Unerwartete Geschichte, fesselnd erzählt.
In diesem Roman bringt Sara Mesa zwei sehr unterschiedliche Personen, unter merkwürdigen Umständen, an einem ungewohnten Ort zusammen. Die "Quasi" Vierzehnjährige und den Mitte 50jährigen "Alten". Eine ...
In diesem Roman bringt Sara Mesa zwei sehr unterschiedliche Personen, unter merkwürdigen Umständen, an einem ungewohnten Ort zusammen. Die "Quasi" Vierzehnjährige und den Mitte 50jährigen "Alten". Eine undefinierbare Beziehung entwickelt sich und der Roman stellt damit die Frage nach Freundschaften, Paarbeziehungen, Bekanntschaften, die sind aber nicht sein dürfen/sollten/können.
Mich konnte der Roman durch seinen ungewöhnlichen Plot und die präzise Sprache, sowie die psychologische Tiefe sehr gut erreichen. Dieses Buch ist eine Abwechslung im aktuellen Literaturkanon. Die personale Erzählstimme bleibt an Quasi dran, aber nur im Park. Wir erfahren allein aus den Gesprächen der beiden sowie den Gedankengängen von Quasi, was hier eigentlich passiert. Sehr gefühlvoll nähert sich die Autorin nicht nur einer Dreizehnjährigen, die zwischen Mädchen- und Frausein verwirrt versucht den Alltag zu meistern, sondern auch einem Mann von Mitte Fünfzig Jahren, der in seiner psychischen Auffälligkeit nicht pathologisiert wird.
Aufgrund des spannenden Plots habe ich dieses Buch eingesogen. Allein in der Form konnten mich ganze Passagen, die in Klammern eingefügt wurden, nicht gänzlich für die 5 Sterne überzeugen. Trotzdem ein definitiv empfehlenswertes Buch, welches in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken anregt.