Cover-Bild Tauchsommer
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Karl Rauch Verlag GmbH & Co. KG
  • Genre: Kinder & Jugend / Bilderbücher
  • Seitenzahl: 40
  • Ersterscheinung: 24.07.2024
  • ISBN: 9783792003879
  • Empfohlenes Alter: ab 4 Jahren
Sara Stridsberg

Tauchsommer

Wenn ein Elternteil an Depression erkrankt
Lukas Dettwiler (Übersetzer), Sara Lundberg (Illustrator)

»Weshalb will man nicht mehr leben, wenn es doch Hunde und Schmetterlinge und den Himmel gibt? Wie kann einer nicht länger leben wollen, wenn es doch mich gibt? Niemand weiß darauf eine Antwort, es ist einfach so.«
Eines Tages ist Zoes Vater verschwunden. Sie erfährt, dass er krank geworden ist und für längere Zeit in eine psychiatrische Klinik muss. Sie besucht ihn mit ihrer Mutter, aber bald sagt er, dass er keine Besuche vertragen kann und allein sein muss. Zoe kommt trotzdem, und während sie darauf wartet, dass es ihrem Vater besser geht, lernt sie die Schwimmerin Sabina kennen, die ihre Freundin wird. Tauchsommer nimmt die Position eines Kindes ein und erzählt aus dieser Perspektive die Geschichte der verlorenen Lebensfreude des Vaters und der eigenen Sehnsucht nach Nähe. Gleichzeitig handelt der Text von der Kraft des Traums und der Fantasie. Die Themenwelten Depression und Mentale Gesundheit werden empathisch, angemessen und gleichzeitig mit Humor behandelt. Empfehlung der LUCHS-Jury
In der New York Times auf der Liste Bestes Buch 2022
White Raven Award 2020
Nominiert für den August Preis 2019, dem angesehensten Literaturpreis Schwedens
Bilderbuch des Monats beim Bremer Institut für Bilderbuchforschung
Leselotse

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2024

Poetisch, empathisch und berührend

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Dieses Buch ist ein ganz besonderer Schatz, der besonders poetisch, empathisch und liebevoll über die schweren Phasen einer Familie berichtet.

Zoe wächst in einer ganz normalen Familie auf. Doch eines ...

Dieses Buch ist ein ganz besonderer Schatz, der besonders poetisch, empathisch und liebevoll über die schweren Phasen einer Familie berichtet.

Zoe wächst in einer ganz normalen Familie auf. Doch eines Tages ist ihr Vater weg. Sein Platz bleibt leer und nur im Fotoalbum kann Zoe ihren Vater wiedersehen. Erst später erfährt Zoe wo ihr Vater ist. Dort besucht sie auch ihren Vater und versucht auf ihre Art zu verstehen was mit ihm geschieht. So erfährt Zoe auch von der Traurigkeit ihres Vaters, doch als er eines Tages keine Besuche mehr von Zoe und ihrer Mutter, beschließt Zoe einfach allein zu fahren. Beim Warten stößt sie wieder mit Sabina zusammen. Eine Frau, die zu ihrer besten Freundin in diesem Sommer wird. Sie gibt ihr Halt und zusammen schwimmen sie im Garten bis ans Meer. Ihre Fantasie scheint keine Grenzen zu haben, bis der Sommer kommt und mit ihm auch ein Lichtblick im Leben von Zoes Vater.

Zoe ist ein ganz zauberhaftes Mädchen, die mit ihrem kindlichen Gemüt ihre Umgebung wahrnimmt und versucht zu verstehen was mit ihrem Vater und Sabina los ist. Das gelingt ihr auch teilweise. Zoe behält ihr kindliches Gemüt und nimmt ihr Umfeld auf ihre Art wahr. Das distanzierte Verhalten ihrer Mutter, lässt Zoe etwas im Dunklen tappen und erfährt sie erst spät von den Depressionen ihres Vaters. Nichtsdestotrotz hat man das Gefühl, dass sich Zoe davon selbst nicht herunterziehen lässt. Sie bleibt positiv gestimmt und wartet auf ihren Vater, bis es ihm so weit gut geht, um die Klinik verlassen zu können. Insgesamt finde ich das Buch ganz außergewöhnlich und sehr berührend. Auf fast zauberhafte, märchenhafte Art erschafft Zoe mit Sabina eine eigene Welt in der sie abdriften und einen Sommer voller Freundschaft erleben. Dazu passen auch die Illustrationen sehr gut, denn sie drücken ebenfalls eine warme, vertraute Stimmung aus.

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