Wie sehr Trauer die Menschen von der Realität wegrücken kann...
Zum Buch: Sandy und Thomas passiert das Schlimmste, was Eltern passieren kann, ihre zweijährige Tochter Anna stirbt. Besonders schlimm daran ist, dass Thomas die kleine Anna im Auto vergessen hat, während ...
Zum Buch: Sandy und Thomas passiert das Schlimmste, was Eltern passieren kann, ihre zweijährige Tochter Anna stirbt. Besonders schlimm daran ist, dass Thomas die kleine Anna im Auto vergessen hat, während er bei einem Bierchen gechillt hat… Während Sandy Mitgefühl bei ihrer Familie findet, zu der sie kurzerhand mit dem fünfjährigen Luis gezogen ist, bekommt Thomas Besuch. Und zwar – von der kleinen Anna. Doch sie ist doch tot, wie kann das sein? Als er Sandy informiert, schmiedet sie einen irren Plan…
Meine Meinung: Dieses Buch ist für die Autorin Simone Trojahn ein sehr persönliches, wie sie im Nachwort erklärt. Natürlich hat man sofort Kings „Friedhof der Kuscheltiere“ vor seinem geistigen Auge. Aber hier geht es hauptsächlich um die Trauer der Menschen. Wir lesen nicht nur über das Schicksal der kleinen Anna, sondern auch andere Personen verlieren einen wichtigen Menschen. Was dann in diesen Personen vorgeht, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, darum geht es. Sie hängen irgendwie zwischen der Realität und Wunschdenken fest.
Von den Maden abgesehen, die ich wirklich immer echt eklig finde, war das jetzt nicht der Wahnsinns-Pageturner für mich. Aber ich wurde dennoch gut unterhalten und habe den Sinn hinter diesem Buch auch verstanden! Das Ende ist dann wieder fiktiv, aber es kommt schließlich, wie es kommen muss!
Mein Fazit: Eine unterhaltsame Geschichte, die man zwischendurch gut lesen kann. Gefühlvoll erzählt die Autorin, was Trauer mit Menschen machen und den völligen Verlust der Realität zur Folge haben kann. Einzig diese Maden, die die Toten immer so mit sich bringen…