Familiengeheimnisse, ...

Kate Morton gehört eigentlich zu den Autorinnen, deren Bücher ich sehr gerne lese. Ich liebe an ihren Geschichten diese bildhaften, atmosphärischen Beschreibungen, die alten Häuser, die Familiengeheimnisse, die melancholische Stimmung und dieses Gefühl, dass die Vergangenheit noch immer nachwirkt. Genau das findet man auch in diesem Buch wieder. Manche Kapitel haben eine richtig schöne, düstere und mysteriöse Atmosphäre, und sprachlich kann Kate Morton einfach sehr gut Stimmungen erzeugen.
Aber leider hat mich dieses Buch trotzdem ziemlich enttäuscht. Für mich war es über weite Strecken einfach viel zu langatmig. Ständig wurden neue Figuren eingeführt, neue Perspektiven geöffnet, neue Lebensgeschichten erzählt. Jedes Mal, wenn ich dachte, dass ich nun endlich den Überblick habe und mich richtig auf die Handlung einlassen kann, kam wieder eine neue Figur dazu, deren Geschichte dann ausführlich beschrieben wurde. Grundsätzlich mag ich verschachtelte Erzählungen und verschiedene Zeitebenen, aber hier hatte ich irgendwann das Gefühl, dass vieles eher ablenkt als bereichert. Einige Figuren und Nebenhandlungen hätte man meiner Meinung nach problemlos streichen können, ohne dass dem Verständnis wirklich etwas gefehlt hätte.
Besonders schade fand ich das, weil ich das Buch eigentlich nur angefangen und weitergelesen habe, weil ich Kate Mortons andere Bücher so geliebt habe. Hätte ich ihre anderen Romane nicht gekannt, hätte ich wahrscheinlich nach 100 oder spätestens 200 Seiten abgebrochen. Aber weil ich wusste, wie stark ihre Geschichten am Ende oft zusammenlaufen können, habe ich immer gehofft, dass sich die Lektüre noch lohnt und mich das Ende wie immer begeistern würde.
Leider war das für mich hier nicht der Fall. Das Ende hat mich nicht versöhnt, sondern eher wütend und frustriert zurückgelassen. Rückblickend wünschte ich sogar, ich hätte das Buch abgebrochen, statt mich bis zum Schluss durchzukämpfen.
Trotzdem kann ich dem Buch nicht alles absprechen: Die Atmosphäre ist stellenweise wirklich schön, einige Beschreibungen sind wunderbar bildhaft, und mit einigen Figuren habe ich mitgefühlt. Aber für mich war "Die Tochter des Uhrmachers" im Vergleich zu ihren anderen Büchern deutlich schwächer und am Ende leider nicht befriedigen.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Ein mitreissender zweiter Band

Crescent City – Wenn ein Stern erstrahlt
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Was für eine Fortsetzung! Die Welt wird noch grösser, die Verstrickungen noch komplexer und die Handlung bleibt durchgehend spannend und an Wendungen fehlt es auch nicht.
Besonders schön fand ich, dass ...

Was für eine Fortsetzung! Die Welt wird noch grösser, die Verstrickungen noch komplexer und die Handlung bleibt durchgehend spannend und an Wendungen fehlt es auch nicht.
Besonders schön fand ich, dass man im zweiten Band die Nebenfiguren viel besser kennenlernt. Sie bekommen mehr Raum, Tiefe und eigene Entwicklungen. Und ja, da gibt es tatsächlich einige, die ich inzwischen richtig mag! Das hat die Geschichte für mich noch lebendiger gemacht, weil nicht nur die Hauptfiguren tragen, sondern auch das ganze Umfeld interessanter wird.
Bryce mochte ich auch hier wieder sehr. Ich liebe ihre Stärke, ihren Humor und ihre Loyalität, aber auch, dass sie nicht perfekt ist. Auch die Dynamiken zwischen den Figuren haben mir wieder richtig gut gefallen.
Alles in einem war der zweite Band ein fesselndes Leseerlebnis. Nach zwei Bänden kann ich sagen: Diese Reihe hat mich komplett für sich gewonnen.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Spannende und mitreissende Urban Fantasy

Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht
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Das war das erste Buch von Sarah J. Maas, das ich gelesen habe. Ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass mich die Geschichte so packen würde, aber genau das ist passiert. Am Anfang braucht man vielleicht ...

