Eher langweiliger Krimi
Lisi Badichi ist Lokalreporterin bei einer kleinen israelischen Zeitung in Be'er Scheva. Sie hat das Auftreten eines Elefanten im Porzellanladen, ist nicht gerade grazil, hat riesige Füße, ihr Markenzeichen ...
Lisi Badichi ist Lokalreporterin bei einer kleinen israelischen Zeitung in Be'er Scheva. Sie hat das Auftreten eines Elefanten im Porzellanladen, ist nicht gerade grazil, hat riesige Füße, ihr Markenzeichen sind große Plastikohrringe und in der Zeitungsredaktion wird sie „Lisi die Bekloppte“ genannt. Sie erledigt ihre Arbeit mit Engagement und Sorgfalt, ist sich für nichts zu schade, nimmt jeden Termin wahr, zu dem sie geschickt wird und schreibt entsprechende Artikel über die Veranstaltungen, seien sie auch noch so unwichtig.
Als sie an der Party im Hause eines Richters teilnimmt, um über dieses „gesellschaftliche Ereignis“ zu berichten, wird dessen Gattin im Garten ermordet. Lisi steckt mittendrin in diesem Fall und stellt ihre eigenen Ermittlungen an.Shulamit Lapids „Lokalausgabe“ wurde 1996 mit dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet hat und die Autorin gilt neben Batya Gur als bekannteste Krimi-Autorin Israels.
Ich kann das nach der Lektüre von „Lokalausgabe“ kaum nachvollziehen. Die Menge der Personen - Lisis Familie und Kollegen, sowie die vielen Verdächtigen, dazu noch die ungewohnten israelischen Namen – machten die Geschichte anfangs sehr unübersichtlich. Die Handlung war dann aber eher einfach gestrickt und vorhersehbar. Für meinen Geschmack gab es zu viele Längen und Wiederholungen, von Spannung keine Spur, eher gähnende Langeweile. Ich habe das Buch nur bis zum Schluss gelesen, da der Erzählstil recht humorvoll war und man doch irgendwie einen Einblick in die israelische Gesellschaft und das Alltagsleben der frühen 90er Jahre erhalten hat.