Cover-Bild Der stille Schüler
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2,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Pendragon
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 30.10.2009
  • ISBN: 9783865321794
Robert B Parker

Der stille Schüler

Ein Auftrag für Spenser, Band 33
Frank Böhmert (Übersetzer)

Der Privatdetektiv Spenser wird von Lily Ellsworth angeheuert, die Unschuld ihres 17-jährigen Enkelsohnes Jared Clark zu beweisen. Ihm wird zur Last gelegt, gemeinsam mit seinem Mitschüler Wendell Grant fünf Schüler, den stellvertretenden Dekan und eine Spanischlehrerin erschossen und weitere Personen von der Dowling Privatschule verletzt zu haben, bevor sich die beiden mit Geiseln in der Bibliothek verbarrikadierten.
Einer Spezialeinheit der Polizei gelingt es zwar die Geiselnahme zu beenden, aber nur einer der Täter, Wendell Grant, kann gefasst werden. Grant gibt Jared Clark als Mittäter an, der schließlich ein Geständnis ablegt. Der Fall scheint abgeschlossen. Die beiden Täter warten im Gefängnis nur noch auf ihre Verurteilung. Nach ersten Befragungen ist Spenser zunächst selbst von der Schuld Jared Clarks überzeugt. Neugierig macht ihn allein das allgemeine Desinteresse an den Hintergründen der Tat. Die Polizei, die Schulleitung, aber auch Jareds Eltern scheinen die Ereignisse vor allem möglichst schnell
hinter sich lassen zu wollen. Spenser hingegen lässt die Frage nach dem Motiv nicht mehr los. Gerade weil er von allen Seiten auf Widerstand stößt, ermittelt er weiter und entdeckt, dass der Fall des stillen Schülers noch längst nicht zu den Akten gelegt werden kann.

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Wenn Schweigen lauter spricht als Kugeln – Ein konzentrierter Spenser-Krimi

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Mit Der stille Schüler legt Robert B. Parker den 33. Band seiner Spenser-Reihe vor – einen Krimi, der weniger auf Action als auf Gespräche, Beobachtung und psychologische Spannung setzt. Wer hier blutige ...

Mit Der stille Schüler legt Robert B. Parker den 33. Band seiner Spenser-Reihe vor – einen Krimi, der weniger auf Action als auf Gespräche, Beobachtung und psychologische Spannung setzt. Wer hier blutige Schauwerte erwartet, wird enttäuscht; wer Freude an starken Figuren und dichten Dialogen hat, hingegen bestens bedient.

Im Zentrum steht ein scheinbar überschaubarer Auftrag, der sich schnell zu einem Geflecht aus Lügen, Loyalitäten und moralischen Grauzonen entwickelt. Parker schickt seinen Ermittler durch eine Vielzahl von Verhören: Gespräche mit Schülern, Lehrern, Eltern und Randfiguren, die alle etwas wissen – oder zumindest vorgeben, es zu tun. Genau darin liegt die Stärke und zugleich die Herausforderung des Romans. Die Charaktere sind präzise gezeichnet, oft mit wenigen Sätzen scharf umrissen, doch ihre schiere Anzahl kann beim Lesen fordern. Man muss konzentriert bleiben, um nicht durcheinanderzugeraten, denn Namen, Motive und Beziehungen überlagern sich schnell.

Die Spannung entsteht weniger durch äußere Dramatik als durch das langsame Freilegen von Wahrheit. Spensers lakonischer Stil, sein trockener Humor und seine moralische Klarheit tragen den Roman auch durch Passagen, die fast ausschließlich aus Dialogen bestehen. Die „endlosen Verhöre“ wirken dabei nie beliebig, verlangen aber Geduld.

Der stille Schüler ist ein Krimi der leisen Töne: dicht, klug konstruiert und getragen von starken Figuren. Kein Buch für nebenbei – aber eines, das belohnt, wenn man sich ganz darauf einlässt.

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