Das war das erste Buch von Sarah J. Maas, das ich gelesen habe. Ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass mich die Geschichte so packen würde, aber genau das ist passiert. Am Anfang braucht man vielleicht einen Moment, um in diese riesige Welt mit all ihren Wesen, Begriffen und Machtstrukturen hineinzufinden, aber sobald ich drin war, wollte ich kaum noch aufhören zu lesen.
Was mich besonders begeistert hat, war die Mischung aus Urban Fantasy, Magie, Emotionen und diesen ganzen Geheimnissen, die sich nach und nach entfalten. Die Handlung hatte für mich genau das, was ich liebe: Es passiert wirklich viel, es gibt Wendungen, dramatische Momente, Schmerz, Freundschaft, Romantik und ganz viel Mitfiebern.
Bryce mochte ich als Protagonistin unglaublich gern. Sie ist stark, selbstbewusst und hat ein gutes Herz, mit Ecken und Kanten. Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass ich ihre teils sehr aggressiven Abwehrreaktionen gegenüber Männern manchmal etwas übertrieben fand. Ich konnte zwar verstehen, woher dieses Verhalten kommt, aber an manchen Stellen war es mir fast ein bisschen zu viel. Trotzdem hat das meiner Liebe zu ihrer Figur keinen Abbruch getan.
Auch die Dynamik zwischen den Figuren hat mich sehr überzeugt, weil sie sich nach und nach aufbaut und dadurch viel intensiver wird.
Für mich war das einfach ein unglaublich fesselndes Leseerlebnis. Spannend, emotional und atmosphärisch! Nach dem Lesen konnte ich sehr gut nachvollziehen, warum Sarah J. Maas so viele Fans hat.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Peak Fantasy mit Suchtfaktor

Heir of Illusion
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Ich bin absolut begeistert! Für mich war das wirklich peak Fantasy: handlungsreich, spannend, emotional, romantisch, tragisch und interessante Wendungen.
Schon der Einstieg hat mich direkt abgeholt, denn ...

Ich bin absolut begeistert! Für mich war das wirklich peak Fantasy: handlungsreich, spannend, emotional, romantisch, tragisch und interessante Wendungen.
Schon der Einstieg hat mich direkt abgeholt, denn die Geschichte ist ab der ersten Seite spannend und hat durchgehend ein gutes Tempo.
Ivy als Protagonistin hat mir richtig gut gefallen. Sie ist eine starke Frau, die kämpfen kann. Gleichzeitig ist sie nicht einfach nur „tough“, sondern auch verletzlich und innerlich zerrissen. Besonders ihr Selbsthass wurde für mich sehr überzeugend dargestellt. Man versteht ihren Schmerz und fühlt mit.
Auch die Dynamik zwischen den Protagonisten fand ich grossartig. Das Geplänkel war angenehm, natürlich und authentisch. Die Chemie zwischen ihnen war super: Neckerei, Spannung und eine spürbare Anziehung. Auch die Liebesszenen waren wunderschön und atmosphärisch beschrieben, sodass ich beim Lesen regelrecht entzückt war.
Für mich hatte dieses Buch wirklich alles, was ich von einem Fantasyroman will. Ich will den zweiten Band am liebsten jetzt sofort lesen. Ich weiss wirklich nicht, wie ich bis zur Veröffentlichung warten soll!

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Originelle Romantasy mit Schädelmagie und tollen Figuren

Ruinous Creatures - Der Kuss des Phönix
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Das Buch hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der mich sofort in die Welt hat eintauchen lassen.
Die Idee, dass Schädel magischer Kreaturen gepflegt werden und die Menschen dadurch Magie wirken ...

Das Buch hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der mich sofort in die Welt hat eintauchen lassen.
Die Idee, dass Schädel magischer Kreaturen gepflegt werden und die Menschen dadurch Magie wirken können, fand ich originell und neuartig.
Die magische Welt hat mir sehr gefallen, aber ich hätte mir an manchen Stellen etwas mehr Erklärung gewünscht. Es werden zum Beispiel immer wieder Wesen oder Begriffe genannt, bei denen ich gern genauer gewusst hätte, wie sie aussehen, welche Rolle sie spielen oder wie das System rund um Weber, Lernende, Jäger und Hüter eigentlich genau funktioniert. Auch bei der Schädelmagie hätte ich gern noch tiefer verstanden, wer sie wie nutzt und wozu genau.
Was ich dafür sehr erfrischend fand: Adela und Kian sind beide über 30. Adela ist 33, Kian 30, und das liest man in diesem Genre meiner Erfahrung nach viel zu selten. Überhaupt war das mein erstes Mal Protagonisten eines Fantasyromans zu begleiten, die keine Teenager oder Anfang zwanzig sind, sondern schon Lebenserfahrung und eine gewisse Reife mitbringen. Beide Figuren habe ich mit ihren Ecken und Kanten ins Herz geschlossen und ihre Dynamik habe ich genossen. Der Markt ist langsam übersättigt mit dem Slow Burn Trope, deshalb war das sehr erfrischend.
Die meisten Fragen werden am Ende geklärt, aber ein paar kleine Stellen und Wendungen haben mich stutzen lassen wegen der Ungereimtheiten. Trotzdem haben mich diese Punkte nicht wirklich aus der Geschichte gerissen. Dafür war ich viel zu sehr in der Welt, den Figuren und der Atmosphäre drin.
Für mich war Ruinous Creatures ein origineller Fantasyroman mit einer tollen Liebesgeschichte, spannenden Ideen und Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Trotz kleiner Unklarheiten beim Worldbuilding und einzelner Logiklücken hat mich das Buch gepackt. Ich hatte viel Freude beim Lesen und bin sehr gespannt, was Jessi Cole Jackson als Nächstes schreibt.

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